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	<title>Franz Marc Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>Franz Marc Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 11:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/von-monet-bis-picasso-in-hamburg-juedische-kunstsammler-im-bucerius-kunst-forum/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto" data-start="399" data-end="852">Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</h4>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="399" data-end="852">Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und Kirchner: Die Namen der Künstler kennt fast jeder. Die Menschen, die ihre Werke sammelten, förderten und öffentlich bekannt machten, sind dagegen vielfach in Vergessenheit geraten. Eine große Ausstellung im Bucerius Kunst Forum Hamburg rückt nun 15 jüdische Sammlerinnen, Sammler und Familien in den Mittelpunkt – und erzählt damit auch von Verfolgung, Enteignung und dem Verlust kultureller Erinnerung.</p>
<p dir="auto" data-start="854" data-end="1338">Wer heute ein bedeutendes Museum besucht, sieht vor allem die Namen der Künstler. Die Sammler, die ihre Werke kauften, bewahrten und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machten, bleiben häufig unsichtbar. Das gilt besonders für zahlreiche jüdische Kunstsammler in Deutschland. Ihre Sammlungen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zerschlagen und über die ganze Welt verstreut, während ihre eigenen Namen nach 1945 teilweise aus dem kulturellen Gedächtnis verschwanden.</p>
<p dir="auto" data-start="1340" data-end="1732">Das Bucerius Kunst Forum widmet diesem Kapitel der deutschen Kunstgeschichte die Ausstellung <strong data-start="1433" data-end="1504">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</strong>. Die Schau ist vom <strong data-start="1524" data-end="1568">11. September 2026 bis zum 29. März 2027</strong> in Hamburg zu sehen. Rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen führen vom Realismus und Impressionismus über den Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="1734" data-end="2015">Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerpostkarten und Skulpturen – unter anderem von Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Milly Steeger.</p>
<h4 dir="auto" data-start="2017" data-end="2059">Die Menschen hinter den Meisterwerken</h4>
<p dir="auto" data-start="2061" data-end="2235">Die Ausstellung stellt eine einfache, aber lange vernachlässigte Frage: <strong data-start="2133" data-end="2235">Wem gehörten diese Bilder, bevor sie in Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt gelangten?</strong></p>
<p dir="auto" data-start="2237" data-end="2499">Im Mittelpunkt stehen 15 Familien, Paare und Einzelpersonen aus verschiedenen Teilen des damaligen Deutschen Reiches. Dazu gehören unter anderem die Familie Hirschland, Max Meirowsky, Rosa Schapire, Margarete Mauthner, Max Emden sowie Clothilde und Paul Schüler.</p>
<p dir="auto" data-start="2501" data-end="2926">Ihre Sammlungen unterschieden sich in Größe, Ausrichtung und finanziellen Möglichkeiten. Gemeinsam war vielen jedoch das Interesse an jener Kunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch keineswegs allgemein anerkannt war. Während die offizielle Kunstpolitik des Kaiserreichs lange konservativ blieb, öffneten sich private Sammler vergleichsweise früh dem Impressionismus, Expressionismus und anderen progressiven Strömungen.</p>
<p dir="auto" data-start="2928" data-end="3203">Die Ausstellung versucht deshalb nicht nur, verstreute Kunstwerke wieder zusammenzuführen. Sie rekonstruiert anhand von Kunst, Fotografien und historischen Dokumenten auch die Lebensgeschichten ihrer früheren Eigentümer. Jeder der 15 Sammlungen ist ein eigener Raum gewidmet.</p>
<p dir="auto" data-start="3205" data-end="3493">Das verändert den Blick auf die ausgestellten Werke. Ein Picasso bleibt ein Picasso. Gleichzeitig wird sichtbar, dass das Bild einmal Teil eines konkreten Lebens gewesen ist – verbunden mit einem Haus, einer Familie, persönlichen Überzeugungen und einer individuellen Beziehung zur Kunst.</p>
<h4 dir="auto" data-start="3495" data-end="3545">Als Sammeln mehr bedeutete als ein Investment</h4>
<p dir="auto" data-start="3547" data-end="3840">Die vorgestellten jüdischen Kunstsammler waren keine homogene Gruppe. Unter ihnen befanden sich Unternehmer, Kunsthistorikerinnen, Mäzene und gesellschaftlich engagierte Privatpersonen. Einige verfügten über große finanzielle Mittel, andere bauten kleinere, gezielt ausgewählte Sammlungen auf.</p>
<p dir="auto" data-start="3842" data-end="4189">Sie waren jedoch weit mehr als Käufer. Durch ihre Entscheidungen beeinflussten sie, welche Künstler Aufmerksamkeit erhielten, welche Werke ausgestellt wurden und welche neuen Stilrichtungen sich durchsetzen konnten. Viele unterstützten Museen, Kunstvereine und Publikationen, arbeiteten mit Galeristen zusammen oder förderten Künstler unmittelbar.</p>
<p dir="auto" data-start="4191" data-end="4481">Damit macht die Ausstellung deutlich, dass Kunstgeschichte nicht allein von Künstlern geschrieben wird. Sammler, Galeristen, Kritiker, Museen und Förderer sind Teil desselben kulturellen Netzwerks. Ohne diese Netzwerke wäre die Geschichte der modernen Kunst in Deutschland anders verlaufen.</p>
<p dir="auto" data-start="4483" data-end="5033">Das zeigt sich besonders am Beispiel des Expressionismus. Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Franz Marc mussten sich ihre heutige Anerkennung erst erarbeiten. Sammler und Förderer halfen dabei, ihre Werke bekannt zu machen und gegen konservative Widerstände durchzusetzen. Wie vielschichtig das Werk Franz Marcs über seine berühmten Tierbilder hinaus ist, zeigt aktuell auch die <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/franz-marc-ausstellung-in-duesseldorf-k20-zeigt-mehr-als-blaue-pferde/" target="_new" rel="noopener" data-start="4890" data-end="5032">Franz-Marc-Ausstellung im K20 in Düsseldorf</a>.</p>
