<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ulrika Eller-Rüter Archive - Arttrado.de</title>
	<atom:link href="https://arttrado.de/news/tag/ulrika-eller-rueter/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://arttrado.de/news/tag/ulrika-eller-rueter/</link>
	<description>No earth without art</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 Sep 2026 09:56:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.7</generator>

<image>
	<url>https://arttrado.de/wp-content/uploads/2017/10/cropped-favicon-32x32.gif</url>
	<title>Ulrika Eller-Rüter Archive - Arttrado.de</title>
	<link>https://arttrado.de/news/tag/ulrika-eller-rueter/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ulrika Eller-Rüter zeigt „Gezeiten“ in der Namen-Jesu-Kirche Bonn</title>
		<link>https://arttrado.de/news/ulrika-eller-rueter-zeigt-gezeiten-in-der-namen-jesu-kirche-bonn/</link>
					<comments>https://arttrado.de/news/ulrika-eller-rueter-zeigt-gezeiten-in-der-namen-jesu-kirche-bonn/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 09:56:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und religion]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[kunst in bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Galerie Geißler Bentler]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrika Eller-Rüter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=20214</guid>

					<description><![CDATA[Ulrika Eller-Rüter zeigt „Gezeiten“ in der Namen-Jesu-Kirche Bonn Ein Teich vor einem Altar ist zunächst einmal ein starkes Bild. Man <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/ulrika-eller-rueter-zeigt-gezeiten-in-der-namen-jesu-kirche-bonn/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Ulrika Eller-Rüter zeigt „Gezeiten“ in der Namen-Jesu-Kirche Bonn</h4>
<p>Ein Teich vor einem Altar ist zunächst einmal ein starkes Bild. Man muss nicht viel über zeitgenössische Kunst wissen, um zu spüren, dass diese Begegnung irritiert – und gerade deshalb Aufmerksamkeit erzeugt. In der Namen-Jesu-Kirche in Bonn installiert die Künstlerin und Professorin Ulrika Eller-Rüter einen von Gras umgebenen Teich im Altarraum. Das Wasser ist grün gefärbt und mit Salz angereichert. Während es nach und nach verdunstet, bleibt das Salz zurück und beginnt zu kristallisieren. Die Installation verändert sich damit zwangsläufig über die Dauer der Ausstellung.</p>
<p>Genau darin liegt der zentrale Gedanke von „Gezeiten“: Die Ausstellung erzählt nicht nur von Zeit und Vergänglichkeit. Sie lässt die Zeit tatsächlich am Kunstwerk arbeiten.</p>
<h4>Ein Teich vor dem Altar</h4>
<p>Die Ausstellung „Gezeiten“ beschäftigt sich mit Ebbe und Flut, mit dem rhythmischen Wechsel des Wassers und mit den großen Kreisläufen der Natur. Zugleich geht es um Vergänglichkeit, Leben und Tod. Wasser als Symbol für Leben, Reinigung, Tod und Wiedergeburt ist in Kunst und Religion tief verankert. Der entscheidende Reiz der Ausstellung liegt deshalb weniger in der Symbolik selbst als in ihrer <strong>konkreten räumlichen und materiellen Umsetzung</strong>.</p>
<p>Unmittelbar vor dem Altar entsteht eine künstliche Wasserfläche. Natur trifft auf Architektur, ein vergänglicher Prozess auf einen Sakralraum, der Beständigkeit und Dauer ausstrahlt. Eller-Rüter übersetzt die abstrakte Vorstellung von Zeit damit in einen sichtbaren Vorgang: Das Wasser nimmt ab, während sich an seiner Stelle neue Strukturen bilden.</p>
<h4>Wenn das Kunstwerk langsam verschwindet</h4>
<p>Das zentrale Werk funktioniert vor allem deshalb, weil sein Zustand nicht vollständig kontrollierbar ist. Das Wasser verdunstet, das Salz kristallisiert und die lebendigen Materialien verändern sich. Was zu Beginn der Ausstellung wie eine geschlossene Wasserfläche erscheint, wird im Laufe der Wochen ein anderes Bild ergeben. Aus einer zunächst statisch wirkenden Installation entwickelt sich so ein fortlaufender Prozess.</p>
