<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kunstfälscher Archive - Arttrado.de</title>
	<atom:link href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstfaelscher/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstfaelscher/</link>
	<description>No earth without art</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 Apr 2026 13:54:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/10/cropped-favicon-32x32.gif</url>
	<title>Kunstfälscher Archive - Arttrado.de</title>
	<link>https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstfaelscher/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>KUNST CRIME: Kunst und Verbrechen &#8211; Podcast von Johann König</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-crime-kunst-und-verbrechen-podcast-von-johann-koenig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 09:28:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verlorene und wiederentdeckte Kunstwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Verbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Johann König]]></category>
		<category><![CDATA[Königgalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Podimo]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Crime]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=7699</guid>

					<description><![CDATA[KUNST CRIME: Kunst und Verbrechen &#8211; Podcast von Johann König Am 12. März erscheint die 10-teilige Serie „KUNST CRIME“. Hier <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-crime-kunst-und-verbrechen-podcast-von-johann-koenig/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>KUNST CRIME: Kunst und Verbrechen &#8211; Podcast von Johann König</h3>
<p>Am 12. März erscheint die 10-teilige Serie „KUNST CRIME“. Hier bespricht der bekannte &#8222;blinde Galerist“ Johann König in jeder Folge mit einem hochkarätigen Gast ein bekanntes Kunstverbrechen. König ist es ein persönliches Anliegen auch in der Pandemie einem breiten Publikum den Zugang zur Kunst zu ermöglichen, weswegen er sich nach dem großen Erfolg seines ersten Podcasts („Was mit Kunst“) nun für ein weiteres Format entschieden hat. Kunst Crime verspricht dank der ungewöhnlichen Kombination der Genre Kunst und True Crime nie dagewesene Einblicke in die spektakulären Verbrechen direkt aus der Szene.</p>
<h4>Bereits der zweite Podcast von vielleicht Deutschlands bekanntesten Galeristen</h4>
<p>Diesmal erweckt er in 10 Folgen die berühmtesten Kunst-Verbrechen für seine Hörer*innen zum Leben. Dem Diebstahl der Mona Lisa geht er ebenso nach wie dem Juwelenraub im Grünen Gewölbe in Dresden. Der  berüchtigtste deutsche Fälscher <a href="https://arttrado.de/news/faelscher-die-die-welt-bewegten-2-wolfgang-beltracchi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolfgang Beltracchi</a> wird auch in einer Folge thematisiert. Sein Podcast-Debüt feierte Johann König im Oktober 2020 mit “Was mit Kunst”. Damit gelang ihm direkt der Einstieg in die Apple Podcast Charts.</p>
<p>“Für mich ist ‘Kunst Crime’ eine weitere Möglichkeit, auch in der Pandemie einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zur Kunst zu ermöglichen und sie für Künstler*innen, ihre Werke und deren Hintergrundgeschichten zu begeistern” &#8211; so König.</p>
<p>Die Verbindung der Kunst-Szene mit knallharten Verbrechen verspricht spannende Einblicke. Die 10-teilige Podcast-Serie startet mit einer Folge über den Top-Fälscher Wolfgang Beltracchi, der heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern Deutschlands zählt. Kriminalhauptkommissar René Allonge, der Beltracchi 2010 überführte und ihn für Jahre hinter Gitter schickte, zeichnet im Gespräch mit König den Fall nach.</p>
<p>Weitere Interview-Gäste in der Podcast-Serie sind unter anderem Ex-Kunsthändler und Millionenbetrüger Helge Achenbach und Kunsthistorikerin Susanna Partsch.</p>
