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INSEKTEN IN DER KUNST
IntraRegionale 2026 Hannover – summ_summ: summa_summarum

Ausstellung der IntraRegionale 2026 zeigt Arbeiten von Jean-Robert Valentin, Frank Fuhrmann, Chieko Fumikura, Helmut Hennig, Angelika Wolf. Kunst entdecken auf ARTTRADO - Plattform für Kunst und Kultur.

IntraRegionale 2026 Hannover – summ_summ: summa_summarum Mit der Ausstellung summ_summ: summa_summarum entsteht im Rahmen der IntraRegionale 2026 einer der eindrucksvollsten
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Die Ausstellung summ_summ: summa_summarum der IntraRegionale 2026 verwandelt ein Gelände in Hannover in einen vielschichtigen Raum aus Klang, Licht und künstlerischen Arbeiten rund um Insekten. Ein Blick auf eines der ungewöhnlichsten Projekte der diesjährigen Kunstreihe.

IntraRegionale 2026 Hannover – summ_summ: summa_summarum

Mit der Ausstellung summ_summ: summa_summarum entsteht im Rahmen der IntraRegionale 2026 einer der eindrucksvollsten Schauplätze der diesjährigen Kunstreihe – ein Ort, an dem sich Natur, Klang und Installation zu einem begehbaren Gesamterlebnis verdichten.

Vom 9. Mai bis 18. Juni 2026 verwandelt sich das Gelände von kunst in kontakt e. V. in Hannover-Herrenhausen in ein vielschichtiges „Insekten-Kunst-Areal“. Fünf Künstlerinnen und Künstler entwickeln hier eine Umgebung, die weniger Ausstellung als vielmehr Erfahrungsraum ist.

Ein Gelände wird zur künstlerischen Landschaft

Was diese Ausstellung besonders macht, ist ihr räumlicher Ansatz. Statt klassischer Museumsräume entfaltet sich summ_summ: summa_summarum auf einem offenen Gelände, das selbst Teil der künstlerischen Arbeit wird.
Zwischen Vegetation, Gebäuden und freien Flächen entstehen:

multimediale Installationen
Licht- und Klangräume
Zeichnungen, Objekte und Interventionen
großformatige Videoprojektionen

Die Arbeiten wirken dabei nicht wie platziert, sondern wie Teil eines größeren Ganzen – als hätte sich die Welt der Insekten bereits in die Landschaft eingeschrieben.

Gerade in den Abendstunden entfaltet die Ausstellung ihre besondere Wirkung. Lichtinstallationen und akustische Elemente schaffen eine Atmosphäre, die zwischen Naturbeobachtung und künstlerischer Inszenierung oszilliert.

Jean-Robert Valentin und das „UV-Spinnennetz“

Einen der visuell prägnantesten Beiträge liefert der Künstler Jean-Robert Valentin.
Seine Arbeit „UV-Spinnennetz“ gehört zu den zentralen Ankerpunkten der Ausstellung. Unter ultraviolettem Licht wird ein Netzwerk sichtbar, das sich der normalen Wahrnehmung entzieht. Strukturen, die im Alltag verborgen bleiben, treten plötzlich hervor und eröffnen eine neue Perspektive auf die Welt der Insekten.

Das Werk macht deutlich, worum es in der IntraRegionale im Kern geht:
nicht nur um Naturdarstellung, sondern um die Frage, wie Wahrnehmung überhaupt entsteht.

Fünf künstlerische Positionen – ein gemeinsames Ökosystem

Neben Jean-Robert Valentin sind Arbeiten von Frank Fuhrmann, Chieko Fumikura, Helmut Hennig und Angelika Wolf zu sehen.

Die Ausstellung bringt damit bewusst unterschiedliche künstlerische Handschriften zusammen – von materialbetonten Arbeiten bis hin zu raumgreifenden Installationen und malerischen Positionen.

Frank Fuhrmann – Installation zwischen Natur und Erinnerung

Der in Hannover aktive Künstler Frank Fuhrmann arbeitet häufig mit Installationen und Objekten, die gesellschaftliche und ökologische Themen aufgreifen. Bereits in früheren Projekten verband er Naturraum und Bedeutungsebene – etwa durch Interventionen im öffentlichen Raum, die auf Umweltfragen oder historische Ereignisse verweisen.

Seine Arbeiten bewegen sich dabei oft zwischen sichtbarer Form und gedanklicher Erweiterung: Das Werk entsteht nicht nur im Objekt selbst, sondern im Nachdenken darüber.

Chieko Fumikura – Malerei zwischen Natur und Symbolik

Die aus Japan stammende Künstlerin Chieko Fumikura ist vor allem für ihre Malerei und großformatigen Bildarbeiten bekannt. Ihre Werke greifen häufig natürliche Prozesse und Strukturen auf und übersetzen sie in symbolische, teils meditative Bildwelten.

In früheren Ausstellungen verband sie organische Formen mit Themen wie Umweltveränderung und menschlichem Einfluss – etwa durch spiralförmige Kompositionen, die Zyklen von Wachstum und Zerstörung sichtbar machen.