<h4 dir="auto" data-start="5035" data-end="5092">Wie der Nationalsozialismus die Sammlungen zerstörte</h4>
<p dir="auto" data-start="5094" data-end="5427">Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich die Situation jüdischer Sammler grundlegend. Ausgrenzung, Entrechtung, wirtschaftlicher Druck, Zwangssteuern, Vermögenssperren, Ausreiseauflagen, Vertreibung und Ermordung zerstörten nicht nur menschliche Leben, sondern auch über Jahrzehnte gewachsene Kunstsammlungen.</p>
<p dir="auto" data-start="5429" data-end="5670">Werke wurden enteignet, beschlagnahmt oder unter dem Druck der Verfolgung verkauft. Andere Bilder mussten zurückgelassen werden oder gerieten über Kunsthändler, Museen, staatliche Stellen und internationale Käufer in neue Besitzverhältnisse.</p>
<p dir="auto" data-start="5672" data-end="5723">Damit begann eine zweite Geschichte der Kunstwerke.</p>
<p dir="auto" data-start="5725" data-end="6127">Ein Gemälde, das zuvor Teil einer privaten Sammlung gewesen war, konnte später in einem Museum, im Kunsthandel oder bei einem neuen privaten Besitzer auftauchen. Die Namen seiner ursprünglichen Eigentümer verschwanden dabei nicht selten aus der dokumentierten Werkgeschichte. Nach 1945 wurde die problematische Herkunft mancher Arbeiten nicht erkannt – in anderen Fällen aber auch bewusst verschleiert.</p>
<h4 dir="auto" data-start="6129" data-end="6178">Was Provenienzforschung sichtbar machen kann</h4>
<p dir="auto" data-start="6180" data-end="6356">Genau an diesem Punkt setzt die Provenienzforschung an. Sie untersucht die Herkunft eines Kunstwerks und versucht, dessen Besitzerwechsel möglichst lückenlos zu rekonstruieren.</p>
<p dir="auto" data-start="6358" data-end="6573">Wer besaß das Bild? Wann wechselte es den Eigentümer? Unter welchen Umständen geschah das? War ein Verkauf tatsächlich freiwillig – oder war er eine Folge von Verfolgung, wirtschaftlichem Zwang und drohender Flucht?</p>
<p dir="auto" data-start="6575" data-end="6893">Diese Fragen sind nicht nur juristisch relevant. Sie betreffen auch die Verantwortung von Museen, Sammlern, Händlern und Auktionshäusern. Bei Werken, die sich zwischen 1933 und 1945 in jüdischem Eigentum befanden, kann die Erforschung der Provenienz darüber entscheiden, ob Restitutionsansprüche geprüft werden müssen.</p>
<p dir="auto" data-start="6895" data-end="7135">„Von Monet bis Picasso“ verbindet deshalb Kunstgeschichte mit Erinnerungskultur. Die Ausstellung zeigt nicht nur bedeutende Werke der Moderne, sondern macht auch deren Wege durch Verfolgung, Verlust und jahrzehntelange Zerstreuung sichtbar.</p>
<h4 dir="auto" data-start="7137" data-end="7202">Rosa Schapire: Sammlerin, Kunsthistorikerin und Vermittlerin</h4>
<p dir="auto" data-start="7204" data-end="7511">Eine der vorgestellten Persönlichkeiten ist <strong data-start="7248" data-end="7265">Rosa Schapire</strong>. Die in Hamburg tätige Kunsthistorikerin, Sammlerin und Kritikerin gehörte zu den wichtigen Unterstützerinnen des Expressionismus. Besonders eng war ihre Verbindung zu Karl Schmidt-Rottluff, dessen Werk sie publizistisch begleitete und förderte.</p>
<p dir="auto" data-start="7513" data-end="7855">Ihr Beispiel zeigt, dass die Geschichte des Sammelns keineswegs ausschließlich eine Geschichte wohlhabender männlicher Unternehmer ist. Frauen wirkten ebenfalls als Sammlerinnen, Kunsthistorikerinnen, Mäzeninnen und Vermittlerinnen. Dennoch erhielten sie in der traditionellen Kunstgeschichtsschreibung häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="7857" data-end="8068">Die erneute Beschäftigung mit Rosa Schapire ist daher mehr als die Wiederentdeckung einer einzelnen Persönlichkeit. Sie korrigiert ein Kunstgeschichtsbild, in dem wichtige Akteurinnen lange nur am Rand vorkamen.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8070" data-end="8127">Rund 100 Werke – doch eigentlich geht es um Menschen</h4>
<p dir="auto" data-start="8129" data-end="8292">Die rund 100 Werke der Hamburger Ausstellung bilden den visuellen Mittelpunkt. Ihre besondere Wirkung entsteht jedoch durch die Verbindung von Kunst und Biografie.</p>
<p dir="auto" data-start="8294" data-end="8532">Historische Fotografien, Dokumente und persönliche Zeugnisse sorgen dafür, dass die früheren Eigentümer nicht lediglich als Namen in einer Provenienzliste erscheinen. Ihre Lebenswege werden zu einem sichtbaren Bestandteil der Ausstellung.</p>
<p dir="auto" data-start="8534" data-end="8757">Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein Kunstwerk kann technisch und kunsthistorisch genau dokumentiert sein und trotzdem einen wesentlichen Teil seiner Geschichte verlieren. Eine Inventarnummer ersetzt keine Biografie.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8759" data-end="8809">Jüdische Sammler und der Aufstieg der Moderne</h4>
<p dir="auto" data-start="8811" data-end="9052">Die Ausstellung formuliert eine größere kunsthistorische These: Jüdische Sammler waren nicht bloß passive Besitzer bedeutender Werke. Sie waren aktiv an der Etablierung, Förderung und Verteidigung der modernen Kunst in Deutschland beteiligt.</p>
<p dir="auto" data-start="9054" data-end="9311">Viele Künstler, deren Werke heute zum Kanon gehören, mussten sich ihre Anerkennung zunächst erarbeiten. Sammler halfen ihnen dabei, indem sie ihre Arbeiten kauften, ausstellten, publizistisch begleiteten oder in private und öffentliche Netzwerke einführten.</p>
<p dir="auto" data-start="9313" data-end="9507">Die Nationalsozialisten zerstörten daher nicht nur einzelne Sammlungen. Sie zerstörten auch einen bedeutenden Teil jener kulturellen Infrastruktur, die die Moderne in Deutschland getragen hatte.</p>