<h4>In Zusammenarbeit mit Podimo</h4>
<p>Die Podcast-App Podimo startete 2019 in Deutschland. Die Mission: Inhalte produzieren, die Menschen herausfordern und gleichzeitig begeistern. Podimo regt  dazu an, nach dem Hören eines Podcasts ein Stückchen besser zu sein. Sei es ein besseres Weltverständnis zu haben, eine fundiertere Meinung zu bilden, oder etwas komplett Neues zu lernen. Für Podcaster*innen bietet Podimo ein attraktives Monetarisierungs-Modell und möchte ein Ökosystem für bekannte und unbekannte Podcaster schaffen.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über die König Galerie: <a href="https://www.koeniggalerie.com/">www.koeniggalerie.com</a></p>
<p>Johann König auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/johann.koenig/">@johann.koenig</a></p>
<p>Zum Podcast: <a href="http://www.podimo.de/kunstcrime" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.podimo.de/kunstcrime</a></p>
<p>Kunst und Verbrechen &#8211; Buchtipp zum Thema: <a href="https://arttrado.de/news/buchempfehlung-kunst-verbrechen-stefan-koldehoff-tobias-timm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunst &amp;Verbrechen Stefan Koldehoff &amp; Tobias Timm</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO  unterstützen möchten, können Sie das über PayPal.</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico</title>
		<link>https://arttrado.de/news/faelscher-und-ihre-folgen-der-fall-giorgio-de-chirico/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 13:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[de Pisis]]></category>
		<category><![CDATA[rosai]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Fontana]]></category>
		<category><![CDATA[fälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[picasso]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgio de Chirico]]></category>
		<category><![CDATA[Matisse]]></category>
		<category><![CDATA[Chagall]]></category>
		<category><![CDATA[Morandi]]></category>
		<category><![CDATA[Art]]></category>
		<category><![CDATA[Carrá]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=4768</guid>

					<description><![CDATA[Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico Wer sich mit Kunstfälschungen des letzten Jahrhunderts auseinander setzt, kommt <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/faelscher-und-ihre-folgen-der-fall-giorgio-de-chirico/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico</h2>
<p>Wer sich mit Kunstfälschungen des letzten Jahrhunderts auseinander setzt, kommt wohl nicht an dem Namen Girgio de Chirico vorbei. Einer der bedeutensten Maler des letzten Jahrhunderts. Meistens aber ist der Anlaß der Publicity de Chiricos ein eher unerquicklicher. Es sind weniger die Bilder des &#8222;maestro&#8220; wie man ihn in Italien respektvoll nennt, die im Gespräch sind als vielmehr die Fälschungen. Lange Jahre zweifelte man daran, ob der alternde Künstler bei diesen Machenschaften nicht auch selbst seine Hand im Spiel hatte, um so für seine Erinnerung vorzusorgen. Seit 1977 sind keine Zweifel mehr möglich, wie es sich wirklich verhält; eine eigens gegen das Überhandnehmen der Bildfälschung in Italien geschaffene Spezialeinheit der Carabinieri hat in Florenz und Mailand in energischem Zugriff den &#8222;raffiniertesten Fälscherring aller Zeiten&#8220; ausgehoben.</p>
<h3>Der meist gefälschte Künstler des Jahrhunderts</h3>
<p>Was hat nun ausgerechnet Giorgio de Chirico zum Opfer so vieler und so systematischer Fälschungen gemacht? Die Antwort des Künstler, so knapp wie richtig: &#8222;Weil man sie gut verkaufen kann&#8220;. Aber dies ist nur einer von mehrern Gründen, denn auch ein Picasso, ein Matisse oder ein Chagall sind &#8222;gut zu verkaufen&#8220;. Und schließlich wurden auch Morandi, Carrá, Casorati, de Pisis, Rosai und Fontana en masse gefälscht. Also welche weiteren Umstände mußten hinzukommen, um so eine Vielzahl von Fälschern auf seine Spur zu locken.</p>
