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	<title>Italien Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>Italien Archive - Arttrado.de</title>
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	<item>
		<title>Russische Rückkehr zur Biennale Venedig 2026: Kunstfreiheit oder politische Normalisierung?</title>
		<link>https://arttrado.de/news/russische-rueckkehr-zur-biennale-venedig-2026-kunstfreiheit-oder-politische-normalisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 13:07:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und politik]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Koyo Kouoh]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Pietrangelo Buttafuoco]]></category>
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					<description><![CDATA[Russische Rückkehr zur Biennale Venedig 2026: Kunstfreiheit oder politische Normalisierung? Die Rückkehr Russlands zur Biennale in Venedig 2026 hat eine <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/russische-rueckkehr-zur-biennale-venedig-2026-kunstfreiheit-oder-politische-normalisierung/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4>Russische Rückkehr zur Biennale Venedig 2026: Kunstfreiheit oder politische Normalisierung?</h4>
<p>Die Rückkehr Russlands zur Biennale in Venedig 2026 hat eine der kontroversesten kulturpolitischen Debatten der letzten Jahre ausgelöst. Während die Biennale-Leitung von künstlerischer Offenheit spricht, sehen Kritiker darin eine problematische Verschiebung zwischen Kunstfreiheit und politischer Normalisierung. Der russische Pavillon ist damit längst kein reiner Ausstellungsraum mehr, sondern ein Symbol für eine größere Frage: Welche Rolle spielt Kunst in Zeiten geopolitischer Konflikte?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Russland kehrt nach Venedig zurück</h4>



<p>Nach dem faktischen Rückzug russischer Beiträge seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 ist Russland 2026 wieder offiziell auf der Biennale vertreten. Präsentiert wird ein umfangreiches Gemeinschaftsprojekt unter dem Titel „Der Baum ist im Himmel verwurzelt“, an dem zahlreiche Künstler beteiligt sein sollen.</p>



<p>Auffällig ist jedoch die Form der Präsentation: Der Pavillon bleibt für das Publikum nur eingeschränkt zugänglich. Statt klassischer Ausstellungsräume dominieren Projektionen, Klanginstallationen und musikalische Beiträge im Außenbereich. Der Eindruck entsteht bewusst zwischen Präsenz und Abschottung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Rückkehr mit politischer Sprengkraft</h4>



<p>Die Entscheidung zur Wiederzulassung Russlands ist hoch umstritten. Für Kritiker stellt sich weniger die Frage nach einzelnen Künstlern, sondern nach der symbolischen Wirkung nationaler Repräsentation.</p>



<p>Denn nationale Pavillons sind auf der Biennale nie nur künstlerische Räume, sondern auch kulturelle Stellvertreter staatlicher Identität. Genau deshalb wird die russische Teilnahme als mögliche Normalisierung eines weiterhin laufenden Krieges gelesen.</p>



<p>Proteste von Künstlergruppen wie Pussy Riot und Femen begleiteten die Eröffnungstage und machten deutlich, dass die Rückkehr keineswegs als unpolitischer Akt verstanden wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Biennale-Präsident im Zentrum der Debatte</h4>



<p>Im Mittelpunkt der Kontroverse steht auch der Präsident der Biennale, Pietrangelo Buttafuoco. Der italienische Journalist und Autor ist politisch im rechtskonservativen Spektrum verortet und wurde 2024 von der Regierung Giorgia Meloni eingesetzt.</p>



<p>Er verteidigt die Entscheidung mit einem klaren Argument: Kunst dürfe keine politischen Grenzen ziehen und keine „Tribunale“ ersetzen. Die Biennale sei ein Raum des Dialogs, nicht der Sanktion.</p>



<p>Kritiker hingegen sehen genau darin ein Problem. Denn kulturelle Großinstitutionen erzeugen immer auch symbolische Legitimität — unabhängig davon, ob sie es beabsichtigen oder nicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Rücktritt der Jury</h4>



<p>Die Spannungen eskalierten, als die internationale Jury der Biennale geschlossen zurücktrat. Ein außergewöhnlicher Schritt, der die institutionelle Krise sichtbar machte.</p>



<p>Die Biennale 2026 ist damit nicht nur eine Ausstellung, sondern auch ein Schauplatz innerer Konflikte zwischen Leitung, Jury, Künstlern und politischem Umfeld.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Teilnahme als künstlerisches Dilemma</h4>



<p>Die Debatte um Russland verweist zugleich auf eine grundsätzliche Frage, die über diesen Einzelfall hinausgeht: Was bedeutet es eigentlich, heute an einer Biennale teilzunehmen?</p>



<p>Für viele Künstler ist die Situation ambivalent und nicht eindeutig ideologisch auflösbar:</p>



<p>Einerseits steht die Teilnahme für Sichtbarkeit, Austausch und internationale Anerkennung.</p>



<p>Andererseits ist jede Beteiligung auch eine Einbindung in eine Institution, die politisch gelesen wird.</p>





<p>Wichtig ist dabei: Teilnahme bedeutet nicht automatisch Zustimmung zu politischen Positionen der Gastgeber oder der Leitung. Ebenso wenig ist ein Boykott per se moralisch überlegen.</p>



<p>Die entscheidende Frage liegt oft woanders: Reflektiert ein Künstler die politischen Bedingungen seiner Teilnahme – oder tut er so, als existierten sie nicht?</p>



<p>Zwischen kritischer Auseinandersetzung und stiller Anpassung liegt ein breites Feld, das sich nicht eindeutig moralisch auflösen lässt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kann Kunst neutral sein?</h4>



<p>Die zentrale Spannung der Biennale 2026 liegt genau hier: zwischen dem Anspruch künstlerischer Offenheit und der Realität politischer Symbolik.</p>



<p>Befürworter der russischen Teilnahme warnen vor kultureller Abschottung und der Instrumentalisierung von Kunst als politisches Ausschlussinstrument. Gegner betonen hingegen, dass gerade große Kunstinstitutionen nie neutral sind, sondern immer Machtverhältnisse sichtbar machen oder stabilisieren.</p>



<p>Die Biennale bewegt sich damit in einem Spannungsfeld, das sich nicht auflösen lässt, sondern nur sichtbar gemacht werden kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Wendepunkt für die Kunstwelt</h4>



<p>Die Biennale Venedig 2026 zeigt deutlicher als viele Ausgaben zuvor, dass internationale Kunstplattformen längst politische Räume geworden sind — auch wenn sie sich selbst gern als neutral verstehen.</p>



<p>Die eigentliche Debatte verschiebt sich deshalb: Nicht nur wer ausstellt, ist entscheidend, sondern wie die Kunstwelt mit Verantwortung, Kontext und Wirkung umgeht.</p>



<p>Die Rückkehr Russlands macht die Biennale damit zu einem Testfall: für Kunstfreiheit, für institutionelle Glaubwürdigkeit — und für die Frage, wie politisch Kunst in einer globalisierten Welt eigentlich sein darf oder muss.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Blick im Sinne von Koyo Kouoh</h4>



<p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die ursprünglich verantwortliche  <a href="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/" target="_blank" rel="noopener">Kuratorin Koyo Kouoh</a> die Situation eingeordnet hätte. Auch wenn sie die Ereignisse nicht mehr selbst begleiten konnte, lässt sich ihr kuratorisches Denken als Referenzrahmen heranziehen.</p>



<p>Kouoh verstand die Biennale nicht als neutralen Ausstellungsraum, sondern als Ort struktureller Auseinandersetzung – mit Macht, Repräsentation und globalen Ungleichgewichten. Ihre kuratorische Haltung war dabei weniger auf Konsens als auf Reibung ausgelegt.</p>



<p>Vor diesem Hintergrund wirkt die aktuelle Dynamik der Biennale 2026 besonders ambivalent: Die Rückkehr Russlands, die institutionellen Spannungen und die politische Aufladung der nationalen Pavillons verschieben den Fokus weg von kuratorischer Kritik hin zu geopolitischer Normalisierung.</p>



<p>Gerade hier entsteht ein Spannungsfeld, das sich mit Kouohs Ansatz gut kontrastieren lässt:</p>



<blockquote>
<p>Ihre Biennale war als Raum für kritische Reibung gedacht – nicht als Bühne für die stille Wiederherstellung politischer Normalität.</p>
</blockquote>



<p>Diese Verschiebung macht deutlich, wie sehr sich die Biennale 2026 zwischen künstlerischem Anspruch und institutioneller Realität neu positionieren muss – und wie fragil der Anspruch auf Neutralität in einem zunehmend politisierten Kunstsystem geworden ist.</p>
<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="bSla54G1uk"><a href="https://arttrado.de/news/krieg-und-kunst-kunst-zwischen-verantwortung-und-realitaet/">Krieg und Kunst – Kunst zwischen Verantwortung und Realität</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Krieg und Kunst – Kunst zwischen Verantwortung und Realität&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/krieg-und-kunst-kunst-zwischen-verantwortung-und-realitaet/embed/#?secret=h3ETA7RmY4#?secret=bSla54G1uk" data-secret="bSla54G1uk" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>



<p>Titelbild: Mit farbigen Rauchbomben protestierte das russische Künstlerkollektiv Pussy Riot vor dem russischen Pavillon in Venedig. © Luca Bruno/AP/dpa</p>



<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>



<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>



<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</title>
		<link>https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 13:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Koyo Kouoh]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale 2026]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[In Minor Keys]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmesse]]></category>
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					<description><![CDATA[Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh Die Biennale di Venezia 2026 ist längst mehr als eine kuratierte <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>Die Ausstellung ist abgeschlossen gedacht – aber nicht mehr von ihrer Urheberin begleitet.</p>
</blockquote>

<h4 class="wp-block-heading">„In Minor Keys“ als nicht mehr veränderbare Partitur</h4>



<p>Der Titel „In Minor Keys“ verweist ursprünglich auf eine kuratorische Haltung, die auf leise, fragmentierte und nicht-hierarchische Formen künstlerischer Erfahrung setzt. Die Metapher der Molltonart steht dabei nicht für Verlust, sondern für Ambivalenz, Spannung und Offenheit.</p>



<p>Im Kontext der posthumen Umsetzung verändert sich diese Lesart jedoch grundlegend.</p>



<p>Die Ausstellung wird zur:</p>
<p>fixierten Struktur eines Denkprozesses<br />ästhetischen Partitur ohne aktive Dirigentin<br />Komposition, die nicht mehr revidiert werden kann</p>



<p>Damit entsteht eine paradoxe Situation:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein kuratorisches Konzept, das ursprünglich auf Bewegung, Offenheit und Resonanz ausgelegt war, wird zu einer festen institutionellen Realität.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Verschiebung der kuratorischen Autorschaft</strong></h4>



<p>Die Realisierung der Biennale erfolgt durch ein kuratorisches Team, das Kouoh zu Lebzeiten in die Entwicklung eingebunden hatte. Dieses Team agiert jedoch nicht als neue kuratorische Instanz, sondern als ausführende Struktur eines bereits definierten Konzepts.</p>



<p>Diese Konstellation verschiebt die klassische Rolle der Kuratorin in drei Richtungen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">1. Von Autor<em>in zu Konzeptgeber</em>in</h4>



