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	<title>Tod Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Sargkunst in Ghana: Wenn Erinnerung Gestalt annimmt</title>
		<link>https://arttrado.de/news/sargkunst-in-ghana-wenn-erinnerung-gestalt-annimmt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 14:44:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst in Afrika]]></category>
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					<description><![CDATA[Sargkunst in Ghana: Wenn Erinnerung Gestalt annimmt Ein Sarg in Form eines Fisches, eines Flugzeugs oder eines riesigen Mobiltelefons wirkt <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/sargkunst-in-ghana-wenn-erinnerung-gestalt-annimmt/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Sargkunst in Ghana: Wenn Erinnerung Gestalt annimmt</h4>
<p>Ein Sarg in Form eines Fisches, eines Flugzeugs oder eines riesigen Mobiltelefons wirkt aus europäischer Perspektive zunächst ungewöhnlich. In der Bestattungskultur der Ga im Süden Ghanas können solche figürlichen Särge jedoch eine sehr persönliche Form des Abschieds sein. Sie erinnern an den Beruf eines Menschen, an seine gesellschaftliche Stellung, seine Leidenschaften oder an Symbole, die mit seiner Familie und Biografie verbunden sind.</p>
<p>Die farbenprächtigen Objekte sind dabei weit mehr als eine makabre Spielerei. Sie verbinden hoch spezialisiertes Schreinerhandwerk mit religiösen Vorstellungen, gesellschaftlicher Repräsentation und einer eigenen visuellen Sprache. Manche werden für eine konkrete Beerdigung hergestellt und verschwinden nach kurzer Zeit für immer unter der Erde. Andere entstehen ausdrücklich für Ausstellungen und werden in Museen als Skulpturen präsentiert.</p>
<p>Gerade dieser Wechsel zwischen Bestattungsobjekt, Erinnerungszeichen und Kunstwerk macht die ghanaische Sargkunst so faszinierend.</p>
<h4>Der Sarg als letztes Porträt</h4>
<p>International werden die Arbeiten meist als „Fantasy Coffins“ oder „Figurative Coffins“ bezeichnet. Bei den Ga ist auch der Begriff <em>abebuu adekai</em> gebräuchlich, der häufig mit „Sprichwortkästen“ oder „Behälter für Sprichwörter“ übersetzt wird. Schon diese Bezeichnung deutet darauf hin, dass die Formen nicht immer nur wörtlich zu verstehen sind. Sie können auf Redewendungen, soziale Rollen, Familiengeschichten oder religiöse Bedeutungen verweisen.</p>
<p>Ein Fischer kann in einem Fisch bestattet werden, ein Fahrer in einem Auto und ein Landwirt in einer Frucht oder einem Werkzeug, das mit seiner Arbeit verbunden war. Ein Flugzeug kann für eine Tätigkeit in der Luftfahrt, für Reisen oder für einen nicht erfüllten Lebenstraum stehen. Tiere können persönliche Eigenschaften verkörpern, zugleich aber auch auf Familienzeichen, gesellschaftlichen Rang oder traditionelle Autorität verweisen.</p>
<p>Nicht jedes Motiv ist deshalb frei austauschbar. Bestimmte Tiere und Symbole können an einen Clan oder eine besondere gesellschaftliche Stellung gebunden sein. Die Form eines Sarges entsteht idealerweise aus der Biografie und dem sozialen Umfeld des Verstorbenen – nicht allein aus einer möglichst spektakulären Idee.</p>
<p>Der Sarg wird damit zu einer Art letztem Porträt. Er zeigt nicht das Gesicht eines Menschen, sondern verdichtet sein Leben in einer dreidimensionalen Form. Darin liegt die besondere Kraft dieser Kunst: Ein einziges Objekt kann Beruf, Erinnerung, Selbstbild und gesellschaftliche Anerkennung miteinander verbinden.</p>
<h4>Eine Tradition mit älteren Wurzeln</h4>
<p>Die Geschichte der figürlichen Särge beginnt nicht erst mit den heute bekannten Werkstätten rund um Accra. Wichtige Vorläufer waren figürliche Sänften, in denen Ga-Häuptlinge bei Zeremonien und Festen getragen wurden. Diese Sänften konnten etwa die Form eines Tieres, eines Bootes oder eines anderen mit der jeweiligen Familie verbundenen Symbols annehmen.</p>
<p>Die Ethnologin Regula Tschumi hat darauf hingewiesen, dass figürliche Särge zunächst als Nachbildungen solcher Sänften entstanden sein könnten. Die Sänfte selbst gehörte zu den Insignien eines Würdenträgers und wurde nicht zwingend mit ihm begraben. Für die Bestattung konnte deshalb ein ähnlich gestalteter Sarg angefertigt werden. Später übernahmen auch christliche und nicht königliche Ga die Idee, verwendeten jedoch häufiger Formen, die sich auf Berufe und persönliche Lebensgeschichten bezogen. (<a href="https://regulatschumi.ch/regula/wp-content/uploads/2017/06/Dissertation.pdf">Regula Tschumi</a>)</p>
