<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Asphalt Archive - Arttrado.de</title>
	<atom:link href="https://arttrado.de/news/tag/asphalt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://arttrado.de/news/tag/asphalt/</link>
	<description>No earth without art</description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 Sep 2026 11:43:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.9</generator>

<image>
	<url>https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/10/cropped-favicon-32x32.gif</url>
	<title>Asphalt Archive - Arttrado.de</title>
	<link>https://arttrado.de/news/tag/asphalt/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Wo Kunst auf Wirklichkeit trifft: Die neue Asphalt-Ausgabe „Kunstformen“</title>
		<link>https://arttrado.de/news/wo-kunst-auf-wirklichkeit-trifft-die-neue-asphalt-ausgabe-kunstformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 13:48:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Asphalt]]></category>
		<category><![CDATA[Domingos de Barros Octaviano]]></category>
		<category><![CDATA[ZuKunst]]></category>
		<category><![CDATA[Joy Lohmann]]></category>
		<category><![CDATA[Carlotta Steinkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Kirchhof]]></category>
		<category><![CDATA[Sabrina Rösler]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenmagazin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=20212</guid>

					<description><![CDATA[Wo Kunst auf Wirklichkeit trifft: Die neue Asphalt-Ausgabe „Kunstformen“ Die aktuelle Ausgabe 09/26 des hannoverschen Straßenmagazins Asphalt nimmt einen anderen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/wo-kunst-auf-wirklichkeit-trifft-die-neue-asphalt-ausgabe-kunstformen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="674" data-end="715">Wo Kunst auf Wirklichkeit trifft: Die neue Asphalt-Ausgabe „Kunstformen“</h4>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" data-start="690" data-end="1008">Die aktuelle Ausgabe 09/26 des hannoverschen Straßenmagazins Asphalt nimmt einen anderen Weg. Unter dem Titel „Kunstformen“ sucht sie Kunst dort, wo Menschen leben, arbeiten und einander begegnen: auf Beton, in Werkstätten, auf dem Wasser und mitten in den sozialen und wirtschaftlichen Konflikten einer Stadt.</p>
<p data-start="1010" data-end="1229">Dabei will das Heft kein klassischer Kunstführer sein. Es stellt vielmehr eine Frage, die weit über einzelne Werke hinausgeht: Was kann Kunst bewirken, wenn sie den geschützten Raum von Museen und Galerien verlässt?</p>
<h4 data-start="1231" data-end="1274">Kunst, die sich in die Stadt einmischt</h4>
<p data-start="1276" data-end="1685">Die Beiträge der Ausgabe verbindet ein Kunstverständnis, das über fertige Werke hinausgeht. Kunst erscheint hier nicht nur als Bild, Skulptur oder Installation, sondern als Eingriff in bestehende Räume und Verhältnisse. Sie kann einen Platz verändern, Gemeinschaft ermöglichen oder Menschen sichtbar machen. Gleichzeitig stößt sie dort an Grenzen, wo soziale, politische und wirtschaftliche Probleme beginnen.</p>
<p data-start="1687" data-end="2129">Besonders deutlich wird das auf dem Raschplatz. In „Mehr als Farbe auf Beton“ nimmt Sabrina Rösler die neue Bodengestaltung des Platzes in den Blick. Die farbigen Flächen und eine Halfpipe haben einen lange von grauem Beton geprägten Ort sichtbar verändert. Interessant ist dabei jedoch weniger die Geschmacksfrage, ob die Gestaltung gefällt. Entscheidend ist die Spannung zwischen künstlerischer Aufwertung und sozialer Wirklichkeit.</p>
<p data-start="2131" data-end="2599">Ein Farbanstrich kann die Wahrnehmung eines Ortes verändern. Aber kann er auch seine Probleme lösen? Wem gehört der öffentliche Raum, wenn sehr unterschiedliche Menschen Ansprüche an ihn stellen? Und wer wird bei seiner Neugestaltung mitgedacht? Rösler nutzt die Bodenkunst als Ausgangspunkt für eine Debatte, die weit über Hannover hinausreicht: Kunst im öffentlichen Raum ist niemals nur Dekoration. Sie verändert Orte – und damit auch die Bedingungen ihrer Nutzung.</p>