<p>Das kuratorische Denken bleibt präsent, aber ohne Möglichkeit zur Anpassung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">2. Von Gestaltung zu Umsetzung</h4>



<p>Kuratorische Entscheidungen werden zu Ausführungsprozessen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">3. Von Präsenz zu Nachwirkung</h4>



<p>Die kuratorische Stimme wird zu einem strukturellen Echo.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Biennale als Institution im Ausnahmezustand</h4>



<p>Die Entscheidung, keine neue kuratorische Leitung einzusetzen, ist auch institutionell bemerkenswert.</p>



<p>Die Biennale di Venezia folgt damit nicht ihrer üblichen Logik des kuratorischen Wechsels, sondern etabliert eine Form der <strong>Kontinuität trotz Abwesenheit</strong>.</p>



<p>Das hat mehrere Konsequenzen:</p>
<p>Die Ausstellung wird nicht neu interpretiert<br />Entscheidungen bleiben unangetastet<br />Die Institution tritt stärker in den Vordergrund als in früheren Ausgaben</p>



<p>Damit verschiebt sich die Rolle der Biennale selbst:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>von einer Plattform kuratorischer Autorschaften zu einem Träger kuratorischer Nachlässe.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kuratorische Praxis zwischen Erinnerung und Verwaltung</strong></h4>



<p>Im Kontext der Gegenwartskunst wird Kuratieren zunehmend als aktiver, interpretierender Prozess verstanden. Die Biennale 2026 zeigt jedoch eine andere Dimension: Kuratieren als <strong>Verwaltung eines bereits abgeschlossenen Denkraums</strong>.</p>



<p>Diese Form der Umsetzung wirft grundlegende Fragen auf:</p>
<p>Wie verändert sich Bedeutung, wenn sie nicht mehr verhandelt werden kann?<br />Wo endet Interpretation und wo beginnt Konservierung?<br />Kann ein kuratorisches Konzept „fertig“ sein, bevor es realisiert wurde?</p>



<p>Gerade hier entsteht die eigentliche Spannung der Ausstellung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Koyo Kouoh und die Verschiebung globaler Ausstellungspraxis</h4>



<p>Koyo Kouoh zählt zu den prägenden Figuren einer global erweiterten kuratorischen Praxis, die sich bewusst von eurozentrischen Modellen entfernt hat. Ihre Arbeit war geprägt von:</p>
<p>postkolonialen Perspektiven<br />institutioneller Kritik<br />Fokus auf diasporische Narrative<br />dem Verständnis von Ausstellung als sozialem Raum</p>



<p>„In Minor Keys“ bündelt diese Ansätze in einer Form, die weniger auf Hierarchie als auf <strong>Resonanz und Vielstimmigkeit</strong>setzt.</p>



<p>Dass dieses Konzept nun ohne ihre aktive Präsenz umgesetzt wird, verstärkt seinen paradoxen Charakter:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Eine kuratorische Praxis, die auf Offenheit basiert, wird in eine geschlossene Realisierungsform überführt.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Kunsthistorische Einordnung: Die Biennale als kuratorisches Nachlassmodell</h4>



<p>Die Ausgabe 2026 kann damit als seltenes Beispiel eines neuen Typs von Großausstellung gelesen werden:</p>
<p>nicht mehr rein autorenzentriert<br />nicht vollständig kollektiv<br />sondern posthum kuratiert im institutionellen Rahmen</p>



<p>Diese Form lässt sich als <strong>„kurativer Nachlass“</strong> beschreiben – ein Konzept, bei dem die Idee einer Ausstellung über den Tod ihrer Urheberin hinaus weitergeführt wird, ohne neu verhandelt zu werden.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Eine Biennale zwischen Konzept und Abwesenheit</h4>



<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist damit weder klassische Ausstellung noch reine Hommage. Sie ist ein Zwischenzustand: eine realisierte Idee, die nicht mehr verändert werden kann, aber weiterhin gelesen werden muss.</p>



<p>„In Minor Keys“ wird so zu einem doppelten Raum:</p>
<p>als kuratorisches Konzept über leise Verschiebungen<br />und als institutionelles Dokument über die Grenzen von Autorschaft</p>



<p>Die entscheidende Frage dieser Biennale lautet deshalb nicht, was gezeigt wird, sondern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wie bleibt ein kuratorisches Denken lebendig, wenn seine Stimme verstummt ist?</p>
</blockquote>



<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Kyp5gDFTcU"><a href="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/">Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/embed/#?secret=vZz59ybBjl#?secret=Kyp5gDFTcU" data-secret="Kyp5gDFTcU" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>

<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: By Lard Buurman. &#8211; SUD-Salon Urbain de Douala 2010. Photo Lard Buurman. Courtesy doual&#8217;art, CC BY-SA 3.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77376514">https://commons.wikimedia.org</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p><!-- /wp:quote --><!-- wp:post-content --><!-- wp:heading {"level":1} -->
<h4 class="wp-block-heading">Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist längst mehr als eine kuratierte Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Mit dem Tod der Kuratorin Koyo Kouoh während der Konzeptionsphase hat sich die Ausgabe in einen seltenen Ausnahmezustand verwandelt: ein Großprojekt, das nicht neu gedacht, sondern in seiner ursprünglichen Form <strong>posthum realisiert</strong> wird.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit verschiebt sich nicht nur die organisatorische Ebene der Biennale, sondern eine der zentralen Fragen der Gegenwartskunst: Wer besitzt kuratorische Autorität, wenn die Autorin nicht mehr anwesend ist?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading -->
<h4 class="wp-block-heading">Posthume Kuratierung als Sonderform institutioneller Praxis</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im klassischen Modell der Biennale ist der Wechsel der kuratorischen Leitung ein definierendes Strukturprinzip. Jede Ausgabe wird bewusst als Bruch, Neubewertung und Neuinterpretation verstanden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausgabe 2026 bricht mit dieser Logik.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Statt eines kuratorischen Neustarts wurde entschieden:</p>
<p>das bestehende Konzept vollständig zu übernehmen<br />den Titel „In Minor Keys“ beizubehalten<br />die von Kouoh entwickelte Struktur unverändert umzusetzen<br />ein von ihr selbst eingebundenes Team mit der Realisierung zu betrauen</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Entscheidung erzeugt eine ungewöhnliche Konstellation:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausstellung ist abgeschlossen gedacht – aber nicht mehr von ihrer Urheberin begleitet.</p>
</blockquote>
<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading">„In Minor Keys“ als nicht mehr veränderbare Partitur</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der Titel „In Minor Keys“ verweist ursprünglich auf eine kuratorische Haltung, die auf leise, fragmentierte und nicht-hierarchische Formen künstlerischer Erfahrung setzt. Die Metapher der Molltonart steht dabei nicht für Verlust, sondern für Ambivalenz, Spannung und Offenheit.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Kontext der posthumen Umsetzung verändert sich diese Lesart jedoch grundlegend.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausstellung wird zur:</p>
<p>fixierten Struktur eines Denkprozesses<br />ästhetischen Partitur ohne aktive Dirigentin<br />Komposition, die nicht mehr revidiert werden kann</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit entsteht eine paradoxe Situation:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Ein kuratorisches Konzept, das ursprünglich auf Bewegung, Offenheit und Resonanz ausgelegt war, wird zu einer festen institutionellen Realität.</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
<!-- /wp:quote -->

<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Verschiebung der kuratorischen Autorschaft</strong></h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Realisierung der Biennale erfolgt durch ein kuratorisches Team, das Kouoh zu Lebzeiten in die Entwicklung eingebunden hatte. Dieses Team agiert jedoch nicht als neue kuratorische Instanz, sondern als ausführende Struktur eines bereits definierten Konzepts.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Konstellation verschiebt die klassische Rolle der Kuratorin in drei Richtungen:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">1. Von Autor<em>in zu Konzeptgeber</em>in</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Das kuratorische Denken bleibt präsent, aber ohne Möglichkeit zur Anpassung.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">2. Von Gestaltung zu Umsetzung</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Kuratorische Entscheidungen werden zu Ausführungsprozessen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">3. Von Präsenz zu Nachwirkung</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die kuratorische Stimme wird zu einem strukturellen Echo.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading">Die Biennale als Institution im Ausnahmezustand</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Entscheidung, keine neue kuratorische Leitung einzusetzen, ist auch institutionell bemerkenswert.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Biennale di Venezia folgt damit nicht ihrer üblichen Logik des kuratorischen Wechsels, sondern etabliert eine Form der <strong>Kontinuität trotz Abwesenheit</strong>.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Das hat mehrere Konsequenzen:</p>
<p>Die Ausstellung wird nicht neu interpretiert<br />Entscheidungen bleiben unangetastet<br />Die Institution tritt stärker in den Vordergrund als in früheren Ausgaben</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit verschiebt sich die Rolle der Biennale selbst:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>von einer Plattform kuratorischer Autorschaften zu einem Träger kuratorischer Nachlässe.</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
<!-- /wp:quote -->

<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kuratorische Praxis zwischen Erinnerung und Verwaltung</strong></h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Kontext der Gegenwartskunst wird Kuratieren zunehmend als aktiver, interpretierender Prozess verstanden. Die Biennale 2026 zeigt jedoch eine andere Dimension: Kuratieren als <strong>Verwaltung eines bereits abgeschlossenen Denkraums</strong>.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Form der Umsetzung wirft grundlegende Fragen auf:</p>
<p>Wie verändert sich Bedeutung, wenn sie nicht mehr verhandelt werden kann?<br />Wo endet Interpretation und wo beginnt Konservierung?<br />Kann ein kuratorisches Konzept „fertig“ sein, bevor es realisiert wurde?</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Gerade hier entsteht die eigentliche Spannung der Ausstellung.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading">Koyo Kouoh und die Verschiebung globaler Ausstellungspraxis</h4>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Koyo Kouoh zählt zu den prägenden Figuren einer global erweiterten kuratorischen Praxis, die sich bewusst von eurozentrischen Modellen entfernt hat. Ihre Arbeit war geprägt von:</p>
<p>postkolonialen Perspektiven<br />institutioneller Kritik<br />Fokus auf diasporische Narrative<br />dem Verständnis von Ausstellung als sozialem Raum</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>„In Minor Keys“ bündelt diese Ansätze in einer Form, die weniger auf Hierarchie als auf <strong>Resonanz und Vielstimmigkeit</strong>setzt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dass dieses Konzept nun ohne ihre aktive Präsenz umgesetzt wird, verstärkt seinen paradoxen Charakter:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Eine kuratorische Praxis, die auf Offenheit basiert, wird in eine geschlossene Realisierungsform überführt.</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
<!-- /wp:quote -->

<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading">Kunsthistorische Einordnung: Die Biennale als kuratorisches Nachlassmodell</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausgabe 2026 kann damit als seltenes Beispiel eines neuen Typs von Großausstellung gelesen werden:</p>
<p>nicht mehr rein autorenzentriert<br />nicht vollständig kollektiv<br />sondern posthum kuratiert im institutionellen Rahmen</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Form lässt sich als <strong>„kurativer Nachlass“</strong> beschreiben – ein Konzept, bei dem die Idee einer Ausstellung über den Tod ihrer Urheberin hinaus weitergeführt wird, ohne neu verhandelt zu werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" /><!-- /wp:separator -->

