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Kunst, Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung
Von „Fictional Healing“ zu den REAL Talks: Daniel Hopp spricht an der UdK Berlin

Von „Fictional Healing“ zu den REAL Talks: Daniel Hopp spricht an der UdK Berlin - Kunst, Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung. Kunst entdecken auf ARTTRADO. Kunst und Politik.

Von „Fictional Healing“ zu den REAL Talks: Daniel Hopp spricht an der UdK Berlin Nachdem ARTTRADO bereits über die Ausstellung
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Was kann Kunst leisten, wenn sie Menschen zusammenbringt, die im öffentlichen Diskurs oft übersehen werden? Bei den REAL Talks der UdK Berlin spricht Daniel Hopp über seine Arbeitsweise, kollaborative Projekte und die Hintergründe von „Fictional Healing“. Eine spannende Gelegenheit, einen Künstler kennenzulernen, der Kunst als Raum für Begegnung, Teilhabe und gesellschaftliche Veränderung versteht.

Von „Fictional Healing“ zu den REAL Talks: Daniel Hopp spricht an der UdK Berlin

Nachdem ARTTRADO bereits über die Ausstellung „Fictional Healing“ von Daniel Hopp im Kunsthaus Hamburg berichtet und ein Interview mit dem Künstler veröffentlicht hat, bietet sich nun eine weitere Gelegenheit, seine künstlerische Praxis näher kennenzulernen: Am 19. Juni 2026 ist Hopp zu Gast bei den REAL Talks an der Universität der Künste Berlin (UdK).

Die interdisziplinäre Vortrags- und Gesprächsreihe lädt regelmäßig Akteur:innen aus Kunst, Gestaltung und Wissenschaft ein, um Einblicke in ihre Arbeitsweisen, Forschungsprozesse und die oftmals unsichtbaren Rahmenbedingungen kreativer Arbeit zu geben. Dabei geht es nicht nur um künstlerische Ergebnisse, sondern auch um Fragen von Finanzierung, institutionellen Strukturen, gesellschaftlicher Verantwortung und den Bedingungen kultureller Produktion.

Kunst als Raum für Begegnung und Sichtbarkeit

Daniel Hopp zählt zu einer Generation von Künstler:innen, die Kunst nicht ausschließlich als ästhetisches Objekt verstehen, sondern als sozialen Prozess. In seinen Filmen, Installationen und langfristig angelegten Projekten setzt er sich mit gesellschaftlichen Ausschlüssen, Fragen der Sichtbarkeit und den Grenzen institutioneller Räume auseinander.

Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind häufig Gespräche, Begegnungen und intensive Recherchen. Daraus entstehen kollaborative Formate, die Menschen und Perspektiven einbeziehen, die im öffentlichen Diskurs oft wenig Gehör finden. Hopp interessiert dabei besonders, wie Kunst bestehende gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen, hinterfragen oder verändern kann.

Seine Arbeiten wurden unter anderem im Kunsthaus Hamburg, in der Kunsthalle Düsseldorf, im Brücke Museum Berlin, im Haus am Lützowplatz, in der Akademie der Künste sowie in der Matt’s Gallery in London präsentiert. Darüber hinaus war er bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen vertreten. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Hiscox Kunstpreis sowie das renommierte Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

„Fictional Healing“: Zwischen Realität, Erinnerung und Zukunft

Im Mittelpunkt des REAL Talks steht Hopps aktuelles Projekt „Fictional Healing“, das zuletzt im Kunsthaus Hamburg zu sehen war. Die Arbeit verbindet Film, Installation und immersive Ausstellungsgestaltung mit gesellschaftlichen Fragestellungen rund um Fürsorge, Selbstermächtigung und soziale Teilhabe.

Besonders bemerkenswert ist der kollaborative Ansatz des Projekts. Für „Fictional Healing“ arbeitete Hopp gemeinsam mit Menschen, die Erfahrungen mit Suchterkrankungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung gemacht haben. Erinnerungen, Wünsche, Träume und Zukunftsvorstellungen der Beteiligten wurden in filmische Szenen übersetzt und gemeinsam entwickelt. Dadurch entstehen Erzählungen, die gängige Zuschreibungen hinterfragen und neue Perspektiven auf individuelle Lebensrealitäten eröffnen.

Die Arbeit macht deutlich, dass Kunst nicht nur gesellschaftliche Zustände dokumentieren kann, sondern auch Räume schafft, in denen alternative Vorstellungen von Gemeinschaft, Heilung und Teilhabe denkbar werden.

Gespräch mit Kathrin Busch

Im Rahmen der Veranstaltung wird Daniel Hopp über die Entstehung seiner Projekte, seine Arbeitsweise sowie die Rolle künstlerischer Prozesse in sozialen Zusammenhängen sprechen.

Anschließend folgt ein Gespräch mit Prof. Dr. Kathrin Busch, Professorin für Philosophie an der Universität der Künste Berlin. Busch beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Ästhetik, Erkenntnistheorie und zeitgenössischen Formen ästhetischer Wissensproduktion. Gemeinsam werden Themen wie künstlerische Autorschaft, Kollaboration, Sichtbarkeit und die gesellschaftlichen Bedingungen von Kunstproduktion diskutiert.

REAL Talks: Ein Blick hinter die Kulissen kreativer Arbeit

Die von Prof. Antje Engelmann und Prof. Jimmy Robert initiierte Reihe REAL Talks versteht sich als Plattform für den Austausch zwischen Kunst, Gestaltung und Wissenschaft. Im Fokus stehen dabei nicht nur fertige Werke, sondern auch die oft wenig sichtbaren Prozesse, Herausforderungen und Abhängigkeiten, die kreative Arbeit begleiten.

Diskutiert werden unter anderem Fragen der Projektförderung, institutioneller Rahmenbedingungen, wirtschaftlicher Zwänge und Machtstrukturen innerhalb des Kunst- und Wissenschaftsbetriebs. Die Reihe eröffnet damit Perspektiven auf die vielfältigen Arbeitsfelder zeitgenössischer Kunst und lädt dazu ein, etablierte Narrative kritisch zu hinterfragen.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über gesellschaftliche Teilhabe, kulturelle Verantwortung und die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum verspricht die Veranstaltung spannende Einblicke in die Praxis eines Künstlers, dessen Arbeiten sich konsequent an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlicher Wirklichkeit bewegen.

Veranstaltung REAL Talks mit Daniel Hopp

Freitag, 19. Juni 2026. 12:00 bis 14:00 Uhr

Universität der Künste Berlin (UdK), Raum R102 – Hardenbergstraße 33. 10623 Berlin. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltung veröffentlicht die Universität der Künste Berlin auf ihren offiziellen Kanälen.

 

 
 
 
 
 
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Zur Webseite der Universität der Künste: https://www.udk-berlin.de/

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