Mit „The Nudes of Istanbul“ zeigt die Die Akt Galerie in Berlin eine außergewöhnliche Gruppenausstellung mit Arbeiten von 14 türkischen Fotograf. Die über vierzehn Jahre entstandenen Werke widmen sich dem menschlichen Körper zwischen Kunst, Identität und Selbstbestimmung. Begleitet wird die Ausstellung von einem Bildband, der neben den Fotografien auch persönliche Texte türkischer Aktmodelle versammelt und damit neue Perspektiven auf die zeitgenössische Aktfotografie eröffnet.
The Nudes of Istanbul: Berliner Ausstellung zeigt 14 Jahre türkische Aktfotografie
Berlin, Juli 2026 – Mit der Ausstellung „The Nudes of Istanbul“ präsentiert die Die Akt Galerie in Berlin vom 3. bis 19. Juli 2026 ein außergewöhnliches Fotoprojekt, das einen seltenen Einblick in die zeitgenössische Aktfotografie der Türkei ermöglicht. Gezeigt werden Arbeiten von 14 türkischen Fotograf, die über einen Zeitraum von rund vierzehn Jahren innerhalb einer gemeinsamen künstlerischen Praxis in Istanbul entstanden sind. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen englischsprachigen Fotoband, der die gezeigten Werke dokumentiert und zugleich die Stimmen der Modelle selbst in den Mittelpunkt rückt.
Eine fotografische Gemeinschaft aus Istanbul
Kuratiert wurde das Projekt von dem Fotografen und Künstler Burak Bulut Yıldırım, der ursprünglich als Kunstjournalist tätig war und heute zwischen Istanbul und Berlin arbeitet. Seit den frühen 2000er Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Akt- und Porträtfotografie und hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Workshops und künstlerische Projekte initiiert.
„The Nudes of Istanbul“ versteht sich dabei nicht als repräsentativer Überblick über die türkische Fotografie oder als nationale Bestandsaufnahme der Aktkunst. Vielmehr dokumentiert die Ausstellung eine über Jahre gewachsene Gemeinschaft von Fotograf, die sich kontinuierlich mit Fragen von Körperlichkeit, Inszenierung, Lichtführung und fotografischer Ästhetik auseinandergesetzt haben.
Die beteiligten Künstler wurden nicht über eine offene Ausschreibung ausgewählt. Stattdessen entstand das Projekt aus einem kreativen Netzwerk, das sich über mehr als ein Jahrzehnt in Studios, Workshops und gemeinsamen Produktionen entwickelt hat.
14 Fotograf aus der Türkei
An der Ausstellung beteiligt sind:
Adem Tayfun Eser.
Burak Özcan.
İbrahim Cem Özoral.
Didem Okumuş.
Enis Onur.
Mehmet Akif Yalın.
Mehmet Naci Demirkol.
Mertkan Hergül.
Meryem Aydın.
Nevra Topalismailoğlu.
Neslihan Bilginer.
Ozan Dengiz.
Selda Bal Coşar.
Umut Altun.
Der Fokus liegt dabei bewusst auf dem kollektiven Projekt und weniger auf einzelnen künstlerischen Positionen. Die Ausstellung dokumentiert eine gemeinsame fotografische Praxis, die über viele Jahre hinweg gewachsen ist.
Der Körper zwischen Kunst, Identität und Selbstbestimmung
Im Zentrum von „The Nudes of Istanbul“ steht die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper als künstlerischem Motiv. Die gezeigten Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Aktfotografie, experimenteller Inszenierung und zeitgenössischer Bildsprache.
Besonders bemerkenswert ist die Einbindung der Modelle selbst. Der begleitende Fotoband enthält Texte der Autorinnen und Aktmodelle Zeynep Renda, Su Yeşil sowie der unter Pseudonym schreibenden Marmelat. Darin reflektieren sie ihre Erfahrungen vor der Kamera und thematisieren Vertrauen, Einverständnis, gesellschaftliche Vorurteile sowie die Bedeutung von Selbstbestimmung innerhalb fotografischer Prozesse.
Damit erweitert das Projekt die klassische Perspektive der Aktfotografie. Die Modelle erscheinen nicht ausschließlich als fotografierte Motive, sondern auch als aktive Mitgestalterinnen und Autorinnen ihrer eigenen Geschichten.
Sechs Kapitel über Körperlichkeit und Wahrnehmung
Die Ausstellung sowie der begleitende Bildband gliedern sich in sechs thematische Bereiche:
Surface – Oberfläche und Haut
Matter – Materialität des Körpers
Opacity – Verhüllung und Transparenz
Rooms – Räume und Inszenierungen
Duration – Zeit, Bewegung und Vergänglichkeit
Self-Possession – Selbstbestimmung und Autonomie
Diese Struktur eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf den fotografierten Körper und verbindet ästhetische Fragestellungen mit gesellschaftlichen und persönlichen Themen.