<!-- wp:heading -->
<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Eine Biennale zwischen Konzept und Abwesenheit</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist damit weder klassische Ausstellung noch reine Hommage. Sie ist ein Zwischenzustand: eine realisierte Idee, die nicht mehr verändert werden kann, aber weiterhin gelesen werden muss.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>„In Minor Keys“ wird so zu einem doppelten Raum:</p>
<p>als kuratorisches Konzept über leise Verschiebungen<br />und als institutionelles Dokument über die Grenzen von Autorschaft</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die entscheidende Frage dieser Biennale lautet deshalb nicht, was gezeigt wird, sondern:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Wie bleibt ein kuratorisches Denken lebendig, wenn seine Stimme verstummt ist?</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
<!-- /wp:quote -->

<!-- wp:separator -->
<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Kyp5gDFTcU"><a href="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/">Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/embed/#?secret=vZz59ybBjl#?secret=Kyp5gDFTcU" data-secret="Kyp5gDFTcU" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<!-- /wp:paragraph -->
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: By Lard Buurman. &#8211; SUD-Salon Urbain de Douala 2010. Photo Lard Buurman. Courtesy doual&#8217;art, CC BY-SA 3.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77376514">https://commons.wikimedia.org</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p><!-- /wp:post-content -->]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Alexandra Kordas im Grenada-Pavillon der Biennale Arte 2026</title>
		<link>https://arttrado.de/news/alexandra-kordas-im-grenada-pavillon-der-biennale-arte-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:43:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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					<description><![CDATA[Alexandra Kordas im Grenada-Pavillon der Biennale Arte 2026 Mit The World is falling apart setzt die Münchner Künstlerin Alexandra Kordas <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/alexandra-kordas-im-grenada-pavillon-der-biennale-arte-2026/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Alexandra Kordas im Grenada-Pavillon der Biennale Arte 2026</h4>
<p>Mit <strong>The World is falling apart</strong> setzt die Münchner Künstlerin Alexandra Kordas im Pavillon von Grenada einen stillen, aber nachhaltigen Akzent innerhalb der Biennale. Eingebettet in das kuratorische Leitmotiv <strong>In Minor Keys</strong> und den spezifischen Ausstellungskontext des Pavillons entfaltet die Skulptur ihre Wirkung nicht isoliert, sondern als Teil eines vielstimmigen, relational gedachten Gefüges.</p>
<p><strong>Die Poetik der Korrespondenz</strong></p>
<p>Der von Daniele Radini Tedeschi kuratierte Beitrag Grenadas steht unter dem Titel „<strong>Die Poetik der Korrespondenz</strong>“ und versteht sich als reflexiver Raum des Austauschs – zwischen Inseln, Kulturen, Materialien und historischen Erfahrungen. Ausgangspunkt ist die Vorstellung, dass Bedeutung nicht linear entsteht, sondern in Netzwerken: als ein Prozess von Beziehung, Resonanz und gegenseitiger Formung. Der Pavillon begreift Grenada dabei nicht nur geografisch, sondern als Knotenpunkt einer erweiterten, diasporischen und ökologischen Verflechtung.</p>
<p>In diesem Kontext erscheint Kordas’ Skulptur wie eine Verdichtung genau dieser Idee. The World is falling apart operiert nicht als singuläres Objekt, sondern als sensibles Element innerhalb eines größeren Systems von Bezügen. Ihre Form wirkt fragmentiert und zugleich verbunden – als würde sie selbst in einem Zustand permanenter Korrespondenz stehen: mit dem Raum, mit anderen Arbeiten, mit den Betrachtenden.</p>
<h4>Fragment und Übergang: Formen des Zerfalls</h4>
<p>Der Titel legt eine drastische Lesart nahe, doch das Werk verweigert jede plakative Zuspitzung. Stattdessen entfaltet sich eine fragile Struktur zwischen Stabilität und Auflösung. Dunkle, verdichtete Partien stehen neben helleren, offeneren Fragmenten; tektonische Verschiebungen treffen auf Momente fast schwebender Ruhe. Zerfall erscheint hier nicht als Endpunkt, sondern als Übergangszustand – als etwas, das neue Relationen überhaupt erst ermöglicht.</p>
<p>Gerade darin berührt sich die Arbeit mit dem kuratorischen Denken des Pavillons. „Die Poetik der Korrespondenz“ versteht Kunst nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als Beziehung – als fortlaufenden, dialogischen Prozess. Diese Idee, die sich auch auf Denker wie Édouard Glissant und Tim Ingold bezieht, wird in Kordas’ Skulptur auf eine körperlich erfahrbare Ebene übersetzt. Ihre Arbeit „antwortet“ nicht, sondern tritt in ein Verhältnis ein – sie bleibt offen, reagierend, unabschließbar.</p>
<h4>Raum und Resonanz: Der Pavillon als Träger der Bedeutung</h4>
<p>Auch der Ausstellungsort verstärkt diese Lesart. Der Pavillon befindet sich im Spazio Berlendis im venezianischen Stadtteil Cannaregio – einem historisch vom Austausch geprägten Gebiet, dessen Nähe zum Wasser und zu Handelsrouten die Idee von Zirkulation und Verbindung räumlich erfahrbar macht. Die Skulptur steht hier nicht neutral im Raum, sondern ist Teil einer Umgebung, die selbst als Metapher für Weitergabe, Strömung und Resonanz fungiert.</p>
<p>Innerhalb dieses Gefüges entfaltet The World is falling apart eine eigentümliche Intensität. Sie ist keine laute Geste, sondern ein insistierendes Moment der Verlangsamung. Während viele Beiträge der Biennale globale Krisen und Umbrüche direkt adressieren, verschiebt Kordas den Fokus: weg von der Darstellung äußerer Zustände hin zu deren innerer Erfahrung. Ihre Skulptur macht nicht den Zerfall der Welt sichtbar, sondern das Empfinden eines solchen Zustands – ein fragiles Gleichgewicht zwischen Unsicherheit und Möglichkeit.</p>
<h4>Die Künstlerin: Alexandra Kordas</h4>
<p>Alexandra Kordas (1958, München) fand vergleichsweise spät zur bildenden Kunst, nachdem sie zuvor als Schauspielerin und Drehbuchautorin tätig war. Diese biografische Verschiebung ist in ihrem Werk präsent: Ihre Skulpturen besitzen eine ausgeprägte Körperlichkeit und eine fast szenische Qualität, die Betrachtende unmittelbar einbindet.</p>
<p>Seit ihrem künstlerischen Durchbruch 2018 entwickelte sie eine eigenständige, introspektive Praxis, die sich mit Brüchen, Übergängen und existenziellen Grenzerfahrungen auseinandersetzt. Themen wie Verlust, Krieg und innere Spannungen durchziehen ihre Arbeiten, ohne je illustrativ zu werden. Formen entstehen aus einem prozesshaften, intuitiven Zugriff heraus – als Verdichtungen innerer Zustände, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen.</p>
<p>Charakteristisch ist die Balance zwischen expressiver Geste und formaler Präzision. Kordas arbeitet mit Material als etwas Wandelbarem, Widerständigem – ihre Skulpturen erscheinen nie abgeschlossen, sondern bleiben in einem Zustand latenter Bewegung. In diesem Sinne fungieren sie als eine Art seismografisches Instrument: nicht für die großen Erschütterungen, sondern für die feinen, oft kaum wahrnehmbaren Verschiebungen darunter.</p>
<p>Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren international gezeigt, unter anderem in Rom, Madrid, London, Zürich und New York City. 2026 folgt eine Einzelausstellung in der Kunsthalle LV 1871 in München.</p>
<p>Mit The World is falling apart gelingt Alexandra Kordas innerhalb des Grenada-Pavillons ein Werk, das die Idee der Korrespondenz nicht nur illustriert, sondern verkörpert. Es ist eine Skulptur, die sich nicht festlegt, sondern in Beziehung bleibt – zu Raum, Kontext und Betrachtung. Und gerade in dieser Offenheit liegt ihre Präzision: als leise, aber nachhaltige Form des Denkens im Sinne der Biennale Arte 2026.</p>
<h4>Der Grenada-Pavillon: Kontext, Akteure, Verflechtungen</h4>
<p>Mit seiner neunten Teilnahme an der Biennale Arte 2026 positioniert sich der Pavillon von Grenada erneut als eine der konsequentesten Stimmen der Karibik im internationalen Kunstdiskurs. Organisiert vom Grenada Arts Council, versteht sich der Beitrag nicht nur als nationale Repräsentation, sondern als bewusst gesetzter Knotenpunkt globaler Beziehungen und kultureller Austauschprozesse.</p>
<p>Im Zentrum steht das Ausstellungskonzept „The Poetics of Correspondence“, kuratiert von Daniele Radini Tedeschi und verantwortet von Kommissarin Susan Mains. Der Pavillon denkt Kunst explizit als relationale Praxis: als ein Netzwerk aus Verbindungen zwischen Inseln, Diaspora, Materialien und Geschichten.</p>
<p>Diese Perspektive ist eng mit dem übergeordneten Biennale-Leitmotiv In Minor Keys verbunden, das – initiiert von Koyo Kouoh – den Fokus auf leise, relationale und nicht-spektakuläre Formen künstlerischer Artikulation legt.</p>
<p>Auffällig ist dabei die bewusste Verschiebung vom Objekt hin zur Beziehung: Kunst wird hier nicht als abgeschlossene Form verstanden, sondern als Prozess des „In-Korrespondenz-Tretens“ – mit anderen Werken, mit Kontexten und mit den Betrachtenden selbst.</p>
<h4>Infobox: Grenada-Pavillon 2026</h4>
<p>Titel: The Poetics of Correspondence<br />
Biennale Arte 2026 – Leitmotiv: In Minor Keys<br />
Ort: Spazio Berlendis, Cannaregio, Venedig.<br />
Laufzeit: 9. Mai – 22. November 2026.<br />
Preview: 6.–8. Mai 2026.<br />
Eröffnung: 8. Mai 2026, 16:30 Uhr.<br />
Kommissarin: Susan Mains.<br />
Kurator: Daniele Radini Tedeschi.</p>
