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Kunst vom Kiez trifft Kirche
Auf der Vernissage von CP.Krenkler – buy, buy St.Pauli

Auf der Vernissage von CP.Krenkler – buy, buy St.Pauli Am Freitag den 27. April startete die Ausstellung Buy, Buy ST.PAULI
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Auf der Vernissage von CP.Krenkler – buy, buy St.Pauli

Am Freitag den 27. April startete die Ausstellung Buy, Buy ST.PAULI von CP Krenkler.

Wir hatten das Glück auf der Vernissage anwesend sein zu können, unsere Meinung und Eindrücke wollen wir nicht vorenthalten. Wir hoffen euch den Künstler näher zu bringen. Feedback, Lob sowie Kritik ist die Meinung des Autors und wir empfehlen jedem sich ein eigenes Bild zu machen. Das geht am besten vor Ort!
Ein Interview mit der Künstlerin Paul folgt die Tage.

 

Die Vernissage

Die St.Pauli Kirche liegt zwischen Fischmarkt und Reeperbahn. Sie liegt also nicht weit entfernt, von dem Ort wo CP Krenkler sich ein Jahr die Mühe gemacht hat, die Situation auf und um den Kiez einzufangen. Kiezkunst trifft Kirche!  – Was auf den ersten Blick vielleicht fragwürdig oder unpassend erscheint, erweißt sich später als perfekte Kombination. Ein besserer Ort hätte nicht gewählt werden können. Warum? Der Raum ist groß und gut beleuchtet wodurch die Fotos sehr gut zur Geltung kommen, sie haben Platz sich zu entfalten und die Fotos von CP.Krenkler werden zur Kunst, weil sie eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von Menschlichkeit, Trauer, Wut, Schmerz aber auch Freude und Lust. Diese ganzen Emotionen wurden von der Künstlerin Paul mit der Kamera eingefangen, die Momente sind echt. Und wo passt Menschlichkeit besser als in einer Kirche? Die richtigen Worte fand der Pastor zur Eröffnung. …“Was war zuerst da, die Kirche oder das Bordell? – ich glaube fast das Bordell“.Während der Eröffnungsrede gab es viel Applaus und einiges zu lachen. Insgesamt eine schöne und lockere Stimmung. Was also auf den ersten Blick wie ein Gegensatz gewirkt hat, hat am Ende super harmoniert.

Die Kirche füllt sich, zur Eröffnungsrede werden etwa 100 Gäste anwesend sein.

Zur Eröffnungsrede waren rund 100 Gäste anwesend. Nach der Eröffnungsrede wurde bei einem Bier oder Sekt flaniert, diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Kiez trifft Kirche. Auffällig war, dass leider kaum eine der fotografierten Personen anwesend war. Die Nachfrage an der Künstlerin Paul war groß,doch im Laufe des Abends bestätigte Sie uns, dass Sie auch dachte es würden mehr kommen – aber mit der Gesamtbesucherzahl war Sie zufrieden. Das Publikum war bunt und gemischt – so wie St.Pauli.

Moderne Fotokunst vom Kiez neben alten Gemälden.

Währenddessen…

Wir gönnen der Künstlerin etwas Ruhe und nehmen ersteinmal die Veranstaltung unter die Lupe. Einige Fotos sind nicht Jugendfrei und/oder dürfen nicht fotografiert werden. Das heißt wir halten nur einen kleinen Teil fest und ohnehin möchten wir dazu anregen die Ausstellung zu besuchen. Was die Künstlerin während des Projektes erlebt und gefühlt hat, können sich die meisten nur schwer vorstellen. Wichtig für uns ist es an dieser Stelle festzuhalten das CP.Krenkler das Elend fotografiert hat, ohne das Elend zu fotografieren.

So schreibt sie in Ihrem Tagebuch vom 29.März 2018:

„Angie steht in letzter Zeit oft an der Tür.Dann fällt die Sonne auf ihr Gesicht und sie ist ganz in sich gekehrt. Heute habe ich mich leise neben sie geschlichen und fotografiert. Es hat lange gedauert, bis sie mich bemerkt hat. Sie drehte den Kopf zu mir um und sagte in litauischen Akzent: „Wie heißt das Wort für Tränen die niemals aufhören?“.

