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	<title>Hamburg Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 11:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/von-monet-bis-picasso-in-hamburg-juedische-kunstsammler-im-bucerius-kunst-forum/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto" data-start="399" data-end="852">Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</h4>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="399" data-end="852">Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und Kirchner: Die Namen der Künstler kennt fast jeder. Die Menschen, die ihre Werke sammelten, förderten und öffentlich bekannt machten, sind dagegen vielfach in Vergessenheit geraten. Eine große Ausstellung im Bucerius Kunst Forum Hamburg rückt nun 15 jüdische Sammlerinnen, Sammler und Familien in den Mittelpunkt – und erzählt damit auch von Verfolgung, Enteignung und dem Verlust kultureller Erinnerung.</p>
<p dir="auto" data-start="854" data-end="1338">Wer heute ein bedeutendes Museum besucht, sieht vor allem die Namen der Künstler. Die Sammler, die ihre Werke kauften, bewahrten und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machten, bleiben häufig unsichtbar. Das gilt besonders für zahlreiche jüdische Kunstsammler in Deutschland. Ihre Sammlungen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zerschlagen und über die ganze Welt verstreut, während ihre eigenen Namen nach 1945 teilweise aus dem kulturellen Gedächtnis verschwanden.</p>
<p dir="auto" data-start="1340" data-end="1732">Das Bucerius Kunst Forum widmet diesem Kapitel der deutschen Kunstgeschichte die Ausstellung <strong data-start="1433" data-end="1504">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</strong>. Die Schau ist vom <strong data-start="1524" data-end="1568">11. September 2026 bis zum 29. März 2027</strong> in Hamburg zu sehen. Rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen führen vom Realismus und Impressionismus über den Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="1734" data-end="2015">Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerpostkarten und Skulpturen – unter anderem von Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Milly Steeger.</p>
<h4 dir="auto" data-start="2017" data-end="2059">Die Menschen hinter den Meisterwerken</h4>
<p dir="auto" data-start="2061" data-end="2235">Die Ausstellung stellt eine einfache, aber lange vernachlässigte Frage: <strong data-start="2133" data-end="2235">Wem gehörten diese Bilder, bevor sie in Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt gelangten?</strong></p>
<p dir="auto" data-start="2237" data-end="2499">Im Mittelpunkt stehen 15 Familien, Paare und Einzelpersonen aus verschiedenen Teilen des damaligen Deutschen Reiches. Dazu gehören unter anderem die Familie Hirschland, Max Meirowsky, Rosa Schapire, Margarete Mauthner, Max Emden sowie Clothilde und Paul Schüler.</p>
<p dir="auto" data-start="2501" data-end="2926">Ihre Sammlungen unterschieden sich in Größe, Ausrichtung und finanziellen Möglichkeiten. Gemeinsam war vielen jedoch das Interesse an jener Kunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch keineswegs allgemein anerkannt war. Während die offizielle Kunstpolitik des Kaiserreichs lange konservativ blieb, öffneten sich private Sammler vergleichsweise früh dem Impressionismus, Expressionismus und anderen progressiven Strömungen.</p>
<p dir="auto" data-start="2928" data-end="3203">Die Ausstellung versucht deshalb nicht nur, verstreute Kunstwerke wieder zusammenzuführen. Sie rekonstruiert anhand von Kunst, Fotografien und historischen Dokumenten auch die Lebensgeschichten ihrer früheren Eigentümer. Jeder der 15 Sammlungen ist ein eigener Raum gewidmet.</p>
<p dir="auto" data-start="3205" data-end="3493">Das verändert den Blick auf die ausgestellten Werke. Ein Picasso bleibt ein Picasso. Gleichzeitig wird sichtbar, dass das Bild einmal Teil eines konkreten Lebens gewesen ist – verbunden mit einem Haus, einer Familie, persönlichen Überzeugungen und einer individuellen Beziehung zur Kunst.</p>
<h4 dir="auto" data-start="3495" data-end="3545">Als Sammeln mehr bedeutete als ein Investment</h4>
<p dir="auto" data-start="3547" data-end="3840">Die vorgestellten jüdischen Kunstsammler waren keine homogene Gruppe. Unter ihnen befanden sich Unternehmer, Kunsthistorikerinnen, Mäzene und gesellschaftlich engagierte Privatpersonen. Einige verfügten über große finanzielle Mittel, andere bauten kleinere, gezielt ausgewählte Sammlungen auf.</p>
<p dir="auto" data-start="3842" data-end="4189">Sie waren jedoch weit mehr als Käufer. Durch ihre Entscheidungen beeinflussten sie, welche Künstler Aufmerksamkeit erhielten, welche Werke ausgestellt wurden und welche neuen Stilrichtungen sich durchsetzen konnten. Viele unterstützten Museen, Kunstvereine und Publikationen, arbeiteten mit Galeristen zusammen oder förderten Künstler unmittelbar.</p>
<p dir="auto" data-start="4191" data-end="4481">Damit macht die Ausstellung deutlich, dass Kunstgeschichte nicht allein von Künstlern geschrieben wird. Sammler, Galeristen, Kritiker, Museen und Förderer sind Teil desselben kulturellen Netzwerks. Ohne diese Netzwerke wäre die Geschichte der modernen Kunst in Deutschland anders verlaufen.</p>
<p dir="auto" data-start="4483" data-end="5033">Das zeigt sich besonders am Beispiel des Expressionismus. Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Franz Marc mussten sich ihre heutige Anerkennung erst erarbeiten. Sammler und Förderer halfen dabei, ihre Werke bekannt zu machen und gegen konservative Widerstände durchzusetzen. Wie vielschichtig das Werk Franz Marcs über seine berühmten Tierbilder hinaus ist, zeigt aktuell auch die <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/franz-marc-ausstellung-in-duesseldorf-k20-zeigt-mehr-als-blaue-pferde/" target="_new" rel="noopener" data-start="4890" data-end="5032">Franz-Marc-Ausstellung im K20 in Düsseldorf</a>.</p>
<h4 dir="auto" data-start="5035" data-end="5092">Wie der Nationalsozialismus die Sammlungen zerstörte</h4>
<p dir="auto" data-start="5094" data-end="5427">Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich die Situation jüdischer Sammler grundlegend. Ausgrenzung, Entrechtung, wirtschaftlicher Druck, Zwangssteuern, Vermögenssperren, Ausreiseauflagen, Vertreibung und Ermordung zerstörten nicht nur menschliche Leben, sondern auch über Jahrzehnte gewachsene Kunstsammlungen.</p>
<p dir="auto" data-start="5429" data-end="5670">Werke wurden enteignet, beschlagnahmt oder unter dem Druck der Verfolgung verkauft. Andere Bilder mussten zurückgelassen werden oder gerieten über Kunsthändler, Museen, staatliche Stellen und internationale Käufer in neue Besitzverhältnisse.</p>
<p dir="auto" data-start="5672" data-end="5723">Damit begann eine zweite Geschichte der Kunstwerke.</p>
<p dir="auto" data-start="5725" data-end="6127">Ein Gemälde, das zuvor Teil einer privaten Sammlung gewesen war, konnte später in einem Museum, im Kunsthandel oder bei einem neuen privaten Besitzer auftauchen. Die Namen seiner ursprünglichen Eigentümer verschwanden dabei nicht selten aus der dokumentierten Werkgeschichte. Nach 1945 wurde die problematische Herkunft mancher Arbeiten nicht erkannt – in anderen Fällen aber auch bewusst verschleiert.</p>
<h4 dir="auto" data-start="6129" data-end="6178">Was Provenienzforschung sichtbar machen kann</h4>
<p dir="auto" data-start="6180" data-end="6356">Genau an diesem Punkt setzt die Provenienzforschung an. Sie untersucht die Herkunft eines Kunstwerks und versucht, dessen Besitzerwechsel möglichst lückenlos zu rekonstruieren.</p>
<p dir="auto" data-start="6358" data-end="6573">Wer besaß das Bild? Wann wechselte es den Eigentümer? Unter welchen Umständen geschah das? War ein Verkauf tatsächlich freiwillig – oder war er eine Folge von Verfolgung, wirtschaftlichem Zwang und drohender Flucht?</p>
<p dir="auto" data-start="6575" data-end="6893">Diese Fragen sind nicht nur juristisch relevant. Sie betreffen auch die Verantwortung von Museen, Sammlern, Händlern und Auktionshäusern. Bei Werken, die sich zwischen 1933 und 1945 in jüdischem Eigentum befanden, kann die Erforschung der Provenienz darüber entscheiden, ob Restitutionsansprüche geprüft werden müssen.</p>
<p dir="auto" data-start="6895" data-end="7135">„Von Monet bis Picasso“ verbindet deshalb Kunstgeschichte mit Erinnerungskultur. Die Ausstellung zeigt nicht nur bedeutende Werke der Moderne, sondern macht auch deren Wege durch Verfolgung, Verlust und jahrzehntelange Zerstreuung sichtbar.</p>
<h4 dir="auto" data-start="7137" data-end="7202">Rosa Schapire: Sammlerin, Kunsthistorikerin und Vermittlerin</h4>
<p dir="auto" data-start="7204" data-end="7511">Eine der vorgestellten Persönlichkeiten ist <strong data-start="7248" data-end="7265">Rosa Schapire</strong>. Die in Hamburg tätige Kunsthistorikerin, Sammlerin und Kritikerin gehörte zu den wichtigen Unterstützerinnen des Expressionismus. Besonders eng war ihre Verbindung zu Karl Schmidt-Rottluff, dessen Werk sie publizistisch begleitete und förderte.</p>
<p dir="auto" data-start="7513" data-end="7855">Ihr Beispiel zeigt, dass die Geschichte des Sammelns keineswegs ausschließlich eine Geschichte wohlhabender männlicher Unternehmer ist. Frauen wirkten ebenfalls als Sammlerinnen, Kunsthistorikerinnen, Mäzeninnen und Vermittlerinnen. Dennoch erhielten sie in der traditionellen Kunstgeschichtsschreibung häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="7857" data-end="8068">Die erneute Beschäftigung mit Rosa Schapire ist daher mehr als die Wiederentdeckung einer einzelnen Persönlichkeit. Sie korrigiert ein Kunstgeschichtsbild, in dem wichtige Akteurinnen lange nur am Rand vorkamen.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8070" data-end="8127">Rund 100 Werke – doch eigentlich geht es um Menschen</h4>
<p dir="auto" data-start="8129" data-end="8292">Die rund 100 Werke der Hamburger Ausstellung bilden den visuellen Mittelpunkt. Ihre besondere Wirkung entsteht jedoch durch die Verbindung von Kunst und Biografie.</p>
<p dir="auto" data-start="8294" data-end="8532">Historische Fotografien, Dokumente und persönliche Zeugnisse sorgen dafür, dass die früheren Eigentümer nicht lediglich als Namen in einer Provenienzliste erscheinen. Ihre Lebenswege werden zu einem sichtbaren Bestandteil der Ausstellung.</p>
<p dir="auto" data-start="8534" data-end="8757">Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein Kunstwerk kann technisch und kunsthistorisch genau dokumentiert sein und trotzdem einen wesentlichen Teil seiner Geschichte verlieren. Eine Inventarnummer ersetzt keine Biografie.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8759" data-end="8809">Jüdische Sammler und der Aufstieg der Moderne</h4>
<p dir="auto" data-start="8811" data-end="9052">Die Ausstellung formuliert eine größere kunsthistorische These: Jüdische Sammler waren nicht bloß passive Besitzer bedeutender Werke. Sie waren aktiv an der Etablierung, Förderung und Verteidigung der modernen Kunst in Deutschland beteiligt.</p>
<p dir="auto" data-start="9054" data-end="9311">Viele Künstler, deren Werke heute zum Kanon gehören, mussten sich ihre Anerkennung zunächst erarbeiten. Sammler halfen ihnen dabei, indem sie ihre Arbeiten kauften, ausstellten, publizistisch begleiteten oder in private und öffentliche Netzwerke einführten.</p>
<p dir="auto" data-start="9313" data-end="9507">Die Nationalsozialisten zerstörten daher nicht nur einzelne Sammlungen. Sie zerstörten auch einen bedeutenden Teil jener kulturellen Infrastruktur, die die Moderne in Deutschland getragen hatte.</p>
<p dir="auto" data-start="9509" data-end="9788">Indem Werke aus den früheren Sammlungen heute wieder gemeinsam gezeigt werden, entsteht zumindest zeitweise eine Form kunsthistorischer Rekonstruktion. Die ursprünglichen Sammlungen lassen sich nicht vollständig wiederherstellen – ihre Bedeutung kann aber erneut sichtbar werden.</p>
<h4 dir="auto" data-start="9790" data-end="9853">Warum die Ausstellung auch für den Kunstmarkt relevant ist</h4>
<p dir="auto" data-start="9855" data-end="10164">Die in Hamburg erzählten Geschichten reichen bis in den heutigen Kunstmarkt. Provenienz ist längst kein Spezialthema mehr, das ausschließlich Museumsarchive beschäftigt. Die Herkunft eines Werkes kann seine rechtliche Situation, seine Handelbarkeit, seinen Marktwert und seine ethische Bewertung beeinflussen.</p>
<p dir="auto" data-start="10166" data-end="10449">Gerade bei Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts müssen Museen, Auktionshäuser, Galerien und private Käufer deshalb genau hinschauen. Lücken in der Eigentümergeschichte können ein Warnsignal sein – insbesondere, wenn ein Werk zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.</p>
<p dir="auto" data-start="10451" data-end="10988">Gleichzeitig zeigt sich heute, wie stark sich die Präsentation und Vermarktung berühmter Künstler verändert hat. Werke werden längst nicht mehr ausschließlich in Museen oder klassischen Galerien gezeigt, sondern auch in hybride Erlebnis- und Netzwerkformate eingebunden. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Präsentation von <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/picasso-bei-den-berlin-tennis-open-2026-kunst-und-spitzensport/?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="10776" data-end="10907">Picasso bei den Berlin Tennis Open 2026</a>, bei der Kunst, Spitzensport und internationale Sammlerkultur aufeinandertrafen.</p>
<p dir="auto" data-start="10990" data-end="11290">Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Picasso heute als global bekannte Marke in neue Veranstaltungsformate integriert wird, lenkt die Hamburger Ausstellung den Blick zurück auf jene Menschen, die Werke der Moderne sammelten, bevor viele dieser Künstler ihren heutigen Status erreicht hatten.</p>
<p dir="auto" data-start="11292" data-end="11622">„Von Monet bis Picasso“ zeigt damit, warum Provenienzforschung notwendig bleibt. Hinter bekannten Namen wie Monet, Picasso, Kirchner oder Franz Marc stehen Geschichten, die weit über die Entstehung der Bilder hinausreichen. Manchmal ist die Geschichte der früheren Besitzer ebenso aufschlussreich wie die Geschichte des Künstlers.</p>
