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Kunst in Paris
Landschaftsmalerei: Von Monet bis Hockney Ausstellung im Musée Marmottan Monet

Kunst in Paris: Landschaftsmalerei: Von Monet bis Hockney Ausstellung im Musée Marmottan Monet. Kunstveranstaltungen entdecken auf ARTTRADO.

Ausstellung „Histoires de paysages“ im Musée Marmottan Monet: Monet bis Hockney Die Ausstellung „Histoires de paysages. De Monet à Hockney“
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Die Ausstellung „Histoires de paysages. De Monet à Hockney“ im Musée Marmottan Monet in Paris versteht Landschaftsmalerei nicht als klassisches Genre, sondern als kulturelles Wahrnehmungssystem. Zwischen Claude Monet und David Hockney entfaltet sich keine lineare Kunstgeschichte, sondern eine radikale Neubefragung des Sehens selbst. Kuratiert von Pierre Wat zeigt die Ausstellung Landschaft als epistemisches System: Nicht die Natur verändert sich, sondern die Art und Weise, wie sie wahrgenommen, verarbeitet und visualisiert wird. So entsteht ein Panorama der Moderne als fortlaufende Dekonstruktion des Landschaftsbildes – von der Impression bis zur digitalen Wahrnehmung.

Ausstellung „Histoires de paysages“ im Musée Marmottan Monet: Monet bis Hockney

Die Ausstellung „Histoires de paysages. De Monet à Hockney“ im Musée Marmottan Monet ist keine Hommage an die Landschaftsmalerei, sondern ihre kritische Rekonstruktion als visuelles System.

Zwischen Claude Monet und David Hockney entfaltet sich kein stilgeschichtlicher Verlauf, sondern eine Abfolge epistemischer Brüche: Landschaft erscheint hier nicht als Naturmotiv, sondern als Technologie des Sehens – als kulturell codierte Form der Wahrnehmung.

Monet markiert den Beginn dieser Verschiebung, in der Natur in Licht- und Zustandsfragmente zerfällt. Das 20. Jahrhundert radikalisiert diesen Prozess durch Abstraktion, Fragmentierung und Bildkritik. Mit David Hockney kulminiert die Entwicklung in einer synthetischen Wahrnehmung, in der Landschaft zur konstruierten Bildrealität wird.

Innerhalb dieses Spannungsfeldes fungiert Alex Katz als Scharnierfigur einer flachen Moderne, in der Landschaft und Figur gleichermaßen in ikonische Oberflächen überführt werden.

Pierre Wats kuratorische Perspektive liest Landschaft konsequent als Wahrnehmungsregime: nicht das Motiv verändert sich, sondern die Bedingungen seines Sehens. Die Ausstellung wird so zur Kritik des Bildes selbst – und zur Kartografie jener Systeme, die Natur überhaupt erst sichtbar machen.

Musée Marmottan Monet, Paris | 24.09.2026 – 31.01.2027

Kuratierung: Pierre Wat

Die Ausstellung „Histoires de paysages. De Monet à Hockney“ im Musée Marmottan Monet ist weniger eine Hommage an die Landschaftsmalerei als vielmehr eine kritische Rekonstruktion ihrer historischen Funktion.

Was hier gezeigt wird, ist kein Stilverlauf, sondern ein epistemologisches Modell: Landschaft als Technologie des Sehens, als kulturelle Programmierung von Natur.

Zwischen Claude Monet und David Hockney entfaltet sich kein linearer Fortschritt, sondern eine Serie von Brüchen, Verschiebungen und medialen Transformationen, in denen das Landschaftsbild seine Unschuld endgültig verliert.

Eine vollständige offizielle Künstlerliste ist derzeit nicht veröffentlicht – typisch für große Überblicksausstellungen dieser Art. Was aber vermutlich sicher ist, lässt sich aus den kuratorischen Angaben und bisherigen „Monet–Gegenwart“-Programmen sehr gut rekonstruieren.


Monet als Ursprung: Die Geburt der modernen Wahrnehmung

Claude Monet markiert im kuratorischen Narrativ nicht den Beginn der Landschaftsmalerei, sondern den Beginn ihrer Entzeitlichung.