<h4 data-start="2601" data-end="2659">Zwischen schwimmendem Freiraum und fehlenden Ateliers</h4>
<p data-start="2661" data-end="2982">Einen ganz anderen Raum betritt Carlotta Steinkamp für ihren Beitrag „Neue Ufer: Floating Islands zwischen Kunst und Ökologie“. Begleitet von den Fotografien des hannoverschen Dokumentarfotografen Tim Kirchhof, von dem auch das Titelbild der Ausgabe stammt, begibt sie sich an Bord der „ZuKunst“ auf der Ihme.</p>
<p data-start="2984" data-end="3341">Die von dem hannoverschen Künstler und „Artivisten“ Joy Lohmann initiierte Plattform lässt sich kaum eindeutig einordnen. Sie ist Boot, Atelier, Garten, Veranstaltungsort und soziales Experiment. Genau darin liegt ihre Stärke: Die „ZuKunst“ wartet nicht darauf, dass ihr ein klassischer Kulturraum zur Verfügung gestellt wird. Sie schafft ihren eigenen.</p>
<p data-start="3343" data-end="3680">Was auf der Ihme zunächst wie ein charmantes lokales Kunstprojekt wirkt, führt schnell zu größeren Fragen: Wie können Kunst, Gemeinschaft und Umweltschutz zusammenfinden? Was kann ein schwimmender Kulturort für eine Stadt leisten? Und wie entwickelt sich aus einer Idee aus Hannover ein Konzept, das auch international aufgegriffen wird?</p>
<p data-start="3682" data-end="4059">Einen spannenden Gegenpol bildet „Der Preis der Kunst“ von Otis Glandorf. Während Lohmann mit der „ZuKunst“ einen ungewöhnlichen Freiraum entstehen lässt, beschäftigt sich Glandorf mit den Räumen, die der Kunst zunehmend verloren gehen. Steigende Mieten und fehlende Ateliers bedrohen nicht nur einzelne Kunstschaffende, sondern die Vielfalt einer gesamten Stadtkultur.</p>
<p data-start="4061" data-end="4390">Mit dem Künstler Domingos de Barros Octaviano und dem hannoverschen Kunstprojekt POMP bekommt diese Entwicklung ein konkretes Gesicht. Der Beitrag kratzt an einer unbequemen Wahrheit des Kulturbetriebs: Über künstlerische Freiheit lässt sich leicht sprechen – solange niemand fragt, wer die Miete für das Atelier bezahlt.</p>
<p data-start="4392" data-end="4786">Wie viel kreative Unabhängigkeit bleibt, wenn Kunstschaffende mehrere Jobs benötigen, um ihre Arbeitsräume zu finanzieren? Und was verliert eine Stadt, wenn Ateliers, Werkstätten und unabhängige Projekträume verschwinden? Die beiden Beiträge ergänzen sich auf bemerkenswerte Weise: Der eine zeigt, wie Kunst neue Räume erfinden kann. Der andere erinnert daran, warum sie das zunehmend tun muss.</p>
<h4 data-start="4788" data-end="4831">Kreativität ist mehr als ein Marktwert</h4>
<p data-start="4833" data-end="5277">Auch Sabrina Röslers Beitrag „Was ich nicht habe, das male ich“ erweitert den Blick darauf, welchen Wert künstlerische Arbeit besitzen kann. In der Farbwerkstatt des Werkstatt-Treffs Mecklenheide e. V. entstehen Bilder, gestaltete Möbel, Fahrräder und kleinere Kunstwerke. Vor allem aber entstehen dort Möglichkeiten für Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt häufig nur noch über ihre vermeintlichen Defizite wahrgenommen werden.</p>
<p data-start="5279" data-end="5792">Rösler begegnet unter anderem Bea, die in der Farbwerkstatt arbeitet und außerdem Asphalt verkauft, sowie Wolfgang Boenke, der sein Wissen und seine Erfahrung weitergibt. Dabei geht es nicht darum, aus der Werkstatt eine kleine Galerie zu machen oder die entstandenen Arbeiten nach kunstmarktüblichen Maßstäben zu beurteilen. Der Beitrag berührt vielmehr die Frage, was kreatives Arbeiten einem Menschen geben kann: Struktur, Anerkennung, Gemeinschaft und die Erfahrung, etwas Eigenes geschaffen zu haben.</p>
<p data-start="5794" data-end="6151">Einen interessanten Kontrapunkt setzt Otis Glandorf mit „Wilde Zeiten“. Ausgehend von einer Zukunftsvision Oscar Wildes aus dem Jahr 1891 fragt er, was es über unsere Gesellschaft aussagt, wenn Maschinen inzwischen schreiben, malen und Musik produzieren, während viele Menschen weiterhin kaum Zeit oder Möglichkeiten haben, selbst kreativ zu werden.</p>