Mehr als ein Ausstellungskatalog: Der Bildband „The Nudes of Istanbul“
Parallel zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher englischsprachiger Hardcover-Bildband, der deutlich über die Funktion eines klassischen Ausstellungskatalogs hinausgeht.
Neben den Fotografien aller beteiligten Künstler enthält die Publikation einen kuratorischen Essay von Burak Bulut Yıldırım, Beiträge der beteiligten Modelle sowie eine historische Einordnung der Aktfotografie in der Türkei. Der Band dokumentiert damit nicht nur die Ausstellung, sondern zugleich die Entwicklung einer künstlerischen Gemeinschaft, die über vierzehn Jahre hinweg entstanden ist.
Gerade im internationalen Kontext besitzt die Veröffentlichung besondere Bedeutung. Englische Publikationen zur zeitgenössischen türkischen Aktfotografie sind bislang selten, sodass der Band auch als Dokumentation eines bislang wenig sichtbaren fotografischen Feldes gelesen werden kann.
Aktfotografie im Zeitalter künstlicher Intelligenz
Die Ausstellung findet in einer Zeit statt, in der KI-generierte Bilder zunehmend Diskussionen über Authentizität, Urheberschaft und die Zukunft der Fotografie prägen.
Die Organisatoren betonen daher bewusst den dokumentarischen Charakter der gezeigten Arbeiten. Sämtliche Fotografien entstanden mit realen Modellen in realen Studiosituationen und auf Grundlage ausdrücklicher Einwilligungen aller Beteiligten. Der Einsatz von KI-generierten Bildern oder synthetischen Bildbestandteilen wurde nach Angaben der Kuratoren vollständig ausgeschlossen.
Dadurch positioniert sich „The Nudes of Istanbul“ zugleich als Plädoyer für die fotografische Begegnung zwischen Menschen. Und für die Bedeutung von Vertrauen, Kommunikation und Einverständnis im kreativen Prozess.
Berlin als internationales Schaufenster
Mit der Präsentation in Berlin erhält die Werkgruppe erstmals eine größere internationale Plattform. Nach Angaben der Organisatoren sind bereits weitere Ausstellungsstationen in Planung. Als möglicher nächster Standort wird unter anderem London genannt.
Für die Berliner Kunstszene eröffnet „The Nudes of Istanbul“ damit nicht nur einen Einblick in aktuelle Positionen türkischer Aktfotografie, sondern auch einen Diskussionsraum über Körperbilder, künstlerische Freiheit, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung.
Die Ausstellung verbindet fotografische Praxis, gesellschaftliche Reflexion und internationale Perspektiven zu einem Projekt, das weit über die klassische Aktfotografie hinausweist.
Ausstellungsinformationen – The Nudes of Istanbul
Ort: Die Akt Galerie, Krossener Straße 34, 10245 Berlin.
lass=“yoast-text-mark“ />>Laufzeit: 3. Juli bis 19. Juli 2026
Vernissage: Freitag, 3. Juli 2026, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag, 15:00 bis 19:00 Uhr
Eintritt: Frei
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Die Akt Galerie Berlin – Zentrum für künstlerische Aktfotografie in Friedrichshain
Die Akt Galerie Berlin im Stadtteil Friedrichshain gehört zu den wenigen spezialisierten Ausstellungsorten für Aktfotografie in Berlin. Die Galerie widmet sich ausschließlich der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und bietet damit eine feste Plattform für zeitgenössische Aktfotografie, Fotokunst und Körperstudien.
Betrieben wird die Galerie vom Arbeitskreis für künstlerische Aktfotografie e. V., einem Verein, der sich der Förderung und Präsentation von fotografischen Positionen im Bereich der Aktkunst verschrieben hat. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die den Körper nicht nur dokumentieren, sondern ihn als künstlerisches Ausdrucksmittel zwischen Licht, Inszenierung, Identität und Wahrnehmung verstehen.
Regelmäßige Fotografie-Ausstellungen in Berlin-Friedrichshain zeigen sowohl etablierte als auch experimentelle Positionen der Aktfotografie. Neben klassischen Aktserien werden auch konzeptionelle und moderne Ansätze präsentiert, die das Genre weiterentwickeln und im zeitgenössischen Kontext neu interpretieren.
Als unabhängiger Projektraum versteht sich die Akt Galerie Berlin weniger als kommerzielle Galerie, sondern als kontinuierliche Plattform für Austausch und Entwicklung innerhalb der Berliner Fotoszene. Damit nimmt sie eine besondere Rolle in der Kunstlandschaft der Hauptstadt ein, insbesondere für Künstler, die sich auf den Bereich der künstlerischen Aktfotografie in Deutschland spezialisiert haben.
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