<h3>Warum de Chirico das Opfer wurde</h3>
<p>Als erstes: de Chirico &#8211; oder wenigstens ide zehn oder zwölf beliebtesten Sujets aus seiner Epoche der &#8222;pittura metafisica&#8220; &#8211; waren nicht nur einfach zu verkaufen, sondern auch einfach zu kopieren. Bei diesen Werken zählt die Signifikanz der Idee, nicht die Bravour der Pinselführung. Die Formen der Fassaden, Statuen, Gänge und ihre harten Schatten lassen sich mittels Diaprojektor leicht auf eine Leinwand werfen und somit nachzeichnen. Schon damals gehörte ein Diaprojektor zu der Grundausstattung eines jeden Fälschers. Zusätzlich kam der Fakt, dass de Chirico die Eigenheit besaß, die Bilder die am meisten geschätzt wurden, selbst immer wieder neu zu variieren. Im Sommer des Jahres 1919 betrachtete er seine &#8222;metaphysische Periode&#8220; als abgeschlossen. Wenige Jahre darauf erreichte ihn der Wunsch der Surrealisten &#8211; so von Breton, von Eluard &#8211; das eine oder andere seiner klassichen &#8222;metaphysischen&#8220; Kunstwerke zu besitzen. Diese waren zu dem Zeitpunkt aber schon oft in festen Händen. So erbot sich dem Künstler, einfach eine zweite Fassung zu malen. Der Vorschlag machte schnell die Runde und die ersten Anfragen, die erst noch schüchtern gestellt wurden &#8211; wurden schnell zur Regel.</p>
<h3>Repliken und Kopien</h3>
<p>Dieser Schritt hat viele Zeitgenossen verwirrt &#8211; und Fälscher ermutigt. Wenn de Chirico sich schon selbst wiederholte &#8211; warum sollten Sie es nicht auch tun? Verblüffende so wie bestechende Logik. Wer sollte schon die Replik unterscheiden können von einer getreuen Kopie. Auf diesem Feld sollten auch die Experten leicht in die Irre gehen. Fragwürdige Expertisen, die häufig nach einer Simplen Schwarz/Weiß Fotografie abgegeben wurden, trugen so zur Verwirrung bei.</p>
<h3>Komplexe und tragische Pointen</h3>
<p>Im laufe dessen, machten sich die Fälscher eine weitere Eigenschaft der Biographie de Chiricos zunutze. Über die Jahre wuchs die radikale Ablehnung alles dessen was als &#8222;moderne Kunst&#8220; seiner Ansicht nach allzuleicht den Beifall der Kritik und der Museen errang, indes er das eigene Werk ignorierte, ja sogar mißachtete. Diese Kontroversen boten mitten der fünfziger Jahre  den Fälschern, so wie den Hehlern und Händlern einen willkommenen Anlaß, mit der rhetorischen Frage nachzuhaken, wie weit wohl ein Mann noch ernst zu nehmen sei, der die moderne Malerei, die er einst mitgetragen habe, nun in Bausch und Bogen verdamme?</p>
<h3>Bilderfälschung = Kavaliersdelikt?</h3>
<p>Die Moralauffassung der Italiener in Kunstdingen entsprach einer sehr laxen Gesetzgebung. Lücken und Schlupflöcher, getreu dem Motto: &#8222;Die Welt will betrogen werden&#8220;. Schließlich ist niemand gezwungen diese Kunst zu kaufen. Selbst gegen Lebensmittelfälscher wird nicht sonderlich stark vorgegangen. Das alles wurde südlich der Alpen als Kavaliersdelikt eingestuft, auf einer Stufe mit Falschparken. So hat sich in Italien eine weitverzweigte Mafia aus Händlern,Hehlern und Helfershelfern entwickelt, die bis in einflußreiche Kreise reichte und ein lukratives und relativ risikoloses Gewinnspiel betrieb. Was ihnen letztendlich das Genick gebrochen hat, waren wahrscheinlich garnicht die Fälschungen, vielmehr die Dreistigkeit, mit der sie gestohlene oder nachgemachte Notarssiegel verwendet haben, um die Bilderflut mit amtlichen Beglaubigungen auszustatten.</p>
<h3>Grundzüge der Strategie</h3>
<p>Hier die Grundzüge ihrer Strategie, im wesentlichen beruhte sie auf vier Punkten.</p>