<p data-start="6153" data-end="6606">Oscar Wilde stellte sich technischen Fortschritt als Befreiung vor: Maschinen sollten den Menschen monotone Arbeiten abnehmen und ihnen mehr Zeit für Bildung, Muße und Kunst verschaffen. Heute übernehmen Maschinen ausgerechnet kreative Tätigkeiten. Damit geht es nicht mehr allein darum, ob künstliche Intelligenz Kunst erschaffen kann. Es geht ebenso um Arbeit, Zeit und die Frage, welchen Stellenwert wir menschlicher Kreativität überhaupt noch geben.</p>
<p data-start="6608" data-end="6953">Zwischen der Farbwerkstatt und der KI-Debatte entsteht so eine Verbindung, die zu den gedanklich stärksten Ebenen dieser Asphalt-Ausgabe gehört: Auf der einen Seite zeigt sich, wie wichtig kreatives Arbeiten für Menschen sein kann. Auf der anderen Seite steht eine technologische Entwicklung, die genau diese Tätigkeiten zunehmend automatisiert.</p>
<h4 data-start="6955" data-end="6996">Asphalt: Journalismus von der Straße</h4>
<p data-start="6998" data-end="7412">Asphalt ist mehr als ein Magazin, das zufällig auf der Straße verkauft wird. Der Verkaufsort gehört zum Konzept: Menschen, die von Armut betroffen sind und teilweise Erfahrungen mit Wohnungslosigkeit haben, erwerben jedes Exemplar für 1,70 Euro und verkaufen es für 3,40 Euro. Die Differenz bleibt bei ihnen. So verbindet das gemeinnützige Straßenmagazin journalistische Arbeit mit konkreter Hilfe zur Selbsthilfe.</p>
<p data-start="7414" data-end="7907">Wer Asphalt kauft, erhält deshalb nicht einfach eine Broschüre für den guten Zweck, sondern ein redaktionell gestaltetes Magazin mit Reportagen, Interviews, Kulturbeiträgen und gesellschaftspolitischen Themen. Gleichzeitig entsteht beim Verkauf etwas, das sich schwer in Zahlen ausdrücken lässt: eine Begegnung im öffentlichen Raum. Verkäuferinnen und Verkäufer werden nicht nur als Menschen in einer schwierigen Lebenssituation wahrgenommen, sondern als sichtbarer Teil der Stadtgesellschaft.</p>
<p data-start="7909" data-end="8127">Asphalt erhält nach eigenen Angaben keine regelmäßigen staatlichen oder kirchlichen Zuwendungen. Der Verkauf des Magazins ist damit nicht bloß Verbreitungsweg, sondern ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Modells.</p>
<h4 data-start="8129" data-end="8177">Warum „Kunstformen“ so gut zu Asphalt passt</h4>
<p data-start="8179" data-end="8551">Dass ausgerechnet ein Straßenmagazin eine Kunstausgabe veröffentlicht, ist kein Widerspruch. Im Gegenteil: Viele der vorgestellten Projekte beschäftigen sich mit öffentlichem Raum, Sichtbarkeit, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Das sind keine abstrakten Themen für ein Magazin, dessen Verkäuferinnen und Verkäufer ihren Arbeitsalltag mitten in der Stadt verbringen.</p>
<p data-start="8553" data-end="8919">„Kunstformen“ betrachtet Kunst nicht aus sicherer Entfernung. Die Ausgabe fragt, wer Räume gestalten darf, wer Zugang zu ihnen bekommt und welche Voraussetzungen Menschen benötigen, um überhaupt kreativ arbeiten zu können. Dadurch wird aus einem Kunstheft zugleich eine Ausgabe über Hannover und die Menschen, die diese Stadt auf sehr unterschiedliche Weise erleben.</p>
<p data-start="8921" data-end="9189">Wer das Magazin kauft, unterstützt daher nicht nur ein wichtiges soziales Projekt. Er bekommt auch einen ungewöhnlichen Blick auf Kunst, der zwischen Raschplatz, Atelier, Farbwerkstatt und Ihme näher am wirklichen Leben liegt als mancher klassische Ausstellungsführer.</p>
<p data-start="9191" data-end="9439">Unser Tipp: Beim nächsten Weg durch Hannover nach einem Asphalt-Verkäufer Ausschau halten, die Ausgabe kaufen und selbst weiterlesen. Denn manchmal liegt die interessanteste Kunst tatsächlich dort, wo man sie am wenigsten erwartet: auf dem Asphalt.</p>