<h4 dir="auto" data-start="11624" data-end="11680">Kunstgeschichte besteht nicht nur aus Künstlernamen</h4>
<p dir="auto" data-start="11682" data-end="11849">„Von Monet bis Picasso“ ist mehr als eine Ausstellung berühmter Meisterwerke. Sie erinnert daran, dass Kunstgeschichte nicht nur von Künstlern und Museen geprägt wird.</p>
<p dir="auto" data-start="11851" data-end="12254">Sie besteht auch aus Menschen, die Kunst sammelten, Künstler förderten und neue Stilrichtungen gegen gesellschaftliche Widerstände verteidigten. Aus Familien, die Werke über Jahre bewahrten. Aus Netzwerken, die moderne Kunst sichtbar machten. Und aus Menschen, deren Leben durch die Verbrechen des Nationalsozialismus zerstört wurde und deren kulturelle Bedeutung anschließend lange kaum Beachtung fand.</p>
<p dir="auto" data-start="12256" data-end="12548">Dass ihre Geschichten heute wieder erzählt werden, verändert auch den Blick auf die Bilder. Ein Kunstwerk besitzt nicht nur einen Urheber. Es hat eine Herkunft, wechselnde Eigentümer und eine Geschichte – und manchmal beginnt ihr folgenreichster Teil erst lange nach dem letzten Pinselstrich.</p>
<h4 dir="auto" data-start="12550" data-end="12622">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</h4>
<p dir="auto" data-start="12624" data-end="13187"><strong data-start="12624" data-end="12632">Ort:</strong> Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg<br data-start="12677" data-end="12680" /><strong data-start="12680" data-end="12693">Laufzeit:</strong> 11. September 2026 bis 29. März 2027<br data-start="12730" data-end="12733" /><strong data-start="12733" data-end="12744">Umfang:</strong> rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen<br data-start="12793" data-end="12796" /><strong data-start="12796" data-end="12810">Kuratoren:</strong> Dr. Kathrin Baumstark und Stefan Koldehoff<br data-start="12853" data-end="12856" /><strong data-start="12856" data-end="12869">Künstler:</strong> unter anderem Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker und Max Pechstein<br data-start="13020" data-end="13023" /><strong data-start="13023" data-end="13034">Themen:</strong> jüdische Kunstsammler, Moderne, Provenienzforschung, NS-Verfolgung und Erinnerungskultur<br data-start="13123" data-end="13126" /><strong data-start="13126" data-end="13147">Schirmherrschaft:</strong> Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Ausstellungsansicht „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ im Bucerius Kunst Forum Hamburg. Foto: Ulrich Perrey</p>
<p>Mehr über das Bucerius Kunst Forum: <a href="https://www.buceriuskunstforum.de/">Ausstellungen &amp; Veranstaltungen in Hamburg</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>Caspar Nii Armah im Interview: Warum er seine Kunst zerstört und nach Ghana aufbricht</title>
		<link>https://arttrado.de/news/caspar-nii-armah-im-interview-warum-er-seine-kunst-zerstoert-und-nach-ghana-aufbricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 14:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Caspar Nii Armah im Interview: Warum er seine Kunst zerstört und nach Ghana aufbricht Caspar Nii Armahs Kunst beginnt nicht <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/caspar-nii-armah-im-interview-warum-er-seine-kunst-zerstoert-und-nach-ghana-aufbricht/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Caspar Nii Armah im Interview: Warum er seine Kunst zerstört und nach Ghana aufbricht</h4>
<p class="isSelectedEnd">Caspar Nii Armahs Kunst beginnt nicht erst auf der Leinwand. Sie entsteht in der Bewegung, in der Natur, im öffentlichen Raum und in der Veränderung des Materials. Der in Berlin geborene und in Hessen sowie Kassel aufgewachsene Künstler kam als Jugendlicher über Graffiti und Street Art zur Kunst. Hamburg wurde schließlich zum Ausgangspunkt seiner professionellen Laufbahn. Seine Arbeiten verbinden abstrakte Malerei, kalligrafische Formen, Street Art und Performance zu einer körperlichen Bildsprache, die er selbst unter anderem als „Rhythm and Writing“ beschreibt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Mit der Ausstellung <a href="https://arttrado.de/news/caspar-nii-armah-ausstellung-im-artloft-hamburg-the-journey/" target="_blank" rel="noopener">„THE JOURNEY“ im ARTLOFT.Hamburg machte Armah den künstlerischen Prozess selbst zum Werk.</a> Ein monumentales Bild wurde nicht einfach fertiggestellt und bewahrt, sondern zerrissen, verbrannt und in neuer Form weiterverarbeitet. Aus Fragmenten und Asche entstanden weitere Arbeiten. Das vermeintliche Ende wurde damit zum Material eines neuen Anfangs. Das ARTLOFT beschrieb die Ausstellung entsprechend als „unendlichen Zyklus der Kunst“, in dem aus Asche und Fragmenten ein neuer Aufbruch entsteht.</p>
<p class="isSelectedEnd"><a href="https://arttrado.de/news/caspar-nii-armah-laesst-the-journey-ein-letztes-mal-ausarten/" target="_blank" rel="noopener">Beim Finale „ausARTen“ am 27. August 2026</a> wurde „THE JOURNEY“ ein letztes Mal verdichtet und neu präsentiert. Zugleich markierte der Abend Armahs Abschied aus Hamburg und den Beginn eines neuen, noch offenen Kapitels. Im ausführlichen Interview mit ARTTRADO spricht er über seine Anfänge im Graffiti, die Verbindung von Natur und Spiritualität, die bewusste Zerstörung eigener Werke, den Kunstmarkt, seine Reichweite in den sozialen Medien und die Frage, was von seiner Kunst bleiben soll.</p>
<h4>Zur Person und zur künstlerischen Entwicklung</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wenn du deine Kunst jemandem beschreiben müsstest, der noch nie ein Werk von dir gesehen hat – was würdest du sagen?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Jemanden der meine Kunst noch nie gesehen hat würde ich sagen; es handelt sich um zeitgenössische Kunst, eine Symbiose aus Street Art-Kalligraphie-Performance-Art und abstrakter Malerei. Eine und dynamische Form-Sprache zwischen Ruhe und Chaos mit der Natur im freien Mittelpunkt.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du bist in Berlin geboren, in Kassel aufgewachsen und hast lange in Hamburg gearbeitet. Welche dieser Städte steckt heute am stärksten in deiner Kunst?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich bin in Berlin geboren und in der Nähe von Fulda in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Mit 12 Jahren bin ich dann nach Kassel gezogen. Meine Kindheit ist vom Leben in und mit der Natur geprägt. Diese Zeit bildet das Fundament meines kreativen Schaffens und Daseins als Mensch und ist somit die wichtigste Zeit. Kassel ist meine Jugend und der Anfang mit meinen Kunstanfängen durch Graffiti / Street-Art. Hamburg ist die längste Zeit die ich an einem Ort gelebt habe und der Anfang meiner professionellen Künstler-Laufbahn. Jeder dieser Abschnitte ist wichtig doch das Fundament ist das Leben und aufwachen in der Natur.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du bist über Graffiti zur Kunst gekommen. Was hat dich damals am Graffiti gepackt – und was davon ist bis heute in deiner Arbeit geblieben?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Graffiti war für mich „frei“ bunt aufregend und vor allem überall im Alltag Gegenwart. Das kreative Arbeiten fand drinnen so wie draußen statt. Außerdem war es für jeden zugänglich. Diese Grundelemente prägen noch heute meine Ausdrucks- und Lebensweise in der Kunst und im Leben. Ich muss noch ausdrücklich sagen, dass meine Kunst mehr der Street Art zugehört aus Respekt vor den Graffiti-Pionieren, da Graffiti welches wir aus den USA kennen, das illegale Malen beschreibt und ich meist legal gemalt habe.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Erinnerst du dich noch an dein erstes Graffiti? War damals wichtiger: die Botschaft, die Schrift, die Bewegung oder einfach das Gefühl, etwas Eigenes im öffentlichen Raum zu hinterlassen?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ja klar erinnere ich mich an mein erstes, mit Dosen aus dem Baumarkt gemaltes Graffiti. Ich war 12 oder 13 Jahre alt und ging um das Gefühl draußen zu malen und seine eigene Spur im öffentlichen Raum zu hinterlassen.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wann hast du gemerkt: „Ich bin nicht nur jemand, der malt – ich bin Künstler“?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Mit 12 Jahren hatte ich den Wunsch oder die Vorstellung Künstler zu werden und gemerkt habe ich es mit 25-26 Jahren dass ich ein Künstler bin.</em></p>
<h4>Rhythm and Writing</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du beschreibst einen wichtigen Teil deiner Arbeit als „Rhythm and Writing“. Was bedeutet „Writing“ für dich, wenn es nicht primär darum geht, etwas Lesbares zu schreiben?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Rhytm and writing: writing bedeutet Kommunikation auf spiritueller bzw. universeller Ebene.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>In deinen Bildern erkennt man manchmal Wörter oder buchstabenähnliche Formen, die gleichzeitig wie eine eigene Sprache wirken. Ist das eine Sprache, die man verstehen soll – oder eine Sprache, die man fühlen soll?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>„RAW“ , Rhythm and Writing ist eine spirituelle- universelle Sprache bzw. Ausdrucksweise die man fühlen soll.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wie viel Kontrolle gibst du beim Malen tatsächlich ab?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Viele meiner Kunstwerke sind auf mehreren Ebenen aufgebaut. So entsteht eine Mischung aus sehr kontrollierten Bewegungen und absolut freien ungeplanten freien Handlungen.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Kann man deiner Meinung nach ein gutes Bild planen – oder muss ein Teil davon einfach passieren?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ein gutes Bild kann man definitiv planen, es kommt auf die Herangehensweise und den Stil des Künstlers bzw. der Künstlerin drauf an. Ich habe da eine Grundidee im Kopf,  aber ohne Skizze gearbeitet und lass dabei eben vieles im Prozess passieren. Ein zu durchdachtes und bearbeitetes Bild verliert für mich vor allem an Lebendigkeit und Seele, was mir in meinen Arbeiten wichtig ist.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Deine Linien wirken sehr körperlich, teilweise schnell und tänzerisch. Ist Malen für dich eher Denken, Schreiben, Zeichnen oder Bewegung?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Malen ist für mich Bewegung bzw. Der Einklang zwischen körperlicher und geistiger Ebene.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Gibt es Momente, in denen du beim Malen selbst überrascht bist, was gerade entsteht?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Das ist eines der schönsten Dinge beim Malen, immer und immer wieder neu überrascht zu werden, von dem was beim freien Schaffen entstehen kann.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Woher weißt du, wann ein Bild fertig ist?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich habe das Gefühl, wenn ein Bild fertig ist. Es ist etwas Magisches und fast unbeschreiblich.</em></p>
<h4>„THE JOURNEY“ – Zerstörung und Transformation</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Für „THE JOURNEY“ hast du ein riesiges Werk geschaffen – und es anschließend teilweise zerrissen und verbrannt. Warum muss ein Künstler sein eigenes Werk zerstören?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich liebe den Prozess der Entstehung und Transformation, meist mehr als das fertige Werk.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Viele Künstler kämpfen darum, ein Werk zu erhalten. Du hast es bewusst zerstört. Ist Zerstörung für dich ein Verlust oder eine Form von Freiheit?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Für mich ist die Zerstörung kein Verlust, sondern eine Form der Freiheit.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was hast du in dem Moment empfunden, als du das Werk tatsächlich verbrannt hast?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Der Moment der Verbrennung war ein ganz besinnlicher Moment da er draußen in der Natur stattgefunden hat. Es hat in mir Kindheitserinnerung geweckt. Es war ein sehr beruhigendes Gefühl.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Gab es einen Moment des Zweifels, in dem du dachtest: „Vielleicht sollte ich das doch nicht tun“?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Nein, es gab keinen einzigen Moment des Zweifelns.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du hast die Asche anschließend wieder als Material verwendet. Wann wird aus Zerstörung Transformation?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Die Asche ist der Dünger, der Nährboden für neues Leben. Es geht um Wandlung und wieder Neuanfang. Nicht um Gewalt, sondern um Leben.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wenn aus einem ursprünglichen Werk weitere Arbeiten entstehen: Welches Werk ist dann eigentlich das Original?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Es geht um das Gesamtkunstwerk, jedes kleine Werk oder Prozess ist das Original, auch von gleicher Bedeutung.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Kann ein Kunstwerk wertvoller werden, gerade weil es nicht mehr existiert?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ja es kann wertvoller im immateriellen Sinne werden, da es geistig weitergelebt wird.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was bedeutet „Nichts bleibt, alles wandelt sich“ für dich persönlich – jenseits der Kunst?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Es bedeutet für mich, dass das Leben ein ewiger Kreislauf ist.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>„THE JOURNEY“ wird als Reise der Materie und des Geistes beschrieben. Was ist für dich der Unterschied zwischen einer Reise im physischen und einer im geistigen Sinn?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Die Reise im Geiste ist die Spiritualität, Erinnerung, Gedanken und Gespräche, das unsichtbare. Hingegen die physische Reise, die das Sichtbare beschreibt.</em></p>