<p>Ab den 1950er- und 1960er-Jahren verbreiteten sich diese Särge stärker innerhalb der lokalen Bestattungskultur. Damit begann jene Entwicklung, aus der die heute international bekannten Werkstätten hervorgingen.</p>
<h4>Hat Kane Kwei die Fantasy Coffins erfunden?</h4>
<p>Die bekannteste Ursprungsgeschichte konzentriert sich auf den Schreiner Kane Kwei aus Teshie bei Accra. Häufig wird erzählt, er habe in den 1950er-Jahren zunächst eine figürliche Sänfte für einen lokalen Würdenträger und später einen flugzeugförmigen Sarg für seine Großmutter angefertigt. Sie habe vom Fliegen geträumt, ohne jemals in einem Flugzeug gesessen zu haben.</p>
<p>Diese Geschichte wurde oft als Geburtsstunde der modernen Fantasy Coffins wiederholt. Ganz so eindeutig ist die historische Lage allerdings nicht. Neuere Forschungen stellen infrage, ob eine jahrhundertealte beziehungsweise bereits im frühen 20. Jahrhundert erkennbare Entwicklung tatsächlich auf die Erfindung eines einzelnen Schreiners reduziert werden kann.</p>
<p>Neben Kane Kwei arbeitete auch Ataa Oko in La an figürlichen Särgen. Nach Angaben der Collection de l’Art Brut fertigte er bereits um 1945 erste entsprechende Arbeiten an. Weitere Schreiner könnten zur selben Zeit ähnliche Formen entwickelt haben. (<a href="https://artbrut.ch/en/artists/oko-ataa">Collection de l’Art Brut</a>)</p>
<p>Kane Kwei bleibt dennoch eine Schlüsselfigur. Seine Werkstatt in Teshie popularisierte die figürlichen Särge, bildete zahlreiche Schreiner aus und wurde später zu einem zentralen Bezugspunkt für den internationalen Kunstbetrieb. Treffender als die Bezeichnung „Erfinder“ ist deshalb die Rolle eines wichtigen Pioniers und Vermittlers.</p>
<h4>Ataa Oko: Der lange übersehene Pionier</h4>
<p>Ataa Oko gehört zu den bedeutenden frühen Gestaltern figürlicher Särge, blieb außerhalb Ghanas jedoch lange weitgehend unbekannt. Der um 1919 geborene Schreiner aus der Küstenstadt La soll bereits Mitte der 1940er-Jahre entsprechende Särge gefertigt haben. Anders als Kane Kwei wurde er zunächst kaum in internationale Ausstellungen oder kunsthistorische Erzählungen einbezogen.</p>
<p>Erst im hohen Alter rückte sein Werk stärker in den Blick. In Zusammenarbeit mit Regula Tschumi begann Ataa Oko, frühere Särge, Sänften, religiöse Figuren und Erinnerungen aus seinem Leben zu zeichnen. Diese Blätter entwickelten sich zu einem eigenständigen künstlerischen Werk und wurden später unter anderem in der Collection de l’Art Brut in Lausanne gezeigt.</p>
<p>Ataa Okos Geschichte macht deutlich, wie stark die internationale Wahrnehmung einer Kunstform davon abhängt, welche Künstler von Kuratoren, Forschern, Galerien und Museen sichtbar gemacht werden. Der weltweite Ruhm Kane Kweis bedeutete nicht zwangsläufig, dass er der einzige oder erste Gestalter figürlicher Särge war.</p>
<h4>Kane Kwei und der Weg in den internationalen Kunstbetrieb</h4>
<p>Die Werkstatt Kane Kweis wurde zu einem wichtigen Ausbildungsort für nachfolgende Generationen. Dort verband sich traditionelles Schreinerhandwerk mit einer stetig wachsenden Vielfalt an Motiven aus Beruf, Alltag, Konsum und moderner Technik.</p>
<p>Einen entscheidenden Moment für die internationale Wahrnehmung markierte 1989 die Pariser Ausstellung „Magiciens de la Terre“. Dort wurden figürliche Särge aus Ghana einem großen westlichen Kunstpublikum präsentiert. Die Objekte erschienen nun nicht mehr ausschließlich als Bestandteile einer Bestattungskultur, sondern als Werke zeitgenössischer Kunst.</p>
<p>Diese Anerkennung brachte neue Aufmerksamkeit, Aufträge und Sammler. Sie veränderte jedoch auch den Blick auf die Arbeiten. Ein Objekt, das in Ghana für eine konkrete Beerdigung geschaffen und anschließend begraben wurde, konnte in Paris, London oder New York als Skulptur ausgestellt werden. Aus einem rituellen Gebrauchsgegenstand wurde ein dauerhaft bewahrtes Museumsobjekt.</p>
<h4>Paa Joe: Vom Werkstattschüler zum internationalen Künstler</h4>
<p>Der 1947 geborene Paa Joe, mit bürgerlichem Namen Joseph Tetteh-Ashong, gehört heute zu den bekanntesten Vertretern der ghanaischen Sargkunst. Von 1962 bis 1974 erlernte er das Schreinerhandwerk in Kane Kweis Werkstatt in Teshie. 1976 eröffnete er eine eigene Werkstatt in Nungua und bildete später selbst zahlreiche jüngere Künstler aus. (<a href="https://regulatschumi.ch/de/paa-joe/">Regula Tschumi</a>)</p>
<p>Paa Joe entwickelte die Tradition weiter und machte sie international sichtbar. Seine Arbeiten wurden in Museen und Galerien in Europa, Nordamerika und Asien gezeigt. Dabei blieb er nicht auf Särge für konkrete Bestattungen beschränkt. Für Ausstellungen entstanden Skulpturen, Miniaturen und Werkgruppen, die sich mit historischen und politischen Themen beschäftigten.</p>
