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	<title>Wuppertal Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Kunstwettbewerb: Pallas Athene &#8211;  Jury entscheidet sich für Entwurf von Azra Akšamija</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunstwettbewerb-pallas-athene-jury-entscheidet-sich-fuer-entwurf-von-azra-aksamija/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2024 21:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur & Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunstwettbewerb: Pallas Athene &#8211; Jury entscheidet sich für Entwurf von Azra Akšamija Im Dezember 2019 gipfelte die Auseinandersetzung in einer <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunstwettbewerb-pallas-athene-jury-entscheidet-sich-fuer-entwurf-von-azra-aksamija/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunstwettbewerb: Pallas Athene &#8211; Jury entscheidet sich für Entwurf von Azra Akšamija</h4>
<p>Im Dezember 2019 gipfelte die Auseinandersetzung in einer öffentlichen Podiumsdiskussion über die Frage: „Soll ein Breker vor einer Schule stehen?“ An der Diskussion nahmen teil: Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kunst und Wissenschaft, Brigitte Franzen, ehemalige Vorstandsvorsitzende der Irene und Peter Ludwig-Stiftung, Dr. Felix Krämer, Direktor des Museums Kunstpalast, Matthias Nocke, Kulturdezernent der Stadt Wuppertal, sowie der Geschichtslehrer Martin Schulte und zwei Schülerinnen des Gymnasiums. Die Skulptur abzureißen, wurde von der Mehrheit abgelehnt und ist aus denkmalschutzrechtlicher Sicht nicht erwünscht. Stattdessen wurde beschlossen, einen Wettbewerb für einen künstlerischen Kommentar aus zeitgenössischer Sicht auszuschreiben.</p>
<h4>„Eulensicht“ von Azra Akšamija.</h4>
<p>Der beschränkte Wettbewerb, den die Stadt Wuppertal 2023 auslobte, um die kontrovers diskutierte Skulptur der „Pallas Athene“ von Arno Breker vor dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium kritisch zu kommentieren, ist entschieden: Zur Ausführung kommen soll der Entwurf „Eulensicht“ von Azra Akšamija.</p>
<p>Bei der Arbeit „Eulensicht“ von Azra Akšamija handelt es sich um eine interaktive Skulptur. Einem münzbetriebenen Fernrohr ähnlich, lädt sie dazu ein, Arno Brekers Figur anzuvisieren und so die Verstrickung ihres Schöpfers in den Machtapparat des „Dritten Reiches“ sowie die ideologische Indienstnahme des Motivs der „Pallas Athene“ durch den Nationalsozialismus zu entdecken und zu reflektieren.</p>
<p>Denn wer durch das „Fernglas“ in Form eines stilisierten Eulenkopfes schaut, sieht Brekers Statue gerahmt von der Kontur eines „Pallas Athene“-Kopfes im strengen Profil. Akšamija zitiert damit die nationalsozialistische Interpretation der Figur aus der antiken Mythologie, wie sie besonders prominent auf dem Umschlag des Katalogs zur „Großen Deutschen Kunstausstellung“ 1937 erscheint.</p>
<p>Bei Nacht erschließt sich eine weitere Dimension der „Eulensicht“. Dann wird Brekers „Pallas Athene“ mit Hilfe eines in die Konstruktion integrierten Projektors beleuchtet, der an die Wand der Schule ein Zitat von George Santayana wirft: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“</p>
<p>Azra Akšamijas „Eulensicht“ ergänzt die „Pallas Athene“ vor dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium nicht nur in dem Sinne, dass sie ihr eine neue, kritische Lesart hinzufügt. Sie stattet die Figur darüber hinaus mit einem Attribut aus, das Breker ihr vorenthalten hat, obwohl es fest zur klassischen Darstellungstradition gehört: einer Eule.</p>
<p>Am Wettbewerb um die künstlerische Kommentierung der „Pallas Athene“ haben sich außer Azra Akšamija beteiligt: Manaf Halbouni, Michaela Melián, Olaf Nicolai und Silke Wagner. Das Projekt wird großzügig gefördert und ermöglicht durch das Land Nordrhein-Westfalen.</p>