<p>Gerade in einer Zeit, in der Kunst häufig über spektakuläre Bilder, monumentale Formate und Instagram-taugliche Inszenierungen vermittelt wird, besitzt dieser langsame Wandel eine gewisse Eigenwilligkeit. „Gezeiten“ fordert nicht nur den Blick auf ein fertiges Objekt, sondern Aufmerksamkeit für eine Veränderung, die sich erst über einen längeren Zeitraum vollzieht. Darin liegt möglicherweise der stärkste Gedanke der Ausstellung: <strong>Zeit ist hier nicht nur Thema, sondern Material.</strong></p>
<h4>Wasser zwischen Weihwasser und zeitgenössischer Kunst</h4>
<p>Auch der Ausstellungsort ist Teil der Arbeit. Die Namen-Jesu-Kirche ist ein historischer Sakralraum in der Bonner Innenstadt und dient heute als Bischofskirche der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland. Zugleich wird sie als offener Kulturort für Konzerte und Ausstellungen genutzt. Eller-Rüters Installation macht diese doppelte Funktion besonders deutlich.</p>
<p>Am Eingang befindet sich das Weihwasserbecken. Im Altarbereich folgt eine weitere Wasserfläche – diesmal grün gefärbt und als zeitgenössische Kunstinstallation inszeniert. Der Vergleich drängt sich auf, ohne ausführlich erklärt werden zu müssen: Hier begegnet das Publikum ritualisiertem Wasser, dort Wasser als künstlerischem Material und Träger eines natürlichen Veränderungsprozesses.</p>
<p>Der Kirchenraum ist damit keine bloße Kulisse, sondern ein aktiver Bestandteil der Ausstellung. Die Arbeiten könnten vermutlich auch in einem klassischen White Cube bestehen. In der Kirche erhalten sie jedoch eine zusätzliche religiöse, räumliche und zeitliche Bedeutungsebene.</p>
<h4>Warum gerade Grün?</h4>
<p>Eine weitere Ebene der Ausstellung bildet die Farbe Grün. Eller-Rüter verweist auf unterschiedliche religiöse und kulturelle Bedeutungen der Farbe. Im Islam wird Grün unter anderem mit dem Paradies verbunden, im Christentum kann es für Hoffnung, Wachstum und neues Leben stehen. Auch in anderen religiösen Traditionen finden sich Verbindungen zu Natur, Leben, Tod und Erneuerung.</p>
<p>Solche Bedeutungen lassen sich nicht zu einer einzigen universellen Farbsymbolik zusammenfassen. Als visuelles Element funktioniert das Grün jedoch unmittelbar. Das künstlich gefärbte Wasser wirkt zugleich <strong>unnatürlich und organisch</strong>. Es erinnert an Algen, Vegetation und lebendige Gewässer, während seine intensive Farbigkeit zugleich deutlich macht, dass es sich um eine künstlerische Setzung handelt. Zusammen mit dem echten Gras entsteht eine irritierende Verbindung aus künstlicher Farbe und lebendigem Material.</p>
<h4>Tusche, Wasser und Zufall</h4>
<p>Neben der Installation im Altarbereich zeigt Ulrika Eller-Rüter großformatige Papierarbeiten in den Seitenschiffen der Kirche. Diese entstehen unter anderem durch das Zusammenspiel von Tusche, Flüssigkeit, Pigmenten und weiteren Substraten. Wasser wird dabei nicht lediglich abgebildet, sondern beeinflusst unmittelbar die Entstehung der Bilder.</p>
<p>Eller-Rüter interessiert sich für Prozesse, deren Ergebnis sich nicht vollständig vorausplanen lässt. Flüssigkeiten verlaufen, Pigmente reagieren miteinander und Materialien verändern sich. Die Künstlerin setzt diese Vorgänge in Gang, muss anschließend jedoch akzeptieren, dass das Material einen Teil der gestalterischen Entscheidung übernimmt. Damit berührt ihre Arbeit eine Frage, die weit über das Motiv des Wassers hinausweist: Wie viel Kontrolle braucht Kunst – und was geschieht, wenn die Künstlerin einen Teil davon an natürliche Prozesse abgibt?</p>