<p dir="auto" data-start="9509" data-end="9788">Indem Werke aus den früheren Sammlungen heute wieder gemeinsam gezeigt werden, entsteht zumindest zeitweise eine Form kunsthistorischer Rekonstruktion. Die ursprünglichen Sammlungen lassen sich nicht vollständig wiederherstellen – ihre Bedeutung kann aber erneut sichtbar werden.</p>
<h4 dir="auto" data-start="9790" data-end="9853">Warum die Ausstellung auch für den Kunstmarkt relevant ist</h4>
<p dir="auto" data-start="9855" data-end="10164">Die in Hamburg erzählten Geschichten reichen bis in den heutigen Kunstmarkt. Provenienz ist längst kein Spezialthema mehr, das ausschließlich Museumsarchive beschäftigt. Die Herkunft eines Werkes kann seine rechtliche Situation, seine Handelbarkeit, seinen Marktwert und seine ethische Bewertung beeinflussen.</p>
<p dir="auto" data-start="10166" data-end="10449">Gerade bei Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts müssen Museen, Auktionshäuser, Galerien und private Käufer deshalb genau hinschauen. Lücken in der Eigentümergeschichte können ein Warnsignal sein – insbesondere, wenn ein Werk zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.</p>
<p dir="auto" data-start="10451" data-end="10988">Gleichzeitig zeigt sich heute, wie stark sich die Präsentation und Vermarktung berühmter Künstler verändert hat. Werke werden längst nicht mehr ausschließlich in Museen oder klassischen Galerien gezeigt, sondern auch in hybride Erlebnis- und Netzwerkformate eingebunden. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Präsentation von <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/picasso-bei-den-berlin-tennis-open-2026-kunst-und-spitzensport/?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="10776" data-end="10907">Picasso bei den Berlin Tennis Open 2026</a>, bei der Kunst, Spitzensport und internationale Sammlerkultur aufeinandertrafen.</p>
<p dir="auto" data-start="10990" data-end="11290">Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Picasso heute als global bekannte Marke in neue Veranstaltungsformate integriert wird, lenkt die Hamburger Ausstellung den Blick zurück auf jene Menschen, die Werke der Moderne sammelten, bevor viele dieser Künstler ihren heutigen Status erreicht hatten.</p>
<p dir="auto" data-start="11292" data-end="11622">„Von Monet bis Picasso“ zeigt damit, warum Provenienzforschung notwendig bleibt. Hinter bekannten Namen wie Monet, Picasso, Kirchner oder Franz Marc stehen Geschichten, die weit über die Entstehung der Bilder hinausreichen. Manchmal ist die Geschichte der früheren Besitzer ebenso aufschlussreich wie die Geschichte des Künstlers.</p>
<h4 dir="auto" data-start="11624" data-end="11680">Kunstgeschichte besteht nicht nur aus Künstlernamen</h4>
<p dir="auto" data-start="11682" data-end="11849">„Von Monet bis Picasso“ ist mehr als eine Ausstellung berühmter Meisterwerke. Sie erinnert daran, dass Kunstgeschichte nicht nur von Künstlern und Museen geprägt wird.</p>
<p dir="auto" data-start="11851" data-end="12254">Sie besteht auch aus Menschen, die Kunst sammelten, Künstler förderten und neue Stilrichtungen gegen gesellschaftliche Widerstände verteidigten. Aus Familien, die Werke über Jahre bewahrten. Aus Netzwerken, die moderne Kunst sichtbar machten. Und aus Menschen, deren Leben durch die Verbrechen des Nationalsozialismus zerstört wurde und deren kulturelle Bedeutung anschließend lange kaum Beachtung fand.</p>
<p dir="auto" data-start="12256" data-end="12548">Dass ihre Geschichten heute wieder erzählt werden, verändert auch den Blick auf die Bilder. Ein Kunstwerk besitzt nicht nur einen Urheber. Es hat eine Herkunft, wechselnde Eigentümer und eine Geschichte – und manchmal beginnt ihr folgenreichster Teil erst lange nach dem letzten Pinselstrich.</p>
<h4 dir="auto" data-start="12550" data-end="12622">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</h4>
<p dir="auto" data-start="12624" data-end="13187"><strong data-start="12624" data-end="12632">Ort:</strong> Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg<br data-start="12677" data-end="12680" /><strong data-start="12680" data-end="12693">Laufzeit:</strong> 11. September 2026 bis 29. März 2027<br data-start="12730" data-end="12733" /><strong data-start="12733" data-end="12744">Umfang:</strong> rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen<br data-start="12793" data-end="12796" /><strong data-start="12796" data-end="12810">Kuratoren:</strong> Dr. Kathrin Baumstark und Stefan Koldehoff<br data-start="12853" data-end="12856" /><strong data-start="12856" data-end="12869">Künstler:</strong> unter anderem Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker und Max Pechstein<br data-start="13020" data-end="13023" /><strong data-start="13023" data-end="13034">Themen:</strong> jüdische Kunstsammler, Moderne, Provenienzforschung, NS-Verfolgung und Erinnerungskultur<br data-start="13123" data-end="13126" /><strong data-start="13126" data-end="13147">Schirmherrschaft:</strong> Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Ausstellungsansicht „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ im Bucerius Kunst Forum Hamburg. Foto: Ulrich Perrey</p>
<p>Mehr über das Bucerius Kunst Forum: <a href="https://www.buceriuskunstforum.de/">Ausstellungen &amp; Veranstaltungen in Hamburg</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>12 Künstlerfreundschaften, die die Kunstgeschichte veränderten</title>
