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Ein Kunstprojekt, das die Region verbindet
Die IntraRegionale 2026 in Hannover – Wenn die Kunst zu summen beginnt

Malerei14_Maria Trezinski_2019. 01.24_IntraReginale26_Städt. Galerie Lehrte 24.4.-19.6. Kunst in Hannover. Ausstellung in Hannover. Insekten in der Kunst. Junge Kunst entdecken auf ARTTRADO. Plattform für junge Kunst.

Die IntraRegionale 2026 in Hannover – Wenn die Kunst zu summen beginnt Die IntraRegionale ist ein ungewöhnliches Format. Anders als
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Mit der *IntraRegionale 2026* verwandelt sich die Region Hannover vom *24. April bis zum Sommer 2026* in einem weit verzweigten Ausstellungsnetz, das sich einem ebenso kleinen wie existenziellen Thema gewidmet: *den Insekten*.

Die IntraRegionale 2026 in Hannover – Wenn die Kunst zu summen beginnt

Die IntraRegionale ist ein ungewöhnliches Format. Anders als ein klassisches Festival konzentriert sie sich nicht auf ein einzelnes Museum, sondern verteilt sich über zahlreiche Orte der Region Hannover. Kunstvereine, Galerien und Kulturinstitutionen entwickeln jeweils eigene Ausstellungen und Projekte, die durch ein gemeinsames Thema miteinander verbunden sind.

Das Ziel: *Kunst aus den urbanen Zentren hinauszutragen und in einen Dialog mit Landschaft, Gemeinden und lokalen Initiativen zu bringen.*

Damit wird die IntraRegionale zu einem kulturellen Netzwerk, das die Region Hannover als *Experimentierfeld für zeitgenössische Kunst im ländlichen und suburbanen Raum* positioniert. Über mehrere Monate hinweg zeigen Kunstvereine, Galerien und Kulturorte zeitgenössische Positionen, die sich mit Biodiversität, Naturwahrnehmung und den fragilen Ökosystemen unserer Zeit beschäftigen.

Neben Installationen umfasst das Programm *Konzerte, Performances, Vorträge, Workshops und Führungen*, die den kreativen Umgang mit Klang aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Künstlerische Praxis trifft hier auf Wissenschaft, Umweltbewusstsein und experimentelle Musik. Besonders spannend ist dabei die Frage, wie sich unsere Wahrnehmung von Landschaft, Natur und urbanem Raum verändern kann.

Gerade in einer Zeit, in der visuelle Reize dominieren, setzt die IntraRegionale ein bewusstes Gegengewicht: Sie lädt dazu ein, die Welt einmal anders wahrzunehmen. Das Festival eröffnet damit einen Raum für intensive, oft überraschende
Erfahrungen und zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig und innovativ zeitgenössische Kunst heute sein kann.

Für Kunstinteressierte, klangforschende und neugierige Entdecker gleichermaßen bietet die *IntraRegionale 2026* eine seltene Gelegenheit, die Grenzen zwischen Kunst und Natur neu zu erleben.

Insekten als künstlerisches Motiv

Dass ausgerechnet Insekten im Mittelpunkt stehen, ist kein Zufall. Die preiswertesten Rückgänge vieler Arten – etwa Wildbienen, Käfer oder Schmetterlinge – gelten heute als Warnsignal für den Zustand unseres Ökosystems. In Deutschland ist die Biomasse von Fluginsekten seit 1990 endgültig gesunken, was weltweit Diskussionen über Biodiversität ausgelöst hat.

Die Künstlerinnen und Künstler der IntraRegionale greifen dieses Thema auf und übersetzen es in ganz unterschiedlichen künstlerischen Sprachen: Malerei, Installation, Fotografie, Klangkunst und ortsspezifische Landschaftsinterventionen. So entsteht ein vielschichtiges Panorama der Frage, wie der Mensch die Natur wahrnimmt – und verändert.

Die Ausgabe 2026 steht unter dem inspirierenden Leitmotiv *„Insekten in der Kunst“*. Was zunächst ungewöhnlich klingt, öffnet tatsächlich ein faszinierendes Feld für Künstlerinnen und Künstler: das akustische Universum der Insekten. Summen, Zirpen, Flügelschläge und vibrierende Frequenzen werden zu Ausgangspunkten für Kompositionen, Installationen und experimentelle Klangräume. Die beteiligten Kunstschaffenden greifen dabei sowohl auf Feldaufnahmen aus der Natur als auch auf elektronische Klangbearbeitung zurück und erschaffen Werke, die die verborgene Welt kleinster Lebewesen hörbar machen.