<p>Besonders bekannt wurde seine Serie „Gates of No Return“. Dafür rekonstruierte Paa Joe Küstenfestungen, die mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden waren, als monumentale hölzerne Objekte. Diese Arbeiten erweitern seine Praxis über die Darstellung einzelner Biografien hinaus und verbinden Architektur, Erinnerung und Kolonialgeschichte.</p>
<p>Paa Joe wird deshalb heute sowohl als Schreiner und Meisterhandwerker als auch als zeitgenössischer Künstler wahrgenommen. Das High Museum of Art bezeichnet ihn als den bekanntesten figürlichen Sargmacher seiner Generation. (<a href="https://high.org/exhibition/paa-joe-gates-of-no-return/">High Museum of Art</a>)</p>
<h4>Ein Gitarrensarg im Metropolitan Museum of Art</h4>
<p>Wie weit diese Anerkennung reicht, zeigt das 2025 entstandene Werk „For a Musician“. Paa Joe gestaltete einen rund 3,70 Meter langen Sarg in Form einer akustischen Gitarre. Das Werk besteht aus Emele-Holz, Stoff und farbiger Fassung und verbindet die Form eines Musikinstruments mit der Funktion eines Behältnisses für den menschlichen Körper.</p>
<p>Das Metropolitan Museum of Art in New York präsentiert „For a Musician“ in der Ausstellung „Musical Bodies“ und klassifiziert das Objekt als Skulptur. Anders als teilweise berichtet, gehört der Gitarrensarg jedoch nicht zur Sammlung des Met, sondern wird dem Museum von Superhouse in New York als Leihgabe zur Verfügung gestellt. (<a href="https://www.metmuseum.org/art/collection/search/903287">Metropolitan Museum of Art</a>)</p>
<p>Trotzdem ist seine Präsentation bemerkenswert. Ein Objekt, dessen Form aus einer ghanaischen Bestattungstradition hervorgegangen ist, steht in einem der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt neben historischen Musikinstrumenten und zeitgenössischen Kunstwerken. Sein kultureller Kontext verschwindet dabei nicht, wird aber um neue kunsthistorische Lesarten ergänzt.</p>
<h4>Ein Nokia-Sarg sagt „Hello“</h4>
<p>Wie flexibel die Formensprache der Fantasy Coffins ist, zeigt ein Werk von Samuel Narh Nartey. Der ghanaische Künstler schuf 2007 einen Sarg in Form eines überdimensionalen Nokia-Mobiltelefons. Auf dem Display ist das Wort „Hello“ zu lesen.</p>
<p>Das Objekt befindet sich heute in der Sammlung des Smithsonian National Museum of African Art. Es wurde ausdrücklich für eine Ausstellung hergestellt und nie für eine tatsächliche Bestattung verwendet. (<a href="https://africa.si.edu/collection/object/nmafa_2009-3-1">Smithsonian</a>)</p>
<p>Gerade dieser Unterschied ist wichtig. Der Mobiltelefonsarg übernimmt Form und Symbolsprache eines Bestattungsobjekts, besitzt aber keine konkrete verstorbene Person als Adressaten. Er war von Anfang an dafür bestimmt, dauerhaft betrachtet und gesammelt zu werden.</p>
<p>Zugleich zeigt das Motiv, dass die Tradition nicht auf Tiere, Pflanzen oder vermeintlich „ursprüngliche“ Symbole beschränkt ist. Mobiltelefone, Turnschuhe, Kameras, Autos und Getränkeflaschen gehören ebenso zur visuellen Gegenwart wie Fische, Früchte oder Werkzeuge. Die Sargkunst reagiert damit unmittelbar auf gesellschaftliche und technische Veränderungen.</p>
<h4>Zwischen Ahnen, Christentum und gesellschaftlichem Status</h4>
<p>Die Bedeutung der figürlichen Särge lässt sich nicht von der Bestattungskultur der Ga trennen. Vorstellungen von den Ahnen und von einer fortbestehenden Beziehung zwischen Lebenden und Verstorbenen spielen ebenso eine Rolle wie christliche Überzeugungen. Beide Bereiche stehen nicht immer in einem klaren Gegensatz, sondern können sich innerhalb von Familien und Zeremonien miteinander verbinden.</p>
<p>Bestattungen sind zugleich gesellschaftliche Ereignisse. Die Gestaltung eines Sarges kann zeigen, welchen Rang ein Mensch besaß, welcher Familie er angehörte und wie die Hinterbliebenen an ihn erinnern möchten. Der Sarg repräsentiert deshalb nicht nur den Verstorbenen, sondern in gewisser Weise auch die Familie, die ihn in Auftrag gibt.</p>
<p>Aus europäischer Perspektive wirken manche Formen humorvoll, grotesk oder extravagant. Eine solche Wahrnehmung sagt jedoch viel über den westlichen Umgang mit Tod und Trauer aus. Während Särge hier häufig möglichst zurückhaltend gestaltet werden, kann ein figürlicher Sarg das gelebte Leben bewusst sichtbar machen.</p>
<p>Der Tod wird dadurch nicht verharmlost. Vielmehr wird der Verstorbene ein letztes Mal als Teil seiner Familie, seines Berufs und seiner sozialen Welt dargestellt.</p>