<h4>Die Künstlerin Azra Akšamija</h4>
<p>Azra Akšamija ist eine österreichische Künstlerin und Architekturhistorikerin. Sie wurde 1976 in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) geboren und lebt und arbeitet in Boston/Mass. (USA). Akšamija ist ordentliche Professorin am Fachbereich Architektur des Massachusetts Institute of Technology und leitet dort das Programm für Kunst, Kultur und Technologie sowie das Future Heritage Lab. In ihrer künstlerischen Praxis und akademischen Forschung untersucht sie, wie soziales Leben durch kulturelle Voreingenommenheit sowie die Zerstörung kultureller Infrastrukturen im Kontext von Konflikt, Migration und Vertreibung beeinflusst wird.</p>
<p>Das künstlerische Schaffen von Azra Akšamija wurde international von zahlreichen renommierten Institutionen gewürdigt, zuletzt im Kunsthaus Graz, im Aga Khan Museum Toronto, in der Kästner Gesellschaft Hannover und auf der Architektur-Biennale Venedig 2021. Ferner zeigte sie ihre Arbeiten u.a. in der Wiener Secession, auf der Biennale in Venedig, und auf der Manifesta 7, und in Museen für zeitgenössische Kunst in Zagreb, Belgrad und Ljubljana, im Sculpture Center und im Queens Museum of Art in New York, in der Royal Academy of Arts in London, im Jüdischen Museum Berlin. Sie nahm teil an Biennalen in Mailand, Istanbul, Eindhoven und Amman.</p>
<p>Azra Akšamija hat zwei Master-Abschlüsse in Architektur von der TU Graz (2001) und der Princeton University (2004) erworben sowie einen Ph.D. in Theorie und Kritik der Kunst und Architektur vom MIT (2011). 2013 erhielt sie den Aga Khan Preis für Architektur für ihr Design des Gebetsraums im Islamischen Friedhof Altach, Österreich, 2018 den Kunstpreis der Stadt Graz und 2020 ein Ehrendoktorat des Montserrat College of Art, Beverly/Mass. Sie ist Autorin von „Mosque Manifesto: Propositions for Spaces of Coexistence“ (Revolver Verlag, 2015) und „Museum Solidarity Lobby“ (Revolver Verlag, 2019). Als Herausgeberin verantwortete sie: „Architecture of Coexistence: Building Pluralism“ (ArchiTangle, 2020) und „Design to Live: Everyday Inventions from a Refugee Camp“ (MIT Press, 2021, gemeinsam mit R. Majzoub und M. Philippou herausgegeben).</p>
<h4>Der historische Hintergrund Pallas Athene</h4>
<p>1954 beriet die Kunstkommission der Stadt Wuppertal über ein Kunstwerk für den Neubau des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums und lud daraufhin drei Künstler zu einem beschränkten Wettbewerb ein: Hans Rompel (Düsseldorf), Fritz Bernuth (Oberammergau) und Arno Breker (Düsseldorf).</p>
<p>Breker (Wuppertal-Elberfeld 1900-1991 Düsseldorf) war als typischer Vertreter des heroisierenden Neoklassizismus in exponierter Weise mit dem nationalsozialistischen Regime verbunden: als Staatsbildhauer, „Gottbegnadeter“ und Lieblingsbildhauer Adolf Hitlers war er einer der wichtigsten und stilbildenden Vertreter der nationalsozialistischen Ideologie und Kunstauffassung. So schuf er u.a. Monumentalskulpturen für das Olympiastadion 1936 und die Neue Reichskanzlei 1938.</p>
<p>Die großen NS-Städtebauprojekte, für die Breker die Bauplastik lieferte, wurden Ende 1939 kriegsbedingt eingestellt. Seine kontextlos gewordenen Bauplastiken wurden jedoch durch weiterhin Fotografie und Film als kanonisch verbreitet. Vor allem durch seine Präsenz in der Massenpresse erfüllte Brekers Werk die propagandistische Funktion, für die sein Name bis heute steht.</p>
<h4>Warum fiel die Wahl 1954 auf Breker?</h4>
