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oder buy, buy St.Pauli?

KIEZKUNST – Bye, Bye ST.PAULI von CP Krenkler


Termin Details


KIEZKUNST – Buy, Buy ST.PAULI von CP Krenkler

St.Pauli ist im Wandel, seit Jahren. St. Pauli ist aber auch berühmt dafür das es den Charakter formt, und der bleibt. Veränderungen werden nicht von allen Seiten positiv aufgenommen, alte Hafenbären und auf St.Pauli gezeugte und geborene Kinder klingen regelrecht Melancholisch wenn sie von alten Zeiten sprechen. Junge, zugezogene Menschen sehen keinen Unterschied – sie kennen es ja nicht anders. Doch egal welche Position man bezieht, St.Pauli hat sich weit über die deutschen Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Hamburg, das Tor zur Welt. Die Bewohner des Viertels gelten als schräg, lustig, bunt, doch genauso als gefährlich, traurig oder ernst. Und das macht das Viertel für Touristen wahrscheinlich so beliebt, hier sieht man noch echte Menschen, echte Existenzen. Trotz dem vielen Bling und Plastik geht es hier ehrlicher zu als an den meisten Orten auf der Welt. Ein Blick hinter die Kulissen von CP Krenkler.

Kiezkunst in der Kirche

Den Starschuss für die Ausstellung gibt die Vernissage am 27. April 2018 in der St. Pauli Kirche. Die Eröffnung geht von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr, insgesamt läuft die Ausstellung bis zum 24. Juni und ist immer Sonntags von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei und das Wetter vorraussichtlich regnerisch, wie es sich für Hamburg gehört. Auch wenn dies ebenfalls wieder dazubeiträgt das St.Pauli sich verändert empfehlen wir jedem einen Besuch. Um die Möglichkeit zu nutzen durch die Augen der Künstlerin zu sehen und das Viertel und die Bewohner so besser kennenzulernen und zu verstehen. Im Anschluss nach dem ersten Part der Ausstellung folgt im Herbst 2018 der zweite Teil.

CP Krenkler

Seit 2003 arbeitet CP Krenkler als freie Fotografin, die in Stuttgart geborene Fotokünstlerin studierte bis 2015 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie. Ihre Diplomarbeit „Buy, buy – St. Pauli“ ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ausverkauf ihres Stadtteils St.Pauli und baut auf ihre Arbeit über die Esso-Häuser auf. Im April 2015 ging sie für knapp 1 Jahr nach New York und legte dort ihren Fokus auf Architekturfotografie.Relativ schnell griff sie  ihre Arbeiten aus Hamburg wieder auf. Aktuell widmet sie sich der rasanten Gentrifizierung zweier Stadtteile: Chinatown in New York und St. Pauli in Hamburg. Wie für viele Künstler und Fotografen stellt Ihr Aufenthalt in New York einen Wendepunkt da. Das große Interesse an ihren Arbeiten in New York ermöglicht ihr eine freiere künstlerische Entfaltung. Hier zu ihrer Website: http://www.krenkler.eu/index.html

 

So lautet der offiziele Pressetext der Vernissage und Ausstellung:
Hier zur Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1894048594218557/

2013 begann CP Krenkler mit der Dokumentation der sogenannten „Esso-Häuser“ an der Reeperbahn. Mit ihren Fotografien zeigt sie deren streitbare architektonische Schönheit und gibt in Verbindung mit Portraits ihrer Bewohner einem Brennpunkt von St. Paulis Stadtteilgeschichte ein Gesicht.

Nach der überstürzten Räumung der „Esso-Häuser“ kommentierte ein neon-orange-farbenes Graffiti „Buy, buy – St.Pauli“ auf dem Bauzaun die Geschehnisse auf dem Kiez und inspirierte CP Krenkler, die Auswirkungen der fortschreitenden Gentrifizierung des Stadtviertels fotografisch weiter zu begleiten.

Entstanden ist eine Serie intimer Einblicke in Kinos, Kneipen, Kaschemmen und kleine Läden, die St. Pauli im Zustand der aktuellen städtebaulichen Veränderung zeigt. In Verbindung mit den Portraits ihrer Betreiber, Türsteher, Wirte, Besucher etc. entsteht eine Arbeit zwischen Dokumentation und fotografischer Erzählung, die den Kiez als Zeitdokument festzuhalten vermag.

Fasziniert vom Mikrokosmos St. Pauli vertiefte CP Krenkler ihre Arbeit immer mehr. Nach ihrer Dokumentation über die „Esso-Häuser“ und den Kampf, um ihren Erhalt, sowie ihrer Portraitserie über die Kiezianer, widmet sie sich einem weiteren faszinierenden Thema: Dem Elbschlosskeller, einer der ältesten Kaschemmen Paulis. „Du denkst du kannst nicht tiefer sinken? Drei Stufen runter: Elbschlosskeller“, sagt Daniel Schmidt, der Wirt, beherzt über seinen Laden. Eine Kneipe, die niemals schließt und in der die Uhren eine andere Zeitrechnung haben. CP Krenkler begleitet über ein Jahr hinweg Daniel Schmidt regelmäßig bei seiner Frühschicht. Mit ihrer Kamera wirft sie einen liebevollen Blick auf das verrückte Leben an diesem außergewöhnlichen Ort.

Regelmäßige Gäste im Elbschlosskeller sind auch die Polizsten der Davidwache. Deren unzähligen Einsätze sind hier schon zur Routine geworden. Ein stark links geprägter Stadtteil, in dem sich so mancher „ACAB“ (All Cops Are Bastards) auf die Fahnen schreibt, Orte wie der Elbschlosskeller, das Rotlicht und mittendrin die Davidwache: Wie funktioniert dieses Spannungsverhältnis? Eine Frage, die eine genauere Betrachtung lohnt. CP Krenkler tritt mit der Davidwache in Kontakt und stößt auf mehr Sympathien, als sie erwartet hatte. Die Polizisten haben ihren eigenen liebevollen Blick auf den Stadtteil, und CP Krenkler darf mehrmals mit auf Streife, um die Beamten fotografisch zu begleiten.

Nun wird eine umfassende Ausstellung ihrer Arbeiten an zwei Orten zu sehen sein. Die Ausstellungsorte werden St. Pauli gerecht: Die Fotografien aus dem Elbschlosskeller werden in der St. Pauli-Kirche ausgestellt. Die Kiez-Portraits, die Esso-Häuser und die Davidwache hingegen in der Tiefgarage des ehemaligen Eros Centers und heutigen Pink Palace (neben der Herbertstraße das bekannteste Bordell auf St. Pauli).

Katrin Brinkmann, NDR / Buy, buy – St. Pauli, ein Fotoprojekt von CP Krenkler:

 

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