<h4>Wann wird ein Sarg zum Kunstwerk?</h4>
<p>Ein figürlicher Sarg kann für eine konkrete Beerdigung angefertigt werden und damit zunächst ein Gebrauchsgegenstand innerhalb eines sozialen und religiösen Rituals sein. Ein äußerlich ähnliches Objekt kann jedoch von Anfang an für eine Ausstellung entstehen, in einer Galerie verkauft oder von einem Museum gesammelt werden.</p>
<p>Der Unterschied liegt nicht allein in der Form, sondern im Zweck und im Kontext. Ein für die Beerdigung bestimmter Sarg wird häufig innerhalb kurzer Zeit hergestellt, bei der Trauerfeier gezeigt und anschließend begraben. Ein Museumsstück muss dagegen dauerhaft erhalten, transportiert und unter anderen klimatischen Bedingungen ausgestellt werden können.</p>
<p>Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel besitzt seit 2018 eine Sammlung von 28 figürlichen Särgen aus der Werkstatt Paa Joes. Die als „Sammlung Hermann Krause“ übergebenen Arbeiten zeigen unter anderem Fahrzeuge, Tiere, Lebensmittel und Alltagsgegenstände. Sie wurden nicht begraben, sondern als Zeugnisse einer besonderen Bestattungs- und Gestaltungskultur gesammelt. (<a href="https://www.sepulkralmuseum.de/sammlungen/einblicke-in-die-sammlung/28-fantastische-saerge-aus-ghana/">Museum für Sepulkralkultur</a>)</p>
<p>Mit dem Eintritt ins Museum verändert sich die Wahrnehmung. Der Sarg wird zur Skulptur, das Schreinerhandwerk zur künstlerischen Autorschaft und ein kulturell gebundenes Objekt zum Bestandteil einer internationalen Kunstgeschichte. Seine ursprüngliche Bedeutung verschwindet nicht, doch sie wird von neuen Kategorien überlagert.</p>
<h4>Zwischen Anerkennung und Exotisierung</h4>
<p>Die internationale Aufmerksamkeit hat dazu beigetragen, dass Künstler wie Kane Kwei, Ataa Oko und Paa Joe sichtbar wurden. Gleichzeitig besteht die Gefahr, die Arbeiten auf ihre spektakuläre Erscheinung zu reduzieren. Begriffe wie „Fantasy Coffins“ erzeugen Neugier, können aber den religiösen, sozialen und sprachlichen Zusammenhang der Objekte in den Hintergrund drängen.</p>
<p>Wer lediglich einen „verrückten Sarg aus Afrika“ sieht, verfehlt den Kern der Tradition. Die Formen sind keine beliebigen Kuriositäten, sondern können präzise Aussagen über Biografie, Status und Erinnerung enthalten. Auch ihre Herstellung ist kein anonymes Volkskunsthandwerk, sondern das Ergebnis spezialisierter Werkstätten mit eigenen künstlerischen Handschriften und Ausbildungslinien.</p>
<p>Die museale Anerkennung ist deshalb ambivalent. Sie schützt und dokumentiert Werke, die sonst möglicherweise begraben worden wären. Zugleich löst sie die Objekte aus ihrer ursprünglichen Funktion und ordnet sie nach westlichen Kategorien wie Kunst, Design, Handwerk oder Ethnografie.</p>
<p>Gerade diese Spannung macht eine differenzierte Betrachtung notwendig.</p>
<h4>Eine lebendige Kunstform</h4>
<p>Die Geschichte der ghanaischen Sargkunst ist keineswegs abgeschlossen. Die Kane-Kwei-Werkstatt wird von nachfolgenden Generationen weitergeführt, während aus dem Umfeld Paa Joes zahlreiche eigenständige Künstler hervorgegangen sind. Zu ihnen gehören unter anderem Daniel Mensah, Kudjoe Affutu und Mitglieder der Familie Tetteh-Ashong.</p>
<p>Neue Aufträge reagieren auf veränderte Berufe, Konsumgüter und Lebensstile. Ein Smartphone, ein Sportschuh oder ein modernes Fahrzeug kann heute ebenso zum Motiv werden wie ein Fisch, eine Kakaofrucht oder eine traditionelle Familienfigur. Die visuelle Sprache bleibt beweglich, weil sich auch die Gesellschaft verändert, aus der sie hervorgeht.</p>
<p>Die Fantasy Coffins sind deshalb keine Relikte einer abgeschlossenen Vergangenheit. Sie gehören zugleich zur Bestattungskultur der Gegenwart, zum internationalen Kunstmarkt und zur zeitgenössischen afrikanischen Kunst.</p>
<h4>Die wichtigsten Namen der ghanaischen Sargkunst</h4>
<p><strong>Ataa Oko</strong> gehört zu den frühesten dokumentierten Gestaltern figürlicher Särge. Er fertigte entsprechende Arbeiten möglicherweise bereits in den 1940er-Jahren und wurde später auch durch seine Zeichnungen international bekannt.</p>
<p><strong>Kane Kwei</strong> machte die Sargkunst durch seine Werkstatt in Teshie weithin bekannt. Er gilt als wichtiger Pionier und Ausbilder, auch wenn die alleinige Zuschreibung ihrer Erfindung heute als umstritten gilt.</p>
<p><strong>Paa Joe</strong> wurde in Kane Kweis Werkstatt ausgebildet und entwickelte sich zum international bekanntesten Sargkünstler seiner Generation. Seine Arbeiten verbinden Bestattungstradition, Skulptur und historische Erinnerung.</p>