<h4>Ulrika Eller-Rüter und die Suche nach dem „Bild im Wasser“</h4>
<p>Seit 2019 beschäftigt sich Eller-Rüter intensiv mit Wasser. Auf ihren Reisen sammelt sie Proben aus Flüssen, Meeren, Brunnen und anderen Gewässern. Diese untersucht und archiviert sie unter anderem mithilfe mikroskopischer Verfahren. Unter dem Mikroskop entdeckt die Künstlerin Strukturen, die sie als eine Art individuelle Signatur des jeweiligen Gewässers versteht. Aus diesen Beobachtungen entwickelt sie weitere Arbeiten zwischen Malerei, Installation, Performance und künstlerischer Forschung.</p>
<p>Der Ansatz wirkt zunächst naturwissenschaftlich, führt jedoch nicht zu einer objektiven Erklärung. Stattdessen dient die Untersuchung dazu, neues visuelles und materielles Ausgangsmaterial für die Kunst zu gewinnen. Wasser wird dadurch gleichzeitig <strong>Gegenstand, Werkzeug und Bildproduzent</strong>.</p>
<h4>Ein ungewöhnlicher Ort für zeitgenössische Kunst in Bonn</h4>
<p>Dass „Gezeiten“ in einer Kirche stattfindet, ist mehr als eine dekorative Entscheidung. Der barocke Kirchenraum steht für Beständigkeit, Tradition und wiederkehrende religiöse Rituale. Eller-Rüters Installation setzt ihm einen Prozess entgegen, der sich nicht anhalten lässt: Das Wasser verschwindet, das Salz bleibt zurück und bildet neue Strukturen. Die Papierarbeiten wiederum entstehen durch Abläufe, die sich nicht vollständig kontrollieren oder identisch wiederholen lassen.</p>
<p>Man könnte sagen: <strong>Die Kirche liefert die Vorstellung von Ewigkeit, das Wasser die Erfahrung von Zeit.</strong></p>
<p>Darin liegt eine überzeugende Spannung. Ob die weiteren Arbeiten dieselbe Wirkung entwickeln, wird sich vor allem in ihrem Zusammenspiel mit dem Kirchenraum zeigen. Der zentrale Teich besitzt jedoch das Potenzial, mehr zu sein als ein spektakuläres Pressebild. Gerade seine Veränderlichkeit könnte dafür sorgen, dass sich „Gezeiten“ nicht bereits mit dem ersten Blick vollständig erschließt.</p>
<h4>„Gezeiten“ von Ulrika Eller-Rüter in Bonn</h4>
<p>Die Ausstellung <strong>„Gezeiten“</strong> von <strong>Ulrika Eller-Rüter</strong> ist vom <strong>18. September bis zum 5. November 2026</strong> in der <strong>Namen-Jesu-Kirche, Bonngasse 8, 53111 Bonn</strong>, zu sehen. Die Vernissage findet am <strong>18. September 2026 um 19:30 Uhr</strong> statt. Organisiert wird die Ausstellung von der <strong>Galerie Geißler Bentler</strong>.</p>
<h4>Öffnungszeiten der Namen-Jesu-Kirche</h4>
<p>Dienstag und Mittwoch: 11:30–14:30 Uhr<br />Donnerstag bis Samstag: 11:30–17:30 Uhr<br />Sonntag: 11:30–17:30 Uhr<br />Montag: geschlossen</p>
<h4>Ausblick</h4>
<p>Der überzeugendste Gedanke von „Gezeiten“ liegt im realen Veränderungsprozess. Eller-Rüter behandelt Vergänglichkeit nicht nur als Symbol: Das Wasser verdunstet, das Salz bildet neue Strukturen und die Installation entzieht sich damit einem endgültigen Zustand.</p>
<p>Gerade im auf Dauer und Kontinuität angelegten Kirchenraum gewinnt dieser Prozess zusätzliche Spannung. Ulrika Eller-Rüter muss Vergänglichkeit nicht bloß behaupten. Sie lässt sie stattfinden.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Work in Progress &#8211; v.l.: Ulrika Eller-Rüter und Jenny Geißler-Bentler. (c)Galerie Geißler-Bentler.</p>
<p>Mehr über die Künstlerin:<a href="https://ulrika-eller-rueter.de/" target="_blank" rel="noopener"> https://ulrika-eller-rueter.de/</a></p>
<div class="entry-content">
<div class="entry-content">
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://arttrado.de/news/ulrika-eller-rueter-zeigt-gezeiten-in-der-namen-jesu-kirche-bonn/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