<p>Der erste war: den bejahrten Meister für nicht ganz zurechnungsfähig zu erklären und gleichzeitig alle Anekdoten zu verbreiten, die seine Urteilsfähigkeint in Frage stellten. Ob ein de Chirico echt sei oder nicht sollten &#8222;Experten entscheiden und nicht mehr der Künstler selbst. Das Ziel war ihn in soviele Prozesse wie möglich zu verwickeln. Jeder verlorene Prozess erschütterte seine Glaubwürdigkeit, er verlor viele Prozesse. Als der Fälscherring aufflo, entdeckte man die Zugehörigkeit von Signor Giovanni Pescali Jun., seine Gutachten gaben in vielen Verfahren den Ausschlag. Offiziell war das prominente Mitglied des Fälscherrings Kunstsachverständiger am Gerichtshof in Mailand.</p>
<p><strong>Die &#8222;Höhle des Ali Baba&#8220;</strong></p>
<p>Der zweite Punkt der Strategie stand nur scheinbar im wiederspruch zum ersten. So musste wenigstens ein Mitglied der Fälschermafia engen Kontakt zum Meister halten, um so den Zugang zu originalen Kunstwerken aus dem Atelier zu sichern. Zu Hause &#8211; bzw. in der Werkstatt von Domestiken wurden de Bilder dann &#8222;multipliziert&#8220;. In der Villa des Umberto Lombardi sind im Oktober 1976 viele hunderte falscher de Chiricos beschlagnahmt worden. Daneben standen hunderte leere Leinwände. Diese trugen auf der Rückseite aber bereits die Signatur des Künstlers und deren notarielle Beglaubigung. Hier wurde auch das Siegel eines bereits verstorbenen Notars gefunden. Die überraschte Polizei sprach von der Höhle des Ali Baba.</p>
<p><strong>Der Trick mit der doppelten Leinwand</strong></p>
<p>Ein besonders beliebter Trick sich die Unterschrift des Künstlers samt Verifizierung durch den anwesenden Notar zu besorgen, war die Erfindung der doppelten Leinwand. Als deren Urheber gilt bis heute Signor Daniele Pescali Sen. aus Mailand. Hinter ein echtes Werk, welches noch nicht Signiert wurde spannte man eine zweite Leinwand. Diese ließ man sich nun von dem Meister unter dem beisein eines Notars unterzeichnen. Trennte man danach die Leinwände hatte man ein zweites, unbestreitbar authentisches Bild. Es musste nur noch gemalt werden.</p>
<p><strong>Die Bilder wanderten</strong></p>
<p>Der letzte Punkt der Strategie betraf das Pedigree, den Stammbaum der Bilder. Selbstverständlich wurden die Fälschungen nicht frisch aus der Werkstatt verkauft. Sie wurden vorher auf Ausstellungen gezeigt und auf Reisen geschickt. Sie wurden in Katalogen und Zeitschriften publiziert bis sie &#8222;reif&#8220; waren in den Handel zu gelangen. So wanderten sie auf einer Galeriekette von Mailand nach Cortina d´ Ampezzo, von Cortina nach Florenz nach Montecatini und Terme, begleitet von Katalogen mit farbigen Reproduktionen auf Kunstdruckpapier und Zitaten von Apollinaire, Breton und Cocteau, von vielerlei belanglosen Rezensionen, und wurden von Station zu Station, von Katalog zu Katalog wertvoller.</p>
<h4>Frühe Fälschungen</h4>
<p>Die hier beschriebenen Praktiken gehörten zu dem jetzt längst dingfestgemachten italienischen Fälscherring. Er war zweifelslos der Größte, aber nicht der erste. Bereits in den zwanziger Jahren tauchten de Chirico Fälschungen in Paris auf. Manches bekannte Museum bewahrt noch heute eine &#8222;Piazza d´ Italia&#8220; aus dieser Urzeit auf. Selbst ein so geschätzter Maler wie Oscar Dominquez soll, als er in den dreißiger Jahren eine Krise durchmachte, einer hartnäckigen Legende zufolge sich nicht nur als Max Ernst sondern auch als de Chirico Imitator versucht und Sammlern seiner Bilder auch Fälschungen seiner Freunde offeriert haben. Eine undurchschaubarer Dschungel von Geschichten macht es heute fast unmöglich, in jedem einzelnen Fall eindeutig zwischen Fälschung und Original, zwischen Kopie und Replik zu unterscheiden. Jeder Fall muss einzeln und mit großer Skepsis geprüft werden.</p>
<h4>Anhaltspunkt und Orientierung</h4>