<p><strong>Samuel Narh Nartey</strong> schuf 2007 den bekannten Nokia-Sarg des Smithsonian. Das Werk zeigt, wie selbstverständlich moderne Technik in die Formensprache der Sargkunst aufgenommen werden kann.</p>
<p><strong>Eric Adjetey Anang, Daniel Mensah, Kudjoe Affutu und die Familie Tetteh-Ashong</strong> stehen für die Fortführung und Weiterentwicklung der Tradition in jüngeren Generationen.</p>
<h4>Der letzte Auftritt</h4>
<p>Vielleicht liegt die Faszination der ghanaischen Sargkunst darin, dass sie zwei Dinge miteinander verbindet, die im westlichen Denken häufig getrennt werden: das Ende eines Lebens und die sichtbare Erinnerung an das Leben davor.</p>
<p>Ein Fisch kann von einem Fischer erzählen, ein Flugzeug von Reisen oder unerfüllten Träumen und eine Gitarre von einem Leben mit Musik. Ein Mobiltelefon verweist auf eine moderne Lebenswelt, während ein Tier zugleich persönliche Eigenschaften, Familiengeschichte oder gesellschaftlichen Rang verkörpern kann.</p>
<p>Hinter jeder dieser Formen steht dieselbe Frage: Was soll von einem Menschen in Erinnerung bleiben?</p>
<p>Die Antwort kann ein außergewöhnliches Objekt aus Holz sein, das nur für wenige Stunden öffentlich sichtbar ist und anschließend unter der Erde verschwindet. Sie kann aber auch eine Skulptur sein, die eigens für ein Museum geschaffen wurde und dauerhaft erhalten bleibt.</p>
<p>In beiden Fällen erzählen die figürlichen Särge nicht nur vom Tod. Sie erzählen vor allem vom Leben, das ihm vorausging. Vielleicht sind sie deshalb weniger ein letztes Bild des Todes als das letzte Porträt eines Menschen.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: David Stanley aus Nanaimo, Kanada, CC BY 2.0 &lt;https://creativecommons.org/licenses/by/2.0&gt;, via Wikimedia Commons</p>
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			</item>
		<item>
		<title>David Hockney gestorben: Die Kunstwelt trauert um eine Legende</title>
		<link>https://arttrado.de/news/david-hockney-gestorben-die-kunstwelt-trauert-um-eine-legende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 18:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[David Hockney]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[David Hockney gestorben: Die Kunstwelt trauert um eine Legende Die Nachricht vom Tod David Hockneys löste weltweit Bestürzung aus. Nach <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/david-hockney-gestorben-die-kunstwelt-trauert-um-eine-legende/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>David Hockney gestorben: Die Kunstwelt trauert um eine Legende</h4>
<p>Die Nachricht vom Tod David Hockneys löste weltweit Bestürzung aus. Nach Angaben seiner langjährigen Sprecherin Erica Bolton verstarb der Künstler am 11. Juni 2026 friedlich in seinem Zuhause. Weitere Details zu den Umständen seines Todes wurden zunächst nicht veröffentlicht.</p>
<p>Bis zuletzt galt Hockney als außergewöhnlich produktiv. Auch im hohen Alter arbeitete er kontinuierlich an neuen Projekten und bewies, dass kreative Neugier keine Frage des Alters ist. Sein Tod markiert das Ende einer der bedeutendsten Künstlerkarrieren der Gegenwart.</p>
<h4>Wer war David Hockney?</h4>
<p>David Hockney wurde am 9. Juli 1937 in Bradford in Yorkshire geboren und entwickelte sich bereits in den 1960er-Jahren zu einer Schlüsselfigur der britischen Pop-Art. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine farbintensiven Gemälde, die häufig Szenen aus Kalifornien, Swimmingpools, Landschaften und Porträts zeigten.</p>
<p>Seine Werke zeichneten sich durch leuchtende Farben, klare Linien und eine einzigartige Fähigkeit aus, alltägliche Momente in ikonische Kunst zu verwandeln. Besonders Bilder wie A Bigger Splash gelten heute als Meilensteine der modernen Kunstgeschichte.</p>
<h4>Der Künstler, der das Sehen neu definierte</h4>
<p>Hockney verstand Kunst nicht nur als Darstellung der Wirklichkeit, sondern als Erforschung unserer Wahrnehmung. Sein Werk kreiste immer wieder um die Frage, wie Menschen Räume, Perspektiven und Zeit erleben.Diese Auseinandersetzung führte ihn weit über die klassische Malerei hinaus. Er experimentierte mit Fotografie, entwickelte seine berühmten „Joiners“-Fotocollagen, arbeitete mit Videotechnik und gehörte zu den ersten international renommierten Künstlern, die digitale Zeichnungen auf dem iPad als ernstzunehmendes künstlerisches Medium nutzten.</p>
<p>Während viele seiner Generation an traditionellen Techniken festhielten, blieb Hockney bis zuletzt offen für neue Technologien und kreative Ausdrucksformen.</p>