<h4>Identität, Ghana und Deutschland</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du bist Sohn eines ghanaischen Vaters und einer deutschen Mutter. Wann wurde deine Herkunft für dich persönlich zu einem Thema? </strong><strong> Spürst du einen Unterschied zwischen dem, was Deutschland in deine Kunst gebracht hat, und dem, was du mit Ghana verbindest? </strong><strong>Deine Reise nach Ghana ist eng mit „THE JOURNEY“ verbunden. Ist Ghana für dich Rückkehr, Aufbruch oder etwas völlig Neues? </strong><strong>Gibt es Dinge aus der ghanaischen Kultur, Spiritualität oder Ästhetik, die bereits heute – vielleicht auch unbewusst – in deinen Arbeiten auftauchen?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Die Fragen bezüglich Identität werde ich erst im Laufe meines nächsten Kapitels beantworten können. Für mich gilt grundsätzlich die Natur als Grundlage für Identität und Gemeinschaft.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Deine Kunst wird häufig mit Begriffen wie Spiritualität, Bewusstsein und universeller Sprache verbunden. Wo endet für dich Kunst und wo beginnt Spiritualität?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Für mich ist Spiritualität die Verbundenheit mit der Natur. Kunst ist für mich Spiritualität bzw. Leben.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Kann Kunst tatsächlich eine universelle Sprache sein – oder wird dieser Begriff manchmal zu schnell romantisiert?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Kunst ist für mich im Kern eine universelle Sprache.</em></p>
<h4>Kunstmarkt und soziale Medien</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Deine Wurzeln liegen auf der Straße, heute werden deine Arbeiten in Ausstellungen und auf dem Kunstmarkt präsentiert. Was hat sich verändert – bei deiner Kunst und bei dir selbst?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Grundsätzlich bin ich im Herzen der Mensch geblieben der ich bin. Ich habe mich natürlich stark auf allen Ebenen weiter entwickelt, sonst würde ich heute nicht stehen, wo ich bin. Ich tue das was ich liebe und kann dieses mit immer mehr Menschen teilen. Durch die Kunst bin ich persönlich stark gewachsen und habe viel erlebt, man wird erfahrener und routinierter.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Gibt es etwas an der kommerziellen Kunstwelt, das du kritisch siehst?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Das Fass mache ich jetzt nicht auf, aber ich sehe auf jeden Fall einen positiven Wandel.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Street Art war ursprünglich stark mit Freiheit und Unabhängigkeit verbunden. Was passiert mit dieser Freiheit, wenn ein Werk plötzlich einen Preis von mehreren Tausend Euro hat?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Für mich ändert der Preis nichts an dem Kunstwerk oder der Bedeutung.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wie wichtig ist dir der Kunstmarkt überhaupt?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Der Kunstmarkt hat immer noch starke Bedeutung liegt aber auch im Wandel. Es gibt viele Alternativen.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was ist für dich wichtiger: ein Werk zu verkaufen oder etwas beim Betrachter auszulösen?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Beim Betrachter etwas auszulösen , die Bedeutung in der Kunst ist wichtiger als der Verkauf. Der Verkauf hat nichts mit der Bedeutung der Kunst zu tun.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Du hast auf Instagram eine außergewöhnlich große Reichweite für einen bildenden Künstler. Wie erklärst du dir selbst diesen Erfolg?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Der Erfolg kommt durch meine Vielfältigkeit, vom Arbeiten mit Textilien, Malerei, Skulpturen dem prozesshaften im allgemeinen Zustande.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Folgen dir die Menschen deiner Meinung nach wegen der Kunst – oder wegen des Prozesses und der Art, wie du deine Kunst zeigst?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich denke, viele Menschen sind von dem Prozess der Kunst fasziniert, ich liebe den Prozess zu teilen. Das schafft Verbindung.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Hat Social Media deine Kunst verändert – oder hat Social Media nur sichtbar gemacht, was ohnehin schon da war?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Durch Social Media hat sich die Welt grundlegend verändert, was Spuren auf dem Leben und somit auch auf der Kunst hinterlässt. Der Kern meiner Kunst kommt aus der Natur und hat mit Social Media nichts zu tun. Die Plattform macht sichtbar was schon da war aber auch die Veränderungen.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Gibt es einen Unterschied zwischen dem Werk, das du für einen Betrachter in einer Galerie machst, und dem Werk, das auf einem Smartphone funktioniert?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Nein, das Werk ist nicht für Smartphones gemacht. Auf dem Smartphone, Social Media kommt es auf die Präsentation an. Vorbei ich den natürlichen Schaffenprozess wähle.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Macht dich eine so große Reichweite freier – oder erzeugt sie irgendwann auch Druck?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Eine große Reichweite hängt heutzutage mehr mit der Bedeutung der zu erstellenden Inhalte zusammen. Daher kann ein Druck entstehen auf einem so hohen kreativen Level, dass dauerhaft gearbeitet werden muss, was über die Zeit ermüdend wird.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Und ganz direkt: Was bedeutet dir persönlich die Zahl deiner Follower?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich bin dankbar für jeden einzelnen Menschen, der mir folgt, bzw. Teil meiner Reise ist.</em></p>
<h4>Etwas unbequemere Fragen</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Deine Arbeiten werden häufig mit großen Begriffen wie Transformation, Spiritualität, Bewusstsein und universeller Sprache beschrieben. Besteht nicht die Gefahr, dass solche Begriffe eine sehr intuitive Kunst im Nachhinein größer und bedeutungsvoller erscheinen lassen, als sie beim Entstehen tatsächlich war?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Nein für mich persönlich besteht da nicht die Gefahr. Wenn man sich die Ausstellung „The Journey“ angesehen hat, sollte man ein Gefühl für diese Begriffe bekommen. Der Mensch muss es als Gesamtheit betrachten.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wie viel Bedeutung steckt tatsächlich in deinen Bildern – und wie viel Bedeutung gibt der Betrachter hinein?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Es steckt sehr viel Bedeutung in jedem Bild und lässt es dennoch viel Freiheit für den Betrachter sich selbst wieder zu finden oder Neues zu entdecken.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wenn ein Künstler eine sehr charakteristische Bildsprache entwickelt, besteht irgendwann die Gefahr, sich selbst zu wiederholen. Hast du Angst davor?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Es ist gut, eine eigene Bildsprache und Wiedererkennungswert zu schaffen. Sich selbst zu wiederholen ist Teil einer gesunden Routine, doch stetige Veränderungen und Experimentierfreudigkeit ist wichtig, sonst dreht man sich irgendwann nur noch im Kreis. Davor habe ich keine Angst.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong> Was wäre für dich schlimmer: ein Werk, das niemand versteht, oder eines, das jeder sofort versteht?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ein Werk, das jeder sofort versteht, ist schlimmer.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Wenn du heute dein Werk von vor zehn Jahren betrachtest: Siehst du darin bereits den Künstler, der du heute bist – oder würdest du vieles davon mittlerweile ablehnen?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich sehe mich in jedem meiner einzelnen Werke von früher wieder und weiß, dass das Teil eines Gesamtkunstwerks ist. Leben.</em></p>
<h4>Blick nach vorn</h4>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was suchst du gerade – was hast du in deiner Kunst noch nicht gefunden?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Ich suche noch mehr Leben! Bzw. ein Teil vom Leben der noch nicht freigeschaltet ist.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Gibt es ein Format, das du unbedingt noch ausprobieren möchtest – Installation, Skulptur, Architektur, Film oder Performance?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Da fällt mir als erstes „Musikvideo“ und größere Kunstvideos ein.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Würdest du heute noch einmal bei null anfangen und Graffiti sprühen, wenn niemand wüsste, wer du bist?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Auf jeden Fall würde ich nochmal mit Graffiti bei Null anfangen.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Was soll von deiner Kunst bleiben, wenn du selbst nicht mehr da bist?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Von meiner Kunst soll der Gedanke bleiben: Das Leben ist ein unendlich-kreativer Prozess, der im Einklang mit der Natur ein Gesamtkunstwerk formt.</em></p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Und vielleicht die wichtigste Frage zum Schluss: Wohin geht deine Reise als Künstler jetzt?</strong></p>
<p class="isSelectedEnd"><em>Die Reise geht ins Blaue/Ungewisse. Ein neues Abenteuer.</em></p>
<h4>Ein Abschied, der noch kein Ende ist</h4>
<p class="isSelectedEnd">Konkrete Termine für eine nächste Ausstellung oder ein unmittelbar folgendes Projekt sind derzeit öffentlich nicht angekündigt. Sicher ist vorerst nur die Richtung: Mit dem Ende von „THE JOURNEY“ endet auch Armahs langes Hamburger Kapitel. Die Reise nach Ghana soll keine fertigen Antworten bestätigen, sondern neue Fragen nach Herkunft, Identität und Gemeinschaft eröffnen. Bezeichnend ist, dass der Künstler die entsprechenden Fragen in diesem Interview noch nicht einzeln beantworten wollte. Die Antworten, so macht er deutlich, sollen erst im nächsten Kapitel entstehen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auch „THE JOURNEY“ selbst dürfte damit noch nicht vollständig abgeschlossen sein. Die Ausstellung und ihr Finale im ARTLOFT.Hamburg wurden filmisch begleitet. Ein Termin für die Veröffentlichung dieser Aufnahmen ist bislang nicht bekannt. Es ist jedoch gut möglich, dass Ausschnitte oder eine umfangreichere Dokumentation künftig über die Kanäle des Künstlers oder des ARTLOFT.Hamburg zugänglich werden. Wer den weiteren Weg verfolgen möchte, sollte deshalb insbesondere die offiziellen Social-Media-Kanäle im Blick behalten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht liegt gerade darin der konsequente Abschluss dieser Hamburger Reise: Armah hinterlässt kein abgeschlossenes Werk, das sich sauber archivieren lässt. Er hinterlässt Fragmente, Asche, Bilder, Filmaufnahmen und Erinnerungen – Material, aus dem etwas Neues entstehen kann. „THE JOURNEY“ endet nicht mit einer endgültigen Antwort. Sie endet mit einem Künstler, der erneut aufbricht, ohne bereits zu wissen, wohin ihn dieser Weg führen wird.</p>
<h4>Persönliches Schlusswort von Caspar Nii Armah</h4>
<p>Zum Abschluss wollte ich noch einmal Danke sagen. Vielen Dank an alle, die mich auf dieser Reise bisher begleitet und unterstützt haben. Vielen Dank an Arne Heckt für diese unglaubliche Zusammenarbeit und die Ausstellung und diese im Art Loft Hamburg zu präsentieren. Ein mein Team von Picture me Different für die gemeinsame Umsetzung der ganzen Projekte. Meine Familie und Freunde auf dieser Welt. Liebe Grüße<br />
Armah.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Zur Webseite des Künstlers: <a href="https://armah-art.com/" target="_blank" rel="noopener">https://armah-art.com/</a></p>
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<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
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		<title>UDOVERSUM Hamburg 2026: Die Kunstwelt von Udo Lindenberg</title>
		<link>https://arttrado.de/news/udoversum-hamburg-2026-die-kunstwelt-von-udo-lindenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 17:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Udoversum]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kunst in hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[udo lindenberg]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[UDOVERSUM Hamburg 2026: Die Kunstwelt von Udo Lindenberg Ein Universum zwischen Kunst und Rock’n’Roll. Mit dem „UDOVERSUM“ in Hamburg wird <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/udoversum-hamburg-2026-die-kunstwelt-von-udo-lindenberg/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>UDOVERSUM Hamburg 2026: Die Kunstwelt von Udo Lindenberg</h4>
<p>Ein Universum zwischen Kunst und Rock’n’Roll. Mit dem „UDOVERSUM“ in Hamburg wird das Werk von Udo Lindenberg nicht einfach ausgestellt, sondern begehbar gemacht. Die Ausstellung versteht sich als immersive Erlebniswelt, die Musik, Kunst und Lebensgeschichte miteinander verschmilzt.</p>
<p>Besonders bemerkenswert: Das Projekt steht im Zeichen seines 80. Geburtstags im Jahr 2026 und würdigt damit ein außergewöhnliches künstlerisches Lebenswerk. Im Zentrum steht dabei nicht nur das bildnerische Schaffen, sondern das gesamte künstlerische Universum eines der bekanntesten deutschen Rockmusiker und Maler.</p>
<h4>Multimediales Ausstellungskonzept</h4>
<p>Das UDOVERSUM setzt auf ein bewusst immersives Konzept. Besucher bewegen sich durch verschiedene Stationen, die unterschiedliche Facetten seines Lebenswerks beleuchten:</p>
<p>originale Bühnenkostüme und Requisiten<br />
handschriftliche Notizen, Skizzen und Entwürfe<br />
musikalische Stationen seiner Karriere<br />
großflächige audiovisuelle Installationen<br />
Licht- und Soundräume, die seine Songs erlebbar machen</p>
<p>Statt klassischer Distanz entsteht so eine unmittelbare Nähe zum Künstler und seinem Werk.</p>
<h4>Die Bildwelt von Udo Lindenberg</h4>