<p>Sein Name stand damals wie heute für künstlerischen Opportunismus und ideologische Instrumentalisierung der Kunst. Sein Bruder Hans, der ebenfalls in der NS-Zeit künstlerisch aktiv war, benannte sich in „van Breek“ um, als ihm 1948 die Hochschule für Architektur und Kunst in Weimar eine Professur anbot – unter der Bedingung, dass er seinen Namen ändere. Der Architekt Friedrich Hetzelt, ab 1953 Beigeordneter in Wuppertal, hatte unter anderem das neue Stadtbad (Schwimmoper) entworfen und war ständiges Mitglied der Kunstkommission. Da er während der NS-Zeit von Brekers Freund Albert Speer in die Planungen zur Neugestaltung der Reichshauptstadt einbezogen worden war, bestanden alte Verbindungen.</p>
<p>Wie aus den Sitzungsprotokollen der städtischen Kunstkommission in den 1950er Jahren hervorgeht, bestand zudem die Vorgabe, für Werke im öffentlichen Raum vorzugsweise einheimische oder in Wuppertal geborene Künstler einzuladen. Breker, der in Wuppertal-Elberfeld geboren worden war, erfüllte dieses Kriterium.</p>
<p>Im Zusammenhang mit Brekers Auftrag fällt auf, wie wenig nach dem Zweiten Weltkrieg über die NS-Kunst gesprochen wurde. In den Presseberichten zur Aufstellung der „Pallas Athene“ im Mai 1957 wurde Brekers nationalsozialistische Karriere kaum erwähnt. Die kunsthistorische Forschung beschäftigte sich zwar mit Brekers Schaffen für das nationalsozialistische Regime, stellte aber Fragen der künstlerischen Qualität in den Vordergrund und schenkten den Inhalten, der Propaganda und der politischen Instrumentalisierung von Kunst und Künstlern weniger Beachtung.</p>
<h4>Kulturpolitik der Nachkriegszeit</h4>
<p>Die städtische Kulturpolitik der Nachkriegszeit zeigt sich deutlich an der künstlerischen Gestaltung des Johannisbergs. Am 26. Februar 1957 hatte die städtische Kunstkommission beschlossen, vor dem Neubau des Stadtbades am Johannisberg die Bronzeplastik „Great Seated Woman“ des britischen Bildhauers Henry Moore aufzustellen. Gut zwei Monate später wurde direkt nebenan auf dem Gelände des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums, ausgewählt von derselben Kommission, Arno Brekers „Pallas Athene“ der Öffentlichkeit übergeben. Die Widersprüchlichkeit dieser Entscheidung für zwei völlig gegensätzliche bildhauerische Positionen, die sich in zwei weiblichen Bronzefiguren für den öffentlichen Raum manifestieren, kann als sinnbildlich für eine Stadtentwicklungspolitik verstanden werden, die nach Krieg und Diktatur einen kulturellen Neubeginn anstrebte und zugleich an eingefahrenen Mustern festhielt. So erhielt denn auch Arno Brekers Bruder Hans 1956 den Auftrag zur Ausgestaltung der Innenräume des Wuppertaler Opernhauses mit Gipsreliefs.</p>
<p>Im Kontext der Kunst-am-Bau-Plastik in Wuppertal war die „Pallas Athene“ von Breker insofern eine Besonderheit, als die Darstellung einer Gestalt aus der griechischen Mythologie den Schulneubau nicht nur dekorieren, sondern auch als humanistisches Gymnasium kennzeichnen sollte. Die Figur „Pallas Athene“ nimmt zudem Bezug auf den Namensgeber Wilhelm Dörpfeld, der als Archäologe ab 1882 maßgeblich an den Ausgrabungen in Troja und ab 1885 an den Ausgrabungen auf der Akropolis in Athen beteiligt war.</p>
<h4>Pallas Athene</h4>
<p>Als Darstellung einer mythischen Figur steht Brekers „Pallas Athene“ in einer komplexen Darstellungstradition, die sich in über 2500 Jahren entwickelt hat. Die Vielfalt an stilistischen Variationen und figürlichen Haltungen, die jeweils auch mit unterschiedliche inhaltliche bzw. erzählerische Intentionen verfolgen, ist enorm. Zu den klassischen Attributen der Pallas Athene zählen Speer, Schild und Helm sowie (Brust-) Panzer und Gorgoneion. Vielfach wird sie von einer Eule begleitet, als einem Symbol ihrer Weisheit.</p>
<p>Neben den Großplastiken, welche die Göttin in repräsentativer Ruhestellung zeigen, ist der Typ der speerschwingenden Athena Promachos (Beschützerin im Krieg) aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. hervorzuheben. Diesem Figurentypus, der ein offensives, dynamisches Voranschreiten der Athene zeigt, ging ein archaischer, statisch abwehrender Typus voraus, auf den sich Breker mit seiner „Pallas Athene“ bezieht. Formal bezieht sich Breker insbesondere auf die Kunst der Archaik.</p>
