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Verpackung: Das A & O
Kunstwerke mit der Post versenden? – Auch größere Leinwände?

Kunstwerke mit der  Post versenden? – Auch größere Leinwände? Im Optimalfall kümmert sich eine Galerie um den Versand und Transport
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Kunstwerke mit der  Post versenden? – Auch größere Leinwände?

Im Optimalfall kümmert sich eine Galerie um den Versand und Transport von Kunstwerken. Doch immer mehr Kunst wird  von Künstler*innen direkt erworben, diese stellen sich dann häufig die Frage: Kann ich Kunstwerke mit der Post versenden?  Ja klar, aber grade bei größeren Leinwänden gibt es einiges zu beachten und einige Anfängerfehler lassen sich vermeiden.

Kunstwerke auf Papier

Wenn es sich um ein Kunstwerk auf Papier ohne Rahmen handelt, dann lässt es sich in der Regel rollen und passt in verstärkte Papprollen. Etwas Vlies oder Luftpolsterfolie zum Dämmen und wer auf Nummer Sicher gehen möchte, wickelt die Rolle noch in Folie als Nässeschutz. Versandrollen finden Sie zum Beispiel bei Amazon.

Diese Rolle lässt sich einfach per DHL versenden. Die Versandkosten für beispielsweise 60 x 30 x 15 cm betragen 4,99€. Die größere Variante 120 x 60 x 60 cm liegt bei 5,99€. Wegen der Rollenform kommt ein Aufpreis von 1,79€ dazu, dafür erhält man eine Sendungsnummer, um das Paket zu verfolgen. Bis zu einer Summe von 500€ ist es automatisch versichert. Sollte das Kunstwerk einen höheren Wert haben, bietet DHL eine Versicherung ab 6€ an. Natürlich ist auch das Land des Empfängers entscheidend. Bei DHL können Sie den Versand online berechnen: DHL Privatkunden – Paketversand und Paketempfang mit DHL. Bis Din A4 können auch Maxibriefkartons den erforderlichen Schutz bieten.

Leinwände

Bei dickerer Acryl- oder Ölfarbe auf Leinwand ist das Rollen eher problematisch. Folgendes eignet sich auch bei Kunstwerken die bereits gerahmt sind. Bei Leinwänden wird die bemalte Seite mit Pergaminpapier abgedeckt und mit Klebeband befestigt. Das Pergaminpapier wird dafür über die Kanten der Leinwand bzw. des Rahmens gefaltet – achten Sie darauf das, dass Klebeband nur auf dem Papier befestigt ist und nicht an dem Gemälde. Nun wird das Gemälde vorsichtig zwischen zwei Schaumstoffplatten gelegt und mit Folie fixiert. Jetzt wird es mit zwei weiteren Schaumstoffplatten oder Styropor ummantelt und ebenfalls mit Klebeband befestigt. Eckvorrichtungen sorgen für besonderen Schutz der empfindlichen Kanten. Wenn das Gemälde in den Karton gelegt wird, füllen Sie die Transportbox mit  Polstermaterialien. Bei besonders wertvollen Gegenständen ist Vorsicht besser als Nachsicht.  Die Box lässt sich zusätzlich noch in eine größere gepolsterte Box legen.

Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts und darauf das die innere Box keinen Kontakt zur äußeren Verpackung hat. Das fertige Paket wird verschlossen und mit Warnschildern – „Vorsicht zerbrechlich“ beklebt. Bis 120cm* 60cm* 60cm und 10KG zählt es bei den gängigen Versandhäusern als „normales“ Paket und ist automatisch bis 500€ versichert. (Preis 5,99€) Leinwände sind meistens etwas wertvoller – eine Versicherung bis 2500€ kostet zusätzlich 6€., bis 25.000€  18€. Pakete, die die Größe von 120cm* 60cm* 60cm überschreiten, gelten als Sperrgut und sind dementsprechend teurer. Es lohnt sich neben DHL auch den Portoprüfer der deutschen Post in Erwägung zu ziehen. Porto für Briefe, Pakete und mehr berechnen | Deutsche Post

Die Verpackung ist das  A & O

Es kann sein, das DHL, die deutsche Post und Co. ein Kunstwerk nicht versichern möchten, da sie es als zerbrechlich einordnen. Wenn Sie ein ungutes Gefühl haben, den Sicherheitsmaßnahmen nicht trauen oder eine terminierte Ankunft garantieren möchten, wenden Sie sich lieber an eine Spedition. Doch auch hier ist die Verpackung das A & O, Kunstwerke sind sensible Transportgüter und  als Versender sind Sie für eine stabile und sichere Verpackung verantwortlich. Mit „Pamyra“ können Sie über 600 Speditionen vergleichen. Bilder versenden: Transport günstig buchen | pamyra.de

Wer haftet bei verlorenen Paketen?

Egal ob DHL, Hermes, DPD oder UPS, vertrauenswürdige Versandhäuser bieten in der Regel eine Sendungsnummer an.  Doch wer haftet, wenn das Paket verloren geht? Das Ablegen eines Paketes (Garagenvertrag) ist dem Paketzusteller nur gestattet, wenn es der Empfänger ausdrücklich erlaubt. Das Verlustrisiko tragen die Empfänger dann aber selbst. Sobald ein Paketdienstleister ein Paket in seiner Obhut hat, haftet er für Transportschäden. Ein häufiges Problem ist, das der Absender beweisen muss, das die Ware ausreichend gesichert und geschützt war.

Etwas lebensfern, aber sinnvoll ist es also, den Verpackungsprozess zu fotografieren oder einen Zeugen beim einpacken dabei zu haben, um bei einem Rechtsstreit auf der sicheren Seite zu sein. Geht etwas verloren, dann ist es wichtig, den Anbieter zu kontaktieren, denn dieser kann einen Nachforschungsantrag stellen. Für den Empfänger ist es hilfreich, bei dem bloßen Verdacht eine Anzeige gegen unbekannt zu erstatten. Davon taucht das Paket zwar nicht sofort wieder auf, aber Versandhäuser handeln aus Imagegründen in der Regel schneller. Für die Haftung ist es auch relevant, ob es sich um einen privaten Kauf oder einen gewerblichen handelt. Wenn Sie es in Betracht ziehen, einen passenden Anwalt zu befragen, empfehlen wir https://www.advocado.de/

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