		<link>https://arttrado.de/news/12-kuenstlerfreundschaften-die-die-kunstgeschichte-veraenderten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 12:42:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[12 Künstlerfreundschaften, die die Kunstgeschichte veränderten Wie Freundschaften, Rivalitäten und Konflikte einige der größten Meisterwerke hervorbrachten. Die Kunstgeschichte liebt das <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/12-kuenstlerfreundschaften-die-die-kunstgeschichte-veraenderten/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>12 Künstlerfreundschaften, die die Kunstgeschichte veränderten</h4>
<p>Wie Freundschaften, Rivalitäten und Konflikte einige der größten Meisterwerke hervorbrachten.</p>
<p>Die Kunstgeschichte liebt das Bild des einsamen Genies. Von Vincent van Gogh bis Pablo Picasso erzählen viele Legenden von Künstlern, die scheinbar allein in ihren Ateliers arbeiteten und aus eigener Kraft die Welt veränderten. Doch die Realität war oft deutlich komplexer. Hinter zahlreichen Meisterwerken standen Freundschaften, kreative Netzwerke, intensive Gespräche und manchmal auch erbitterte Konflikte.</p>
<p>Künstler beeinflussten sich gegenseitig, diskutierten Ideen, reisten gemeinsam, tauschten Techniken aus oder trieben sich durch Konkurrenz zu Höchstleistungen an. Manche dieser Beziehungen hielten ein Leben lang. Andere endeten im Streit. Doch alle hinterließen Spuren in der Kunstgeschichte.</p>
<p>Viele der bedeutendsten Kunstrichtungen des 19. und 20. Jahrhunderts wären ohne diese Begegnungen vermutlich nie entstanden.</p>
<p>Hier sind zwölf Künstlerfreundschaften, die die Kunstgeschichte nachhaltig verändert haben.</p>
<hr />
<h4>1. Pablo Picasso und Wifredo Lam &#8211; Eine Begegnung, die die globale Moderne prägte</h4>
<p>Als Wifredo Lam 1938 in Paris auf Pablo Picasso traf, war Picasso bereits eine internationale Berühmtheit. Der Spanier erkannte früh das Talent des kubanischen Künstlers und nahm ihn in sein Umfeld auf.</p>
<p>Durch Picasso lernte Lam wichtige Vertreter der Avantgarde kennen, darunter den Surrealisten André Breton. Die Begegnung öffnete ihm Türen zu Galerien, Sammlern und Künstlerkreisen, die für seine weitere Entwicklung entscheidend wurden.</p>
<p>Lange betrachtete die Kunstgeschichte Lam vor allem als Schüler Picassos. Heute wird diese Sichtweise zunehmend korrigiert.</p>
<p>Während Picasso afrikanische und außereuropäische Kunst als Inspirationsquelle entdeckte, brachte Lam diese kulturellen Einflüsse bereits aus seiner eigenen Lebensgeschichte mit. Seine Werke verbanden afrokaribische Spiritualität, chinesische Herkunft, europäische Moderne und kubanische Identität zu einer völlig eigenständigen Bildsprache.</p>
<p>Die aktuelle Forschung betont deshalb zunehmend den gegenseitigen Austausch zwischen beiden Künstlern.</p>
<h4>Warum diese Freundschaft wichtig war</h4>
<p>Verbindung zwischen europäischer und globaler Moderne<br />
Förderung eines außergewöhnlichen Talents<br />
Frühes Beispiel transkultureller Kunstgeschichte</p>
<hr />
<h4>2. Pablo Picasso und Georges Braque &#8211; Die Männer, die den Kubismus erfanden</h4>
<p>Kaum eine Künstlerfreundschaft war kreativer.</p>
<p>Nachdem Picasso 1907 sein bahnbrechendes Gemälde „Les Demoiselles d&#8217;Avignon“ geschaffen hatte, begann ein intensiver Austausch mit Georges Braque.</p>
<p>Zwischen 1908 und 1914 arbeiteten beide nahezu täglich zusammen. Sie besuchten sich regelmäßig in ihren Ateliers und entwickelten gemeinsam neue Wege der Bildgestaltung.</p>
<p>Ihr Ziel war es, die traditionelle Perspektive aufzubrechen und Gegenstände gleichzeitig aus mehreren Blickwinkeln darzustellen.</p>
<p>Gemeinsam entwickelten sie den analytischen Kubismus und prägten die Bewegung entscheidend. Zeitgenossen berichteten später, dass manche Werke der beiden kaum voneinander zu unterscheiden waren.</p>
<p>Picasso beschrieb ihre Zusammenarbeit später als zwei Bergsteiger, die am selben Seil hängen.</p>
<p>Der Erste Weltkrieg beendete diese außergewöhnliche Phase.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Entstehung des Kubismus<br />
Revolutionierung der modernen Malerei<br />
Einer der engsten kreativen Dialoge der Kunstgeschichte</p>
<hr />
<h4>3. Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir</h4>
<p><strong>Die Freunde des Lichts: </strong>Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir gehörten zu den Gründervätern des Impressionismus.</p>
<p>Kennengelernt hatten sie sich bereits in den 1860er Jahren. Beide waren jung, arm und kämpften gegen die konservativen Vorstellungen der damaligen Kunstwelt.</p>
<p>Gemeinsam malten sie unter freiem Himmel und versuchten, Licht, Atmosphäre und Bewegung unmittelbar festzuhalten.</p>
<p>Während Monet sich intensiv mit Landschaften beschäftigte, konzentrierte sich Renoir stärker auf Menschen und gesellschaftliches Leben.</p>
<p>Gerade diese Unterschiede machten ihre Freundschaft produktiv.</p>
<p>Über Jahrzehnte unterstützten sie sich gegenseitig und wurden zu zentralen Figuren einer Bewegung, die die europäische Malerei grundlegend verändern sollte.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Mitbegründung des Impressionismus<br />
Jahrzehntelange gegenseitige Unterstützung<br />
Entwicklung neuer Maltechniken</p>
<hr />
<h4>4. Gustav Klimt und Egon Schiele</h4>
<p><strong>Der Mentor und das Wunderkind: </strong>Als Gustav Klimt den jungen Egon Schiele kennenlernte, erkannte er sofort dessen außergewöhnliches Talent.</p>
<p>Klimt öffnete dem Nachwuchskünstler die Türen zur Wiener Kunstwelt, stellte Kontakte zu Sammlern her und unterstützte ihn finanziell.</p>
<p>Schiele entwickelte daraufhin einen deutlich radikaleren Stil als sein Mentor.</p>
<p>Seine oft provokanten Darstellungen von Körperlichkeit und Psyche machten ihn zu einem der wichtigsten Künstler des österreichischen Expressionismus.</p>
<p>Trotz unterschiedlicher künstlerischer Ansätze blieb die Beziehung von gegenseitigem Respekt geprägt.</p>
<p>Erst Klimts Tod im Jahr 1918 beendete diese besondere Verbindung.</p>
<h4>Warum diese Freundschaft wichtig war</h4>