<p>Wie kann sich im Falle de Chirico ein Sammler &#8211; oder einer, der es werden will &#8211; zurecht finden? Die Monographie von James Thrall Soby bietet einen guten ersten Anhaltspunkt. Was dort enthalten ist, ist fraglos echt. Allerdings umfasst sie &#8211; von wenigen Ausnahmen abgesehen &#8211; nur die &#8222;Genieperiode&#8220; 1910 &#8211; 1919. Zusätzlich kann man das Archiv Léone Rosenberg mit seinen fotografischen Dokumentation sämtlicher Bilder, die durch Rosenbergs Galerie de l`Effort Moderne in Paris gingen, als Quellen authentischer Arbeiten heranziehen. Nicht zu vergessen sind die 1953 und 1968 erschienen Bücher von Isabella Far-de Chirico. Schließlich hat es Claudio Bruni, der Inhaber der hoch angesehenen Galleria La Medusa in Rom, nach längeren Vorarbeiten unternommen, im Auftrag und unter Aufsicht von Giorgio de Chirico und seiner Frau, den &#8222;Cataloge Generale&#8220; des malerischen und zeichnerischen OEuvre herauszugeben.</p>
<p>Einstweilen ist dem Künstler, die Freude über die Entlarvung der Fälscher und Fälschungen voll zu gönnen.<br />
Titelbild: Piazza-Italia-con-fontana-1968</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Geert-Jan Jansen &#8211; Vom Master-Cover zum Master-Piece</title>
		<link>https://arttrado.de/news/geert-jan-jansen-vom-master-cover-zum-master-piece/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 13:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[fälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Sylt]]></category>
		<category><![CDATA[geert-jan jansen]]></category>
		<category><![CDATA[jan jansen]]></category>
		<category><![CDATA[küstenkunst]]></category>
		<category><![CDATA[meisterfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=4652</guid>

					<description><![CDATA[Geert-Jan Jansen &#8211; Vom Master-Cover zum Master-Piece Fantastische Kunst von Geert-Jan Jansen. Seit 2015 ist der Maler auf der Insel <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/geert-jan-jansen-vom-master-cover-zum-master-piece/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Geert-Jan Jansen &#8211; Vom Master-Cover zum Master-Piece</h3>
<p>Fantastische Kunst von Geert-Jan Jansen. Seit 2015 ist der Maler auf der Insel Sylt sesshaft. Er gehört wohl zu den umstrittensten Malern der Gegenwart. In den 90er Jahren wurde er als Kunstfälscher gefasst. Eine Chagall-Federzeichnung wurde bei einer deutschen Auktion eingeliefert. Das Werk wurde als genuin festgestellt, nur der Gutachter Stempel der Expertise wurde als Fälschung erkannt. Es folgte eine europaweite Fahndung und schließlich die Festnahme, es wurden knapp 1600 Arbeiten beschlagnahmt. Nach 6 Monaten Untersuchungshaft kamen die Experten der französischen Justiz zu dem Ergebnis das die Werke nicht von Echt zu unterscheiden sein. Geert-Jan Jansen nahm seine 1600 Kunstwerke und fuhr nach Hause.</p>
<p>Heute malt der Künstler in seinem gänzlich eigenem Stile. &#8222;Gietwerk&#8220;. Keine Maltechnik anderer bedeutender Künstler weißt Ähnlichkeiten auf. Mit sehr großem Erfolg werden die Arbeiten auf internationalen Messen von Miami bis Shanghai gezeigt und verkauft. Im letzten Jahr erzielte ein Werk bei einer Auktion einen 5 Stelligen Betrag. Zu bestaunen und selbstverständlich auch zu erwerben sind seine Arbeiten in einer spektakulären Revue von Cover zum Masterpiece im Quellenhaus/kunst:raum der Sylt Quelle in der Hafenstraße 1 in Rantum. Die Ausstellung ist von Montag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet.</p>
<p>Mehr über den Künstler erfährt man auf seiner Website: <strong><a href="https://geertjanjansen.nl/kasteel-beverweerd/" target="_blank" rel="noopener">https://geertjanjansen.nl/kasteel-beverweerd/</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>F wie Fälscher #2 &#8211; Wolfgang Beltracchi</title>