<p>Künstler:innen: Alexandra Kordas, Arthur Daniel, Josine Dupont, Edward Bowen, Russell Watson, Chris Mast &amp; Lilo Nido, The Holzwege Group (Cinzia Bulone, Carlo Caldara, AyaMarray, Andrea Saltarelli, Luigina Fernanda Paola Cerrina).</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="ETRyqDcU4r"><p><a href="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/">Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/embed/#?secret=JnoMKwdvut#?secret=ETRyqDcU4r" data-secret="ETRyqDcU4r" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über den Grenada Pavillon finden Sie hier: <a href="https://grenadavenice.org/" target="_blank" rel="noopener">https://grenadavenice.org/</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung</title>
		<link>https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 16:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Kader Attia]]></category>
		<category><![CDATA[Wangechi Mutu]]></category>
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		<category><![CDATA[Koyo Kouoh]]></category>
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		<category><![CDATA[Biennale]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung Die 61. Ausgabe der Biennale di Venezia steht 2026 unter <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung</h4>
<p>Die 61. Ausgabe der Biennale di Venezia steht 2026 unter einem ungewöhnlich stillen Vorzeichen. Mit dem Titel „In Minor Keys“ verschiebt sich der Fokus bewusst weg vom Spektakel hin zu Zwischentönen – hin zu künstlerischen Positionen, die sich nicht aufdrängen, sondern nachwirken.</p>
<p>Kuratiert wurde das Konzept ursprünglich von Koyo Kouoh, die mit ihrer Vision eine Ausstellung entwarf, die globale Perspektiven neu ordnet und die Gegenwartskunst als vielstimmiges, oft widersprüchliches Archiv lesbar macht. Nach ihrem plötzlichen Tod im Mai 2025 wird die kuratorische Idee nun von einem Team der Biennale weitergeführt und in ihrem Sinne umgesetzt.</p>
<h4>Ort, Zeitraum und Struktur</h4>
<p>Die Ausstellung findet vom 9. Mai bis 22. November 2026 in Venedig statt. Zentrale Orte sind die historischen Ausstellungsräume der Giardini sowie das Arsenale, ergänzt durch zahlreiche nationale Pavillons, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind.</p>
<p>Die Pavillons der teilnehmenden Länder befinden sich vor allem in den Giardini della Biennale sowie in den Hallen des Arsenale – zusätzlich nutzen viele Nationen historische Palazzi und Kirchenräume in der gesamten Stadt als temporäre Ausstellungsorte. So entsteht ein kuratorisches Geflecht, das sich über das gesamte urbane Gefüge Venedigs legt.</p>
<h4>Kunst als leise Verschiebung</h4>
<p>„In Minor Keys“ ist weniger ein klassisches Ausstellungsthema als vielmehr eine kuratorische Haltung. Statt großer, eindeutig lesbarer Narrative rückt Kouohs Konzept Arbeiten in den Mittelpunkt, die fragmentarisch, intim und oft bewusst unaufgeregt sind.</p>
<p>Viele der rund 110 beteiligten Künstler:innen arbeiten mit Erinnerung, Körperlichkeit und postkolonialen Erzählungen. Namen wie Wangechi Mutu, Otobong Nkanga oder Kader Attia stehen exemplarisch für eine Praxis, die Geschichte nicht illustriert, sondern in Material, Form und Raum spürbar macht.</p>
<p>Dabei geht es weniger um eindeutige Botschaften als um Zustände: um Brüche, Verschiebungen und Reibungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.</p>
<h4>Verschiebung der Zentren</h4>
<p>Auffällig ist die geografische und kulturelle Neuverteilung der Perspektiven. Europa erscheint in dieser Biennale nicht mehr als selbstverständliches Zentrum, sondern als ein Knotenpunkt unter vielen. Die künstlerischen Positionen stammen aus einem deutlich erweiterten globalen Feld, das unterschiedliche historische Erfahrungen gleichwertiger nebeneinanderstellt.</p>
<p>Die Biennale wirkt dadurch weniger wie eine klassische Leistungsschau des internationalen Kunstbetriebs, sondern eher wie ein temporäres Archiv globaler Erinnerungssysteme – offen, widersprüchlich und bewusst nicht abschließend.</p>
<h4>Besuchererlebnis</h4>
<p>Für Besucher:innen entfaltet sich die Biennale 2026 als weit verzweigtes Erlebnis zwischen klassischer Ausstellungssituation und urbaner Erkundung. Während Giardini und Arsenale konzentrierte kuratorische Setzungen bieten, öffnen die dezentralen Pavillons und Satellitenorte den Blick auf die Stadt selbst als Teil des Ausstellungsraums.</p>
<p>Die Wege zwischen den Stationen sind dabei ebenso Teil der Erfahrung wie die Werke selbst: Die Biennale lässt sich nicht linear konsumieren, sondern nur in Fragmenten, Umwegen und Überlagerungen erschließen – ganz im Sinne ihres diesjährigen Konzepts.</p>
<h4>Institution im Spannungsfeld</h4>
<p>Gleichzeitig bleibt die Biennale di Venezia ein Ort institutioneller Verdichtung. Nationale Beteiligungen, kuratorische Setzungen und der historische Rahmen der Ausstellung erzeugen weiterhin Machtstrukturen, die sich nicht vollständig auflösen lassen.</p>
<p>Gerade in dieser Spannung entfaltet sich jedoch ein zentrales Moment der Ausgabe 2026: Zwischen institutioneller Tradition und künstlerischem Anspruch entsteht ein Raum, der Fragen eher öffnet als beantwortet.</p>
<p>Wie lässt sich eine globale Gegenwart erzählen, ohne sie zu vereinheitlichen? Und welche Rolle kann eine historische Institution wie die Biennale dabei überhaupt noch einnehmen?</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>2026 ist keine laute Biennale. Keine der großen Gesten, die den Kunstbetrieb sonst oft prägen, steht im Vordergrund. Stattdessen setzt sich ein leiseres, komplexeres Bild zusammen – eines, das nicht auf schnelle Lesbarkeit zielt, sondern auf langfristige Wahrnehmung.</p>
<p>Vielleicht liegt genau darin die Stärke dieser Ausgabe: Sie insistiert nicht auf Aufmerksamkeit, sondern auf Genauigkeit. Und genau deshalb könnte sie zu einer der nachhaltigsten Biennalen der letzten Jahre werden.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="9L2f4steji"><p><a href="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/">Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/embed/#?secret=sUuMEocd3B#?secret=9L2f4steji" data-secret="9L2f4steji" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kunst in Venedig &#8211; Dietmar Brixy Ausstellung: Description of the World</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-in-venedig-dietmar-brixy-ausstellung-description-of-the-world/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 16:52:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Osthausmuseum Hagen]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Geuer]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Biblioteca Nazionale Marciana]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Brixy]]></category>
		<category><![CDATA[Description of the World]]></category>
		<category><![CDATA[Museum Correr.]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Tayfun Belgin]]></category>
		<category><![CDATA[vernissage]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst in Venedig &#8211; Brixy Ausstellung: Description of the World Mit seiner Einzelausstellung &#8222;Description of the World&#8220; die vom 24. <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-in-venedig-dietmar-brixy-ausstellung-description-of-the-world/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunst in Venedig &#8211; Brixy Ausstellung: Description of the World</h4>
<p>Mit seiner Einzelausstellung &#8222;Description of the World&#8220; die vom 24. August bis zum 21. September parallel zur Biennale Arte 2024 im prachtvollen Salone Sansoviniano der Biblioteca Nazionale Marciana am Markusplatz gezeigt wird, setzt sich der deutsche Künstler Dietmar Brixy, zwischen Kulturen und Identitäten wandelnd, mit dem Thema &#8222;Fremdsein&#8220; auseinander.</p>
<p>Marco Polos berühmtes Werk &#8222;Die Beschreibung der Welt&#8220; ist Namensgeber der Ausstellung Die Sammlung antiker Globen und Weltkarten sowie das Testament von Marco Polo, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 700. Male jährt, bieten in den Prunksälen der Biblioteca Marciana eine spannungsreiche Plattform für Brixys Ölgemälde aus den Werkserien „Happy“, „Reflect“ und „Journey“ sowie seine Tondi, die sogenannten „Bamboo Bubbles“, die die Form der Globen aufgreifen und mit wahren Farbexplosionen und organischen Formen bestechen, die von der Natur inspiriert sind.</p>
<p>Das Highlight der Ausstellung ist eine 3 m hohe Rauminstallation in Form eines Oktagons, die die Besucher in eine immersive Erfahrung eintauchen lässt. Inspiriert wurde Brixy dafür von dem achteckigen Deckengemälde des berühmten Renaissancekünstlers Tizian, das sich über der Rauminstallation befindet. In diesem Zusammenspiel entfaltet sich eine zeitlose Verbindung, die die klassische Eleganz der Renaissance mit der expressiven Lebendigkeit moderner Kunst verschmelzen lässt.</p>
<h4>Ausstellungsprojekt &#8222;At Home Abroad&#8220;</h4>
<p>Die Brixy-Ausstellung, kuratiert von Dr. Tayfun Belgin, Direktor a. D. Osthaus Museum Hagen, ist Teil des Ausstellungsprojekts &#8222;At Home Abroad&#8220;, einer Serie von vier aufeinanderfolgenden Einzelausstellungen bedeutender zeitgenössischer Künstler, die sich gemäß dem Motto der 60. Biennale Arte “Foreigners Everywhere” künstlerisch mit den Themen Fremdheit und Fremdsein auseinandersetzen. Das Kunstprojekt wurde von Ausstellungsmacher Dirk Geuer in Zusammenarbeit mit dem Ministero della Cultura und der Fondazione Musei Civici Venezia initiiert.</p>