<p>Von besonderem Belang für Brekers Werk und seine Bedeutung ist, dass Pallas Athene im „Dritten Reich“ gleichermaßen als Kunst- wie als Kriegsgöttin geschätzt und gezeigt wurde. Ihr Bild fand in der nationalsozialistischen Bildsprache breite und offensive Verwendung. So erschien Pallas Athene erstmals auf einer Plakette zum Reichsparteitag im Jahr 1933. 1937 wurde das nahezu identische Motiv als Titelblatt des Katalogs zur „Großen Deutschen Kunstausstellung“ in München verwendet. Dieser Athene-Kopf, ergänzt um eine Fackel und einen Reichsadler mit dem Hakenkreuz in den Fängen, wurde schließlich 1938 als ständiges Titelblatt der Zeitschrift „Die Kunst im Deutschen Reich“ verwendet. Es avancierte damit gleichsam zum Logo einer „deutschen“ Kunst im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.</p>
<h4>Die Jury zum Wettbewerb</h4>
<p><strong>Zusammensetzung der Jury:</strong></p>
<p>Stimmberechtigte Fachpreisrichter:innen:</p>
<p>Wolfgang Brauneis, Kunsthistoriker<br />
Birte Fritsch, Zentrum für verfolgte Künste Solingen<br />
Nora Jaeger, Kunsthistorikerin<br />
Eckehard Lowisch, Künstler<br />
Dr. Roland Mönig, Direktor Von der Heydt-Museum Wuppertal<br />
Matthias Nocke, Kulturdezernent der Stadt Wuppertal<br />
Charlotte Perrin, Künstlerin<br />
Mira Sasse, Künstlerin<br />
Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg Mönchengladbach</p>
<p><strong>Stimmberechtigte Sachpreisrichter:innen:</strong></p>
<p>Heiner Fragemann, Kulturausschuss der Stadt Wuppertal<br />
Dr. Rolf Jürgen Köster, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Wuppertal<br />
Dr. Ulrike Schrader, Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal<br />
Claudia Schweizer, Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal<br />
Christina Stausberg, Bezirksvertretung Wuppertal-Elberfeld<br />
Anke Woelky, Bezirksvertretung Wuppertal-Elberfeld</p>
<p><strong>Sachverständige:</strong></p>
<p>Stefan Koldehoff, Journalist<br />
Florian Schrader, Bereich Denkmalschutz<br />
Marie-Christine Zacharias, Bereich Stadtentwicklung und Städtebau</p>
<h5>Formale Kriterien bei der Vorprüfung der eingereichten Wettbewerbsbeiträge:</h5>
<p>&#8211; fristgerechter Eingang<br />
&#8211; Vollständigkeit der Unterlagen<br />
&#8211; Einhaltung des Kostenrahmens<br />
&#8211; Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes<br />
&#8211; Beurteilung der Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie der bautechnischen Aspekte<br />
aus Sicht der Schulgemeinde, des Gebäudemanagements Wuppertal und des Bereichs<br />
Städtebau</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Am Sonntag, 9. Juni 2024, findet die Europawahl statt. Dafür sucht die Stadt noch Wahlhelferinnen und Wahlhelfer! Machen Sie mit: Alles Wissenswerte zur Aufgabe und Vergütung finden Sie unter: <a href="http://www.wuppertal.de/wahlhelfer" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=http://www.wuppertal.de/wahlhelfer&amp;source=gmail&amp;ust=1714595749331000&amp;usg=AOvVaw1hsA17uJb3QWVzv6uPMCRe">www.wuppertal.de/wahlhelfer</a></p>
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<p>Besondere Kunstwerke finden <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">Sie auch bei uns im Shop!</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Interview: Fotograf Eberhard Vogler aus Wuppertal</title>
		<link>https://arttrado.de/news/interview-fotograf-eberhard-vogler-aus-wuppertal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2021 17:27:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Vogler]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum Kunstpalast]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview: Fotograf Eberhard Vogler aus Wuppertal Eberhard Vogler wurde 1963 in Wuppertal geboren, wo er auch bis heute lebt und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/interview-fotograf-eberhard-vogler-aus-wuppertal/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Interview: Fotograf Eberhard Vogler aus Wuppertal</span></h3>