		<link>https://arttrado.de/news/faelscher-die-die-welt-bewegten-2-wolfgang-beltracchi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2017 15:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[lost art]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfälschung]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfälscher]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://arttrado.de/?p=1074</guid>

					<description><![CDATA[Wolfgang Beltracchi gilt heute als der raffinierteste Kunstfälscher nach dem zweiten Weltkrieg. Der Trailer zu seinem Kinofilm(2014) &#8222;Die Kunst der Fälschung&#8220; <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/faelscher-die-die-welt-bewegten-2-wolfgang-beltracchi/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wolfgang Beltracchi</em></strong> gilt heute als der raffinierteste Kunstfälscher nach dem zweiten Weltkrieg.</p>
<h3>Der Trailer zu seinem Kinofilm(2014) &#8222;Die Kunst der Fälschung&#8220;</h3>
<p><iframe width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/BSziJ-w-dDE?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Beltracchi fing bereits früh an</h4>
<p>Schon in jungen Jahren widmete er sich der Malerei. Die ersten Schritte lernte er von seinem Vater. Dieser war Kirchenmaler und Restaurator. Ein besonderes Interesse entwickelte der junge Beltracchi daran Bilder von bekannten Künstlern nachzuahmen.</p>
<p>Mit 13 Jahren zeichnete er einen &#8222;Picasso&#8220;, was seinen Vater dazu brachte selbst 3 Jahre den Pinsel nieder zu legen. Beltracchi entwickelte über die Jahre eine Technik, die kein Misstrauen erregt. Insbesondere zeichnet Beltracchi aus, dass er seine Werke nicht kopiert, sondern gänzlich neue Gemälde erschafft, mit neuen Titeln. Diese neuen Exponate wurden dann mit der Urkunde von seiner Frau Helene in den Umlauf gebracht &#8211; seine Bilder erzielten bei Auktionen Beträge in Millionen höhe. Bis 2010 der Schwindel aufflog.</p>
<h6> <a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-665" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1-300x169.jpeg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1-300x169.jpeg 300w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1-600x338.jpeg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1-768x432.jpeg 768w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1-800x450.jpeg 800w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/11/C1ABE4CA-28E8-4D69-93EF-067557946AB1.jpeg 880w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></h6>
<h6>&#8222;Rotes Bild mit Pferden&#8220;</h6>
<p><strong>Wieso keiner merkte, warum plötzlich gleichsam aus dem Nichts neue Kunstwerke erscheinen:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li>Beltracchi nahm zum teil Titel von Gemälden die als Verschollen galten &#8211; zudenen es aber keine Fotos oder Kopien gab.</li>
<li>Mit künstlich inszenierten Fotos belegte er teilweise das Alter der Bilder.</li>
<li>Insgesamt hat er nach eigenen Angaben nur ca. 5 Werke in Deutschland verkauft &#8211; den Rest breit gefächert.</li>
</ol>
<h4>Ein Flüchtigkeitsfehler führte zur Anzeige und und zur Verhaftung:</h4>
<p><em>Beltracchi</em> malte ein Kunstwerk mit dem Titel &#8222;Rotes Bild mit Pferden&#8220;. Dies signierte er mit <em>Campendonk </em>und kopierte den Stil des deutsch-niederländischen Malers so gut &#8211; das es auf einer Auktion für über 2 Millionen Euro versteigert wurde. Bei einer genaueren Untersuchung wurden Spuren von der Farbe &#8222;Titaniumweiß&#8220; gefunden &#8211; das Problem zu der Zeit von <em>Heinrich Campendonk </em>existierte diese Farbe noch nicht. Daraufhin folgten weitere Nachforschungen. Schließlich die Anzeige gegen <em>Wolfgang Beltracchi</em> und seine Fraue <em>Helene</em>. Im Oktober 2011 das Urteil: <strong>6 Jahre Haftstrafe im offenen Vollzug</strong>.</p>