<p>Förderung eines der bedeutendsten Expressionisten<br />
Weiterentwicklung der Wiener Moderne<br />
Beispiel einer erfolgreichen Künstler-Mentorschaft</p>
<hr />
<h4>5. Wassily Kandinsky und Franz Marc</h4>
<p><strong>Die Geburt des Blauen Reiters: </strong>Anfang des 20. Jahrhunderts suchten viele Künstler nach neuen Ausdrucksformen.</p>
<p>Wassily Kandinsky und Franz Marc verband die Überzeugung, dass Kunst mehr sein sollte als die Darstellung sichtbarer Realität.</p>
<p>Gemeinsam gründeten sie 1911 die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“.</p>
<p>Ihre Ideen beeinflussten die Entwicklung der abstrakten Kunst maßgeblich.</p>
<p>Besonders Kandinskys Suche nach einer spirituellen Bildsprache und Marcs symbolische Tierdarstellungen wurden zu Wegweisern der Moderne.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Gründung des Blauen Reiters<br />
Entwicklung abstrakter Kunst<br />
Einfluss auf die europäische Avantgarde</p>
<hr />
<h4>6. Marcel Duchamp und Man Ray</h4>
<p><strong>Die Erfinder des künstlerischen Experiments: </strong>Marcel Duchamp und Man Ray gehörten zu den innovativsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>Ihre Freundschaft begann in New York und entwickelte sich zu einer jahrzehntelangen kreativen Partnerschaft.</p>
<p>Gemeinsam hinterfragten sie traditionelle Vorstellungen davon, was Kunst überhaupt sein kann.</p>
<p>Duchamps berühmte Readymades und Man Rays experimentelle Fotografie beeinflussten sich gegenseitig und ebneten den Weg für Konzeptkunst, Performance und zeitgenössische Kunstformen.</p>
<h4>Warum diese Freundschaft wichtig war</h4>
<p>Revolutionierung des Kunstbegriffs<br />
Einfluss auf Dadaismus und Konzeptkunst<br />
Wegbereiter moderner Kunstpraktiken</p>
<hr />
<h4>7. Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat</h4>
<p><strong>Pop-Art trifft Street Art: </strong>Als Andy Warhol den jungen Jean-Michel Basquiat kennenlernte, gehörte er bereits zu den berühmtesten Künstlern der Welt.</p>
<p>Basquiat hingegen galt als aufstrebendes Talent der New Yorker Graffiti- und Street-Art-Szene.</p>
<p>Zwischen beiden entwickelte sich eine enge Freundschaft.</p>
<p>Gemeinsam schufen sie zahlreiche Werke, die bis heute zu den bekanntesten Kollaborationen der Kunstgeschichte zählen.</p>
<p>Warhol brachte Erfahrung und internationale Bekanntheit ein.</p>
<p>Basquiat brachte Energie, Spontaneität und neue Themen wie Rassismus, Identität und soziale Ungleichheit.</p>
<h4>Warum diese Freundschaft wichtig war</h4>
<p>Verbindung zweier Künstlergenerationen<br />
Brücke zwischen Hochkultur und Street Art<br />
Prägende Werke der 1980er Jahre</p>
<hr />
<h4>8. Frida Kahlo und Diego Rivera</h4>
<p><strong>Liebe, Freundschaft und kreative Partnerschaft: </strong>Frida Kahlo und Diego Rivera gehören zu den bekanntesten Künstlerpaaren der Welt.</p>
<p>Ihre Beziehung war geprägt von gegenseitiger Bewunderung, politischen Überzeugungen, Affären, Konflikten und tiefer Verbundenheit.</p>
<p>Diego Rivera erkannte früh Frida Kahlos außergewöhnliches Talent und unterstützte ihre ersten künstlerischen Schritte. Gleichzeitig entwickelte Kahlo rasch eine unverwechselbare Bildsprache, die sie zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts machte. Ihre Beziehung war dabei weniger von einseitiger Förderung als von gegenseitigem künstlerischem Austausch geprägt.</p>
<p>Kahlo entwickelte sich später zu einer eigenständigen Ikone der Kunstgeschichte.</p>
<p>Trotz aller Schwierigkeiten beeinflussten beide das Werk des jeweils anderen nachhaltig.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Internationale Bekanntmachung mexikanischer Kunst<br />
Verbindung von Kunst und Politik<br />
Gegenseitige kreative Förderung</p>
<hr />
<h4>9. Salvador Dalí und Luis Buñuel</h4>
<p><strong>Als Surrealismus Filmgeschichte schrieb: </strong>Salvador Dalí und Luis Buñuel lernten sich als Studenten in Spanien kennen. Beide waren fasziniert von Träumen, Unterbewusstsein und provokativen Ideen.</p>
<p>1929 schufen sie gemeinsam den Film „Un Chien Andalou“, der bis heute als Meilenstein des surrealistischen Films gilt.</p>
<p>Ihre Zusammenarbeit beeinflusste nicht nur die Kunst, sondern auch die Filmgeschichte nachhaltig.</p>
<p>Später trennten sich ihre Wege aufgrund politischer und persönlicher Differenzen.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Entstehung surrealistischer Filmkunst<br />
Einfluss auf Kino und Avantgarde<br />
Verbindung verschiedener Kunstformen</p>
<hr />
<h4>Wenn Freundschaften zerbrechen</h4>
<p>Nicht jede Künstlerfreundschaft endet harmonisch.</p>
<p>Manche der spannendsten Beziehungen der Kunstgeschichte scheiterten an Konkurrenz, politischen Differenzen oder starken Persönlichkeiten.</p>
<p>Gerade diese Konflikte haben oft ebenso viel Einfluss auf die Kunst ausgeübt wie die Freundschaften selbst.</p>
<hr />
<h4>10. Vincent van Gogh und Paul Gauguin</h4>
<p><strong>Die berühmteste Künstlerfreundschaft im Streit: </strong>1888 zog Paul Gauguin zu Vincent van Gogh nach Arles. Van Gogh träumte von einer Künstlergemeinschaft, in der Kreative gemeinsam leben und arbeiten würden.</p>
<p>Zunächst funktionierte das Experiment.</p>
<p>Beide inspirierten sich gegenseitig und entwickelten ihre Kunst weiter. Doch ihre Charaktere unterschieden sich grundlegend. Van Gogh war emotional und impulsiv. Gauguin galt als dominant und selbstbewusst.</p>
<p>Die Spannungen eskalierten schließlich. Nach einem heftigen Streit verließ Gauguin Arles.</p>
<p>Die Freundschaft war beendet.</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Prägender Einfluss auf den Postimpressionismus<br />
Gemeinsame Entwicklung neuer Bildideen<br />
Eines der berühmtesten Dramen der Kunstgeschichte</p>
<hr />
<h4>11. Edgar Degas und Édouard Manet</h4>