<p>Eberhard Vogler wurde 1963 in Wuppertal geboren, wo er auch bis heute lebt und arbeitet. Das Urgestein aus dem Bergischen Land ist aber weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt, so stellte Vogler unter anderem bereits in der bekannten Agora Gallery in New York aus. Für seine Fotos reiste er unter anderem nach Griechenland, Spanien, Irland, Schottland Türkei und Frankreich &#8211;  aber auch nach Island.</p>
<p>Zu seinen Referenzen zählen die Barmenia Versicherungen, das Ingenieurbüro Beck, die Weinhandlung Lapinski und diverse Private Sammler. In regionalen Presseberichten ist er fast monatlich zu finden, &#8222;trotzdem&#8220; widmet er sich noch mal einem Studium der Fotografie an der fadbk Essen.</p>
<p>Mehr über Eberhard Vogler erfahren Sie auf seiner Webseite: <a href="https://eberhard-vogler.de/" target="_blank" rel="noopener">https://eberhard-vogler.de/</a></p>
<h4>Eberhard Vogler im Interview</h4>
<p><strong>Danke dir für deine Zeit und Mühe! Schwierige Zeiten für die Kunstbranche,&#8230; wo bist du grade, wie geht es dir und wodran arbeitest du aktuell?</strong></p>
<p><em>Vielen Dank für die Nachfrage, es geht mir gut! Zum Glück bin ich bisher von Corona verschont geblieben. Es ist Wochenende und ich sitze zu Hause in meinem Arbeitszimmer.</em></p>
<p>Die letzten Monate habe ich genutzt, um mein Archiv durchzuschauen. Dabei habe ich einige in Vergessenheit geratene Fotos entdeckt, die ich gerne im nächsten Jahr präsentieren möchte. Aktuell arbeite ich also an neuen Ausstellungskonzepten und ich bin dabei, meine Fotos vom letzten und von diesem Jahr zu sichten.</p>
<p>Da ich in diesem Jahr als &#8222;Spätberufener&#8220; ein Studium der Fotografie an der fadbk Essen aufgenommen habe, muss ich an den Wochenenden auch regelmäßig &#8222;Hausaufgaben&#8220; erledigen.</p>
<p><strong>Du beweist, dass auch Autodidakten als Fotograf erfolgreich sein können, wann und wie kamst du zur Fotografie?</strong></p>
<p><em>Mein Vater und zwei meiner Onkel haben regelmäßig fotografiert. 1978 habe ich, mit 14 Jahren, meine erste Spiegelreflexkamera zur Konfirmation geschenkt bekommen, ein Minolta XG 2. In meiner Jugend habe ich Fotokurse besucht und mit meiner Jugendgruppe im Keller der Kirche ein S/W Labor betrieben. Zu der Zeit habe ich außerdem meine Filme zu einem befreundeten Fotohändler gebracht, dessen Labor ich benutzen durfte.</em></p>
<p><strong>Sprich über 40 Jahre Erfahrung,&#8230; gibt es etwas was du auf dem Kunstmarkt gerne ändern würdest?</strong></p>
<p><em>Ich würde mir wünschen, dass Galerien, Käufer und Museen mehr auf die Qualität der Arbeiten und weniger auf die Ausbildung der Künstler*innen Wert legen. Somit könnten auch mehr Autodidakt*innen eine Chance erhalten, sich am Kunstmarkt zu etablieren.</em></p>
<p><strong>Nicht jedes Kunstwerk ist ein Foto, aber ist jedes Foto Kunst?</strong></p>
<p><em>Nein, nur wenn ein Foto durch einen Künstler, der die Möglichkeiten der Fotografie nutzt, um dadurch sein persönliches Anliegen oder seine Gefühle auszudrücken, erstellt wurde.</em></p>
<p><strong>Wie viele Aufnahmen sind im Laufe deiner Karriere entstanden?</strong></p>
<p><em>Wenn man mein vielen Familien- und Urlaubsfotos mitzählt, sind es weit über 40000 Fotos.</em></p>
<p>Auf meiner Website befinden sich allerdings nur die Fotos, die ich ausstelle und verkaufe, es sind aktuell fast 500 Fotos.</p>
<p><strong>Analog oder Digital?</strong></p>