Wichtige Künstlerinnen und Künstler der IntraRegionale 2026

Auch wenn die vollständige Liste der Teilnehmenden projektbedingt variiert, lassen sich bereits einige zentrale Positionen hervorheben.

Maria Trezinski

Die Malerin Maria Trezinski widmet sich in ihrer Serie *„Holometabola“* der faszinierenden Metamorphose von Insekten. Ihre Gemälde zeigen etwa Feuerwanzen, Bienen oder Larven in intensiven Farbkompositionen und verbinden naturwissenschaftliche Präzision mit poetischer Abstraktion.

Mehr über die Künstlerin finden Sie hier: https://kuenstlerbund-speyer.de/

Peer Steppe

„Der Bildhauer Peer Steppe, der auch als Restaurator in Irland und Venedig gearbeitet hat, erkennt Zeugen des vergangenen, gemächlichen oder lauten Lebens, die jetzt aber als stille Beschützer immer noch auf das ursprünglich innewohnende Leben verweisen. Doch wie sah dieses aus?

Peer Steppe bearbeitet schwere irische Kalksteinbrocken, Granit und Basaltlava, fügt auch Einzelskulpturen zu neuen Formen zusammen, assoziativ zu überdimensionierten Panzern von Käfern, Insekten und Schalentieren. Geheimnisvolle Zwischen- und Innenräume entstehen, dem Auge verborgen; Fragen stellen sich nach deren Inhalt, ob und was darin versteckt sein mag. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Außen- und Innenform, Außen- und Innenräumen, beschreibt geradezu dramatisch den Facettenreichtum und die Ästhetik des abgelaufenen Lebens, das schützenswert war, und dennoch der harten, schweren Rüstung entwichen ist. Sie bleibt liegen, wuchtig und still.“

Mehr über den Künstler finden Sie hier: http://www.peer-steppe.de/

Meike Zopf

Meike Zopf ist geboren in Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hannover. Meisterschülerin von Prof. Verena Vernunft, Hochschule Hannover, University of Applied Sciences and Arts. Diplom Bildende Kunst, Hochschule Hannover, University of Applied Sciences and Arts. Diplom Kunsttherapie an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg Kunst auf Lehramt an der Universität der Künste Berlin.

Mehr über die Künstlerin finden Sie hier: http://meike-zopf.de/

Mischung aus regionaler Kunstszene und internationalen Perspektiven

Neben diesen Beispielen präsentiert die IntraRegionale eine Vielzahl weiterer Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und dem internationalen Umfeld – wovon wir viele in den nächsten Wochen in Rahmen von Interviews und Einzelbeiträgen noch genauer vorstellen werden. Ihre Arbeiten reichen von *fotografischen Naturstudien über installative Skulpturen bis hin zu experimentellen Klanglandschaften*, die das Summen, Krabbeln und Zirpen der Insekten akustisch erfahrbar machen.

Gerade diese Mischung aus regionaler Kunstszene und internationalen Perspektiven verleiht dem Projekt seine besondere Dynamik.

Kunst als ökologische Sensibilität

Die IntraRegionale versteht sich nicht nur als Ausstellung, sondern auch als ökologische Sensibilisierung durch Kunst. Indem Künstlerinnen und Künstler Insekten ins Zentrum ihrer Arbeit stellen, lenken sie den Blick auf jene kleinen Organismen, von denen große ökologische Zusammenhänge abhängen.

Oder anders gesagt:

Ohne Insekten,
keine Bestäubung,
keine Pflanzen,
kein Leben.

Ein leises, aber eindringliches Finale.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die IntraRegionale mit einem Summen beginnt.

Denn dieses Summen erinnert uns an etwas Grundlegendes:
Dass Kunst nicht immer laut sein muss, um gehört zu werden.

Manchmal genügt ein Flügelschlag.

Und plötzlich wird aus einem kleinen Geräusch eine große Frage –
nach unserer Beziehung zur Natur, nach Verantwortung, nach Zukunft.

Wenn Besucherinnen und Besucher im Sommer 2026 durch die Kunstorte der Region Hannover wandern, könnten sie auch mehr hören als nur Kunst. Vielleicht hören Sie das fragile Echo eines Ökosystems. Und das leise Versprechen, dass Aufmerksamkeit der erste Schritt zur Veränderung ist.

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die 3. Ausgabe der IntraRegionale!

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Unsere Interviews finden Sie hier: Interview| Arttrado.de

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