<blockquote><p>„Dietmar Brixy eröffnet uns ein Bildgeschehen, welches wir von einer Art Bühne aus wahrnehmen. Er nimmt uns gleichsam an die Hand und führt uns in ein panoramatisches Bildgeschehen. Wir schauen von links nach rechts, von oben nach unten, halten uns kurz in der Mitte auf, um an einem Standort innezuhalten. Diese gewaltige Farbrhythmik, diese der Natur und ihren unendlichen Erscheinungen entnommene Koloristik machen uns zunächst einmal sprachlos.“ &#8211; Dr. Tayfun Belgin, Kurator der Ausstellung.</p></blockquote>
<p>Reisen und die Begegnung mit der Vielfalt fremder Kulturen waren schon immer Inspiration für Künstler. Auch Dietmar Brixy ist ein solcher Reisender, ein Suchender. Seine Expeditionen führten ihn in europäische Länder, aber auch nach Malaysia, Mexiko, Indien, Bali, Thailand, die Seychellen und die USA. Über die Jahre hat Brixy einen speziellen Ansatz entwickelt, um seine Erfahrungen, Erlebnisse und Wahrnehmungen in seinen Werken einzufangen. Für diese einzigartige ästhetische Formensprache, die Bewegung, Energie und Veränderung verkörpert, experimentiert der Mannheimer Künstler mit verschiedenen Materialien und Techniken. Seine Werke, die in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland Anerkennung fanden, sind oft großformatig und können sowohl als Malerei als auch als Installationen erlebt werden. Ein weiteres Highlight für 2024 setzt die Kunstaktion im Alten Pumpwerk in Mannheim-Neckarau, die nach der Ausstellung in Venedig ihr 20-jähriges Jubiläum feiert und ein neuerliches Zeugnis von Brixys Engagement und künstlerischer Vielseitigkeit darstellt.</p>
<p>Ausstellungsmacher Dirk Geuer kommentiert Dietmar Brixys Ausstellung „The Description of the World“: „Ähnlich wie die Schriften Marco Polos laden die farbenfrohen Werke des Künstlers Dietmar Brixy den Betrachter ein, sich mit der Welt als einem Ort der Begegnung, der Offenheit und des Miteinanders auseinanderzusetzen.“</p>
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Dietmar Brixy – „The Description of the World“<br />
24. August bis 21. September 2024<br />
Biblioteca Nazionale Marciana<br />
Piazza San Marco 13/a, 30124 Venedig<br />
Der Zugang zur Ausstellung erfolgt während der Laufzeit über das Museum Correr.<br />
Piazza San Marco 52, 30124 Venedig<br />
Öffnungszeiten täglich 10 – 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Italien? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-132007&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Ausgewählte Kunstwerke finden <a href="https://arttrado.de/shop/">Sie bei uns im Shop!</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-aus-muenchen-nach-italien-alexandra-kordas-im-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 18:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Borgo Pio]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Florenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[anstößige Kunst?]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview In der kommenden Ausstellung im Bellini-Museum präsentiert die Künstlerin Alexandra <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-aus-muenchen-nach-italien-alexandra-kordas-im-interview/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview</h4>
<p>In der kommenden Ausstellung im Bellini-Museum präsentiert die Künstlerin Alexandra Kordas ihre Kunstwerke, die von den Ereignissen des Ukraine-Krieges inspiriert wurden. Unter dem Titel „The Six Steps of War“ setzen sich die Werke auf einzigartige und anregende Weise mit den komplexen Themen Krieg, Konflikt und menschlichen Emotionen auseinander. Dieser Titel bezieht sich auf die sechs Phasen eines Konflikts, die erstmals von Kurt Lewin identifiziert wurden.</p>
<p>Lewin, der während des Ersten Weltkriegs als Soldat gedient hatte und später zum Begründer der Sozialpsychologie wurde, verarbeitete seine Kriegserfahrungen auf wissenschaftliche Weise. Kordas nutzt diese Phasen als Rahmen, um Emotionen und Erfahrungen der von Krieg betroffenen Menschen zu erkundigen – von den frühen Anzeichen eines Konflikts bis hin zur zerstörerischen Endphase. Die Gemälde in der Ausstellung vereinen abstrakte und figurative Stile und erzählen jeweils ihre einzigartige Geschichte.</p>
<h4>Alexandra Kordas im Interview</h4>
<p><strong>Wo sind Sie grade, wie geht es Ihnen und wodran arbeiten Sie aktuell?</strong></p>
<p><em>Ich bin gerade zu Hause in München in meinem Atelier und habe nach längerer Sommerpause wieder angefangen zu arbeiten bzw kreativ zu sein. Vor meinem Fenster tobt das Oktoberfest. Lustigerweise kann ich um so besser arbeiten je lauter es ist. Irgendwie habe ich das Gefühl dabei zu sein ohne dabei zu sein. Ich arbeite jetzt an meinem Projekt „ The future generation“.</em></p>
<p><strong>Wie sind Sie eigentlich zur Kunst gekommen und gab es einen Moment, in dem Sie sich entschieden haben, Ihre Werke mit der Öffentlichkeit zu teilen?</strong></p>
<p><em>Zur Kunst bin ich wirklich „ out of the blue“ und vollkommen zufällig gekommen. Dazu muss ich aber sagen, ich war sehr lange auf der Rudolf-Steiner-Schule ( Waldorfschule ) in München, die die Kreativität sehr angeregt und gefördert hat. Bevor ich zur Malerei kam, galt mein Engagement mehr dem Schauspiel und dem Schreiben. Aber seit dem Augenblick an dem ich anfing zu malen (2018), habe ich nicht mehr aufgehört. Es war und ist fast wie ein Sog, der mich immer weiter machen lässt. Zunächst dachte ich nicht darüber nach auszustellen oder mir eine Webseite zu erstellen, denn ich malte ja nur für mich, weil es mich einfach so unbeschreiblich glücklich und zufrieden machte.</em></p>
<p><em>Ich wollte meine Bilder auch niemanden zeigen, da mir sehr bewusst war, wie sie in mein Innerstes blicken ließen. Im Herbst 2019 bekam ich dann durch Bekannte in München die Chance, an zwei Ausstellungen teilzunehmen. Eigentlich wollte ich erst gar nicht teilnehmen, denn ich wollte meine Bilder für mich behalten und dachte mir, es geht niemanden etwas an, was ich male. Ich ließ mich dann aber überzeugen. Ich war unglaublich aufgeregt und unsicher und meinen Freunden, die zahlreich zu meiner Unterstützung kamen, sehr dankbar. Eine meiner Freundinnen meinte danach: „Jetzt brauchst Du aber eine Webseite“. Eigentlich machte es gar keinen Sinn für mich, aber ich machte es halt und dachte mir, die Sparte Ausstellungen kann ich mir sparen.</em></p>
<p><strong>Seit dem ist viel passiert. Vom 27.10. &#8211; 03.11.2023 werden ihre Werke in den historischen Räumen des Museum Bellini in Florenz gezeigt und vom 4.-11. November sind Sie in der Galerie Borgo Pio in Rom präsent. Können Sie schon verraten, was die Besucher erwarten wird?</strong></p>
<p><em>Bei der Ausstellung der Galerie Borgo Pio in Rom steht das Thema „türkis“ im Mittelpunkt. Türkis macht mir immer gute Laune und ist meine absolute Lieblingsfarbe. Einen Teil der Bilder habe ich in diesem Sommer mit Blick aufs Meer gemalt. Die verschiedenen türkis und blauen Töne des Meeres haben in mir so viel positive Energie ausgelöst. Alles Schwere und Schlechte wurde mir dabei genommen und unendlich viel Kraft, Lebensmut und Glück sind in mich hineingeströmt. Da ich mich ja ansonsten zum Großteil mit schweren Themen befasse, musste ich dies einfach einmal für meine Seele tun.</em></p>
<p><strong> Sie arbeiten auch viel mit sakralen Symbolen &#8211; welche Rolle spielt Religion für Sie und Ihre Kunst?</strong></p>
<p><em>Für meine Kunst spielt Religion glaube ich keine Rolle, aber für mich als Person schon und fließt damit natürlich immer wieder in meine Kunst ein. Ich bin überzeugt, dass es etwas höheres übergeordnetes gibt &#8211; wie immer man es nennen mag-. Ich glaube auch durchaus an Wunder und habe einige davon auch persönlich mitbekommen, da ich 15 Jahre, einmal im Jahr für eine Woche als Krankenpflegerin mit dem „ Order of Great Britain“ der Malteser nach Lourdes/Frankreich zur Wallfahrt gefahren bin.</em></p>
<p><strong>Gibt es ein bestimmtes Element oder eine bestimmte Technik in ihrer Kunst, die Sie als ihre &#8222;Signatur&#8220; betrachten? Wie ist diese entstanden und was bedeutet sie für Sie?</strong></p>
<p><em>Am Anfang war das Kreuz ein ganz starkes und besonderes Symbol als Ausdruck von Schmerz und Leid für mich. Als ich angefangen habe zu malen, ist es einfach aus mir herausgekommen und wurde ein wichtiger Bestandteil meiner Kunst. Inzwischen ist es in seiner Bedeutung jedoch für mich zurückgetreten.</em></p>
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<p><strong>Wie kann man sich den Entstehungsprozess von einem Ihrer Werke vorstellen?</strong></p>
<p><em>Der Großteil meiner Werke entsteht erst einmal in Gedanken im Unterbewusstsein. In der Regel habe ich zwar inzwischen eine ungefähre Vorstellung von dem, was ich noch machen will, aber meistens ist es sehr vage. Dann forciere ich nichts. Ich warte ab und höre in mein Inneres. Sei es nachts im Schlaf, beim Aufwachen oder in einem entspannten Moment, wo ich einfach nur aus dem Fenster sehe. Manchmal geht das ganz schnell, manchmal dauert es lange, bis es sich gut für mich anfühlt. Dann muss ich aber auch sofort anfangen zu arbeiten und wenn ich es aus irgendeinem Grund mal nicht kann, ist es wie ein Schmerz das Wollen und nicht können. Wenn ich dann richtig in meinem Element bin, kann ich auch nicht mehr aufhören, bis mein Werk fertig ist. Danach bin ich oft vollkommen erschöpft, aber glücklich.</em></p>
<p><strong>Gibt es gelegentlich auch Kreativblockaden? Falls ja, wie gehen Sie damit um?</strong></p>