<p><em>Im Rahmen meines Studiums habe ich noch einmal analog fotografiert und anschließend die Filme im S/W Labor entwickelt und vergrößert. Das hat mir zwar sehr viel Spaß gemacht, war aber auch mit viel Arbeit verbunden.</em></p>
<p>Sicherlich gibt es Künstler, die weiterhin analog fotografieren, entwickeln und vergrößern, also die analoge Fotografie für sich als Kunstform wiederentdeckt haben.</p>
<p>Ich werde weiterhin der digitalen Fotografie treu bleiben. Wenn man zusätzlich noch im RAW-Format fotografiert, hat man deutlich mehr Möglichkeiten der Weiterverarbeitung als bei der analogen Fotografie.</p>
<p><strong>Deine Arbeiten waren seit 2006 auf über 80 Ausstellungen zu sehen. Was war in deiner Karriere das schönste Feedback?</strong></p>
<p><em>Für die Teilnahme an der GROSSEN Kunstaustellung NRW im Jahr 2018 in Düsseldorf und den Gewinn der Gold Medaille beim 2. VIEPA 2021 Fotowettbewerb 2021 in Wien, habe ich das schönste Feedback erhalten.</em></p>
<p><strong>Und die härteste Kritik?</strong></p>
<p><em>Es ist schon vorgekommen, dass man mir den Ankauf eines Fotos zugesagt hat, es aber dann doch nicht zu einem Ankauf kam. Man hat mich schon mal einen &#8222;Schöngeist&#8220; genannt, in meinem speziellen Fall war das eher abwertend gemeint.</em></p>
<p><strong>Für deine bisherigen Aufnahmen, bist du schon durch fast ganz Europa gereist &#8211; gibt es noch ein Land was auf deiner &#8222;Liste&#8220; steht?</strong></p>
<p><em>Ich würde gerne noch nach Kroatien und Malta reisen. Außerdem würde ich gerne noch Budapest und die Städte in Andalusien besuchen.</em></p>
<p><strong>Gibt es konkrete Zukunftspläne und falls ja, kannst du unseren Lesern schon etwas darüber verraten?</strong></p>
<p><em>Ich würde gerne weiterhin mein Studium verfolgen und in den nächsten Jahren mit einem Akademie-Brief abschließen.</em></p>
<p>Für den März nächsten Jahres habe ich eine kleine Einzelausstellung in Wuppertal geplant, ich bewerbe mich aber auch regelmäßig um auch mal in anderen Städten auszustellen.</p>
<p>Langfristig würde ich gerne neue Kataloge von meinen Arbeiten erstellen und / oder einen Verlag finden, der ein Buch mit meinen Arbeiten veröffentlicht.</p>
<figure id="attachment_10608" aria-describedby="caption-attachment-10608" style="width: 702px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/11/IMG_1323.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-10608" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/11/IMG_1323.jpg" alt="Eberhard Vogler  im Rahmen der Eröffnung der GROSSEN NRW im Museum Kunstpalast. Interview arttrado junge kunst online galerie " width="702" height="469" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/11/IMG_1323.jpg 702w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/11/IMG_1323-300x200.jpg 300w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/11/IMG_1323-600x401.jpg 600w" sizes="(max-width: 702px) 100vw, 702px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10608" class="wp-caption-text">Eberhard Vogler im Rahmen der Vorstellung seines Buches &#8222;Bauerngärten im Bergischen Land&#8220;.</figcaption></figure>
<p><strong>Was darf auf keinen Fall über dich an die Öffentlichkeit gelangen?</strong></p>
<p><em>Nacktfotos vom FKK Strand ??? Dein Ernst ??? 😉</em></p>
<p><strong>Halt uns gerne auf dem Laufenden! Gerne berichten wir über die kommende Einzelausstellung in Wuppertal und ich drücke dir ganz fest die Daumen für einen Verlag! Ich kann dir den aufstrebenden <a href="https://renidere-verlag.de/">Renidere Verlag </a> empfehlen 😉</strong></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Eberhard Vogler vor einer seiner Fotografien im Rahmen der Eröffnung der GROSSEN NRW im Museum Kunstpalast.</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
<p>Unser Projekt ARTTRADO unterstützen:</p>
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