<h4 data-section-id="w93ll3" data-start="2483" data-end="2520">Bedeutung für die LGBTQ+-Community</h4>
<p data-start="2522" data-end="2825">David Hockney war nicht nur ein bedeutender Künstler, sondern auch eine wichtige kulturelle Persönlichkeit. Bereits in einer Zeit, in der Homosexualität gesellschaftlich tabuisiert und rechtlich verfolgt wurde, thematisierte er offen homosexuelle Beziehungen und persönliche Erfahrungen in seiner Kunst.</p>
<p data-start="2827" data-end="3072">Seine Werke trugen dazu bei, Sichtbarkeit für LGBTQ+-Menschen zu schaffen und gesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten. Dadurch wurde Hockney weit über die Kunstwelt hinaus zu einer Symbolfigur für Freiheit, Selbstbestimmung und Offenheit.</p>
<h4 data-section-id="1nxmsj1" data-start="3074" data-end="3115">Rekordpreise und weltweite Anerkennung</h4>
<p data-start="3117" data-end="3443">Im Laufe seiner Karriere avancierte Hockney zu einem der erfolgreichsten lebenden Künstler der Welt. Seine Werke erzielten regelmäßig Millionenpreise auf internationalen Auktionen, große Retrospektiven lockten Hunderttausende Besucher in Museen, und seine Arbeiten wurden Teil bedeutender öffentlicher und privater Sammlungen.</p>
<p data-start="3445" data-end="3664">Besonders bemerkenswert war dabei seine Fähigkeit, sowohl Kritiker als auch ein breites Publikum zu begeistern. Seine Kunst war intellektuell anspruchsvoll, blieb aber gleichzeitig zugänglich und emotional verständlich.</p>
<h4 data-section-id="1vnatk0" data-start="3666" data-end="3697">Was von David Hockney bleibt</h4>
<p data-start="3699" data-end="3864">Mit dem Tod David Hockneys endet ein außergewöhnliches Kapitel der Kunstgeschichte. Sein Werk steht für Neugier, Innovationsgeist und die Freude am genauen Hinsehen.</p>
<p data-start="3866" data-end="4140">In einer Kunstwelt, die häufig von Konzepten und Theorien dominiert wird, erinnerte Hockney daran, dass Kunst auch Schönheit, Licht und Lebensfreude vermitteln darf. Seine Bilder zeigen nicht nur die Welt, wie sie aussieht – sie zeigen sie, wie sie wahrgenommen werden kann.</p>
<p data-start="4142" data-end="4339">Sein Einfluss auf Malerei, Fotografie und digitale Kunst wird noch lange spürbar bleiben. Museen, Sammler und Kunstliebhaber weltweit werden sein Werk weiterhin bewahren, erforschen und ausstellen.</p>
<h4 data-section-id="1wruyrs" data-start="4341" data-end="4412">Fazit: Ein Jahrhundertkünstler hinterlässt ein zeitloses Vermächtnis</h4>
<p data-start="4414" data-end="4684">David Hockney prägte die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts wie nur wenige andere Künstler. Von seinen legendären Pool-Gemälden über experimentelle Fotocollagen bis hin zu digitalen Arbeiten auf dem iPad verschob er immer wieder die Grenzen künstlerischer Möglichkeiten.</p>
<p data-start="4686" data-end="4941">Sein Tod am 11. Juni 2026 im Alter von 88 Jahren bedeutet einen großen Verlust für die internationale Kunstszene. Doch sein Vermächtnis bleibt lebendig – in Museen, Sammlungen und vor allem in den Werken, die auch kommende Generationen inspirieren werden.</p>
<h4 data-start="4686" data-end="4941">Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Bildnachweis: Connaissance des Arts, „David Hockney 2017 at Flash Expo (cropped)“, via Wikimedia Commons, Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0).</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jenny Falckenberg – Eine Vermittlerin der Gegenwartskunst</title>
		<link>https://arttrado.de/news/jenny-falckenberg-eine-vermittlerin-der-gegenwartskunst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 17:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[kunst in hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung Falckenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Jenny Falckenberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=19446</guid>

					<description><![CDATA[Jenny Falckenberg – Eine Vermittlerin der Gegenwartskunst Mit ihr verliert die Kunstwelt eine Akteurin, die sich bewusst zwischen den klassischen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/jenny-falckenberg-eine-vermittlerin-der-gegenwartskunst/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Jenny Falckenberg – Eine Vermittlerin der Gegenwartskunst</h4>
<p>Mit ihr verliert die Kunstwelt eine Akteurin, die sich bewusst zwischen den klassischen Rollen bewegte – weder reine Galeristin noch Kuratorin, sondern vor allem eines: eine Vermittlerin.</p>
<h4>Zwischen Sammlung, Szene und Öffentlichkeit</h4>