<p data-start="9441" data-end="9566">Weitere Informationen zum Magazin und zu den Verkaufsstellen gibt es beim <a class="decorated-link" href="https://www.asphalt-magazin.de" target="_new" rel="noopener" data-start="9515" data-end="9565">Asphalt-Magazin</a>.</p>
<p data-start="9568" data-end="10008"><strong data-start="9568" data-end="9596">Anmerkung der Redaktion:</strong> Wir haben einige Beiträge dieser Ausgabe bewusst aufgegriffen, verzichten aber darauf, ihre Geschichten und Schlussfolgerungen vollständig nachzuerzählen. Zunächst möchten wir unseren Leserinnen und Lesern die Gelegenheit geben, das aktuelle Asphalt-Magazin selbst zu entdecken. Nach dem Ende des Verkaufszeitraums werden wir ein bis zwei der darin angestoßenen Debatten auf ARTTRADO ausführlicher weiterführen.</p>
<h4 data-start="10010" data-end="10036">Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Joy Lohmann, Initiator der schwimmenden Kunst- und Kulturplattform „ZuKunst“ auf der Ihme. Bildnachweis: Foto: Tim Kirchhof / Asphalt Magazin</p>
<p data-start="10038" data-end="10187">Von uns ausgewählte Kunstveranstaltungen finden Sie unter <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_new" rel="noopener" data-start="10096" data-end="10186">&gt;&gt;&gt; Events &lt;&lt;&lt;</a>.</p>
<p data-start="10189" data-end="10347">Unsere Gespräche mit Kunstschaffenden finden Sie unter <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_new" rel="noopener" data-start="10244" data-end="10346">Künstlerporträts &amp; Interviews</a>.</p>
<p data-start="10349" data-end="10481">Wenn Sie uns über Ihr spannendes Kunstprojekt informieren möchten, nutzen Sie gerne unseren <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_new" rel="noopener" data-start="10441" data-end="10480">Kontakt</a>.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="pXMPPtmw3y"><p><a href="https://arttrado.de/news/arttrado-city-guide-hannover-entdecken-kunst-und-kultur-entlang-des-roten-fadens/">ARTTRADO City Guide &#8211; Hannover entdecken: Kunst und Kultur entlang des Roten Fadens</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;ARTTRADO City Guide &#8211; Hannover entdecken: Kunst und Kultur entlang des Roten Fadens&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/arttrado-city-guide-hannover-entdecken-kunst-und-kultur-entlang-des-roten-fadens/embed/#?secret=3LZ4xTylTE#?secret=pXMPPtmw3y" data-secret="pXMPPtmw3y" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausstellung Schwarzes Licht Albert Scopin</title>
		<link>https://arttrado.de/news/ausstellung-schwarzes-licht-albert-scopin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2022 12:25:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Scopin]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in München]]></category>
		<category><![CDATA[Asphalt]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Chelsea Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Bayrisches Nationalmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[andy warhol]]></category>
		<category><![CDATA[Barlach Halle K]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=13552</guid>

					<description><![CDATA[Ausstellung Schwarzes Licht Albert Scopin Albert Scopin, 1943 in Freiburg im Breisgau geboren, hat sich einem Material zugewandt, das zwar <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/ausstellung-schwarzes-licht-albert-scopin/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Ausstellung Schwarzes Licht Albert Scopin</h3>
<p>Albert Scopin, 1943 in Freiburg im Breisgau geboren, hat sich einem Material zugewandt, das zwar in unserem Alltag überall präsent, aber im Bereich der Kunst eher ungewöhnlich ist: dem Asphalt. Seine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Werkstoff ist einmalig. Seit gut 10 Jahren schafft er aus und mit ihm zwei- und dreidimensionale Werke von starker Präsenz und Ausdruckskraft.</p>