<p><strong>Der Streit um ein Porträt: </strong>Degas bewunderte Édouard Manet und porträtierte ihn gemeinsam mit dessen Ehefrau. Doch als Manet Teile des Gemäldes entfernte, weil ihm die Darstellung seiner Frau missfiel, fühlte sich Degas tief gekränkt.</p>
<p>Der Konflikt führte zu einem dauerhaften Bruch.</p>
<p>Trotzdem beeinflussten sich beide Künstler weiterhin indirekt.</p>
<p>Ihre Werke gehören heute zu den wichtigsten Vorläufern des Impressionismus.</p>
<h4>Warum diese Freundschaft wichtig war</h4>
<p>Einfluss auf die moderne Malerei<br />
Beispiel für die Rolle von Stolz und Ego in der Kunst<br />
Spannendes Kapitel der Pariser Kunstszene</p>
<hr />
<h4>12. Salvador Dalí und André Breton</h4>
<p><strong>Der Krieg um den Surrealismus: </strong>André Breton war der Begründer des Surrealismus. Anfangs galt Dalí als eines der größten Talente der Bewegung. Doch mit den Jahren verschärften sich die Spannungen.</p>
<p>Breton kritisierte Dalís politische Aussagen und dessen zunehmende Selbstvermarktung. Schließlich wurde Dalí aus der surrealistischen Gruppe ausgeschlossen.</p>
<p>Die Reaktion des Spaniers ging in die Kunstgeschichte ein.</p>
<p>Dalí erklärte:</p>
<p>„Der Surrealismus, das bin ich.“</p>
<p><strong>Warum diese Freundschaft wichtig war</strong></p>
<p>Machtkämpfe innerhalb der Avantgarde<br />
Konflikt zwischen Kunst und Politik<br />
Bedeutender Wendepunkt des Surrealismus</p>
<hr />
<h4>Was Künstlerfreundschaften über Kreativität verraten</h4>
<p>Die Geschichte der Kunst zeigt immer wieder, dass kreative Innovation selten im völligen Alleingang entsteht.</p>
<p>Neue Ideen entwickeln sich häufig im Austausch mit anderen Menschen. Freunde werden zu Kritikern, Rivalen zu Inspirationsquellen und Diskussionen zu Ausgangspunkten neuer Bewegungen.</p>
<p>Ob Impressionismus, Kubismus, Surrealismus oder abstrakte Kunst: Hinter vielen großen Entwicklungen standen nicht einzelne Genies, sondern kreative Beziehungen.</p>
<hr />
<h4>Fazit</h4>
<p>Von Picasso und Lam über Monet und Renoir bis zu Warhol und Basquiat zeigt die Kunstgeschichte eindrucksvoll, wie wichtig menschliche Beziehungen für kreative Prozesse sein können.</p>
<p>Manche dieser Freundschaften hielten ein Leben lang.</p>
<p>Andere endeten in Streit, Enttäuschung oder Rivalität.</p>
<p>Doch unabhängig von ihrem Ausgang veränderten sie die Kunstwelt nachhaltig.</p>
<p>Vielleicht liegt genau darin ihre größte Bedeutung.</p>
<p>Denn große Kunst entsteht oft dort, wo Ideen aufeinandertreffen.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: <span dir="ltr" lang="en"><span class="mw-page-title-main"><span dir="auto">Frida Kahlo und Diego Rivera. </span></span></span>Carl Van Vechten, Public domain, via Wikimedia Commons</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
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		<title>Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen</title>
		<link>https://arttrado.de/news/chagall-renoir-kandinsky-im-osthaus-museum-hagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Sep 2023 17:51:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
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					<description><![CDATA[Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen Zu sehen sind mehr als 80 Werke &#8211; 60 Gemälde, fünf Skulpturen sowie <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/chagall-renoir-kandinsky-im-osthaus-museum-hagen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen</h3>
<p>Zu sehen sind mehr als 80 Werke &#8211; 60 Gemälde, fünf Skulpturen sowie ein Konvolut von Arbeiten auf Papier &#8211; von französischen, belgischen, russischen, ukrainischen, österreichischen und deutschen Künstlerinnen und Künstlern aus den ersten beiden Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts.</p>
<p>Parallel dazu werden in einer zweiten Ausstellung mit dem Titel „David und Vladimir Burliuk – Meister der Experimente“ mehr als 40 Werke der für die ukrainische Kunstgeschichte höchst bedeutenden Burliuk-Brüder gezeigt. Die Bilderschau mit Werken aus den Jahren 1909 bis 1949 ist die erste Übersichtsausstellung der Brüder in Deutschland.</p>
<p>Damit erinnert das westfälische Hagen an die große Tradition des Folkwang-Museums. Bereits zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts fanden in der Stadt am Rande des Ruhrgebiets Künstlerinnen und Künstler der europäischen Avantgarde einen Fixpunkt. Im Jahr 1902 wurde dort mit dem Folkwang-Museum, dem heutigen Osthaus Museum, das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Kunstmäzen und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus, der eine umfassende Sammlung mit Gemälden und Skulpturen von u.a. Paul Cézanne. Henri Matisse. Éduard Manet. Vincent van Gogh.  Auguste Renoir, Kees van Dongen zusammengetragen hatte, kam mit der Gründung des Museums seiner Vision, „die Schönheit wieder zur herrschenden Macht im Leben“ werden zu lassen, ein ganzes Stück näher.</p>
<p>Tayfun Belgin, Direktor des Museum Osthaus, betont: „<em>Wir haben hier den Folkwang-Impuls aufgenommen, denn wir erinnern uns: Karl Ernst Osthaus hat bereits 1907 die damals völlig unbekannten Brücke-Künstler ausgestellt. Nächstes Jahr wäre der Privat-Sammler Osthaus hundertfünfzig Jahre alt geworden. Diese Ausstellung ist eine Hommage an unseren Museumsgründer. Ihm zuliebe haben wir diese große Ausstellung mit viel Aufwand realisiert.</em>“</p>
<p>Mit der Doppelausstellung ermöglicht das Osthaus Museum nicht nur einen westlichen Blick auf die Europäische Avantgarde, sondern zeigt die Avantgardebewegungen des beginnenden Zwanzigsten Jahrhunderts als ein gesamteuropäisches Phänomen.</p>
<h4>Die Kunst der Avantgarde – Aufbruch in eine neue Zeit</h4>