<p>Als Tochter des renommierten Sammlers Harald Falckenberg war sie eng mit einer der bedeutendsten Privatsammlungen für Gegenwartskunst in Deutschland verbunden, der Sammlung Falckenberg, die heute Teil der Deichtorhallen Hamburg ist.</p>
<p>Doch Jenny Falckenberg blieb nicht im Schatten dieser Institution. Sie entwickelte eine eigene Rolle – jenseits klassischer Strukturen. Ihr Fokus lag darauf, Kunst zugänglich zu machen, Kontexte zu schaffen und Menschen miteinander zu verbinden.</p>
<p>Sie arbeitete an der Schnittstelle von:</p>
<p>Kunst und Gesellschaft<br />
Künstler:innen und Sammler:innen<br />
Ausstellung und Erlebnis</p>
<h4>Projekte und Formate</h4>
<p>Auch wenn viele ihrer Aktivitäten bewusst informell und projektbasiert waren, lassen sich einige wiederkehrende Formate benennen:</p>
<p><strong>1. Interdisziplinäre Kunst-Events &amp; Kooperationen</strong></p>
<p>Falckenberg organisierte regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen in ungewöhnlichen Kontexten – oft in Verbindung mit Mode, Musik oder Marken. Diese Formate brachen mit der klassischen White-Cube-Logik und erreichten ein neues Publikum.</p>
<p><strong>2. „Ball d’Amour“ (Charity- und Kunstformat)</strong></p>
<p>Ein besonders sichtbares Projekt war ihr gesellschaftlich-künstlerisches Eventformat, das Kunst, Inszenierung und Fundraising verband. Hier zeigte sich exemplarisch ihr Ansatz: Kunst als Erlebnisraum und sozialer Katalysator.</p>
<p><strong>3. Künstler*innen-Vermittlung und Aufbau von Netzwerken</strong></p>
<p>Sie arbeitete intensiv daran, junge Positionen sichtbar zu machen und gleichzeitig etablierte Künstler:innen in neue Kontexte zu bringen. Ihre Arbeit bestand oft weniger in einzelnen Ausstellungen als im langfristigen Aufbau von Beziehungen.</p>
<h4>Was sie geleistet hat</h4>
<p>Ihr eigentlicher Beitrag zur Kunstszene lässt sich nicht nur an Projekten messen, sondern an einer Haltung:</p>
<p>Sie hat neue Öffentlichkeiten für Gegenwartskunst erschlossen<br />
Sie hat Kunst aus institutionellen Räumen herausgelöst und in soziale Kontexte überführt<br />
Sie hat früh verstanden, dass Kunstvermittlung auch Inszenierung und Kommunikation ist<br />
Sie hat als „Kunstagentin“ eine Rolle geprägt, die heute immer wichtiger wird</p>
<p>Damit stand sie exemplarisch für eine Generation, die den Kunstbetrieb seit den 2010er-Jahren verändert hat.</p>
<h4>Was bleibt – und was jetzt fehlt</h4>
<p>Mit dem Tod von Jenny Falckenberg verschwinden keine großen, klar umrissenen Ausstellungsprojekte. Was fehlt, ist etwas anderes – und schwerer zu ersetzen:</p>
<p>ein Netzwerk, das an eine Person gebunden war.</p>
<p><strong>Viele ihrer Formate lebten von:</strong></p>
<p>persönlichen Beziehungen<br />
spontanen Ideen<br />
ihrem Gespür für Menschen und Konstellationen</p>
<p><strong>Das bedeutet konkret:</strong></p>
<p>Institutionen wie die Deichtorhallen Hamburg arbeiten unverändert weiter<br />
Freie, eventbasierte Formate könnten wegfallen oder sich verändern<br />
Künstlerische Netzwerke müssen sich neu ordnen</p>
<p>Ihr Tod hinterlässt daher weniger „offene Projekte“ als vielmehr ein unbesetztes Wirkungsfeld.</p>
<h4>Eine Lücke im System</h4>
<p>Die vielleicht treffendste Beschreibung ihrer Bedeutung ist diese:</p>
<p>Jenny Falckenberg hat nicht nur Kunst gezeigt – sie hat Situationen geschaffen, in denen Kunst stattfinden konnte.</p>
<p>Gerade diese Rolle ist im heutigen Kunstsystem zentral: als Verbindungsglied zwischen Markt, Institution und Öffentlichkeit. Ihr Wegfall macht sichtbar, wie stark die Szene noch immer von einzelnen Persönlichkeiten getragen wird.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Mit Jenny Falckenberg verliert die Kunstwelt eine Akteurin, die sich bewusst nicht in bestehende Kategorien einordnen ließ. Ihr Einfluss lag weniger in einzelnen Ausstellungen als in der Art und Weise, wie sie Kunst gedacht und vermittelt hat.</p>
<p>Oder anders gesagt:</p>
<p>Mit ihrem Tod endet kein Projekt – sondern eine bestimmte Form, Kunst in die Gegenwart zu holen.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Kunst in Hannover: Galerie Metavier zeigt Patrick Eicke &#8211; Das Nachthemd</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-in-hannover-galerie-metavier-zeigt-patrick-eicke-das-nachthemd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 10:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
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		<category><![CDATA[Christine Kappe]]></category>
