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Werk der Woche #121- Seit ich auf Erden bin von Matthias Göhr

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Werk der Woche #121- Seit ich auf Erden bin von Matthias Göhr Mit „Seit ich auf Erden bin“ zeigt der
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In unserer Serie „Werk der Woche“ machen wir auf Kunstwerke aufmerksam, die einen besonderen Hintergrund haben, sich für einen guten Zweck einsetzen, zur Diskussion einladen oder in unseren Augen einfach zu wenig Beachtung erhalten. Das 121. Werk der Woche ist eine Dispersion auf Leinwand von dem Künstler Matthias Göhr.

Werk der Woche #121- Seit ich auf Erden bin von Matthias Göhr

Mit „Seit ich auf Erden bin“ zeigt der Künstler Matthias Göhr ein Werk, das sich zwischen Malerei, innerer Reflexion und emotionaler Verdichtung bewegt. Das quadratische Format von 70 × 70 cm wirkt dabei wie ein in sich geschlossenes Denkfeld – ein Raum, in dem sich Erinnerung, Gegenwart und Imagination überlagern.

Technisch basiert das Werk auf Dispersion auf Leinwand. Dabei handelt es sich um eine wasserbasierte Acrylfarbe, deren Bindemittel feine Pigmente dauerhaft miteinander verbindet. Die Farbe trocknet matt bis seidenmatt auf und ermöglicht sowohl transparente als auch dichte, lasierende Schichtungen – ein Medium, das in der zeitgenössischen Malerei häufig für seine Vielschichtigkeit und Stabilität eingesetzt wird.

Charakteristisch für Göhrs Arbeitsweise ist der offene, prozesshafte Entstehungsweg: Er arbeitet oft parallel an mehreren Leinwänden, meist am Boden liegend und zunächst ohne klassischen Keilrahmen. Die Farbe entsteht aus selbst hergestellten Pigment-Acryl-Mischungen, wodurch jede Oberfläche eine eigene materielle Handschrift trägt. Erst in einer späteren Phase wird die Leinwand auf einen Rahmen gespannt, wenn die kompositorische Struktur bereits angelegt ist und weitere malerische Verdichtung erfolgt.

Inhaltlich beschreibt das Werk eine introspektive Bewegung. Göhr selbst versteht das Bild als eine Art gedankliche Reise. Ein Nachdenken über das Leben mit all seinen Gegensätzen – über Schönheit und Verlust, über Vergänglichkeit, Erinnerungen, Wünsche und das, was möglicherweise noch bevorsteht. Dabei bleibt das Motiv bewusst offen und nicht erzählerisch festgelegt. Vielmehr entsteht ein Zustand, der sich zwischen Gefühl und Wahrnehmung bewegt und sich erst im Blick der Betrachtenden vollständig entfaltet.

Besonders prägnant ist die Farbgebung: Das Grün markiert eine neue Phase im Werk des Künstlers. Es ist das erste Mal, dass Figuren in dieser spezifischen Farbwelt erscheinen. Das Grün verweist dabei nicht nur auf Natur, sondern auch auf Wandel und Neubeginn – eine Assoziation, die der Arbeit eine subtile, fast leise Hoffnung einschreibt.

Trotz seiner konzeptuellen Tiefe bleibt das Bild offen und zugänglich. Es ist ein typisches Werk von Göhr in seiner strukturellen Anlage. Es unterscheidet sich jedoch deutlich in der Farbigkeit von früheren Arbeiten und markiert damit zugleich Kontinuität und Veränderung innerhalb seiner künstlerischen Entwicklung.

„Seit ich auf Erden bin“ ist ein Bild, das weniger eine eindeutige Antwort gibt als vielmehr einen Raum öffnet. Ein Raum für Erinnerung, Wahrnehmung und das eigene innere Erzählen.

 

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Der Künstler Matthias Göhr

Matthias Göhr ist ein freischaffender Maler aus der Pfalz, der seit 1992 kontinuierlich in Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten ist. Seine Arbeiten wurden dabei sowohl in regionalen Kulturinstitutionen als auch auf Kunstmessen und in Galerien im deutschsprachigen Raum gezeigt.

Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Ausstellungstätigkeit liegt in Süddeutschland und angrenzenden Regionen. So war er unter anderem mit Einzelausstellungen wie „Sehnsucht“ im Kreishaus Südliche Weinstraße vertreten, wo seine Werke einem breiten Publikum im öffentlichen Raum präsentiert wurden.

Auch in kleineren Galerien und Projekträumen war Göhr regelmäßig präsent. Etwa mit Ausstellungen wie „Seelenzauber“ in der Galerini, die seine malerische Bildwelt im Kontext zeitgenössischer Gruppen- und Einzelausstellungen zeigte.

Darüber hinaus ist seine Arbeit auch im Messekontext sichtbar geworden. Göhr nahm wiederholt an Kunstmessen und jurierten Ausstellungen teil. Darunter etwa die Art Karlsruhe sowie weitere regionale und internationale Formate im Bereich zeitgenössischer Malerei.

Seine Werke werden dabei häufig im Rahmen von thematischen Gruppenausstellungen gezeigt, die sich mit Natur, Figur, Erinnerung und inneren Bildwelten beschäftigen. Kritisch beschrieben wird seine Malerei oft als eine Verbindung aus narrativer Offenheit und atmosphärischer Verdichtung. Bilder, die zwischen figurativer Andeutung und abstrakter Auflösung oszillieren.

Weitere Informationen

Mehr über den Künstler finden Sie hier: https://matthiasgoehr.de/

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