Diese traurige aber poetische Stimmung schafft die Künstlerin in Bildern festzuhalten. Bilder aus einer eigenen Welt, eine Welt die für viele unvorstellbar oder fernab der Realität erscheint. Jetzt aber durch die Hilfe von CP. Krenkler und ihres Förderers Frank Otto einen Weg ans Tageslicht gefunden hat. Aus dem Keller, in die Kirche.

 

 

Zusammenfassung

Nachdem wir nun in fremden Tagebüchern geblättert, in der Kirche sozialadäquat getrunken und uns für den Newsletter eingetragen haben sind wir bereit ein Fazit zu ziehen. Die Vernissage wurde mit viel Liebe zum Detail geplant und organisiert, Künstler und Kirche haben sich um das Wohl und die Unterhaltung der Gäste ernsthafte Gedanken gemacht und haben einen 1A Abend ermöglicht. Das die Kirche sich so offen präsentiert wirft ein gutes Licht. Wir können uns vorstellen, dass das Konzept Anklang findet, ein hohes Nachahmungspotenzial unserer Meinung nach.Die Künstlerin wirkt zum Ende hin leicht erschöpft aber sehr glücklich, eine sehr sympathische Persönlichkeit. Was mit den Werken nach der Ausstellung passiert können wir noch nicht sagen. Das die Zusammenarbeit aber funktioniert, haben Sie jetzt unter Beweis gestellt und Sie müssen sich definitiv nicht verstecken. Souveräne Leistung! – Wir freuen uns auf den zweiten Teil der Ausstellung im Herbst!

 

 

 

Die Geschichte hinter dem Mensch?
Ein Einblick in die Serie von CP.Krenkler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was wir aufjedenfall noch sagen müssen…

In diesem Falle ist besonders die Atmosphäre anzumerken. Ein bunt gemischtes Publikum spricht schonmal für die Qualität eines Künstlers. In diesem Fall für die Qualität von Christiane Paul Krenkler. In typischer St.Pauli Umgebung war die Stimmung natürlich locker bis heiter. So war es für uns auch kein Wunder, dass wir nicht nur die Künstlerin selbst, sondern gleich ein paar ihrer Freunde und Wegbegleiter sprechen und kennenlernen durften. Es war ein harmonisches Gesamtbild ohne sich zwanghaft präsentieren zu müssen. Trotz der Kirche als Schauraum war die Ausstellung nicht erhaben oder gar hochnässig. Die Ausstellung war so menschlich und persönlich das es uns sehr gefreut hat, auch nach offizielem Ende noch auf das eine oder andere Kaltgetränk mit den Anwesenden zu flanieren und gemeinsame Interessen auszutauschen. Kunst soll für jedermann zugänglich sein, das wurde hier definitiv erreicht. Eine Vernissage die das Publikum zusammenbringt, über die Öffnungszeiten hinaus, ist defintiv die höchste Form, Kunst zu präsentieren. Wir wollen hier nicht schleimen oder ähnliches, aber hier können sich viele Künstler noch eine Scheibe abschneiden und wir hoffen die Künstlerin noch das ein oder andere Mal begleiten zu dürfen, grüßen alle die Anwesend waren und freuen uns auf das nächste Bier, Gespräch oder Event.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Veranstaltung findet man hier: KIEZKUNST – Bye, Bye ST.PAULI von CP Krenkler

Mehr über die Künstlerin erfährt man auf ihrer Website: http://www.krenkler.eu/

Für den Blick hinter die Kulissen: Empfehlen wir einen Besuch im Elbschlosskeller!

Ps: Ein Foto von der Künstlerin vor ihren Werken haben wir natürlich auch bekommen.

Ein Interview mit der Künstlerin Paul kommt in naher Zukunft und wird dann hier zu finden sein!

Nichts mehr verpassen!