Seine Malerei zerlegt Natur in:

Lichtsequenzen
atmosphärische Zustände
subjektive Wahrnehmungseinheiten

Damit wird Landschaft erstmals zu dem, was sie in der Moderne bleiben wird: ein perzeptives Konstrukt statt eines Ortes


20. Jahrhundert: Landschaft als ideologischer Kampfplatz

Die Moderne erscheint in der Ausstellung nicht als Stilgeschichte, sondern als Krise des Landschaftsbildes.

Industrialisierung, Krieg und Abstraktion verschieben das Genre in Richtung:

Fragmentierung
Flächigkeit
symbolische Übercodierung

Landschaft wird zur Projektionsfläche politischer und ästhetischer Ordnungen – oder verliert sich vollständig in der Abstraktion.


David Hockney: Hyperrealität der Wahrnehmung

Der kuratorische Endpunkt ist bewusst mit David Hockney gesetzt.

Seine Landschaften sind keine Naturdarstellungen, sondern Wahrnehmungsmodelle im Zeitalter technischer Bilder:

iPad-Zeichnungen
multiperspektivische Kompositionen
radikale Farbkodierungen

Hockney ersetzt Natur durch eine synthetische Sichtbarkeit, in der Landschaft als Erfahrung rekonstruiert wird, nicht als Abbild.

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Alex Katz: Die flache Moderne der Landschaft

Innerhalb dieses Spannungsfeldes wird Alex Katz zu einer entscheidenden Scharnierfigur.

Auch wenn er nicht im Zentrum der Ausstellung steht, ist seine Präsenz (laut Programmstruktur vergleichbarer Marmottan-Projekte und der thematischen Logik der Schau) sehr wahrscheinlich im Kontext der Übergänge zwischen Moderne und Gegenwart verortet.

Katz’ Landschaften funktionieren nicht narrativ, sondern ikonisch reduziert:

extreme Flächigkeit
minimale Tiefenillusion
grafische Präzision
Entdramatisierung der Natur

Damit radikalisiert er eine Linie, die bereits bei Monet beginnt: die Auflösung des Landschaftsraums in ein reines Bildsystem.

In der Logik der Ausstellung ist Katz kein „Naturmaler“, sondern ein Vertreter der Bildflächen-Ästhetik nach der Wahrnehmung – ein Moment, in dem Landschaft endgültig zu Design, Oberfläche und Zeichen wird.


Pierre Wats kuratorische These: Landschaft als Bildregime

Die Stärke der Ausstellung liegt nicht in ihrer Chronologie, sondern in ihrer impliziten These:

Landschaft ist kein Genre, sondern ein historisches Wahrnehmungsregime.

Pierre Wat liest die Landschaft nicht als Motiv, sondern als:

kulturelle Ordnung des Sehens
technische Form der Weltverarbeitung
ästhetische Steuerung von Naturverständnis

Damit wird die Ausstellung zu einer Kritik der Malerei selbst:
Nicht die Landschaft verändert sich – sondern das Sehen.


Künstlerische Struktur (rekonstruiert aus kuratorischem Kontext)

Auch wenn keine vollständige Liste vorliegt, ist die kuratorische Logik klar entlang folgender Achsen aufgebaut:

Impressionistische Grundlagen: Monet als Ursprung der Wahrnehmungszerlegung
Moderne Transformationen: Postimpressionismus, frühe Abstraktion, Flächenmalerei
Nachkriegsmoderne: Reduktion, Konzeptualisierung, Bildkritik
Gegenwart: Hockney als digitales und perceptives System
Zwischenfiguren (typologisch): Künstler wie Alex Katz als Übergang von Bildillusion zu Bildfläche


Fazit: Landschaft nach der Landschaft

„Histoires de paysages“ zeigt nicht die Evolution eines Genres, sondern seine Auflösung in Theorie.

Von Monet bis Hockney wird deutlich:
Die Landschaft verschwindet nicht – sie wird rekodiert.

Was bleibt, ist kein Naturbild, sondern ein Archiv der Wahrnehmungssysteme, die Natur überhaupt erst sichtbar machen.

Weitere Informationen

Mehr über das Museum: https://www.marmottan.fr/en/

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