<p>Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist seine unverwechselbare Malerei. Besonders die sogenannten „Likörelle“ – mit Likör, Tusche und Acryl geschaffene Bilder – haben seinen Stil geprägt. Udo Lindenberg wurde 1946 in Gronau (Nordrhein-Westfalen) geboren und zählt zu den prägendsten Figuren der deutschen Rock- und Popkultur.</p>
<p>Wichtige Fakten zu seiner Kunst:</p>
<p>Beginn der Malerei: Ende der 1990er-Jahre intensiver Einstieg in die bildende Kunst<br />
Stil: „Likörelle“ (Mischtechnik aus Likör, Tusche und Acryl)<br />
Künstlerisches Motivspektrum: Musik, Politik, Gesellschaftskritik, Selbstinszenierung</p>
<p>Zahlreiche Präsentationen in deutschen Museen und Galerien seit den 2000er-Jahren u. a. große Einzelausstellungen in Städten wie Hamburg, Berlin und München. Seine Werke wurden in verschiedenen kulturellen Institutionen und Ausstellungshäusern gezeigt, häufig in Verbindung mit Musik- und Popkultur-Kontexten.</p>
<p>Lindenberg ist kein klassisch akademisch ausgebildeter Maler, sondern ein autodidaktisch geprägter Künstler, der Musik und Bildkunst konsequent miteinander verbindet.</p>
<h4>Typisch für seine Arbeiten sind:</h4>
<p>comicartige, überzeichnete Figuren<br />
politische und gesellschaftliche Anspielungen<br />
wiederkehrende Figuren wie sein „Paniker“-Alter Ego<br />
starke Bezüge zu Hamburg, Bühne und Popkultur</p>
<p>Diese Bildsprache zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte UDOVERSUM.</p>
<h4>Mehr als eine Ausstellung</h4>
<p>Das Konzept versteht sich weniger als klassische Retrospektive, sondern als Gesamterlebnis. Musik, Kunst und Biografie werden nicht getrennt gezeigt, sondern bewusst miteinander verwoben.</p>
<p>Damit entsteht ein Raum, der nicht nur Werke zeigt, sondern ein Lebensgefühl transportiert – zwischen Rock’n’Roll, Ironie und gesellschaftlichem Kommentar.</p>
<p>Titel der Ausstellung<strong data-start="129" data-end="155">:</strong> UDOVERSUM – Die große Udo Lindenberg Ausstellung.<br data-start="204" data-end="207" />Ort<strong data-start="207" data-end="215">:</strong> stilwerk Hamburg, Große Elbstraße 68, Hamburg.<br data-start="261" data-end="264" />Laufzeit<strong data-start="264" data-end="277">:</strong> 30. April 2026 – 04. Oktober 2026.<br data-start="311" data-end="314" data-is-only-node="" />Konzept<strong data-start="314" data-end="326">:</strong> Immersive Erlebniswelt mit Kunst, Musik, Biografie und Multimedia-Installationen.<br data-start="407" data-end="410" />Tickets<strong data-start="410" data-end="422">:</strong> Online im Vorverkauf erhältlich (Zeitfenster-Tickets mit festen Einlasszeiten).<br data-start="501" data-end="504" />Preisniveau: Voraussichtlich mittlerer zweistelliger Bereich.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Das UDOVERSUM Hamburg setzt 2026 einen neuen Maßstab für Künstlerausstellungen in Deutschland. Es zeigt Udo Lindenberg nicht nur als Musiker oder Maler, sondern als kulturelles Gesamtkunstwerk, das sich jeder klaren Kategorisierung entzieht.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild Quelle YouTubeVideo: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j8A81H8FQIE" target="_blank" rel="noopener">https://www.youtube.com/</a></p>
<p>Zu den Tickets: <a href="https://www.eventim.de/artist/udoversum-die-grosse-udo-lindenberg-ausstellung/?affiliate=EYA&amp;msclkid=648d5c0b1d421d02f42335d4de2859cf&amp;utm_source=bing&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=ar_Suche%20-%20Special%20Tickets&amp;utm_term=udoversum%20tickets&amp;utm_content=Udoversum%20-%20Die%20gro%C3%9Fe%20Udo%20Lindenberg%20Ausstellung" target="_blank" rel="noopener">https://www.eventim.de/</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
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		<title>CP KRENKLER &#8211; LESEPROBE AUS DEM BILDBAND BUY BUY ST.PAULI</title>
		<link>https://arttrado.de/news/cp-krenkler-leseprobe-aus-dem-bildband-buy-buy-st-pauli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2024 07:15:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Bildbände]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[buy buy st.pauli]]></category>
		<category><![CDATA[st.pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst aus Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bildband]]></category>
		<category><![CDATA[Fotobuch]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Reeperbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Herberstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Prostitution]]></category>
		<category><![CDATA[Sex Sells]]></category>
		<category><![CDATA[cp. krenkler]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
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					<description><![CDATA[CP KRENKLER &#8211; LESEPROBE AUS DEM BILDBAND BUY BUY ST.PAULI CP Krenkler ist freischaffende Fotografin und Autorin. Um die Jahrtausendwende <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/cp-krenkler-leseprobe-aus-dem-bildband-buy-buy-st-pauli/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>CP KRENKLER &#8211; LESEPROBE AUS DEM BILDBAND BUY BUY ST.PAULI</h4>
<p>CP Krenkler ist freischaffende Fotografin und Autorin. Um die Jahrtausendwende dokumentierte CP Krenkler ­– damals noch analog mit Schwarz-Weiß-Negativfilm – die Punkrock-Kultur, bevor sich ihr Schwerpunkt während ihrer Assistenz bei der Modefotografin Monica Menez (2001/2002) vorübergehend auf Inszenierung und Portraitfotografie verlagerte. Nach ihrem Buch- und Ausstellungsprojekt „10 Jahre später“ über Menschen in der Punkszene damals und heute (2012) sowie Veröffentlichungen ihrer Bilder u.a. in der ZEIT, der Süddeutschen, Archiv der Jugendkulturen, Stern, Freitag, Fluter, Playboy widmete sie ihre Arbeit ab 2012 den Veränderungen des Stadtteils, in dem sie seit 2010 lebt: St. Pauli.</p>
<p>Ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Prof. Matthias Lehnhardt schloss sie 2015 mit ihrer Diplomarbeit Buy, buy – St. Pauli ab, einer Auseinandersetzung in Wort und Bild mit dem Ausverkauf ihres Stadtteils. Nach ihrem Diplom ging sie für ein knappes Jahr nach New York, legte dort zunächst ihren Fokus auf Architekturfotografie, schloss dann aber schnell an ihre Arbeit auf St. Pauli an.</p>
<p>Ihr Fotokunstprojekt über <a href="https://arttrado.de/produkt/9-eldrige-street-ka-wah-bakery-corp-by-cp-krenkler/" target="_blank" rel="noopener">Chinatown „People in front of their working spaces“ s</a>piegelt ihre Kiez-Portraitserie. Der Mensch steht bei beiden Fotoprojekten im Vordergrund, jedoch eigebettet in seine Umgebung. Ihr Leben in New York wurde zu einem Wendepunkt in ihrer Karriere. Das dortige Interesse an ihr als Künstlerin ermöglichte es ihr, sich von da an hauptberuflich auf ihre künstlerische Arbeit zu konzentrieren.</p>
<p>Ihre Rückkehr nach St. Pauli blieb nur von kurzer Dauer. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Hamburg und New York. Zu ihrer fotografischen Arbeit kamen nun literarische Texte hinzu. In ihrem Blog, den sie auf Facebook unter dem Arbeitstitel „Schräge Geschichten aus New York City“ veröffentlicht, hielt sie beispielsweise die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Metropole fest. Mit ihren Worten verarbeitete sie das Massensterben bis hin zum Kollabieren des Bestattungssystems und beobachtete, wie die Stadt schließlich nach erschütternden Monaten des Kampfes gegen das Virus in der Black Lives Matter-Bewegung nicht nur erwachte, sondern regelrecht aufblühte.</p>
<p>Ihre Arbeiten über den Elbschlosskeller (2017­–2018) und die Davidwache (2017–2021) auf St. Pauli umfassen Texte und Fotografien und wurden in Lesungen, wie anlässlich der „Langen Nacht der ZEIT“, präsentiert. Nach etlichen Ausstellungen in New York und in Deutschland, unter anderem die Ausstellung über den Elbschlosskeller in der St. Pauli Kirche und anschließend in den Arbeitszimmern der Prostituierten in der berühmten Herbertstraße, präsentierte das „Museum der Arbeit“ in Hamburg 2019–2020 ihre Dokumentation über die Polizisten der Davidwache im Rahmen der Ausstellung „Nacht. Alles außer Schlaf“ mit einer begleitenden Lesung der Künstlerin.</p>
<p>Bereits 2021–2022 zeigte das Museum der Arbeit CP Krenklers Arbeiten erneut in der Ausstellung „Konflikte“. Zu sehen waren nun ihre Fotografien über die „Esso-Häuser“ auf St. Pauli und den Kampf für ihren Erhalt. 2022 kaufte das „Museum of the City of New York“ zwölf Fotografien aus ihrer Portraitserie über Chinatown, Manhattan, für die ständige Sammlung.</p>
<h4>CP KRENKLER: HERBERTSTRAßE &#8211; AUS DEM BILDBAND BUY BUY ST.PAULI</h4>
<p>Die Häuser in der Herbertstraße wurden im 19. Jahrhundert als Bordelle gebaut und werden seitdem zu diesem Zweck genutzt. Frauen sitzen dort in Schaufenstern und sprechen potentielle Kunden an. Links auf dem Bild die Fenster, in denen Laura und Emma arbeiten. Die Fenster rechts sind dunkel. Aufgrund der immer noch anhaltenden Pandemie ist der Betrieb in der Herbertstraße sehr begrenzt.<br />
Laura entwickelte sehr früh den Wunsch, als Prostituierte zu arbeiten und fing mit 21 in der Herbertstraße an. Die Herbertstraße hat sie als Arbeitsplatz für sich gewählt, weil sie dort als Prostituierte ein sicheres Arbeitsumfeld hat. Emma ist neu in der Herbertstraße. Laura hat sie an die Hand genommen und hilft ihr, den Beruf selbstbestimmt und selbstbewusst auszuüben.</p>
<p>Ich fragte Laura, was ihr an ihrem Beruf eigentlich am meisten gefallen würde. Es sprudelte aus ihr heraus: „Menschen! Ich lerne so viele unterschiedliche Menschen kennen, von bis, alles ist dabei! Ich mag einfach diesen Kontakt. Als ich während der Pandemie nicht arbeiten durfte, hat mir das richtig gefehlt. Der Austausch und auch die Wertschätzung, die ich von den Kunden bekomme. Ich bekomme so viele Komplimente, für meine Ausstrahlung, mein Lächeln, das tut mir gut.“</p>
<p>Wenn die Gesellschaft über Prostitution diskutiert, stelle ich immer wieder fest, dass Menschen meinen, ein Bild davon zu haben, wie Prostitution ist, was Prostitution ist, ohne sich je tatsächlich damit befasst zu haben. Beispielsweise frage ich mich, warum von Sex-Arbeiterinnen gesprochen wird, niemand würde auf die Idee kommen, von Frisur- Arbeiterinnen zu sprechen. Wenn Prostituierte den Begriff für sich selbst verwenden, habe ich immer das Gefühl, sie tun es, weil sie sich erhoffen, dann weniger diskriminiert<br />
zu werden und nicht, weil sie den Begriff bewusst für sich gewählt haben.</p>
<p>Es gibt wohl kaum einen Beruf, der mit so vielen Vorverurteilungen belegt ist, wie der der Prostituierten. Der Vorgang des Bezahlens wird beispielsweise als Beleg dafür verwendet, dass der Beruf der Prostituierten demütigend und frauenfeindlich sei. Ich habe anderes beobachtet.</p>
<p>Das Gefälle verläuft nicht selten von Frau zu Mann statt umgekehrt. Die Frau ist für den Mann faktisch unerreichbar, muss er doch bezahlen. Für die Bezahlung erkauft der Mann sich lediglich einen Moment. Den Preis und die Leistung bestimmt die Frau, der Mann muss sich dem fügen. Trotzdem trägt die Frau die gesellschaftliche Ächtung – oft ein Leben lang. Deshalb tragen die beiden Frauen auf meinem Foto venezianische Masken Manchmal sind es ganz pragmatische Überlegungen, aufgrund derer Frauen diesen Beruf ergreifen. Ich habe einmal eine Altenpflegerin kennen gelernt, die nebenbei als Prostituierte gearbeitet hat, um ihr Einkommen zu verbessern.</p>
<p>Das Problem ist hier doch nicht, dass diese Frau die Möglichkeit hat, als Prostituierte zu arbeiten, sondern warum sie diese ergreift. Die Diskussion über Prostitution bleibt im Kern jedoch eine moralische, selten befasst sie sich mit den Ursachen der Prostitution. So argumentieren Menschen, die die Prostitution verbieten wollen, dass Prostituierte ausgebeutet, geschlagen und misshandelt werden. Dann sollte dringend die Ehe verboten werden. Frauen in konservativen Ehen geben für einen Mann ihre berufliche Laufbahn auf, begeben sich in finanzielle Abhängigkeit, um dann unbezahlt im Haushalt zu arbeiten und Kinder großzuziehen. Statistisch betrachtet gibt es keinen gefährlicheren Ort für Frauen als das eigene Zuhause.</p>
<p>Im Durchschnitt wird jeden dritten Tag in Deutschland eine Frau von ihrem Mann getötet. In allen Städten Deutschlands sind Frauenhäuser massiv überlastet. Natürlich gibt es Ausbeutung und Gewalt in der Prostitution. Es wäre absolut naiv, anders zu denken. Aber diesbezüglich gibt es in Deutschland eine klare Gesetzeslage. Gemäß § 181a Strafgesetzbuch ist es verboten, Prostituierte auszubeuten oder die Art und Weise zu bestimmen, wie sie ihre Arbeit ausüben, oder sie an die Prostitution heranzuführen. Menschen, die keine Opfer sind, sollten nicht als Opfer bezeichnet werden. Wer über Prostitution spricht, sollte sehr scharf trennen zwischen Frauen, die diesen Beruf aufgrund ihres eigenen Wunsches ausüben, und denen, die es aus einer Zwangslage heraus tun.</p>
<p>Das Ziel muss sein, dass nur Frauen der Prostitution nachgehen, die das wollen, die anderen zu schützen und jegliche Stigmatisierung und Diskriminierung von Prostituierten zu beenden. Vielleicht bräuchte es eine Art Fair-Trade-Siegel: „Hff – Hamburg fickt fair“, das wäre doch mal eine Idee.</p>
<p>Denn ja, es gibt Frauen, die ungewollt in die Prostitution abrutschen oder zur Prostitution gezwungen werden und schreckliche Gewalt erleben. Ein großer Teil von ihnen kommt aus Ländern, in denen sie bittere Armut erlebt haben, oder sie sind in Deutschland aufgewachsen und haben eine von Gewalt geprägte, traumatisierende Kindheit hinter sich. Diese Ursachen werden viel zu selten als der tatsächliche Missstand thematisiert, stattdessen wird das Verbot der Prostitution als die ultimative Lösung verkauft. Das ist ähnlich sinnvoll, wie das Fahrradfahren zu verbieten, weil es zu viele Verkehrstote gibt. Diese Frauen müssen geschützt werden, bevor sie Prostituierte werden.<br />