<p><em>Oh ja, Kreative Blockaden habe ich immer wieder. Manchmal sogar ganz lange und heftig. Dann geht einfach gar nichts mehr. Ich habe keine Ideen mehr und fühle nichts. Es ist, als wäre meine Seele und mein Hirn vollkommen leer und ich frage mich, wieso ich überhaupt angefangen habe, Kunst zu machen. Manchmal bin ich dann nicht weit von einer Depression. Alles wird so schwer und sinnlos. Das letzte Mal war ich Anfang dieses Jahres in so einer Phase. Irgendwie ging nichts mehr. Eine Freundin, die Kunst studiert hatte, schenkte mir alte Materialien von sich, mit denen ich noch nie gearbeitet hatte. Beim Ausprobieren von etwas für mich vollkommen Neuen kam dann langsam wieder meine Kreativität zum Vorschein. Inzwischen ist mir ganz klar, dass ich immer wieder kreative Pausen brauche, in denen ich mich mit ganz anderen Dingen als der Kunst beschäftige. Sozusagen, um meinen inneren Speicher wieder zu füllen.</em></p>
<p><strong>Wie gehen Sie mit dem Druck um, immer originell sein zu müssen?</strong></p>
<p><em>Den Druck originell zu sein, empfinde ich nicht bzw. gibt es für mich nicht. Ich kreiere etwas aus meinem tiefsten Inneren heraus und habe noch nie darüber nachgedacht, etwas Besonderes oder Originelles zu erschaffen. Wenn ich es tue, dann entsteht es einfach durch meine Lust am Erschaffen, meiner Lust an der Kreativität und vor allem an der Neugier, was denn so alles im kreativen Bereich möglich ist. So habe ich mal eine Zeit lang mit Bett Federn gearbeitet. Das fand ich ganz toll. Naja nachdem ich einige Arbeiten fertiggestellt hatte, war mein Interesse dann wieder vorbei und ich musste mich etwas neuem zuwenden.</em></p>
<p><strong>Welche Rolle spielt die Gesellschaft in Ihrer Kunst? Und beeinflussen politische oder soziale Ereignisse Ihre Arbeiten?</strong></p>
<p><em>Die Gesellschaft spielt eine große Rolle in meiner Kunst, denn in vielem ist sie ja das Spiegelbild bzw. meine Inspiration. Genauso beeinflussen politische und soziale Ereignisse meine Arbeit. Das war eigentlich schon immer so, da ich sehr politisch interessiert bin. Ich denke, alle politischen und sozialen Ereignisse haben schon immer unser aller Leben beeinflusst und in meiner Kunst bzw. mit meiner Kunst möchte ich gerne auf viele Missverständnisse im Äußeren sowie im Inneren aufmerksam machen.</em></p>
<p><strong>Ihre Werke können durchaus als provokant bezeichnet werden, darf Kunst alles oder gibt es Grenzen?</strong></p>
<p><em>Ich denke, Kunst darf ganz viel und darf auf jeden Fall provokant oder sogar sehr provokant sein. Allerdings gibt es doch gewisse Grenzen. So sollte sie niemals andere verletzen und über die Grenzen einer gewissen Erträglichkeit hinausgehen. So hatte ich schon einige Ideen, die ich aus genau diesem Grund wieder verworfen habe. Manchmal kämpfe ich deswegen auch mit mir selbst.</em></p>
<p><strong>Muss Kunst eine Botschaft vermitteln? Oder kann Sie auch einfach &#8222;nur schön&#8220; sein?</strong></p>
<p><em>Kunst kann natürlich einfach nur schön sein. Allerdings versuche ich doch in meinen Arbeiten meistens eine Botschaft zu vermitteln. Das ist für mich sinnhafter.</em></p>
<p><strong>Wie wichtig ist Ihnen die Reaktion des Betrachters auf Ihre Bilder? Möchten Sie, dass Zuschauer eine bestimmte Botschaft verstehen oder fühlen Sie sich eher ermutigt, wenn diese ihre eigenen Interpretationen finden?</strong></p>
<p><em>Die Reaktionen des Betrachters ist mir sehr wichtig, egal wie diese ausfällt und ob er meine Botschaft versteht oder seine eigene Interpretation findet. Nie werde ich die Reaktion auf meine ersten Bilder vergessen. Die eine Person war vollkommen begeistert und die Andere wandte sich angeekelt davon ab und meinte nur: “wie widerlich“. Da wusste ich, mein Bild löste etwas aus und nur das war mir wichtig.</em></p>
<p><strong>Welche ungewöhnlichen Orte oder Umgebungen haben Sie schon inspiriert, Kunst zu schaffen?</strong></p>
<p><em>Die Orte, die mich inspiriert haben, sind vollkommen unterschiedlich. Da war eine echte Voodoo Zeremonie in Haiti an der ich einst teilgenommen hatte, ein spontanes Jazz Konzert von Freunden von mir für mich auf einem vielbefahrenen Highway in Sao Paulo, eine Favela an den Hängen von Rio, ein Museum in San Miguel de Allende das die Toten konserviert in Glassärgen aufgebahrt zeigt und wo am Ende des Raumes ein riesiges Schild „Bano“ hing da sich schon viele Besucher gleich übergeben mussten. Genauso aber die Heilige Domain in Lourdes oder ein Gefängnis, wo ich als junge Frau mal an einer Veranstaltung teilgenommen habe und dessen Besuch mich bis heute bewegt.</em></p>
<p><strong>Welche Rolle spielen Träume in ihrem kreativen Prozess? Haben Sie jemals Träume oder Albträume gehabt, die ihre Kunst beeinflusst haben?</strong></p>
<p><em>Träume spielen eine ganz große Rolle bei der Erschaffung meiner Kunst. Manchmal wache ich in der Nacht auf und ich weiß oder fühle genau, was ich als nächstes machen muss. Es gibt Zeiten, da habe ich so viele dieser Träume, dass ich es nachts aufschreiben muss, um es nicht zu vergessen. Alpträume habe ich nie, eigentlich auch nie gehabt. Das Unterbewusstsein spielt dür mich im Schlaf eine große Rolle und hat mir von Anfang an meinen Weg gezeigt.</em></p>
<p><strong>Glauben Sie, dass Kunst die Fähigkeit hat, die Welt zu verändern? Warum oder warum nicht?</strong></p>
<p><em>Ich glaube dass Kunst, die in die Seele des Betrachters geht, in ihm etwas Starkes auslöst und ihn tief berührt, durchaus die Welt verändern kann. Warum? Wenn wir uns ganz tief in unserem Innersten von etwas berührt fühlen- sei es negativ oder positiv- dann tut sich in unserem Innersten etwas. Außerdem gibt uns Kunst die Möglichkeit und mit einem Thema, das uns vielleicht unangenehm ist und mit dem wir uns nicht direkt auseinandersetzen möchten, indirekt zu beschäftigen.</em></p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor, wir wären ein großes Magazin &#8211; die New York Times oder Ähnliches, was würden Sie der Welt gerne noch sagen?</strong></p>
<p><em>Ich würde der Welt gerne sagen: Seit emphatisch, spürt euren Nächsten so wie ihr Euch spürt, macht mit ihm nichts, was ihr nicht möchtet, dass man mit euch macht. Daher füge niemanden Schmerzen, sei es seelischer oder körperlich zu. Hört auf, euch zu bekriegen, denn kein Krieg hat die Welt je besser gemacht. Lasst die Liebe, wann immer es geht, die Oberhand gewinnen.</em></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Zur Webseite der Künstlerin: <a href="https://alexandrakordas.com/" target="_blank" rel="noopener">https://alexandrakordas.com/</a></p>
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<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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		<title>Kunst für den Frieden: Alexandra Kordas im Oktober im Museum Bellini, Florenz</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-fuer-den-frieden-alexandra-kordas-im-oktober-im-museum-bellini-florenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 12:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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		<category><![CDATA[Museo Bellini]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst für den Frieden: Alexandra Kordas im Oktober im Museum Bellini, Florenz Die Ausstellung „Hasse den Krieg &#8211; denn es <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-fuer-den-frieden-alexandra-kordas-im-oktober-im-museum-bellini-florenz/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunst für den Frieden: Alexandra Kordas im Oktober im Museum Bellini, Florenz</h4>
<p>Die Ausstellung „Hasse den Krieg &#8211; denn es gibt keine Gewinner oder Verlierer“ ist ein kraftvoller künstlerischer Ausdruck des Zorns von Alexandra gegen Krieg und Gewalt sowie deren Auswirkungen, insbesondere auf Frauen. Ihr Ziel ist, das Bewusstsein für die grausamen Folgen von Krieg zu schärfen und friedliche Lösungen für globale Konflikte zu fördern. In ihren Kunstwerken erhebt die bayerische Künstlerin ihre Stimme laut und deutlich, um ihren Abscheu gegenüber Krieg, Grausamkeit und sexueller Gewalt zum Ausdruck zu bringen.</p>
<h4>Alexandra Kordas Ausstellung im Museum Bellini</h4>
<p>In der Ausstellung im Bellini-Museum präsentiert die Künstlerin ihre Kunstwerke, die von den Ereignissen des Ukraine-Krieges inspiriert wurden. Unter dem Titel „The Six Steps of War“ setzen sich die Werke auf einzigartige und anregende Weise mit den komplexen Themen Krieg, Konflikt und menschlichen Emotionen auseinander. Dieser Titel bezieht sich auf die sechs Phasen eines Konflikts, die erstmals von Kurt Lewin identifiziert wurden.</p>
<p>Lewin, der während des Ersten Weltkriegs als Soldat gedient hatte und später zum Begründer der Sozialpsychologie wurde, verarbeitete seine Kriegserfahrungen auf wissenschaftliche Weise. Kordas nutzt diese Phasen als Rahmen, um Emotionen und Erfahrungen der von Krieg betroffenen Menschen zu erkundigen &#8211; von den frühen Anzeichen eines Konflikts bis hin zur zerstörerischen Endphase. Die Gemälde in der Ausstellung vereinen abstrakte und figurative Stile und erzählen jeweils ihre einzigartige Geschichte.</p>
<p>Einzelausstellung: 27.10. &#8211; 03.11.2023</p>
<p>Museo Bellini, Lungarno Soderini, 5, Florenz.  Galleria Bellini &#8211; Museo Bellini Firenze</p>
<h4>Alexandra Kordas</h4>
<p>: „Meine Kunst kommt aus der Tiefe der Seele und muss nicht konstruiert werden&#8220;, kommentiert die Autodidaktin Alexandra Kordas ihre Werke. Ihr erstes Werk schuf die Münchnerin 2018. Seitdem hat sie ihren Pinsel nicht mehr abgelegt, denn das künstlerische Schaffen entfaltete in ihr wieder die einstige unbändige Kreativität, die für sie als Waldorf Schülerin unabdingbar war. Die Inspiration für ihre Kunstwerke kommt hauptsächlich direkt aus den Tiefen ihrer Seele, die durch eigenes Erleben, aber auch durch aktuelle spirituelle, intellektuelle, soziale und politische Einflüsse unserer Welt inspiriert wird.</p>