<p>Scopins Handwerkszeug sind Schmelzöfen, Gasbrenner, Besen und anderes Gerät, mit dem er die auf über 200 Grad erhitzte, zähflüssige Masse auf Holzplatten aufbringt und verteilt, ein Prozess, der langjährige Erfahrung und höchste Könnerschaft verlangt.</p>
<p>Die Idee, Asphalt als Farbe für seine meist großformatigen Werke zu verwenden, ist das Ergebnis eines langen Reflexionsprozesses. In den frühen 1970er-Jahren lebte Scopin in New York, eine prägende Zeit in seinem Leben. Die schlechten Straßen Manhattans mit ihren Schlaglöchern und unzähligen Ausbesserungen in übereinanderliegenden Schichten unterschiedlicher Farbe und Konsistenz erschienen ihm seinerzeit wie Strukturen unserer Zivilisation und haben sich als Bild in sein Gedächtnis eingebrannt.</p>
<p>Doch erst fast 40 Jahre später fand er die nötige Inspiration beim Anblick einer großformatigen Kohlearbeit des koreanischen Künstlers Lee Bae. Seit diesem Moment bestimmt die Beschäftigung mit dem Material Asphalt und der Wille, dem Betrachter die Schönheit und Energie dieses organischen Werkstoffes nahezubringen, sein gesamtes Wirken als Künstler.</p>
<p>Scopins Werke haben eine ruhige, geradezu meditative Ausstrahlung und sind dennoch energiegeladen. So archaisch wie das Material sind oft die Formen, in denen Scopin die heiße Masse auf dem hölzernen Grund verteilt. Sie sind stark, wirkungsmächtig, monolithisch, andere erinnern durch ihren mitunter durchaus schwungvollen Auftrag an Werke des Informel oder auch an asiatische Kalligrafie.</p>
<p>Mit geübten Handgriffen legt Scopin Schicht über Schicht, lässt sich von der zähen, geschmolzenen Masse leiten und verleiht seinen Werken damit eine reliefartige Gestalt. Mitunter fügt er Holz, Glasstaub, Sand oder Dispersionsfarbe hinzu. Es entsteht ein Dialog zwischen dem Material und dem Künstler. Anders als in seiner alltäglichen Nutzung darf der Asphalt bei Scopin zu seiner puren, materiellen Präsenz finden. Da das Material schnell erkaltet und aushärtet, bleibt für den Malprozess wenig Zeit.</p>
<p>Je nach Art des Auftrags und den verwendeten Werkzeugen entstehen Oberflächen von unterschiedlicher Struktur, die das Licht auf ganz verschiedene Weise brechen und reflektieren und dem Betrachter somit eine Vielzahl an Seherlebnissen bieten. Die Farbe Schwarz wird in ihrem ganzen Spektrum aufgezeigt. Matte Flächen liegen neben seidig schimmernden oder auch hochglänzenden Partien. Bewegt man sich vor Scopins Arbeiten, scheinen sie sich unentwegt zu verändern und changieren zwischen tiefem Schwarz und dunklem Anthrazit über unterschiedlichste Grautöne bis hin zu Weiß.</p>
<p>In manchen Werken sorgen starkfarbige, vor allem ultramarinblaue Pigmente für kontrastierende Ebenen. Scopins Arbeiten rücken ein Material in den Fokus, das untrennbar mit unserer modernen Industriegesellschaft verbunden ist. Asphalt enthält konserviertes pflanzliches und tierisches Leben und ist damit ein Speicher von Jahrmillionen Erdgeschichte. Er ist die Einheit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Fluch und Segen zugleich. Durch die Hand des Künstlers wird er zu einem ästhetischen Erlebnis.</p>
<p><strong>Eine Ausstellung der Edition Minerva kuratiert von Manfred Möller. Zur Ausstellung erscheint in der Edition Minerva, die auf hochwertige Kunstpublikationen spezialisiert ist, ein Katalog zur Ausstellung.</strong></p>
<h4>Ausstellung: SCOPIN – Schwarzes Licht</h4>
<p>In den 1960er-Jahren studierte Scopin Fotografie in München, bevor er 1969 nach New York zog und renommierten Fotografen assistierte. In dieser Zeit lernte er Andy Warhol und seine Freunde kennen und wohnte und arbeitete im legendären Chelsea Hotel. Hier drehte er 1970 den Dokumentarfilm „Chelsea Hotel“, der die damaligen Bewohner des Hotels porträtiert, u. a. Patti Smith und Robert Mapplethorpe.</p>
<p>Anfang der 1970er-Jahre gründete Scopin eine eigene Filmproduktionsfirma und drehte Dokumentarfilme im und über den New Yorker Kulturuntergrund. 1974 zog er zurück nach Deutschland, richtete sich ein Studio in Frankfurt am Main ein und widmete sich zunehmend der Fotografie.</p>