Sprechen wir über Ausbeutung und Menschenhandel, dürfen wir die Diskussion nicht auf Prostitution verengen. Nicht einmal die Umstände einer jahrelangen Pandemie haben erreicht, dass in Deutschland Pflegekräfte angemessen bezahlt werden. Menschenhandel ist laut KOK, Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V., in folgenden Branchen zu finden: der Landwirtschaft, der Pflege, in Privathaushalten (Reinigungskräfte, Haushaltshilfen, Kinderbetreuung), der Gastronomie, dem Baugewerbe, dem Sexgewerbe, dem Speditions- und Transportwesen und der fleischverarbeitenden Industrie..</p>
<p>Ein Jahr nach dieser Aufnahme habe ich Emma zufällig auf der Straße getroffen. Sie hat vorübergehend aufgehört als Prostituierte zu arbeiten und sagte fröhlich zu mir: „Ich habe so viele Männer glücklich gemacht, ich möchte mich jetzt eine Zeitlang wieder um mich selbst kümmern.“</p>
<h4>PRODUKTINFO</h4>
<p>Herausgeber ‏ : ‎ ARTTRADO VERLAG; 1. Edition (1. Juli 2024)<br />
Sprache ‏ : ‎ Deutsch<br />
Novelty Book ‏ : ‎ 480 Seiten<br />
ISBN-10 ‏ : ‎ 3000766138<br />
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3000766138</p>
<p>Zur Veröffentlichung sind Lesungen geplant! Wenn Sie über die Veranstaltung informiert werden möchten oder bei Interesse an der gebundenen Sammlerausgabe, nutzen Sie gerne unseren Kontakt.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über CP Krenkler: <a href="https://krenkler.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://krenkler.eu/</a></p>
<p>Limitierte Fine Art Prints der Künstlerin bei uns im Shop: <a href="https://arttrado.de/produkt/lockdown-in-new-york-pandemic-city-by-cp-krenkler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lockdown in New York &amp; Pandemic City</a></p>
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		<title>Museumsinsel Berlin: Pergamonmuseum &#124; Liam Gillick. Filtered Time</title>
		<link>https://arttrado.de/news/museumsinsel-berlin-pergamonmuseum-liam-gillick-filtered-time/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2023 13:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sam Bardaouil]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburger Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[kunst in berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsinsel]]></category>
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		<category><![CDATA[Liam Gillick]]></category>
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					<description><![CDATA[Museumsinsel Berlin: Pergamonmuseum &#124; Liam Gillick. Filtered Time Erstmals präsentieren das Vorderasiatische Museum und der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/museumsinsel-berlin-pergamonmuseum-liam-gillick-filtered-time/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Museumsinsel Berlin: Pergamonmuseum | Liam Gillick. Filtered Time</h3>
<p>Erstmals präsentieren das Vorderasiatische Museum und der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart ein gemeinsames Ausstellungsprojekt: Der britische Künstler Liam Gillick wurde eingeladen, das Pergamonmuseum mit ortspezifischen Licht-, Farb- und Klanginstallationen zu bespielen. Von der ikonischen Prozessionsstraße und dem Ischtar-Tor Babylons bis zu den monumentalen Skulpturen von Tell Halaf lässt Gillick 6.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte in einen Dialog treten und beleuchtet kritisch Sammlung, Geschichte und Architektur des Pergamonmuseums.</p>
<p>Das Vorderasiatische Museum öffnete seine Pforten erstmals 1930 im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin. Seine einzigartigen Sammlungen umfassen Objekte aus Uruk, Assur, Babylon und anderen Regionen, die aus einer Zeit von der Entstehung der frühen Staaten im 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum Ende des Achämenidenreiches im 4. Jahrhundert v. Chr. stammen. Zu den Höhepunkten zählen die weltweit einzigartigen Rekonstruktionen monumentaler Architektur wie dem leuchtend blauen Ischtar-Tor Babylons. Liam Gillick setzt sich auch mit der Sammlungspräsentation auseinander, die konzeptionell auf Walter Andrae, den Gründungsdirektor des Pergamonmuseums, zurückgeht.</p>
<p>Seit den 1990er-Jahren hat sich Liam Gillick kontinuierlich mit dem Konzept der Ausstellung als kritischem Medium auseinandergesetzt; Farbe ist dabei ein zentraler Aspekt seines Schaffens. Im Pergamonmuseum setzt sich Gillick mit dem Gebäude und seinen Sammlungen auseinander. Unter dem Titel „Filtered Time“ lenken die eigens entwickelten Licht-, Farb- und Klanginterventionen die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen historischen Epochen der im Pergamonmuseums ausgestellten Objekte.</p>
<h4>Liam Gillick. Filtered Time</h4>
<p>In einer Zeit, in der sich Museen im gesellschaftlichen wie politischen Diskurs verstärkt mit historischem Unrecht auseinandersetzen, wirft diese gemeinsame Ausstellung auch Fragen auf, die sich auf die komplexe Geschichte beider Institutionen selbst beziehen: Welche Herausforderungen sieht sich das Vorderasiatische Museum als Hüter*in archäologischer Artefakte gegenüber? Und wie geht der Hamburger Bahnhof als Teil der Nationalgalerie mit dem Begriff der „Nation“ um? „Liam Gillick. Filtered Time“ schafft einen sensorischen Raum, der die Erkundung dieser wichtigen Fragen ermöglicht und unterschiedliche Perioden der künstlerischen Produktion gleichberechtigt präsentiert.</p>
<p>Gillicks künstlerischem Ansatz im Pergamonmuseum liegen insbesondere zwei jüngere wissenschaftliche Erkenntnissen zugrunde: die Verwendung von Farbe in der antiken Kunst und das sensorische Erlebnis von Klängen und Geräuschen, welche die Erfahrungswelt der Menschen in den ursprünglichen Kulturen und auch ihrer Erforscher*innen begleiteten. Die audiovisuellen Installationen Liam Gillicks schaffen eine immersive Atmosphäre, die die Räumlichkeiten und ihre Exponate auf historisch und kulturell spezifische Weise belebt. Dadurch bietet die Ausstellung Besucher*innen die Möglichkeit, das Museum und seine Sammlungen in Bezug auf Farbe und Zeit neu zu entdecken.</p>
<p>„Liam Gillick. Filtered Time“ wird kuratiert von Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums, und Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren des Hamburger Bahnhofs – Nationalgalerie der Gegenwart.</p>
<p>Die Ausstellung wird unterstützt von der Einstein Stiftung Berlin.</p>
<p>Zur Ausstellung erscheint ca. vier Wochen nach der Eröffnung ein vom Künstler gestalteter Katalog.</p>
<h4>Liam Gillick</h4>
<p>Liam Gillick wurde 1964 in Aylesbury, England geboren und studierte am Goldsmiths, University of London. Er lebt und arbeitet in New York. In seinen Arbeiten reflektiert er die Moderne in Bezug auf Abstraktion und Architektur und ihre Entwicklung im Laufe der Globalisierung. Gillicks Arbeiten wurden in zahlreichen wichtigen Ausstellungen gezeigt, darunter die Documenta X und die Biennalen von Venedig, Berlin und Istanbul. 2009 vertrat er Deutschland in Venedig. Museale Einzelausstellungen fanden im Museum of Contemporary Art in Chicago. Im Museum of Modern Art in New York und in der Tate in London statt. Gillicks Werke befinden sich in vielen wichtigen öffentlichen Sammlungen, darunter dem Centre Pompidou in Paris, dem Guggenheim Museum in New York und Bilbao sowie dem Museum of Modern Art in New York. In den letzten 25 Jahren ist Gillick auch als Buchautor tätig.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Liam Gillick, Filtered Time Visualization, 2022 © Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Teßmer, Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul.</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Berlin? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1746443&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
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		<title>Das Lagos-Hamburg-Projekt: Ein Artists-in-Residency-Programm</title>
		<link>https://arttrado.de/news/das-lagos-hamburg-projekt-ein-artists-in-residency-programm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2023 11:26:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Brigitte Sely]]></category>
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		<category><![CDATA[Nike Art Gallery]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Lagos-Hamburg-Projekt: Ein Artists-in-Residency-Programm Auftakt des bilateralen Austauschprogramms ist die Vernissage zur Ausstellung CIRCLE OF ART am Dienstag, dem 17. <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/das-lagos-hamburg-projekt-ein-artists-in-residency-programm/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Das Lagos-Hamburg-Projekt: Ein Artists-in-Residency-Programm</h3>
<p>Auftakt des bilateralen Austauschprogramms ist die Vernissage zur Ausstellung CIRCLE OF ART am Dienstag, dem 17. Januar 2023 ab 12:00 Uhr in der Nike Art Gallery in Lagos, 2 Ikate Elegushi Road, Lekki Phase I, 106104, Lekki, Lagos, Nigeria.</p>
<p>Gezeigt werden Arbeiten von folgenden afrikanischen Künstlern: Njoku Francis Ukachukwu (AKA TATINA), Ibie Blessing, Jane Eveshodioni Ugah, Faith Omole, Obiduru Bright Chizoba, Tide Tidelicious Ojo, Yusuf Durudola, Ayool Oluwaseun Omovo, Francis Njoku und Leye Wewe.</p>
<p>Wir freuen uns, dass zur Vernissage seine Exzellenz, der deutsche Vizekonsul Gerald Wolf sprechen wird.</p>
<p>Grafy, der das Projekt begleitet, wird ebenfalls bei der Eröffnung anwesend sein. Der junge Hamburger Künstler wird zu dem gesamten Projekt ein Kunstbuch erstellen. Zudem wird Grafy die Ateliers von ausgewählten nigerianischen Künstlern besuchen.</p>
<p>Grafy: „Ich freue mich schon sehr auf Nigeria und die dortige Kunstszene. Davon verspreche ich mir unglaublich viele Anregungen. Ich habe den Eindruck, dass es dort sehr viel positive Energie, Lebensfreude und Gelassenheit gibt und sicherlich ganz andere Herausforderungen als bei uns. Das möchte ich aber vor Ort selbst erleben. Vor allem erwarte ich viele künstlerische Inspirationen.“</p>
<p>Brigitte Sely aus Hamburg, die Projektinitiatorin und Projektleiterin, betont: „Bei diesem Kunstprojekt geht es mir darum, Liebe und Verständnis über die Grenzen zu tragen und gegenseitiges Lernen zu fördern und zu vergrößern.“</p>
<p>Die Reise nach Nigeria, zunächst nach Lagos, ist der erste Teil eines größeren Vorhabens. In den nächsten Jahren sollen regelmäßig Künstler und Künstlerinnen aus Lagos nach Hamburg und aus Hamburg nach Lagos reisen, um dort vor Ort in einer Künstlerresidenz zu arbeiten. Die im Laufe des Projekts entstehenden künstlerischen Arbeiten werden in Nigeria und in Deutschland zu sehen sein.</p>
<p>Das Projekt wird umgesetzt von Brigitte Sely, Dr. Vivian Timothy und Daniel Plettenberg.</p>
<h4>Grafy</h4>
<p>Grafy ist ein 1998 in Mannheim geborener deutscher Künstler, er startete seine Karriere mit einer Ausstellung 2020 in Hamburg. Er hat Sammler in den USA, in Deutschland, Dubai, im Libanon und sogar in Australien. Weitere Informationen unter: <a href="https://de.grafy.de/" target="_blank" rel="noopener">https://de.grafy.de/</a></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/CgWy5sNDtmQ/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p>&nbsp;</p>
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</div>
</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Zur Webseite der Nike Art Gallery: <a href="https://www.nikeartfoundation.com/">www.nikeartfoundation.com</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Nigeria? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-2017355&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
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		<title>Schau´ nicht weg! &#8211; Künstlergruppe EWIG im Hansa-Theater</title>
		<link>https://arttrado.de/news/schau-nicht-weg-kuenstlergruppe-ewig-im-hansa-theater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2021 12:03:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstlergruppe EWIG im Hansa-Theater Die Künstlergruppe EWIG ist ein 2020 von Klaus Barkowsky alias &#8222;Der schöne Klaus&#8220; gegründetes Künstlerkollektiv, dessen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/schau-nicht-weg-kuenstlergruppe-ewig-im-hansa-theater/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Künstlergruppe EWIG im Hansa-Theater</h3>
<p>Die Künstlergruppe EWIG ist ein 2020 von Klaus Barkowsky alias &#8222;Der schöne Klaus&#8220; gegründetes Künstlerkollektiv, dessen Kern zusammen mit dem Begründer Heike Wagner, Claudia Tejeda, Ekkehart Opitz und Lars Möller bilden. Die Künstlergruppe ist ein lockerer Verbund aus verschiedenen und wechselnden Künstler*Innen, denen eine sozialkritische, surreal-subversive bis erotische Ausrichtung gemeinsam ist. Sie greifen gerne Themen auf, welche gemeinhin oft verschwiegen werden.</p>
<p>Gemeinsam mit der Obdachlosenhilfe Schau´ nicht weg! e.V. veranstaltet die Künstlergruppe EWIG vom 14.8. bis zum 17.9. im Hansa-Theater, Steindamm 17, 20099 Hamburg eine Kunstausstellung, Theaterinszenierungen unter der Leitung von Dania Hohmann und Podiumsdiskussionen. Unter dem Titel Schau´ nicht weg! Wir sind Geschichten. wird auf die Schicksale obdachloser und Kultur schaffender Menschen aufmerksam gemacht, deren Situation sich durch die Corona-Krise dramatisch verschlechtert hat. Der Verkaufserlös der Kunstwerke geht zu 30 % als Spende an Schau´ nicht weg! e.V. Zur Eröffnung am 14.8. um 19 Uhr laden die Künstlergruppe und der gemeinnützige Verein herzlich ein.</p>
<h4>Die Künstler</h4>
<p>Teilnehmende Künstler*Innen bei der Ausstellung im Hansa-Theater sind <a href="http://www.klaus-barkowsky.eu/" target="_blank" rel="noopener">Klaus Barkowsky</a>, <a href="https://www.tejeda-arte.de/" target="_blank" rel="noopener">Claudia Tejeda</a>, Lars Möller, Anna Richert, Tarfa Bachan, <a href="https://www.reinecke-art.de/" target="_blank" rel="noopener">Ronny Reinecke</a>, Elena Tamburini, Alex Schwarz, Meinhard Raschke, Miss Geisterhausen, Sascha Walmroth, Anke Rupprecht-Poßinke, Lilli Waterkant sowie Künstler aus der Sammlung des Erotic Art Museum Hamburg. Die Ausstellung läuft bis zum 17. September 2021 .</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_9727" aria-describedby="caption-attachment-9727" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9727" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-209x300.jpg" alt="Ronny Reinecke Trostfrauen Ausstellung Kunst in Hamburg junge kunst kaufen online galerie arttrado kunstveranstaltung für den guten zweck" width="300" height="431" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-209x300.jpg 209w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-712x1024.jpg 712w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-768x1104.jpg 768w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-800x1150.jpg 800w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm-600x862.jpg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/08/RonnyReinecke-Trostfrauen-150-x-100-cm.jpg 878w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9727" class="wp-caption-text">Ronny Reinecke &#8211; Trostfrauen 150 x 100 cm</figcaption></figure>