<p>Zwischen Himmel und Hölle, Leben und Tod, Freude und Schmerz bewegen sich die Themen ihrer Kunstwerke im Zwiespalt der Pole. Markant zieht sich das Symbol des Kreuzes wie eine Signatur durch ihre zeitgenössischen, teils provokanten Werke.</p>
<p>Für Alexandra Kordas ist es essenziell, dass ihre Kunst mit dem Finger auf die Wunden der Gesellschaft und die Verletzungen der Menschen zeigt. Ihre Kunst soll die Augen der Betrachter öffnen. Dabei thematisiert die Künstlerin bewusst schwierige Themen, die man normalerweise nicht gerne ansieht, weil sie schmerzhaft sind und wehtun. Sie hat es zu ihrer Aufgabe gemacht, die Betrachter mit den Problemen und Missständen unserer Welt in Kontakt zu bringen, um eine Auseinandersetzung anzuregen.</p>
<p>Alexandra Kordas arbeitete zuvor als Schauspielerin und Drehbuchautorin. Ihre künstlerische Kreativität und Leidenschaft reiften in den 10 Jahre in der Waldorfschule (Rudolf-Steiner-Schule), die einen Schwerpunkt auf die kreative, künstlerische und spirituelle Welt legt. In der Kindheit der Künstlerin sind traumatische Dinge passiert, die sie mit Schmerzen und Herzblut konfrontierten und verletzten. Aber sie hatte auch das Privileg eines sehr unbeschwerten und unabhängigen Lebens auf der anderen Seite. Daher rührt heute ihr künstlerischer Zwiespalt zwischen „Paradies und Fegefeuer“.</p>
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Alexandra Kordas_ The Six Steps of War_6. Zerstörung_(c) Alexandra Kordas</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Florenz?– <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1762397&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Unterkünfte finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>Niedersächsisches Landesmuseum Hannover Jahresvorschau 2023</title>
		<link>https://arttrado.de/news/niedersaechsisches-landesmuseum-hannover-jahresvorschau-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2023 10:46:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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					<description><![CDATA[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover Jahresvorschau 2023 Die Besucher*innen dürfen sich auf eindrucksvolle Sonderausstellungen und die Rückkehr eines Teils der KunstWelten freuen. <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/niedersaechsisches-landesmuseum-hannover-jahresvorschau-2023/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Niedersächsisches Landesmuseum Hannover Jahresvorschau 2023</h3>
<p>Die Besucher*innen dürfen sich auf eindrucksvolle Sonderausstellungen und die Rückkehr eines Teils der KunstWelten freuen. »Die Zahl von rund 141.000 Besuchen unterstreicht noch einmal eindrucksvoll den hohen Stellenwert, den die Kultur bei den Menschen hat. Dafür sind wir dankbar und hoffen mit unserem Angebot für 2023 diese Entwicklung fortsetzen zu können«, so Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.</p>
<p>Neben den zahlreichen Sonderausstellungen wird ab dem 24.2.2023 auch der erste Abschnitt der neuen KunstWelten eröffnet. Nach fast drei Jahren Dachsanierung und Umbau der Galerieräume können sich die Besucher*innen auf eine einzigartige Sammlung hochkarätiger Werke aus dem ehemaligen »Welfenmuseum« freuen, darunter die beiden Altarretabel »Die Goldene Tafel« und der »Göttinger Barfüßeraltar«.</p>
<h4>Programm Rückblick 2022</h4>
<p>Ritter und Burgen. Zeitreise ins Mittelalter: 1.10.2021 bis 20.2.2022</p>
<p>Im Freien. Von Monet bis Corinth: 16.7.2021 bis 25.9.2022</p>
<p>Die Erfindung der Götter. Steinzeit im Norden: 1. 4. bis 31.10.2022</p>
<p>Nach Italien. Eine Reise in den Süden: 28.10.2022 bis 19.2.2023</p>
<p>China hinter Glas. Zeugnisse einer vergessenen Kunst: 25.11.2022 bis 16.4.2023</p>
<h4>Ausblick in das Programm 2023</h4>
<p><strong>Nach Italien. Eine Reise in den Süden bis 19.2.2023</strong></p>
<p>Der Duft von Zitronen, magisches Licht, verwunschene Landschaften: Sehnsuchtsort Italien! Lange bevor der Massentourismus das Reisen zur Normalität machte, pilgerten Adelige, reiche Bürgerliche und viele Künstler gen Süden. Die Ausstellung folgt ihnen in das Land ihrer Träume – zeigt aber auch den italienischen Blick auf die eigene Heimat. Piranesi, Ahlborn, Signac und Slevogt: Sie alle haben Landschaften, Licht und Leute Italiens auf ihre ganz eigene Weise eingefangen und damit persönliche Visionen ihres Sehnsuchtsorts geschaffen.</p>
<p><strong>China hinter Glas. Zeugnisse einer vergessenen Kunst bis 16.4.2023</strong></p>
<p>Phantasievolle Landschaften, Märchen- und Sagenhaftes, kuriose Familienereignisse und Skurriles aus dem Alltag: Das China des 19. und 20. Jahrhunderts präsentiert sich leuchtend auf den kunstvollen Hinterglasbildern aus der Sammlung Rupprecht Mayers.</p>
<h4>Glenn Brown. The Real Thing 24.2. bis 11.6.2023</h4>
<p>Was passiert, wenn ein international bekannter Künstler frei über Bestände von zwei bedeutenden Museen in Deutschland verfügen kann und sie mit seinen eigenen Werken kombiniert? Dieses Experiment starten das Landesmuseum und das Sprengel Museum Han­nover 2023. Mit der von Glenn Brown kuratierten Schau gehen sie erst­mals neue Wege: eine Ausstellung in zwei Museen.</p>
<p>Glenn Brown, einer der bekanntesten britischen Künstler, wird die Sammlungen beider Häuser neu interpretieren und eine Diskussion über das Verhältnis von zeitgenössischer und historischer Kunst anregen. Die Ausstellung im Landesmuseum Hannover präsentiert Werke aus dessen herausragender Sammlung Alter und Neuer Meister im Dialog mit Ge­mälden, Zeichnungen und Skulpturen von Glenn Brown. Zusätzliche Leihgaben aus dem Sprengel Museum werden die Auswahl ergänzen.<br />
Mit Glenn Brown, der gleichzeitig als Künstler und als Kurator fungiert, wird dieses ambitionierte Doppelprojekt nicht nur die historische Tiefe beider Sammlungen hervorheben, sondern auch ihre zeitgenössische Relevanz zeigen.</p>
<h4>Tempo: Tempo! Tempo? Eine Geschichte der Geschwindigkeit 9.6.2023 bis 4.2.2024</h4>
<p>Niedersachsen spielte seit Beginn der Industrialisie­rung eine wichtige Rolle bei der Beschleunigung: Schon 1786 reiste James Watt, der Erfinder der ersten leis­tungsfähigen und rentablen Dampfmaschine, in den Harz, um die Bergbautechnik in der Grube Dorothea zu studie­ren; seit den 1930er Jahren werden im Akkord Autos in Wolfsburg hergestellt. Wenn sich drei zentrale Institutionen in Niedersachsen zusammenschließen, um die Geschichte der Geschwindigkeit aus verschiedenen Perspektiven zu be­leuchten, wird damit gleichzeitig auch ein Schlaglicht auf die Landesgeschichte geworfen.</p>
<p>Die Ausstellung wird an drei Standorten präsentiert: Im Kunstmuseum Schloss Derneburg geht es um das Tempo in der zeitgenössischen Kunst, im größten Oldtimermuse­um Europas in Einbeck steht die technische Entwicklung im Mittelpunkt und im Landesmuseum Hannover werden Be- und Entschleunigung in Natur- und Kulturgeschichte thematisiert. So kann im Zusammenschluss dieser drei Institutionen in einem Radius von weniger als 100 Kilo­metern die Tempo-Sucht, die unser aller Leben bestimmt, mit all ihren Facetten umgreifend präsentiert werden.</p>
<h4>Ich werde noch etwas. Paula Modersohn-Becker in Hannover Ab Herbst 2023</h4>
<p>Paula Modersohn-Becker ist eine Pionierin der deutschen Moderne. Die Malerin gehört nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Zeit um 1900. Sie war die erste deutsche Expressionistin – noch vor der Gründung der Dresdner Brücke 1905 und dem Münchener Blauen Reiter 1908. Sozial- und emanzipationsgeschichtlich nimmt sie eine herausragende Stellung und für ihr Geschlecht vorbildliche Position ein.</p>
<p>Das Landesmuseum Hannover verwahrt derzeit 38 Gemälde von Paula Modersohn-Becker – weltweit ist das die größte Sammlung außerhalb Bremens. Ein Beweis dafür, dass die Künstlerin in Hannover sehr früh entdeckt und intensiv gesammelt wurde. Die hiesige Modersohn-Becker-Sammlung besticht durch internationale bekannte Hauptwerke wie das »Selbstbildnis mit Hand am Kinn«, aber auch durch eine beeindruckende Themenvielfalt. Sie umfasst Werke aus dem gesamten Schaffensprozess der Künstlerin: Von Landschaftsbildern über Stillleben und Darstellungen von Frauen und Kindern – eine besondere Spezialität Modersohn-Beckers – ist alles vertreten. Erstmals sollen nun alle Hannoverschen Werke der Künstlerin in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über das Landesmuseum Hannover: <a href="https://www.landesmuseum-hannover.de/">www.landesmuseum-hannover.de</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Hannover? <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785903&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
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<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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		<title>Werk der Woche #79 &#8211; Flanieren am Ortasee by Karl Andlinger</title>
		<link>https://arttrado.de/news/werk-der-woche-79-flanieren-am-ortasee-by-karl-andlinger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2022 11:47:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps für Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Andlinger]]></category>
		<category><![CDATA[Ortasee]]></category>
		<category><![CDATA[79]]></category>
		<category><![CDATA[Kreide]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Pastell]]></category>
		<category><![CDATA[Werk der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[WDW]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=13862</guid>