Helmut Hennig – Teil eines internationalen Ausstellungskontexts

Helmut Hennig tritt regelmäßig im Kontext von Gruppenausstellungen auf, insbesondere im Umfeld von Projekten, die verschiedene künstlerische Medien zusammenführen. So war er unter anderem an internationalen Ausstellungskonstellationen beteiligt, die Malerei, Installation und gesellschaftliche Fragestellungen verbinden.

Seine Position steht exemplarisch für die Offenheit der IntraRegionale gegenüber unterschiedlichen künstlerischen Zugängen.

Angelika Wolf – künstlerische Position im erweiterten Raum

Auch Angelika Wolf ist Teil dieses bewusst heterogenen Ensembles. Ihre Arbeiten fügen sich in den erweiterten Ausstellungsraum ein, der weniger als klassische Präsentationsfläche funktioniert, sondern als begehbare Struktur, in der sich einzelne Positionen gegenseitig ergänzen und überlagern.

Gemeinsame Fragestellungen

So unterschiedlich die Ansätze auch sind, verbindet die Arbeiten eine zentrale inhaltliche Klammer:

Wie lassen sich Insekten nicht nur darstellen, sondern erfahrbar machen?
Wie verändert sich unser Blick auf Natur, wenn wir Maßstab und Perspektive verschieben?
Und welche Rolle spielt der Mensch innerhalb dieses sensiblen Gefüges?

Im Zusammenspiel entsteht ein vielschichtiges Geflecht aus Installation, Malerei, Klang und Raum – ein künstlerisches Ökosystem, das sich nicht statisch präsentiert, sondern im Erleben entfaltet.

Mehr als Ausstellung: Ein erweitertes Kunstformat

Summ_summ: summa_summarum geht bewusst über die klassische Ausstellung hinaus. Ein vielfältiges Begleitprogramm erweitert das Erlebnis und macht den Besuch zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Kunst und Natur.

Regelmäßige Führungen durch das Gelände ermöglichen vertiefende Einblicke in die künstlerischen Arbeiten und deren Hintergründe. Diese finden in der Regel an Wochenenden sowie zu ausgewählten Veranstaltungsterminen statt und werden teils von beteiligten Künstlerinnen und Künstlern selbst begleitet.

Ergänzt wird das Programm durch:

Open-Air-Kinoabende, die das Gelände auch nach Einbruch der Dunkelheit bespielen
performative Formate, bei denen Klang, Bewegung und Raum miteinander verschmelzen
audiovisuelle Interventionen, die gezielt mit Licht, Projektion und akustischen Elementen arbeiten

Gerade in den Abendstunden entsteht so eine besondere Atmosphäre, in der sich die Ausstellung nochmals verändert und neue Wahrnehmungsebenen eröffnet.

Damit wird der Ort nicht nur zur Ausstellungsfläche, sondern zu einem temporären Treffpunkt für Kunst, Austausch und gemeinsames Erleben.

Teil eines größeren Netzwerks

Die Ausstellung ist Teil der IntraRegionale 2026, die als dezentrales Kunstprojekt die gesamte Region Hannover einbezieht.

Mit über 30 Künstlerinnen und Künstlern, rund zehn Ausstellungsorten und mehr als 50 Veranstaltungen entsteht ein Netzwerk, das bewusst über klassische Ausstellungsräume hinausgeht. Kunst wird hier nicht isoliert präsentiert, sondern in Beziehung gesetzt – zu Landschaft, Architektur und gesellschaftlichen Fragestellungen.

Dieses Konzept verlagert den Fokus weg vom einzelnen Ausstellungsort hin zu einer vernetzten kulturellen Bewegung, die sich über Monate hinweg entfaltet.

Die IntraRegionale 2026 in Hannover – Wenn die Kunst zu summen beginnt

Warum diese Ausstellung heraussticht

Innerhalb dieses Netzwerks nimmt summ_summ: summa_summarum eine besondere Rolle ein.

Nicht, weil sie lauter ist –
sondern weil sie unmittelbarer wirkt.

Während viele Ausstellungen auf Betrachtung setzen, fordert diese Schau Bewegung: Besucherinnen und Besucher durchqueren das Gelände, wechseln Perspektiven, erleben Werke im Vorübergehen oder im Verweilen.

Klang, Licht und Raum greifen ineinander – und lassen die Grenzen zwischen Kunstwerk, Umgebung und eigener Wahrnehmung zunehmend verschwimmen.

Ein neuer Blick auf die Welt der Insekten

Vielleicht liegt genau darin die Stärke dieser Ausstellung:

Sie zeigt Insekten nicht einfach als Motiv.
Sie macht erfahrbar, dass Wahrnehmung immer abhängig ist von Perspektive, Licht und Aufmerksamkeit.

Strukturen werden sichtbar, die zuvor verborgen waren.
Geräusche treten in den Vordergrund, die sonst überhört werden.

Und plötzlich verändert sich der Blick auf das, was selbstverständlich schien.

Manchmal genügt ein verändertes Licht,
um das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Oder ein leises Summen,
um zu begreifen, wie komplex und lebendig selbst die kleinsten Teile unserer Umwelt sind.

Weitere Informationen

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