<h4>Schau nicht weg!</h4>
<p>Schau´ nicht weg! e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, deren Zweck die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, insbesondere Obdachloser ist. Der Verein hilft diesen Menschen durch ein Wohnprojekt, Betreuung und durch die Verteilung von Lebensmitteln und Sachspenden. Jeden Samstag werden rund 400 Bedürftige am Hamburger Hauptbahnhof mit dem Nötigsten versorgt. Somit hilft der Verein den Menschen am Rande der Gesellschaft, Hoffnungen, Ziele und Träume zu haben und begleitet sie auf ihrem Weg „zurück ins Leben“.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p><span style="color: #000000;">Titelbild: Claudia Tejeda Klaus Barkowsky Lars Möller Copyright: Lorena Melinda Carvatchi</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Künstlergruppe EWIG auf Instagram: <a style="color: #000000;" href="https://www.instagram.com/EWIG_HH/">@ewig_hh • Instagram-Fotos und &#8211; Videos</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mehr über das Hansa-Theater: <a style="color: #000000;" href="https://www.hansa-theater.com/">Varieté im Hansa-Theater | Hamburgs Perle</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Sie planen einen Besuch in Hamburg? &#8211; <a style="color: #000000;" href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785434&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unsere Interviews finden Sie hier: <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unser Projekt ARTTRADO unterstützen:</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unveröffentlichtes Interview von CP KRENKLER</title>
		<link>https://arttrado.de/news/unveroeffentlichtes-interview-von-cp-krenkler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 14:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[new york]]></category>
		<category><![CDATA[cp. krenkler]]></category>
		<category><![CDATA[fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Art]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Unveröffentlichtes Interview von CP KRENKLER Die Fotokünstlerin CP Krenkler berichtete in unserer Kategorie &#8222;Wie man nicht mit Künstlern umgeht&#8230;&#8220; über <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/unveroeffentlichtes-interview-von-cp-krenkler/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Unveröffentlichtes Interview von CP KRENKLER</h3>
<p><span style="color: #000000;">Die Fotokünstlerin CP Krenkler berichtete in unserer Kategorie <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/news/cp-krenkler-kuenstler-sollten-ihre-interviews-gegenlesen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Wie man nicht mit Künstlern umgeht&#8230;&#8220; über ihre (schlechte) Erfahrung mit einem Journalisten.</a> Das Journalisten und Interviewpartner nicht immer sofort auf einen gemeinsamen Nenner kommen und auch einmal Missverständnisse in Gesprächssituationen passieren, ist vermutlich normal. Daher hat die Künstlerin CP Krenkler also viel Arbeit in das Interview gesteckt und die von ihr falsch wiedergegeben Antworten in ihre Worte gefasst. Das Interesse des Journalisten war nach der Kritisierung seiner Arbeitsweise allerdings nicht mehr vorhanden. Damit CP Krenkler nicht umsonst gearbeitet hat und wir ihre redigieren Antworten mit Freude gelesen haben, hängen wir diese an. Aus Copyright Gründen, reduzieren wir die Fragen auf die relevanten Stichwörter.</span></p>
<h4>CP Krenkler im Interview</h4>
<p><strong>Heimweh / Sehnsucht, St. Pauli?</strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Manchmal habe ich tatsächlich Heimweh. Aber das hat auch etwas Schönes. Wenn das Gefühl hochkommt, weiß ich, dass ich in Hamburg immer noch zuhause bin.</em></span></p>
<p><strong>Wegen Corona in NYC fest gesessen oder aus Not Tugend? </strong></p>
<p><span style="color: #000000;"><em> Beides. Ich wollte vorigen März tatsächlich nur für sechs Wochen nach New York und dann sind vier Monate daraus geworden. Es war eine intensive Zeit. Das Massensterben hat mir emotional sehr zugesetzt. Innerhalb kürzester Zeit starben 300 Menschen pro Tag, dann waren es schon Tausend und dann brach das Bestattungswesen zusammen. Es ging für uns in den ersten Wochen knallhart darum, am Leben zu bleiben. Als ich wieder zurück in Hamburg war, habe ich mich verloren gefühlt, da niemand die Erfahrungen teilen konnte, die ich gemacht habe. Ich kam mir plötzlich oft fremd in meinem alten Zuhause vor.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Deshalb zurück nach NYC?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Auch. Aber in Wirklichkeit hatte ich keine Wahl. Mir war klar, dass Deutschland im Winter nicht so viel Glück haben wird wie im Frühjahr. Wäre ich nicht zurück nach New York geflogen, dieser Winter in Deutschland hätte definitiv meine wirtschaftliche Existenz zerstört. In diesem Sinne bin ich derzeit ein Wirtschaftsflüchtling. Ich bin solo-selbständige Künstlerin und bin nach fast einem Jahr Pandemie zu der traurigen Erkenntnis gekommen, dass wir vom deutschen Staat diskriminiert werden. </em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Meint?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Die Situation für Solo-Selbständige ist verflucht hart. Mir sind sind seit Beginn der Pandemie 34 926,- € Einnahmen weggebrochen, weil Kunden zahlungsunfähig geworden sind. Im Frühjahr habe ich 10.000 Euro Soforthilfe bekommen und hatte plötzlich die Zuversicht, dass der deutsche Staat für uns da sein wird. Pünktlich zum zweiten Lockdown kam die Rückzahlungsaufforderung. Die Soforthilfe war nun also plötzlich an Bedingungen geknüpft, die mir im Frühjahr so nicht bewusst gewesen sind. Ausgeben durfte ich die Soforthilfe beispielsweise einzig und allein für Betriebskosten. Nicht einmal für Geschäftskosten. Betriebskosten decken lediglich die monatlichen Ausgaben, wie beispielsweise Miete für Geschäftsräume. Da liegt auch das Missverständnis, ich habe nicht zwischen Betriebs- und Geschäftskosten unterschieden. Besonders bitter ist jedoch, dass uns Soloselbstständigen keine Cent für die Miete oder etwa die Krankenkasse zugestanden wird. Vor allem durfte ich nicht einen einzigen Cent für Essen ausgeben. Ein Angestellter darf von der Pandemiehilfe seine Miete bezahlen, er darf Essen kaufen, er darf sie sogar ungefragt und ohne sich rechtfertigen zu müssen ausgeben für was auch immer ihm der Sinn steht. Gleichzeitig pumpt der Staat bedingungslos Geld in die großen Konzerne. Es ist mir völlig bewusst, dass Deutschland die großen Firmen braucht. Natürlich muss der Staat die „retten.“ Aber ich frage mich, warum hier keine Bedingungen gestellt werden? Egal wie viel Gewinn die machen, die müssen nix zurück zahlen. Gar nichts. Außerdem hätten der Schutzschirm knallhart an Klimaziele gekoppelt werden müssen.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Was macht die Situation NYC leichter ?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Die New Yorker haben Eigenschaften, die den Umgang mit der Pandemie einfacher machen. Sie übernehmen wahnsinnig viel Eigenverantwortung und sind kulturell bedingt sehr viel achtsamer und höflicher im Umgang. Die Menschen helfen sich gegenseitig. Im amerikanischen gibt es zudem den Ausdruck: „Don´t think, act“, nicht lange denken, machen. Es ging bei uns am Anfang um das pure Überleben, da denkt man nicht, da handelt man. Also haben wir alles Erdenkliche getan, was uns auch nur möglicherweise schützen könnte. Wir haben nicht diskutiert, ob ein Mund- Nasenschutz nun hilft oder nicht. Den Luxus hatten wir nicht. Wir haben uns sofort ein Bandana umgewickelt. Ohne Handschuhe sind wir nicht mehr aus dem Haus, alles was in die Wohnung kam, wurde von uns an der Wohnungstüre desinfiziert.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Woher die Idee zwischen St. Pauli / NYC zu pendeln?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>(lacht) Eine Idee war es nicht, das Leben geht ja seine eigenen Wege. Ich hatte 2015 mein Diplom in der Tasche und wusste, es muss beruflich irgendwie weitergehen. Ich habe Rücklagen gespart und bin nach New York. Ich hatte gedacht, vielleicht schaffe ich es, ein paar Foto-Aufträge zu bekommen und mich einige Zeit durchzuschlagen. Alles kam anders und zwar viel größer und besser als ich es mir je getraut hätte zu träumen. Ich sagte, ich sei Fotografin, New York antwortete: „Du bist Künstlerin.“ Die Fotoaufträge, für die ich mich bewarb, bekam ich nicht, stattdessen kauften mir die Personen, die mich ursprünglich buchen wollten, Fotos in Form limitierter High End Prints ab. Plötzlich verdiente ich fast ausschließlich mit Kunst mein Geld und konnte davon leben. Seitdem finanziere ich mich über freie Kunstprojekte, sowie in New York als auch in Hamburg. </em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Warum Hamburg, nicht Berlin oder München?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Hamburg war tatsächlich Zufall, ich wollte ursprünglich nach Berlin. Ich war damals in Punkerkreisen unterwegs, die Stuttgarter Szene war mit der Berliner extrem gut vernetzt. Ich bin sieben, acht Jahre ständig in Berlin gewesen, hatte da viele Freunde. Mit 26, ich arbeitete damals schon als selbständige Fotografin in Stuttgart, kannte ich Berlin mindestens so gut wie Stuttgart und hatte das Bedürfnis nach etwas Neuem. Ich besuchte einen Freund in Hamburg und stellte fest, dass in genau den vier Tagen, für die ich meinen Flug gebucht hatte, die Mappenabgabe an der HFBK ausgeschrieben war. Es war das aller erste Mal Hamburg für mich. Ich habe also einen Stapel Abzüge in die Tasche geschmissen und auf dem Boden seines Wg-Zimmers eine Auswahl für die Bewerbungsmappe zusammengestellt. Abgegeben, Angenommen. Manchmal entwickeln Zufälle eine magische Kraft.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Vertrauen der Menschen / sehr private, intime Fotos?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Es ist wohl tatsächlich ein Talent von mir oder besser gesagt eine Gabe, dass mir Menschen schnell vertrauen, das war schon immer so. Mit zwanzig hat mich das oft irritiert, dass Leute mir oft sofort alles über sich erzählt haben. Bis mir klar wurde, dass sie das nur bei mir tun. Bei mir beichtet sogar der katholische Priester. Ernsthaft. Ich denke aber, dass es vor allem daran liegt, dass ich Vertrauen wahnsinnig ernst nehme und Menschen immer auf Augenhöhe begegne. Ich verurteile nie. Wenn etwas so eine tiefe Lebenseinstellung ist, spüren das die Menschen. Als ich mit der Polizei unterwegs war, hatten wir mal einen Einsatz wegen häuslicher Gewalt. Der Mann hatte seiner Frau Schläge angedroht, es stand Vergewaltigung im Raum. Ich hielt mich im Hintergrund. Irgendwann, als die Polizisten gerade abgelenkt waren, meinte die Frau: „Du darfst mich übrigens fotografieren.“ Ich habe in meinem Leben vieles erlebt und bewältigen müssen, wohl etwas mehr als der normale Mittelschichtsbürger mit einem glatten Lebenslauf. Das spüren die Menschen. </em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Sie kritisieren Entwicklung / St. Pauli. Was war früher (Frauenhandel, Gewalt, Kriminalität) besser als heute mit Theatern, Musikclubs, Restaurants?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Es ist ein Ausverkauf, der auf St. Pauli stattfindet. Mir geht es nicht darum, das Alte zu glorifizieren oder zurück zu holen. Es geht darum, dass St. Pauli durch seine Geschichte einzigartig ist. St. Pauli war immer ein Zufluchtstort für Menschen, die anders sind. Dadurch hat dieser Stadtteil diese unglaubliche Vielfalt bekommen. Durch die fragwürdige Mietenpolitik und die unangemessenen Gewerbemieten verschwindet diese Vielfalt immer mehr. Ich habe Angst, dass am Ende nur noch der Ballermann überleben wird. Mit Trash und billigem Alkohol lässt sich die meiste Kohle machen. Viele kleine Läden und besondere Läden sind in der Vergangenheit kaputtgegangen, wie zum Beispiel das „Home of Burlesque.“ Die Miete wurde innerhalb von drei Jahre von 1800,- auf 4000,- erhöht. Also mehr als verdoppelt. Die letzte Mieterhöhung wäre einfach nicht mehr zu erwirtschaften gewesen. Der Laden hatte ja nur 50qm. Je mehr dieser kleinen Läden zumachen müssen, umso mehr kippt die Stimmung auf St. Pauli. Die Entwicklung geht ja eben nicht in Richtung Theater, Restaurants und Kultur sondern in Richtung Komasaufen.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Manhattan / Brooklyn Vorbild für eine moderne Entwicklung durch Gentrifizierung? </strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Die New Yorker freuen sich nicht gerade über die Gentrifizierung. Beileibe nicht. Gentrifizierung bedeutet letztlich nichts anderes, als dass die Menschen, die den Mehrwert (bunter, attraktiver Stadtteil) schaffen für diesen auch noch zahlen müssen. Das ist doch absurd? In jedem Fall schreiend ungerecht. Aber so funktioniert Kapitalismus. Nicht der, der arbeitet macht Gewinn, sondern der, der das Kapital stellt. Nicht die Menschen, die den Stadtteil gestalten, sondern die, denen die Immobilien gehören, sahnen ab.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>leeres St.Pauli vs. leeres NYC&#8230;</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>Ich habe lange drüber nachgedacht, warum ich es nicht aushalten würde, St. Pauli im Lockdown zu sehen. St. Pauli ist mein Zuhause, meine Heimat, da bin ich emotional näher dran. Deshalb bricht es mir das Herz, St. Pauli sterben zu sehen und ich fürchte, genau das passiert gerade. Bei New York wusste ich von Anfang an, dass New York das schaffen und wieder aufstehen wird. Dieses Urvertrauen, fehlt mir in Bezug auf St. Pauli. St. Pauli ist kleiner, verletzlicher. Ich weiß nicht, wie St. Pauli aus der Pandemie rauskommen wird. New York konnte ich außerdem fotografieren, weil diese wundervolle Stadt, selbst wenn sie am Boden liegt, noch diesen Stolz und diese Stärke ausstrahlt. New York hat eine Erhabenheit, die es selbst in der schlimmsten Katastrophe nicht verliert.</em></span></p>