<h4>Trotzdem oder grade deshalb? &#8211; schrieb der Jahrhundertfälscher Geschichte</h4>
<p>Er führte viele Experten an der Nase rum und sorgte für einigen Wirbel in der Kunstszene. Bis zu dem Zeitpunkt seiner Verhaftung hat er an die 100 Künstler nachgeahmt und weit über 250 Gemälde erschaffen. Er verdiente Millionen und verursachte Schäden von rund 20 Millionen €. Auf viele hat dies eine faszinierende Wirkung, so beeindruckend &#8211; das Beltracchi seine eigene Fernsehshow bekam. Bei &#8222;Der Meisterfälscher&#8220; zeigt er wie er in verschiedenen Stilen prominente Persönlichkeiten portraitiert. Beltracchi behauptet von sich selbst, er könne mit der richtigen Vorbereitung jeden Künstler nachmachen.</p>
<p>Dies lässt sich leicht glauben, schließlich wurden nicht nur einige seiner Werke expertisiert &#8211; sondern <strong>alle! </strong>Hätte er mit seinem eigenen Namen signiert, dann wäre es keine Urkundenfälschung gewesen. Allerdings hätten die Werke so auch niemals Preise in der Höhe erzielt. Sagte <em>Beltracchi </em> 2015 bei der Fernsehsendung &#8222;TV TOTAL&#8220; &#8211; zu diesem Zeitpunkt befand er sich auf Bewährung. Ob das stimmt lässt sich heute nur vermuten &#8211; schließlich ist Beltracchi unbestreitbar ein talentierter Künstler.</p>
<p><strong>So oder so:</strong> Durch sein Talent und die Aufmerksamkeit die er als Jahrhundertfälscher in den Medien auf sich zog, schaffte er es schnell wieder nach oben. Die Wartezeit auf eines seiner Werke beträgt zum teil mehrere Monate. Seine Gemälde, Originale von ihm signiert erzielten zuletzt einen Preise von bis zu 80.000€</p>
<p><strong>Seine neusten Werke sind in Deutschland voraussichtlich 2018 in Hamburg  zu sehen:</strong></p>
<p><a href="https://arttrado.de/events/event/kairos-der-richtige-moment/">Zur Veranstaltung: &#8222;Kairos, der richtige Moment&#8220;</a></p>
<p>Hier weitere Artikel von uns zu dem Thema &#8211; Kunstfälscher und Fälschungen:</p>
<p><a href="https://arttrado.de/news/verkaeuferhaftung-bei-kunstfaelschungen-1/">Wer haftet bei Kunstfälschungen?</a></p>
<p><a href="https://arttrado.de/news/wie-man-nicht-abhanden-gekommene-kunst-kauft/">Wie kann ich Fälschungen von Originalen die als verschollen gelten erkennen?</a></p>
<p><strong>Wolfgang Beltracchi und seine Frau Helene bei Stefan Raab &#8222;Tv Total&#8220;</strong></p>
<p><iframe width="1170" height="658" src="https://www.youtube.com/embed/NfPv_DNikcQ?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Die Internetpräsenz: <a href="https://www.beltracchi-art.com/">https://www.beltracchi-art.com/</a></p>
<p>Kunst und Verbrechen &#8211; Buchtipp zum Thema: <a href="https://arttrado.de/news/buchempfehlung-kunst-verbrechen-stefan-koldehoff-tobias-timm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunst &amp;Verbrechen Stefan Koldehoff &amp; Tobias Timm</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO  unterstützen möchten, können Sie das über PayPal.</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>F wie Fälscher  #1 &#8211; John Myatt</title>
		<link>https://arttrado.de/news/faelscher-die-die-welt-bewegten-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jeff Mc Rizzler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2017 11:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
		<category><![CDATA[lost art]]></category>
		<category><![CDATA[fälschung]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfälscher]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://arttrado.de/?p=783</guid>