<p>Das beginnende zwanzigste Jahrhundert ist geprägt durch tiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche. Dem versucht eine neue Künstlergeneration Rechnung zu tragen, die den vorherrschenden Geschmack durch eine neue Ästhetik überwindet.</p>
<p>Die künstlerische Avantgarde gilt als die Vorhut einer neuen Bewegung, die sich in verschiedenen Ausprägungen wie Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Futurismus, Suprematismus niederschlägt. Der Anspruch: nicht nur eine radikale Neuerung künstlerischer Formen und der einzelnen Künste zu bewirken, sondern zugleich eine gänzlich neue Auffassung von Kunst und eine neuartige Positionierung der Kunst in der Gesellschaft durchzusetzen.</p>
<p>Die Hagener Ausstellung bringt die unterschiedlichen Positionen dieser Künstler zusammen und huldigt ihrer Wirkungsgeschichte. So haben, zum Beispiel, die Expressionisten spätere Generationen geprägt – bis hin zur wilden Malerei der 1970er und 1980er Jahre -, der Suprematismus hat in großer Dimension eine Renaissance in der US-amerikanischen Kunst gefunden.</p>
<p>Die Zeit der Avantgarden ist und bleibt ein wichtiges Kapitel in der Kunstgeschichte der Moderne und strahlt bis heute nicht nur in die Kunstwelt aus.</p>
<h4>David und Vladimir Burliuk</h4>
<p>Die Brüder David Burliuk, geboren 1882 im Gouvernement Charkiw, und Vladimir Burliuk, geboren 1886 ebendort, sind für die ukrainisch Kunstgeschichte von großer Bedeutung. Beide waren Avantgarde-Künstler, die nicht nur an Neuerungen interessiert waren, sondern diese auch durchsetzten. Wladimir, der im ersten Weltkrieg im Alter von 32 Jahren verstarb, ist bekannt als Neo-Primitivist und Kubofuturist, während David als Vater des russischen Futurismus gilt. Ab 1922 lebte David Burliuk in den USA, wo er großen Einfluss auf die amerikanische Kunstszene ausübte. Er starb 1967 auf Long Island.</p>
<p>Die beiden Ausstellungen werden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung privater Leihgeber: zweier Sammler aus London, die ihre Anonymität wahren möchte, der Sammlerin Inna Bazhenova aus Monaco und des Sammlerehepaars Maya und Anatoly Bekkerman aus New York. 21 Werke, darunter auch Arbeiten der Burliuk-Brüder, befinden sich in der Sammlung des Museum Osthaus. Kuratiert werden beide Ausstellungen von Joseph Kiblitsky und Tayfun Belgin.</p>
<h4>Über das Osthaus Museum</h4>
<p>In der westfälischen Industriestadt Hagen öffnete im Sommer 1902 das Folkwang-Museum seine Pforten. Seine Gründung verdankte es einem kunstsinnigen, vermögenden Mann: Karl Ernst Osthaus. Das Folkwang erlangte bald den Ruhm als weltweit erstes Museum für zeitgenössische Kunst.</p>
<p>Dr. Tayfun Belgin, Direktor Osthaus Museum Hagen: „Das Osthaus Museum existiert, um anhand seiner ganz besonderen Geschichte sowie seiner heutigen Ausstellungspraxis zu zeigen, dass leidenschaftliches Engagement für Kunst und Kultur Freude bereitet, Lebensqualität erzeugt und Menschen zusammenbringt. Unser Museum bietet dynamische Erlebnisse, die die Kraft und dauerhafte Bedeutung von Kunst in der heutigen globalen Gesellschaft beleuchten.“</p>
<p>Das Museum setzt sich zum Ziel, die Menschen in Südwestfalen, im Ruhrgebiet und deutschlandweit für das Osthaus Museum, seine bedeutende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst sowie für ihre Sonderausstellungen zu interessieren und zu begeistern. Daher bietet das Osthaus Museum eine hohe Aufenthaltsqualität und vermittelt auf unterhaltsame und lebendige Weise ein Bewusstsein für Kunst und die konstitutive Rolle der Betrachterinnen und Betrachter.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Osthaus Museum: Weltklasse in Hagen<br />
Europäische Avantgarde – Vision und Realität<br />
David und Vladimir Burliuk – Meister der Experimente<br />
29. September 2023 bis 07. Januar 2024</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Hagen? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1784106&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Ausgewählte Kunstwerke finden <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">Sie auch bei uns im Shop!</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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		<title>Digitale Sammlung zur freien Verfügung: 22.000 Werke vom Städelmuseum</title>
		<link>https://arttrado.de/news/digitale-sammlung-zur-freien-verfuegung-22-000-werke-vom-staedelmuseum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2020 13:27:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Städel]]></category>
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					<description><![CDATA[Digitale Sammlung zur freien Verfügung: 22.000 Werke vom Städelmuseum Das Städel Museum stellt mehr als 22.000 Kunstwerke  mit der Creative-Commons-Lizenz <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/digitale-sammlung-zur-freien-verfuegung-22-000-werke-vom-staedelmuseum/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Digitale Sammlung zur freien Verfügung: 22.000 Werke vom Städelmuseum</h3>
<p>Das Städel Museum stellt mehr als 22.000 Kunstwerke  mit der Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 zur freien Verfügung. Die digitale Sammlung ermöglicht es einer breiten an Kunst interessierten Öffentlichkeit, die gemeinfreien Abbildungen der Werke unter Nennung des Städel Museums zu vervielfältigen, zu teilen sowie für beliebige Zwecke zu nutzen und zu bearbeiten.</p>
<p>In der digitalen Sammlung werden zum Beispiel Werke von Sandro Botticelli, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker oder Rembrandt  zum freien Download zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind es knapp 22.000 Werke. Das Ziel ist es, die Sammlung des Städel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wird die Teilhabe am gemeinschaftlichen Kulturgut gestärkt.</p>