<h4><span style="color: #000000;">CP KRENKLER PERSÖNLICH</span></h4>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Burger vs. Fischbrötchen</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230;selbstverständlich die Fischbrötchen! Am liebsten mag ich Matjes mit Zwiebeln. Unverfälscht, also nicht frittiert und in Mayo ertränkt.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Wenn ich nicht fotografiere&#8230;.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230;dann schreibe ich. Ich schreibe viel. Zu fast jedem Projekt existieren Texte und Essays. Ich sage immer, dass ich mit Bildern zeige, was sich nicht in Worten ausdrücken lässt und mit Worten beschreibe, was die Kamera nie festhalten könnte.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Zeit für Hobbys&#8230;</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230; Hobby ist ein fürchterliches Wort (lacht), ich habe nur Leidenschaften: Fotografieren, Kunst und Punk-Rock.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Freundschaft bedeutet mir&#8230;.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230;wahnsinnig viel. Wenn ich jemanden in mein Herz geschlossen habe, behalte ich ihn dort. Meine Freunde müssen nicht perfekt, aber ehrlich mit mir sein.</em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Mein Lieblingsplatz in Hamburg ist&#8230;.</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230;Planten und Bloomen. </em></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Mein Lieblingsplatz in New York.…</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em>&#8230;ist mein Fahrrad. Es gibt keinen Ort in New York, an den es mich noch nicht gebracht hätte. </em></span></p>
<h4><span style="color: #000000;">Weitere Informationen</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Titelbild:  </span>„Esso-Haus“ – St.Pauli – by CP Krenkler</p>
<p><span style="color: #000000;">Mehr über CP Krenkler: <a style="color: #000000;" href="https://krenkler.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://krenkler.eu/</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Limitierte Fine Art Prints der Künstlerin bei uns im Shop: <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/produkt/lockdown-in-new-york-pandemic-city-by-cp-krenkler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lockdown in New York &amp; Pandemic City</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unsere aktuelle digitale Ausstellung: <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/news/digitale-ausstellung-julien-b-die-sonne-scheint-fuer-alle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Die Sonne scheint für Alle“ von Julien Bouzoubaa</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Unsere Interviews finden Sie hier: <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a style="color: #000000;" href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></span></p>
<p><span style="color: #000000;">ARTTRADO und unsere Arbeit unterstützen:</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>CP Krenkler: Künstler sollten ihre Interviews gegenlesen!</title>
		<link>https://arttrado.de/news/cp-krenkler-kuenstler-sollten-ihre-interviews-gegenlesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 16:47:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[new york]]></category>
		<category><![CDATA[cp. krenkler]]></category>
		<category><![CDATA[fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Art]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=9148</guid>

					<description><![CDATA[CP Krenkler: Künstler sollten ihre Interviews gegenlesen! In unserer Serie &#8222;Wie man nicht mit Künstlern umgehen sollte&#8230;&#8220; veröffentlichen wir Erfahrungsberichte <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/cp-krenkler-kuenstler-sollten-ihre-interviews-gegenlesen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>CP Krenkler: Künstler sollten ihre Interviews gegenlesen!</h3>
<p>In unserer Serie &#8222;Wie man nicht mit Künstlern umgehen sollte&#8230;&#8220; veröffentlichen wir Erfahrungsberichte von Künstlern. Zuletzt ging es um den Berliner <a href="https://arttrado.de/news/wie-man-nicht-mit-kuenstlern-umgehen-sollte/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Künstler Albrecht, der uns einen Einblick in seine (schlechte) Erfahrung mit einer online-Galerie gewährte. </a>Heute geht es um das Thema Interviews und der Umgang mit Medien, folgendes ist passiert:</p>
<p>Die Fotokünstlerin CP Krenkler bekam eine Interviewanfrage für ein Interview von einem größeren Norddeutschen Medienkonzern, der diverse Print-Magazine und Zeitungen veröffentlicht. Angefragt wurde ein Interview im direkten Gespräch, welches anschließend als Text gedruckt werden sollte. Eigentlich eine schöne Nachricht, denn natürlich freuen sich Künstler, wenn Medienhäuser Interesse an ihrer Arbeit zeigen. Das Medien es aber nicht immer gut mit den Interviewpartnern meinen, zeigt das folgende Beispiel von CP Krenkler.</p>
<p>Uns geht es nicht darum Journalisten an den Pranger zu stellen, aus diesem Grund zensieren wir den Namen des Journalisten und alle Details, die Hinweise darauf geben könnten. Die verschriftlichte Originalfassung des Interviews, welches in erheblichen Maße die Antworten der Künstlerin CP Krenkler verfälscht, sowie die korrigierte Version von CP Krenkler liegt uns vor. Das geplante Interview wurde nie veröffentlicht – da der Journalist sich weigerte, seine fehlerhafte Wiedergabe der Antworten zu korrigieren. Was unter anderem bedeutet, dass er für die Künstlerin nutzlos ihre Kapazitäten beansprucht bzw. verbrannt hat. Zeit, die CP Krenkler lieber dazu genutzt hätte, produktiv an ihren Projekten weiter zu arbeiten.</p>
<p>Es befanden sich in der vom Journalisten geplanten Endfassung des Interviews Worte und Aussagen, die die Künstlerin nicht getroffen haben will. Die Künstlerin forderte zeitnah die original Tonaufnahmen des Interviews per E-Mail an und setzte uns ins Blindcopy; der Journalist antwortete, dass diese auf Grund der Speicherkapazitäten auf seinem Arbeitsgerät bereits gelöscht wären, es ist uns also nicht möglich dies genau zu kontrollieren.</p>
<p>Die Künstlerin räumt ebenfalls ein, das sie im Zeitraum des Interviews stressbedingt und gesundheitlich an ihren Grenzen gewesen ist und es durchaus möglich sein kann, dass sie sich missverständlich ausgedrückt hatte. Sie aber aufgrund dieser Umstände auch nur zugesagt hatte, da ihr garantiert worden ist, dass Interview Korrektur lesen zu können.</p>
<p>Wir halten die Künstlerin für glaubwürdig. Sie wird durchaus in der Lage dazu sein, ihre eigene Wortwahl zu erkennen. Wer, wenn nicht sie, weiß besser, wie sie sich nie ausdrücken würde. Es befanden sich Formulierungen in dem Interview, die sie niemals treffen würde. Ein weiterer Grund dafür, das Interview nicht mehr zu veröffentlichen, ist unter anderem die Tatsache, dass die Künstlerin nicht von Anfang an wusste, dass das Interview auf eine bestimmte Anzahl von Worten bzw. Zeichen begrenzt ist und ihre Korrektur nicht mehr der geforderten Anzahl an Zeichen entsprach, was jedoch leicht hätte gekürzt werden können. Der Künstlerin CP Krenkler ging es nur um eine authentische Wiedergabe ihrer Worte, die Länge spielte für sie keine Rolle.</p>
<h4>unveröffentlichtes Interview mit CP Krenkler</h4>
<p>Im Interview wollte der Journalist private Details (Gesundheit, Familie,) über die Künstlerin veröffentlichen und reagierte aggressiv als CP Krenkler diese Informationen nicht veröffentlicht haben wollte. Diese Stellen können wir, um die Künstlerin zu schützen, nicht vergleichen bzw. veröffentlichen. Wir haben drei Beispiele, herausgesucht, die ungemein aussagekräftig sind für die Arbeitsweise des Journalisten. Diese haben wir aus dem Email Verkehr der beiden entnommen. Die Fett-markierten Sätze werden zu 100% nicht von der Künstlerin stammen. In Rote ihre Anmerkung dazu. Kursiv die Wiedergabe des Journalisten.</p>
<p>Frage des Journalisten: Sind Manhattan oder Brooklyn nicht geradezu ein Vorbild für eine moderne Entwicklung? So viel Musik und Kultur, Gastronomie und Unterhaltung wie zur Zeit, gab es auf St. Pauli doch nie?</p>
<p>Antwort: <strong>Gentrifizierung findet weltweit statt und muss nicht immer automatisch schlecht sein.</strong><span style="color: #ff0000;"> (DOCH!!!! IMMER UND AUTOMATISCH)</span> <em>Ein Kernproblem auf St. Pauli ist, das die Menschen, die Werte schaffen und einen Stadtteil interessant machen, nicht diejenigen sind, die auch an den steigenden Werten verdienen. Das sind die Immobilienbesitzer, die aber nichts dafür getan haben. Die anderen müssen dafür zahlen und im schlimmsten Fall sogar gehen. Das ist doch absurd.</em></p>
<p>Mit dem ersten Satz lässt der Journalist den Leser glauben, CP Krenkler würde Gentrifizierung in New York gut finden. Seit Jahren thematisiert CP-Krenkler Gentrifizierung als Missstand in ihren Arbeiten. Gentrifizierung ist sogar seit fast zehn Jahren bereits das Kernthema ihrer Arbeit. Es stellt sich die Frage, warum dem Journalisten ein derartiges Basiswissen entgeht.</p>
<p>Auf die Frage warum CP Krenkler sich vom Staat als Solo-Selbstständig diskriminiert fühlt, schrieb der Journalist in CP Krenklers Antwort, sie hätte keine Geschäftskosten. Wir wundern uns doch sehr, wie ein angeblich etablierter Journalist zu der Annahme kommt, dass Selbstständige keine Geschäftskosten haben.</p>
<p><em>Die Situation als Solo-Selbständige ist echt hart. Am Anfang hatte ich 10.000 Euro als Soforthilfe bekommen, das hat mir ein Stück Grundsicherheit und Urvertrauen in den Staat gegeben.</em> <strong>Pünktlich zum zweiten Lockdown kam die Rückzahlungsaufforderung, weil das Geld an Bedingungen geknüpft war, die ich gar nicht erfüllen kann </strong><span style="color: #ff0000;">(Habe ich so nicht gesagt, die Bedingungen wurden nicht verständlich genug transportiert, das habe ich kritisiert).</span> <strong>Denn Selbständige bekommen Soforthilfe nur für Geschäftskosten, ich hatte ja aber keine Geschäftskosten als Solo-Selbständige</strong> <span style="color: #ff0000;">(Natürlich habe ich Geschäftskosten wie jeder Selbstständige, sehr hohe sogar).</span> <strong>Gleichzeitig habe ich das Gefühl,</strong> <em>wir pumpen bedingungslos Geld in den Schutzschirm für große Konzerne. Ich habe sogar Verständnis dafür, wegen der Arbeitsplätze, aber warum knüpfen wir die Hilfen nicht auch an Bedingungen, zum Beispiel an knallharte Klimaziele? Ich bekomme als Solo-Selbständige nicht mal wie Angestellte Kurzarbeitergeld</em><span style="color: #ff0000;"> (Natürlich bekomme ich kein Kurzarbeitergeld, Kurzarbeitergeld ist für Angestellte, das habe ich niemals so formuliert. Was ich Ihnen versucht habe zu erklären, ist, dass der Staat den Solo Selbstständigen hätte zugestehen müssen, zumindest einen Teil für Essen und Miete ausgeben zu dürfen).</span>“</p>
<p>Ebenso legte der Journalist in Bezug auf den Stadtteil St. Pauli eine völlig falsche Aussage in den Mund.</p>
<p><em>…Ich kenne viele Hamburger, die deshalb schon gar nicht mehr auf den Kiez gehen. St. Pauli wird zu einer völligen Parallelwelt</em> <span style="color: #ff0000;">(VÖLLIG FALSCH, ich habe gesagt, die Einsätze der Davidwache finden INNERHALB St. Paulis meist in einer Parallelwelt statt, nämlich der der betrunkenen Touristen).</span></p>
<p>Selbst im einleitenden Text, der an sich sehr schön formuliert ist, befinden sich eklatante journalistische Fehler. Der Journalist gab an, 40 Jahre lang für eines der zwei größten deutsche Nachrichtenmagazine gearbeitet zu haben und wir fragen uns, angesichts dieser offensichtlich nicht einmal im Ansatz getätigten Recherche, welche Position dieser Journalist in dem bekannten Nachrichtenmagazin tatsächlich hatte. In Rot CP Krenklers Anmerkungen.</p>