<p>Zu Beginn der 1980er-Jahre begann er zu zeichnen und zu malen, primär in Grautönen der Schwarzweiß-Fotografie. Im Jahr 1985 folgte ein Umzug nach München. Von 1983 bis 1988 lehrte Albert Scopin als Dozent an der Fachhochschule für Gestaltung in Darmstadt, zog sich aber 1990 in sein Atelier in Seeshaupt am Starnberger See zurück, um ausschließlich künstlerisch zu arbeiten.</p>
<p>Von der Fotografie wandte er sich gänzlich ab. Mal stand die Zeichnung im Vordergrund, mal war die Malerei im Zentrum seines Interesses.</p>
<p>Seit 2012 arbeitet Scopin fast ausschließlich mit Asphalt. Der Künstler lebt und arbeitet in Lörrach und Riehen bei Basel. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Museen wie dem Museum Ludwig in Köln. Großangelegte Werkschauen fanden 2016 in der Barlach Halle K in Hamburg sowie in der St.-Elisabeth-Kirche in Berlin statt. Zuletzt waren seine Arbeiten 2022 im Rahmen der 59. Biennale Arte in Venedig zu sehen und ab Ende Oktober im Bayerischen Nationalmuseum in München.</p>
<h4>Zum Bayerischen Nationalmuseum</h4>
<p>Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen europäischen Museen, die sowohl der Bildenden Kunst als auch der Kulturgeschichte gewidmet sind. Daher bezeichnet sich das Haus nicht nur als „Schatzhaus an der Eisbachwelle“, sondern auch als das deutsche V&amp;A.</p>
<p>Den Kern der Sammlungen bildet der königliche Kunstbesitz der Wittelsbacher. Das Bayerische Nationalmuseum wurde 1855 von König Maximilian II. von Bayern mit dem Ziel gegründet „die interessantesten und vaterländischen Denkmäler und sonstigen Überreste vergangener Zeiten der Vergessenheit zu entreißen&#8220;.</p>
<p>Nach fünf Jahrzehnten in der Maximilianstraße erfolgte ein vergrößerter Neubau in der Prinzregentenstraße, der 1900 von Prinzregent Luitpold eröffnet wurde. Der Neubau, der zu den bedeutendsten und originellsten Museumsbauten seiner Zeit zählt, wurde von Gabriel von Seidl konzipiert, um den unterschiedlichsten Kunstwerken und Stilen aus mehreren Jahrhunderten eine Plattform zu geben.</p>
<p>Auf rund 13.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind hier alle prägenden europäischen Stilepochen vertreten. Seit dem Amtsantritt von Dr. Frank Matthias Kammel als Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums im Sommer 2018 befindet sich das Haus in einem sichtbaren Erneuerungsprozess. Mit der Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“ betrat man 2019 gewissermaßen Neuland, indem das ehrwürdige Hauskunst- und kulturgeschichtlich wertvolle Stücke aus der Sammlung im Zusammenspiel mit Elementen der Popkultur zeigte. Seit kurzer Zeit öffnet sich das Bayerische Nationalmuseum nun auch der zeitgenössischen Kunst.</p>
<p>Bayerisches Nationalmuseum: Prinzregentenstraße 3 &#8211; 80538 München.</p>
<p><a href="http://www.bayerisches-nationalmuseum.de">www.bayerisches-nationalmuseum.de</a></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Der Künstler Albert Scopin. Foto: Arno Dietsche</p>
<p>Mehr über den Künstler: <a href="https://www.scopin.info/">www.scopin.info</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in München? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1829149&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an geöffneten Feiertagen 10 – 17 Uhr<br />
Donnerstag 10 – 20 Uhr (feiertags 10 – 17 Uhr) Montag geschlossen</p>
<p>Eintrittspreis: Die Ausstellung ist im regulären Eintrittspreis inbegriffen und wird im<br />
Hauptgeschoss im Mars-Venus-Saal gezeigt.</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
<p>Unser Projekt ARTTRADO unterstützen:</p>
<p><input title="PayPal - The safer, easier way to pay online!" alt="Spenden mit dem PayPal-Button" name="submit" src="https://www.paypalobjects.com/de_DE/DE/i/btn/btn_donateCC_LG.gif" type="image" /></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