<p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten durch Creative Commons Zugriff auf einen reichen Bestand an gemeinfreien Kunstwerken und können etwa in Forschung und universitärer Lehre gesellschaftliche Zusammenhänge mit bildlicher Unterstützung darstellen. Künstlerinnen und Künstler, Gestalterinnen und Gestalter finden neue Designs und Ausdrucksformen durch eine individuelle Aneignung von Kunst sowie den kreativen Umgang mit ihr. Lehrerinnen und Lehrer können auf die gemeinfreien Kunstwerke nicht nur zur ästhetischen, kulturellen und geschichtlichen Wissensvermittlung zurückgreifen, sondern es ist ihnen mit ihren Schülerinnen und Schülern auch möglich, mithilfe der Bilder Material für eigene schöpferische Projekte zu entwickeln. Die Kunstwerke lassen sich in neue Zusammenhänge stellen und individuell weiterverwenden. Zudem können sich Besucherinnen und Besucher ihr Lieblingswerk zum freien Gebrauch herunterladen.</p>
<p>Sowohl die grundlegenden Metadaten der gemeinfreien Werke wie Titel und Technik als auch tiefergehende Informationen wie Verschlagwortungen oder ikonografische Quellen stehen der Öffentlichkeit über eine sogenannte OAI-Schnittstelle (Open Archives Initiative) zur Verfügung und werden unter CC0 1.0 lizenziert. Dies ermöglicht die Vernetzung mit anderen Bilddatenbanken und Wissenschaftsplattformen.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Das Titelbild; Franz Marcs Liegender Hund im Schnee (ca. 1911)</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO unterstützen möchten, können Sie das über Paypal.</p>
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		<title>Buchtipp: Ausstellung in London 1938 &#8211; Kunst gegen Hitler</title>
		<link>https://arttrado.de/news/buchtipp-ausstellung-in-london-1938-kunst-gegen-hitler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 16:34:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Buchtipp: Londoner Ausstellung 1938 &#8211; Mit Kunst gegen Hitler Vor 80 Jahren wurde die Ausstellung „Twentieth Century German Art“ in <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/buchtipp-ausstellung-in-london-1938-kunst-gegen-hitler/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Buchtipp: Londoner Ausstellung 1938 &#8211; Mit Kunst gegen Hitler</h3>
<p>Vor 80 Jahren wurde die Ausstellung „Twentieth Century German Art“ in London eröffnet. Sie versteht sich als Antwort auf die NS-Aktion &#8222;Entartete Kunst&#8220;.  Am 07. Juli 1938 wurden rund 300 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst ausgestellt. Ein Jahr zuvor fand in München die Ausstellung der Nazis statt. Die Londoner Ausstellung war eigentlich die einzige Antwort, die die Verhöhnung der Moderne durch die menschenverachtenden Machthaber im Ausland fand. Twentieth Century German Art  war zunächst eigentlich nur für drei Wochen geplant, blieb dann aber zusätzlich einen weiteren Monat lang geöffnet.<br />
Doch wie kam in London 1938 die Ausstellung zustande?</p>
<p><strong>Die Idee brachten zwei Kunsthändlerin</strong></p>
<p>Von den 64 Künstlern die gezeigt wurden, waren bis auf zwei, alle in Deutschland als „entartet“ diffamiert. In britischen Museen gab es fast keine deutsche Kunst der Gegenwart, die hätte ausgeliehen werden können. So stellt sich die Frage, wo und wie die damals gezeigten Arbeiten ihren Weg nach London fanden.</p>
<p>1937 entwickelte sich unabhängig voneinander die Idee einer Protestausstellung gegen die Nazi-Aktion an zwei Orten auf der Welt. Noel Norton in London und Irmgard Burchard im knapp 800 Kilometer entfernten Zürich. Irmgard Burchhart verkaufte in ihrer Züricher Galerie verfemte deutsche Kunst, unter anderem von Paul Klee. In London traf sie mit Noel Norton zusammen und verfolgten gemeinsam die Umsetzung einer Ausstellung. So rekonstruierte Lucy Wasensteiner aus dem Nachlass des Kunstkritikers Paul Westheim. Westheim war Herausgeber und Hauptautor von der Zeitschrift &#8222;Das Kunstblatt&#8220;. Er war 1933 nach Paris emigriert und gründete einen Künstlerbund als Vereinigung der verfolgten Künstler. Dieser Künstlerbund wollte ebenso eine Ausstellung organisieren. Die beiden Kunsthändlerin Norton und Burchhard begeisterten Westheim für das gemeinsame Projekt.</p>
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<div id="google_ads_iframe_/1075255/tsp-mr2_0__container__"><strong>Die Eröffnung der Schau war ein voller Erfolg<br />
</strong></div>
</div>
<p>Die Eröffnung war ein Ereignis; Nachruchten berichtete von heftigem Publikumsandrang. Die Kunst wurde durchweg Positiv bewertet und betrachtet. Heute sind die damals gezeigten Kunstwerke größtenteils in Museumssammlungen zu finden, Marcs „Blaue Pferde“ beispielsweise in den USA. Beckmanns Triptychon hingegen wurde von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München erworben.</p>
<p>Titelbild:<br />
Das Plakat zur Ausstellung in London mit einer Abbildung der „Großen Blauen Pferde“ (1911) von Franz Marc.<br />
<small class="ts-credit">Foto: aus dem Buch/© Tate Gallery, London 2017</small></p>
<p><strong>Das Buch bei Amazon:</strong></p>
<p>Die Liebermann-Villa in Berlin nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, die Ausstellung zu rekonstruieren. Im Vorfeld der Berliner Schau zeigt die Wiener Library, London, eine Dokumentationsausstellung mit Schriftstücken, Plänen und fotografischen Innenansichten und schließt so eine Lücke der deutsch-britischen Kunstgeschichte. Der zweisprachige Katalog wird eingeleitet durch Vorworte von Staatsministerin Monika Grütters und von Sebastian Wood, dem britischen Botschafter in Deutschland</p>
<p id="title" class="a-size-large a-spacing-none"><strong><span id="productTitle" class="a-size-large">London 1938: defending &#8218;degenerate&#8216; art. Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler</span></strong></p>
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