					<description><![CDATA[Man könnte meinen, so schreibt Harry Mount in der Dailymail, das Landhaus von John Myatt, nördlich von Stafford, sei eine <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/faelscher-die-die-welt-bewegten-1/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte meinen, so schreibt Harry Mount in der Dailymail, das Landhaus von John Myatt, nördlich von Stafford, sei eine hochkarätige Gallerie. Ein Monet im Wohnzimmer, ein van Gogh in der Küche sowie ein Matisse im Treppengang. Doch ist der große Unterschied, dass der Künstler, der all diese Werke geschaffen hat, niemand geringerer als John Myatt selber ist.</p>
<p>I.</p>
<p>Es begann mit einem braunen Umschlag. Dieser enthielt 12.500 Britische Pfund. Es war der Beginn einer Episode, welche als „The greatest art fraud of the 20th century“ eingehen sollte. Zuvor hatte Myatt begonnen sogenannte „genuine fakes“ für circa 150 Pfund in der lokalen Zeitung anzubieten. Dies fand seine Berechtigung in der Tatsache, dass Myatt so ziemlich pleite war. Zudem hatte sich seine Frau von ihm getrennt. Also versuchte er, aus der Not eine Tugend, aus einem Hobby einen Beruf zu machen.</p>
<p>Daraufhin entwickelte sich im Rahmen dieser Tätigkeit eine rege Geschäftsbeziehung zu John Drewe, seinem späteren „partner in crime“. Dieser trat zuvor als regelmäßiger Kunde seiner Arbeiten in Erscheinung und verkaufte nun eines Tages über das Auktionshaus Christie’s einen Albert Gleize für 25.000 Pfund.</p>
<p>II.</p>
<p>Der Rest ist Geschichte. Myatt begann nun Werke von Marc Chagall oder Henri Matisse zu fälschen, während dessen John Drewe die Fälschungen im großen Stile an Kunsthändler und Auktionshäuser in und aus London, New York und Paris verkaufte.</p>
<p>Um dies realisieren zu können, versetzte sich Myatt einem Achauspieler gleich in die Köpfe der Künstler.</p>
<blockquote><p>When I paint in the style of one of the greats… Monet, Picasso, Van Gogh… I am not simply creating a copy or pale imitation of the original. Just as an actor immerses himself into a character, I climb into the minds and lives of each artist. I adopt their techniques and search for the inspiration behind each great artist’s view of the world.</p></blockquote>
<p>III.</p>
<p>1. Drewe, auch genannt „The Puppetmaster“ trug seinen erheblichen Teil zu den Fälschungen an sich bei, indem er seinerseits höchst glaubhaft Dokumente fälschte, welche die Herkunft und Echtheit der Fälschungen dokumentierten. Die große Überzeugungskraft der gefälschten Herkunfts- und Echtheitsdokumente führte zudem letztlich dazu, dass die Kunstexperten möglicherweise nicht „so genau“ hinschauten. Myatt selbst fand einige der Fälschungen denkbar schlecht und konnte selbst kaum glauben, dass die Leute darauf reinfielen.<br />
Der Erfolg war also nicht zuletzt der manipulativen Natur Drewe’s und seinen Fertigkeiten in der Urkundenfälschung geschuldet.</p>
<p>2. Jedoch sah Myatt nicht viel Geld von der von Drewe schätzungsweise eingeheimsten einen Million Pfund. Myatt geht in einem Interview in the guardian von einem Zehntel aus. Myatt habe also genau das verdient, was er als Lehrer, seinem ursprünglichen  verdient hatte.</p>
<p>IV.</p>
<p>Bisher wurden insgesamt 60 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen. Scottland Yard geht indes davon aus, dass sich noch über 160 unentdeckte Fälschungen von Myatt im Besitz von Sammlern befinden. Zwar kommen heutzutage Interpol und Co immer besser voran, wenn es darum geht, gefälschte Kunst zu enttarnen, dennoch seien selbst heute noch auf Auktionen 20-30% Fakes unterwegs.</p>
<p>Quellen: <a href="http://www.dailymail.co.uk/home/event/article-4317370/Britain-s-greatest-art-fraud-exhibits-galleries.html">Dailymail</a> , <a href="https://johnmyatt.com/about/">John Myatt Website, </a>, <a href="https://www.barnebys.co.uk/blog/article/7881/fact-stranger-than-fiction-when-the-art-forger-becomes-the-a/">Barnebys</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