<p><span style="font-family: arial, sans-serif;"><em>Sie interessiert sich ganz besonders für Menschen und Subkulturen</em> <span style="color: #ff0000;">(stimmt nicht, „Subkulturen“ sind nicht mein Schwerpunkt, aber ja das Thema meiner Arbeit ist <span lang="de-DE">immer</span> der Mensch und seine Umgebung)</span>. <em>CP Krenkler fotografierte Punks und die zwangsgeräumten Bewohner der ESSO-Hochhäuser auf St. Pauli</em> <span style="color: #ff0000;">(ich habe die Bewohner der Esso-Häuser in ihren Wohnungstüren portraitiert, bevor eine Zwangsräumung überhaupt auch nur zu <span lang="de-DE">absehbar</span> gewesen ist. Korrekt sind es also nicht die „zwangsgeräumten“ Bewohner gewesen, sondern die <span lang="de-DE">Menschen, die in dem Haus lebten</span>)</span>. <em>Sie porträtierte Gäste des „Elbschlosskeller“ auf dem Kiez, der 24 Stunden am Tag geöffnet ist und gern als „härteste Kneipe“ des Landes bezeichnet wird</em> <span style="color: #ff0000;">(ich habe sie nicht portraitiert, sondern eine dokumentarische Fotoarbeit gemacht. Ein Portrait ist in der Regel ein <span lang="de-DE">geplantes</span> Shooting, bei dem im Vorfeld mit dem Portraitierten die Ideen für die Umsetzung besprochen werden)</span>. <em>Zuletzt begleitete sie zwei Jahre lang Polizisten der Davidwache auf Streife und stellte ihre Impressionen im „Museum für Arbeit“ aus. Die Fotografin, die von Freunden seit ewigen Jahren „Paul“ gerufen wird, ist in Stuttgart geboren und in der Auto-Stadt Sindelfingen aufgewachsen. </em></span><em><span style="font-family: Arial, serif;">2007 kam sie nach Hamburg und machte ihr Diplom an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK). </span><span style="font-family: Arial, serif;">Ihre Diplomarbeit “Buy, buy – St. Pauli”, für die sie die Note „sehr gut“ erhielt, ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ausverkauf ihres Heimat Stadtteils.</span><span style="font-family: Times, serif;"> </span></em><span style="font-family: Arial, serif;"><em>Inzwischen teilt sie ihr Leben zwischen Hamburg-St.Pauli und New York City auf. Dort wohnte sie fünf Jahre in einer Künstler-WG in Williamsburg mit ihrer Freundin, derzeit hat sie eine Bleibe in Bed-Stuy im Norden von Brooklyn. Corona hat ihre beruflichen Planungen in Hamburg ziemlich durcheinander gebracht. Aber noch in diesem Jahr, so hofft sie, wird ihr Bildband über das Leben im Elbschlosskeller auf den Markt kommen</em> </span><span style="color: #ff0000;"><span style="font-family: Arial, serif;">(Ich habe nie von einem Bildband über den Elbschlosskeller gesprochen, geplant ist ein Bildband über die Esso-Häuser, deren B</span><span style="font-family: Arial, serif;"><span lang="de-DE">ewohner</span></span><span style="font-family: Arial, serif;">, deren Kampf um den Erhalt und meine Kiez-Portrait Serie</span><span style="font-family: Arial, serif;">.</span><span style="font-family: Arial, serif;">)</span></span></p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Es kam nicht zu einer Veröffentlichung und somit gab es keinen im ersten Moment ersichtlichen Schaden. Jedoch ist die Tatsachen, dass der Journalist von der Künstlerin CP Krenkler unnötig mehrere Tage beansprucht hat, Schaden genug. Gerade in Zeiten der Pandemie, sind Kapazitäten, wie Arbeitszeit ein hohes Gut, da vor allem Künstler und Künstlerinnen durch den Lockdown in eine existentiell mehr als schwierigen Lage geraten sind und ihre Kraft und Zeit dafür benötigen, ihre Existenz zu retten.</p>
<p>Noch viel größer wäre der Schaden jedoch gewesen, hätte die Künstlerin nicht zur Bedingung gemacht hat, dass das Interview nur von ihr autorisiert werden veröffentlicht werden darf. Viele Künstler vergessen dies leider und geben den Medien damit mehr Handlungsfreiheit als nötig. Immer wieder melden sich Künstler bei uns, deren Vertrauen missbraucht wurde. Dies ist der erste uns bekannte Fall, bei dem ein Künstlerin nicht die Kontrolle abgegeben hat, dem offensichtlich auf sie ausgeübten Druck nicht nachgegeben hat und gesagt hat, in meinen Worten oder gar nicht. Die meisten Künstler beugen sich der „Macht“ der Medien und gehen zu viele Kompromisse ein, freiwillig oder unfreiwillig, aber den am Ende hat der Künstler das Nachsehen und der unfaire Umgang wird immer mehr „normalisiert“.</p>
<p>Jeder Mensch sollte das Recht haben Nein! zu sagen. Hätte der Journalist ernsthafte Interesse daran gehabt, einen authentisches Interview mit CP Krenkler zu machen, wäre er auf CP Krenkler ihre Vorschläge zur Lösung des Konfliktes eingegangen. Das „Nein“ des Journalisten ist in unseren Augen ein falscher Ansatz, mit Kritik umzugehen und dient allein dem Journalisten dazu, sich über die Künstlerin zu stellen. Zusammenarbeit auf Augenhöhe sieht anders aus.</p>
<p>Wir sind den gesamten E-Mail Verkehr des Journalisten mit CP Krenkler durchgegangen. Eine Stelle darin schockierte uns besonders. Der Journalist, der immer wieder auf seine (in seinen Augen) erfolgreichen Karriere verwies, verglich CP Krenkler mit &#8222;Despoten.&#8220; Selbst Despoten seien leichter im Umgang als CP Krenkler gewesen. Es fiel uns schwer beim lesen nicht in lautes Lachen auszubrechen. Wir kennen und verfolgen CP Krenklers Karriere seit vielen Jahren und freuen uns immer wieder über den unkomplizierten Umgang mit ihr. In unseren Interviews mit ihr, ist sie immer sehr fokussiert und professionell. Was uns allerdings traurig stimmt, ist, dass CP Krenkler sagte, es sei keine Seltenheit in ihrem Beruf, dass Männer sich derart überheblich verhalten. CP Krenkler hat aus der Sache gelernt und uns einen Rat für alle Künstlerinnen mit gegeben, die noch am Anfang stehen: &#8222;Spricht der Journalist zu lange über seine Karriere, sofort die Interviewanfrage ablehnen! Dann ist es ein Mansplainer* und er hat kein echtes Interesse. Nur er selbst ist wichtig. Oder zumindest für alles gewappnet sein und so selbstbewusst und entschlossen wie möglich aufzutreten. &#8220;</p>
<p>Eine geregelte Absprache und deren Einhaltung beider Parteien hätte mit Sicherheit ein schönes Interview ergeben. So bleibt leider nur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Ob die Original-Tonspuren wirklich gelöscht wurden, wagen wir zu bezweifeln. Künstler sind auf der sicheren Seite, wenn Sie schon gleich eingangs festlegen, dass ihnen per se eine Kopie der originalen Aufnahmen ausgehändigt wird.</p>
<p>Wir von Arttrado möchten Künstlern und Künstlerinnen dringend ans Herz legen: &#8222;Gebt nie die Kontrolle über euer Wort ab! Besteht darauf, dass Interviews oder den Artikel vor der Veröffentlichung lesen zu können.&#8220; Sich im nachhinein über ein falsch veröffentlichtes Interview zu beschweren und die Folgen zu beheben, ist deutlich Zeit- und Kostspieliger als es vor einer Veröffentlichung gegenzulesen und der Schaden nur noch schwer zu kitten. Was erstmal in der Welt ist, ist in der Welt.</p>
<p>Wenn der ein oder andere Künstler aus dieser Erfahrung noch etwas lernen kann, war der Stress für die Hamburger Fotokünstlerin wenigstens nicht umsonst.</p>
<p>Wir bedanken uns zudem bei der Künstlerin CP Krenkler für ihren Mut, das vorgefallene öffentlich zu machen.</p>
<p>Wer nun neugierig ist, hier das Interview welches CP Krenkler in ihre eigenen Worte gefasst hat und welches nie veröffentlicht wurde. Aus rechtlichen Gründen wurden die Fragen in Stichworten wiedergegeben oder geringfügig im Wortlaut verändert.. Wir finden, sowohl der Journalist als auch die große Norddeutsche Zeitung haben eine Chance verpasst.</p>
<p>Zum &#8222;<a href="https://arttrado.de/news/unveroeffentlichtes-interview-von-cp-krenkler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unveröffentlichten&#8220; Interview </a></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild:  Lockdown in New York „Pandemic City“ by CP Krenkler</p>
<p>Mehr über CP Krenkler: <a href="https://krenkler.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://krenkler.eu/</a></p>
<p>Limitierte Werke der Künstlerin bei uns im Shop: <a href="https://arttrado.de/produkt/grand-central-station-pandemic-city-by-cp-krenkler/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grand Central Station &#8211; Pandemic City by CP Krenkler</a></p>
<p>Unsere aktuelle digitale Ausstellung: <a href="https://arttrado.de/news/digitale-ausstellung-julien-b-die-sonne-scheint-fuer-alle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Die Sonne scheint für Alle“ von Julien Bouzoubaa</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hamburg Blue Vodka &#8211; Die Kunst hinter der blauen Blume</title>
		<link>https://arttrado.de/news/hamburg-blue-vodka-die-kunst-hinter-der-blauen-blume/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2020 17:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Kulinarik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Art]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg Blue]]></category>
		<category><![CDATA[blaue Blume]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Hamburg Blue Vodka &#8211; Die Kunst hinter der blauen Blume&#8230; Nachdem wir zuletzt auf den Cremant der Affenfaust Galerie aufmerksam <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/hamburg-blue-vodka-die-kunst-hinter-der-blauen-blume/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hamburg Blue Vodka &#8211; Die Kunst hinter der blauen Blume&#8230;</h3>
<p>Nachdem wir zuletzt auf den <a href="https://arttrado.de/news/kunst-oder-cremant-affenfaust-cremant/">Cremant der Affenfaust Galerie</a> aufmerksam gemacht haben ist uns nun ein neues künstlerisch gestaltetes Getränk aus dem Hamburger Raum ins Auge gefallen, was wir euch nicht vorenthalten möchten. Kunst und Wein gehören wohl unumstritten zusammen. Der Hamburger Blue Wodka gehört zwar zu einem härteren Kaliber aber ist im Geschmack mild und fast schon soft. Das Logo springt ins Auge. Zwischen anderen, älteren und selbst bekannteren Marken sticht es heraus. Es wirkt jung und fröhlich, durch seine Einfarbigkeit aber nicht kitschig oder verspielt &#8211; schließlich handelt es sich auch hier um ein Getränk für Erwachsene. Wir haben für euch das Gespräch mit dem Künstler  hinter der blauen Blume gesucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Hakan Özgür im Kurzinterview:</h4>
<p><strong>Moin Moin, erstmal wie ist das Logo entstanden, evtl. erzählst du kurz den Ablauf von Idee bis zur Umsetzung</strong>.</p>
<p>Angefangen hat alles mit Can’s Idee, einen eigenen Vodka herzustellen und den Hamburg Blue zu nennen. Die erste Hürde war, das ganze Markenrechtlich schützen zu lassen. Nach 2 beschwerlichen Jahren war die Marke eingetragen und uns war klar, das ist jetzt schon was Besonderes.</p>
<p><strong>Wann wusstet ihr das dass Logo und Design  &#8222;fertig&#8220; bzw. das es das richtige ist?</strong></p>
<p>Erste Designentscheidungen, wie z.B. Flaschenform, Korkenfarbe oder Schriftzug wurden von Anfang an immer nur dann getroffen,  wenn es sich bei uns beiden gut anfühlt. Denn, wenn der eine den anderen überzeugen muss, war es nicht gut genug.<br />
Und so formte sich alles Schritt für Schritt.</p>
<p>Doch irgendetwas fehlte noch.</p>
<p>Ich fühlte in das hinein, was wir eigentlich alle wollen. Lebensfreude, Wahrhaftigkeit und viel Herz. Aus diesen Emotionen heraus, entstand mit einem Pinsel und blauem Acryl die Blume auf der Flasche und es fühlte sich gut an. Nachdem auch Can, mir das begeistert bestätigte, war es für uns klar. Das ist es !<br />
Nach einpaar Feinheiten konnten wir es selber nicht fassen und haben uns in die Flasche schockverliebt.</p>
<p><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37.png"><img decoding="async" class="alignleft wp-image-6081 size-large" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-1024x651.png" alt="" width="1024" height="651" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-1024x651.png 1024w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-300x191.png 300w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-768x488.png 768w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-50x32.png 50w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-800x509.png 800w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/07/Screenshot-2020-07-06-19.40.37-600x381.png 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p><strong>Könntet ihr euch vorstellen mit Galerien und Künstlern zusammenzuarbeiten und zum Beispiel  mal eine Special Edition rauszubringen? Oder seht ihr euch als Partner bei einer Ausstellung?</strong></p>
<p>Kunst ist ein großer Bestandteil meines Lebens und das legt Nahe, dass Hamburg Blue der Kunst immer verbunden bleiben wird und für alles schöne offen ist. Eine Special Edition mit anderen Künstler ist eine gute Idee über deren Umsetzung wir nachdenken.</p>
<p><strong>Viele Unternehmen greifen heutzutage auf Logos und Designs zurück die ausschließlich Computer animiert sind &#8211; ich persönlich finde es sehr ansprechend wenn Unternehmen Künstler hinzuziehen. Beide Seiten profitieren in meinen Augen von diesem Austausch. Deshalb hoffe ich das dass keine einmalige Sache war und sollten Getränke folgen, ihr hoffentlich den Weg weitergeht.</strong></p>
<p>Das werden wir.</p>
<p><strong>Was unterscheidet euch eurer Meinung nach von anderen Designs/Logos/Ideen?</strong></p>
<p>Uns unterscheidet, dass in allem was Hamburg Blue verkörpert, vom Namen bis zum Geschmack, vom Gesamtdesign bis zu den Fotos,  alles in aller erster Linie stimmig und rund ist.</p>
<p><strong>Spagat zwischen Design und Kunst, ich persönlich finde euch ist es gut gelungen ein Logo zu entwerfen was seriös doch ansprechend zu gleich ist, farbig aber nicht aufdringlich &#8211; würdest du mit deinem Talent  auch anderen Unternehmen unter die Arme greifen?</strong></p>
<p>Vielen Dank für die Blumen.<br />
Hamburg Blue ist zu unserem Lebensprojekt geworden, dem wir 100% Herz widmen.<br />
Deshalb kann ich anderen Unternehmen nicht unter die Arme greifen.</p>
<p><strong>Hast du Lust euer Logo auf Leinwand zu malen, oder existiert es evtl schon auf Leinwand? Gerne könnt ihr uns das stiften &#8211; in 5 Jahren versteigern wir es evtl. für den guten Zweck.</strong></p>
<p>Das Logo auf eine Leinwand zu malen, würde den Zauber der Flasche nehmen. Es ist auf der Flasche entstanden und dort sollte es bleiben. Gerne stifte ich eines meiner Bilder für einen Guten Zweck Deiner Wahl.</p>
<p><strong>Vielen Dank Hakan für deine Mühe und ich hoffe das wir uns bald noch auf der ein oder anderen Ausstellung von dir begegnen. Für die Zukunft aufjeden Fall alles Gute!</strong></p>
<p>Herzlichen Dank für deine tollen Fragen und dein Interesse an uns.</p>
<h4>Weitere Informationen.</h4>
<p>Wer mehr über den Künstler Hakan erfahren möchte kann das auf seiner Website. <a href="http://Www.artkingdom.de">www.artkingdom.de</a></p>
<p>Auf Social Media, Instagram gibt es ebenfalls schöne Einblicke in seine Arbeiten. @h.freeman_</p>
<p>Mehr über den Hamburg Blue Vodka erfährt ihr hier: <a href="http://Www.hamburgblue.de">www.hamburgblue.de</a></p>
<p>Wer grade im östlichen Teil Deutschlands unterwegs ist sollte einen kleinen Stop in Dresden einlegen, den da ist eine kleine Dauerausstellung  in der Ballsport Arena in Dresden, bei dessen Verkäufen,<br />
90% dem Förderkreis Kinderdialyse Leipzig e.V. zu Gute kommen.</p>
<p>Über weitere von uns ausgewählte Ausstellung und Veranstaltungen informieren wir euch unter <a href="https://arttrado.de/events/">&gt;Events&lt;</a></p>
<p>Anbei möchten wir darauf hinweisen das alle Artikel von Arttrado aus Überzeugung entstehen und keine Berichterstattung bei uns erkauft wird. Wir wünschen dem Team hinter Hamburg Blue alles Gute und würden uns freuen wenn andere Marken, egal aus welcher Branche mehr mit Künstlern zusammenarbeiten würden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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