					<description><![CDATA[Werk der Woche #79 &#8211; Flanieren am Ortasee by Karl Andlinger Das letzte Werk der Woche, „Objekt 40“ von Carmen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/werk-der-woche-79-flanieren-am-ortasee-by-karl-andlinger/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Werk der Woche #79 &#8211; Flanieren am Ortasee by Karl Andlinger</h3>
<p>Das letzte Werk der Woche, „<a href="https://arttrado.de/news/werk-der-woche-78-objekt-40-von-carmen-reichart/" target="_blank" rel="noopener">Objekt 40“ von Carmen Reichart</a> können Sie hier noch einmal nachlesen! Diese Woche steht das Kunstwerk &#8222;Flanieren am Ortasee&#8220; vom österreichischen Künstler Karl Andlinger im Blickpunkt.</p>
<h4>Flanieren am Ortasee by Karl Andlinger</h4>
<p>Die Vorlage für das Kunstwerk wurde von Karl Andlinger 2018 fotografisch festgehalten. Im Jahr 2020 hat der Künstler den italienischen Flair mit hochqualitativen Pastellkreiden abstrahiert gemalt. Das 110cm * 80cm Kunstwerk gehört zu den größeren Arbeiten von Andlinger, eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass der Künstler hier nicht so detailgetreu gemalt hat, wie bei diversen sonstigen Arbeiten. Die schemenhafte, grobe &#8222;fleckenhafte&#8220; Strichführung ist vorwiegend vertikal ausgerichtet und besteht aus Einzelflächen.Zudem hat der Karton, der bei diesem Bild zufällig als Maluntergrund verwendet wurde, eine Struktur in das Bild übertragen, die die Vorzugsrichtung des Farbauftrages untermauert bzw. hervorhebt.</p>
<h4>Der Ortasee</h4>
<p>Der Ortasee verfügt über eine Fläche von ca. 18 km<sup>2</sup>  und ist damit der kleinste See in Norditalien. Der Ortasee liegt in der Region Piemont,  rund 25 km westlich des Lago Maggiore und ist ein beliebtes Ziel von Touristen.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CCEcfExF7fY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CCEcfExF7fY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Charly (@karlsbilderarchiv)</a></p>
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<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p>Das Kunstwerk <em>Flanieren am Ortasee </em>ist fix in einem hochwertigen Rahmen befestigt. Der Preis für das  gerahmte Kunstwerk  liegt bei 1050€ zzgl. Versand. Bei Interesse nutzen Sie gerne unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener">Kontakt!</a> Weitere Werke von Karl Andlinger finden Sie auch bei <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">uns im Shop!</a></p>
<h4>Karl Andlinger</h4>
<p>Von klein auf hat Karl Andlinger sich am analogen Fotoapparat seines Vaters bedient, heute arbeitet er vordergründig mit Mischtechniken aus Pastell und Kohle. Mittlerweile zieren diverse Auftragsarbeiten einfarbige, monotone Wände. Einblicke in seine Arbeitsweise und fertige Ergebnisse zeigt der österreichische Künstler auf seiner Webseite und seinem Instagram-Kanal.</p>
<p>Im November 2022 hatte Karl Andlinger seine erste Ausstellung im &#8222;Le Passepartout&#8220; in Lustenau. Bei Andlinger steht die künstlerische Umsetzung im Vordergrund, weshalb er bisher wenig Zeit hatte, seine Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen &#8211; produktiv und kreativ war er aber schon immer. Der österreichische Künstler kam über die Fotografie zur Malerei.</p>
<p>Unser letztes Interview mit Karl Andlinger finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/interview-karl-andlinger-seine-aktuelle-ausstellung-und-klima-kleber/" target="_blank" rel="noopener">Interview: Karl Andlinger über seine aktuelle Ausstellung und Klima-Kleber</a>.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
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		<title>Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico</title>
		<link>https://arttrado.de/news/faelscher-und-ihre-folgen-der-fall-giorgio-de-chirico/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 13:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfälscher]]></category>
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					<description><![CDATA[Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico Wer sich mit Kunstfälschungen des letzten Jahrhunderts auseinander setzt, kommt <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/faelscher-und-ihre-folgen-der-fall-giorgio-de-chirico/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fälscher und ihre Folgen &#8211; Der Fall Giorgio de Chirico</h2>
<p>Wer sich mit Kunstfälschungen des letzten Jahrhunderts auseinander setzt, kommt wohl nicht an dem Namen Girgio de Chirico vorbei. Einer der bedeutensten Maler des letzten Jahrhunderts. Meistens aber ist der Anlaß der Publicity de Chiricos ein eher unerquicklicher. Es sind weniger die Bilder des &#8222;maestro&#8220; wie man ihn in Italien respektvoll nennt, die im Gespräch sind als vielmehr die Fälschungen. Lange Jahre zweifelte man daran, ob der alternde Künstler bei diesen Machenschaften nicht auch selbst seine Hand im Spiel hatte, um so für seine Erinnerung vorzusorgen. Seit 1977 sind keine Zweifel mehr möglich, wie es sich wirklich verhält; eine eigens gegen das Überhandnehmen der Bildfälschung in Italien geschaffene Spezialeinheit der Carabinieri hat in Florenz und Mailand in energischem Zugriff den &#8222;raffiniertesten Fälscherring aller Zeiten&#8220; ausgehoben.</p>
<h3>Der meist gefälschte Künstler des Jahrhunderts</h3>
<p>Was hat nun ausgerechnet Giorgio de Chirico zum Opfer so vieler und so systematischer Fälschungen gemacht? Die Antwort des Künstler, so knapp wie richtig: &#8222;Weil man sie gut verkaufen kann&#8220;. Aber dies ist nur einer von mehrern Gründen, denn auch ein Picasso, ein Matisse oder ein Chagall sind &#8222;gut zu verkaufen&#8220;. Und schließlich wurden auch Morandi, Carrá, Casorati, de Pisis, Rosai und Fontana en masse gefälscht. Also welche weiteren Umstände mußten hinzukommen, um so eine Vielzahl von Fälschern auf seine Spur zu locken.</p>
<h3>Warum de Chirico das Opfer wurde</h3>
<p>Als erstes: de Chirico &#8211; oder wenigstens ide zehn oder zwölf beliebtesten Sujets aus seiner Epoche der &#8222;pittura metafisica&#8220; &#8211; waren nicht nur einfach zu verkaufen, sondern auch einfach zu kopieren. Bei diesen Werken zählt die Signifikanz der Idee, nicht die Bravour der Pinselführung. Die Formen der Fassaden, Statuen, Gänge und ihre harten Schatten lassen sich mittels Diaprojektor leicht auf eine Leinwand werfen und somit nachzeichnen. Schon damals gehörte ein Diaprojektor zu der Grundausstattung eines jeden Fälschers. Zusätzlich kam der Fakt, dass de Chirico die Eigenheit besaß, die Bilder die am meisten geschätzt wurden, selbst immer wieder neu zu variieren. Im Sommer des Jahres 1919 betrachtete er seine &#8222;metaphysische Periode&#8220; als abgeschlossen. Wenige Jahre darauf erreichte ihn der Wunsch der Surrealisten &#8211; so von Breton, von Eluard &#8211; das eine oder andere seiner klassichen &#8222;metaphysischen&#8220; Kunstwerke zu besitzen. Diese waren zu dem Zeitpunkt aber schon oft in festen Händen. So erbot sich dem Künstler, einfach eine zweite Fassung zu malen. Der Vorschlag machte schnell die Runde und die ersten Anfragen, die erst noch schüchtern gestellt wurden &#8211; wurden schnell zur Regel.</p>
<h3>Repliken und Kopien</h3>
<p>Dieser Schritt hat viele Zeitgenossen verwirrt &#8211; und Fälscher ermutigt. Wenn de Chirico sich schon selbst wiederholte &#8211; warum sollten Sie es nicht auch tun? Verblüffende so wie bestechende Logik. Wer sollte schon die Replik unterscheiden können von einer getreuen Kopie. Auf diesem Feld sollten auch die Experten leicht in die Irre gehen. Fragwürdige Expertisen, die häufig nach einer Simplen Schwarz/Weiß Fotografie abgegeben wurden, trugen so zur Verwirrung bei.</p>
<h3>Komplexe und tragische Pointen</h3>
<p>Im laufe dessen, machten sich die Fälscher eine weitere Eigenschaft der Biographie de Chiricos zunutze. Über die Jahre wuchs die radikale Ablehnung alles dessen was als &#8222;moderne Kunst&#8220; seiner Ansicht nach allzuleicht den Beifall der Kritik und der Museen errang, indes er das eigene Werk ignorierte, ja sogar mißachtete. Diese Kontroversen boten mitten der fünfziger Jahre  den Fälschern, so wie den Hehlern und Händlern einen willkommenen Anlaß, mit der rhetorischen Frage nachzuhaken, wie weit wohl ein Mann noch ernst zu nehmen sei, der die moderne Malerei, die er einst mitgetragen habe, nun in Bausch und Bogen verdamme?</p>
<h3>Bilderfälschung = Kavaliersdelikt?</h3>
<p>Die Moralauffassung der Italiener in Kunstdingen entsprach einer sehr laxen Gesetzgebung. Lücken und Schlupflöcher, getreu dem Motto: &#8222;Die Welt will betrogen werden&#8220;. Schließlich ist niemand gezwungen diese Kunst zu kaufen. Selbst gegen Lebensmittelfälscher wird nicht sonderlich stark vorgegangen. Das alles wurde südlich der Alpen als Kavaliersdelikt eingestuft, auf einer Stufe mit Falschparken. So hat sich in Italien eine weitverzweigte Mafia aus Händlern,Hehlern und Helfershelfern entwickelt, die bis in einflußreiche Kreise reichte und ein lukratives und relativ risikoloses Gewinnspiel betrieb. Was ihnen letztendlich das Genick gebrochen hat, waren wahrscheinlich garnicht die Fälschungen, vielmehr die Dreistigkeit, mit der sie gestohlene oder nachgemachte Notarssiegel verwendet haben, um die Bilderflut mit amtlichen Beglaubigungen auszustatten.</p>
<h3>Grundzüge der Strategie</h3>
<p>Hier die Grundzüge ihrer Strategie, im wesentlichen beruhte sie auf vier Punkten.</p>
<p>Der erste war: den bejahrten Meister für nicht ganz zurechnungsfähig zu erklären und gleichzeitig alle Anekdoten zu verbreiten, die seine Urteilsfähigkeint in Frage stellten. Ob ein de Chirico echt sei oder nicht sollten &#8222;Experten entscheiden und nicht mehr der Künstler selbst. Das Ziel war ihn in soviele Prozesse wie möglich zu verwickeln. Jeder verlorene Prozess erschütterte seine Glaubwürdigkeit, er verlor viele Prozesse. Als der Fälscherring aufflo, entdeckte man die Zugehörigkeit von Signor Giovanni Pescali Jun., seine Gutachten gaben in vielen Verfahren den Ausschlag. Offiziell war das prominente Mitglied des Fälscherrings Kunstsachverständiger am Gerichtshof in Mailand.</p>
<p><strong>Die &#8222;Höhle des Ali Baba&#8220;</strong></p>
<p>Der zweite Punkt der Strategie stand nur scheinbar im wiederspruch zum ersten. So musste wenigstens ein Mitglied der Fälschermafia engen Kontakt zum Meister halten, um so den Zugang zu originalen Kunstwerken aus dem Atelier zu sichern. Zu Hause &#8211; bzw. in der Werkstatt von Domestiken wurden de Bilder dann &#8222;multipliziert&#8220;. In der Villa des Umberto Lombardi sind im Oktober 1976 viele hunderte falscher de Chiricos beschlagnahmt worden. Daneben standen hunderte leere Leinwände. Diese trugen auf der Rückseite aber bereits die Signatur des Künstlers und deren notarielle Beglaubigung. Hier wurde auch das Siegel eines bereits verstorbenen Notars gefunden. Die überraschte Polizei sprach von der Höhle des Ali Baba.</p>
<p><strong>Der Trick mit der doppelten Leinwand</strong></p>
<p>Ein besonders beliebter Trick sich die Unterschrift des Künstlers samt Verifizierung durch den anwesenden Notar zu besorgen, war die Erfindung der doppelten Leinwand. Als deren Urheber gilt bis heute Signor Daniele Pescali Sen. aus Mailand. Hinter ein echtes Werk, welches noch nicht Signiert wurde spannte man eine zweite Leinwand. Diese ließ man sich nun von dem Meister unter dem beisein eines Notars unterzeichnen. Trennte man danach die Leinwände hatte man ein zweites, unbestreitbar authentisches Bild. Es musste nur noch gemalt werden.</p>
<p><strong>Die Bilder wanderten</strong></p>
<p>Der letzte Punkt der Strategie betraf das Pedigree, den Stammbaum der Bilder. Selbstverständlich wurden die Fälschungen nicht frisch aus der Werkstatt verkauft. Sie wurden vorher auf Ausstellungen gezeigt und auf Reisen geschickt. Sie wurden in Katalogen und Zeitschriften publiziert bis sie &#8222;reif&#8220; waren in den Handel zu gelangen. So wanderten sie auf einer Galeriekette von Mailand nach Cortina d´ Ampezzo, von Cortina nach Florenz nach Montecatini und Terme, begleitet von Katalogen mit farbigen Reproduktionen auf Kunstdruckpapier und Zitaten von Apollinaire, Breton und Cocteau, von vielerlei belanglosen Rezensionen, und wurden von Station zu Station, von Katalog zu Katalog wertvoller.</p>
<h4>Frühe Fälschungen</h4>
<p>Die hier beschriebenen Praktiken gehörten zu dem jetzt längst dingfestgemachten italienischen Fälscherring. Er war zweifelslos der Größte, aber nicht der erste. Bereits in den zwanziger Jahren tauchten de Chirico Fälschungen in Paris auf. Manches bekannte Museum bewahrt noch heute eine &#8222;Piazza d´ Italia&#8220; aus dieser Urzeit auf. Selbst ein so geschätzter Maler wie Oscar Dominquez soll, als er in den dreißiger Jahren eine Krise durchmachte, einer hartnäckigen Legende zufolge sich nicht nur als Max Ernst sondern auch als de Chirico Imitator versucht und Sammlern seiner Bilder auch Fälschungen seiner Freunde offeriert haben. Eine undurchschaubarer Dschungel von Geschichten macht es heute fast unmöglich, in jedem einzelnen Fall eindeutig zwischen Fälschung und Original, zwischen Kopie und Replik zu unterscheiden. Jeder Fall muss einzeln und mit großer Skepsis geprüft werden.</p>
<h4>Anhaltspunkt und Orientierung</h4>
<p>Wie kann sich im Falle de Chirico ein Sammler &#8211; oder einer, der es werden will &#8211; zurecht finden? Die Monographie von James Thrall Soby bietet einen guten ersten Anhaltspunkt. Was dort enthalten ist, ist fraglos echt. Allerdings umfasst sie &#8211; von wenigen Ausnahmen abgesehen &#8211; nur die &#8222;Genieperiode&#8220; 1910 &#8211; 1919. Zusätzlich kann man das Archiv Léone Rosenberg mit seinen fotografischen Dokumentation sämtlicher Bilder, die durch Rosenbergs Galerie de l`Effort Moderne in Paris gingen, als Quellen authentischer Arbeiten heranziehen. Nicht zu vergessen sind die 1953 und 1968 erschienen Bücher von Isabella Far-de Chirico. Schließlich hat es Claudio Bruni, der Inhaber der hoch angesehenen Galleria La Medusa in Rom, nach längeren Vorarbeiten unternommen, im Auftrag und unter Aufsicht von Giorgio de Chirico und seiner Frau, den &#8222;Cataloge Generale&#8220; des malerischen und zeichnerischen OEuvre herauszugeben.</p>
<p>Einstweilen ist dem Künstler, die Freude über die Entlarvung der Fälscher und Fälschungen voll zu gönnen.<br />
Titelbild: Piazza-Italia-con-fontana-1968</p>
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