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		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Eicke]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst in Hannover: Galerie Metavier zeigt Patrick Eicke &#8211; Das Nachthemd In seinen Arbeiten spielt Patrick Eicke mit der Dynamik <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-in-hannover-galerie-metavier-zeigt-patrick-eicke-das-nachthemd/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunst in Hannover: Galerie Metavier zeigt Patrick Eicke &#8211; Das Nachthemd</h4>
<p>In seinen Arbeiten spielt Patrick Eicke mit der Dynamik von Entstehung, Veränderung und Auslöschung. Sein formaler Umgang mit Farbe und das Übermalen vorheriger Motive spiegeln das Wesen des Lebens wider und eröffnen einen Dialog zwischen dem Verborgenen und dem Offensichtlichen. Häufig sind alltägliche Szenen des ländlichen Lebens der Ausgangspunkt seiner Bilder, die durch unerwartete Wendungen und Erzählungen bereichert werden. Hierbei vermischen sich Elemente des europäischen Expressionismus mit den Stilmitteln des japanischen Holzschnitts und der Mangakultur, was zu einer einzigartigen Bildsprache führt.</p>
<p>Die entstehenden Bildwelten bieten nicht nur eine sinnliche Erfahrung, sondern auch einen intuitiven Zugang zum Menschsein, der über intellektuelle Kategorien hinausgeht. Eickes Kunst lädt dazu ein, die Grenzen der Wahrnehmung zu hinterfragen und sich auf das Überraschende und Übernatürliche einzulassen.</p>
<p>Im Rahmen der Ausstellung wird Patrick Eicke, der nach seinem Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auch einen Meistertitel im Bäckerhandwerk erwarb, ein besonderes Abendbrot aus seinem Holzsteinofen von „Charlie Brandt“ im Rahmen des Leichenschmauses präsentieren. Die Vernissage am 15. März 2025 wird von einem Orgelkonzert der Komponistin Christine Kappe begleitet, was die übersinnliche Erfahrung der Eröffnung unterstreicht.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/DGvxkGBhtau/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<h4>Christine Kappe</h4>
<p>Christine Kappe wurde 1970 in Einbeck geboren, studierte Sprachwissenschaft und Geschichte in Hannover, im Anschluss daran am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 1990 Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, Inszenierungen eigener Stücke. Seit April 2001 ist sie freiberuflich als Autorin und Grafikerin tätig.</p>
<p>&#8222;Wie kann das sein&#8220;, ihr erster Gedichtband, erschien im August 2013 in der San Marco Handpresse, Bordenau, und war innerhalb weniger Wochen vergriffen. 2014 der Roman &#8222;Rahling&#8220; im Pop Verlag, Ludwigsburg. Ebendort: &#8222;Vom Zustand der Welt um 4 Uhr 35&#8220;, eine Sammlung von Erzählungen und Essays, 2016.</p>
<p>Mit 6 Bildern von Irene Klaffke und &#8222;Variationen über die Stille und andere Stücke&#8220;, eine Sammlung von Theatertexten mit Vertonungen von Corinna Eikmeier und 6 Bildern von Irene Klaffke, Pop Verlag Ludwigsburg 2019. Neu: &#8222;Den ganzen Tag über brennen die Straßenlampen&#8220;, Lyrik, edition offenes feld, Dortmund 2022. Einige ihrer Gedichte sind ins Russische und Niederländische übersetzt worden.</p>
<p><a href="http://www.christine-k.de/vita.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.christine-k.de/vita.html</a></p>
<h4>Termine</h4>
<p>Sa. 15.03.2025 18 &#8211; 21 Uhr &#8211; Vernissage mit Orgelkonzert von Christine Kappe<br />
Do. 03.04.2025 18 &#8211; 20 Uhr &#8211; Death Café mit Susanne Benze.<br />
Mo. 07.04.2025 18 &#8211; 20 Uhr &#8211; Schreiben zur Trauer mit Ela Windels.<br />
Sa. 12.04.2025 18 &#8211; 21 Uhr &#8211; Leichenschmaus mit Brot von Charlie Brandt<br />
So. 27.04.2025 13 &#8211; 18 Uhr &#8211; Finissage mit Gedichtlesung von Lisa Kreißler</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<h4>Die Metavier Galerie</h4>
<p>Der Initiator Sven Friedrich Cordes ist Bestatter – mit Leib und Seele. Seine Kunstgalerie widmet sich naheliegend dem Thema Tod. Ein Thema, was uns alle angeht.</p>
<p>Die Galerie verändert den Blick auf den Tod ein Stück bzw. bringt ihn zurück in unseren Alltag – auch um uns die eigene Sterblichkeit und Vergänglichkeit wieder bewusst zu machen.</p>
<p>Die Leichtigkeit der zeitgenössischen Kunst ermöglicht dem Thema Tod ohne Furcht oder dramatisch zu begegnen.</p>
<p>Mehr über die Galerie: <a href="https://metavier.de" target="_blank" rel="noopener">https://metavier.de</a></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Sie planen einen Besuch in Hannover? <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785903&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Besondere Kunstwerke finden Sie auch bei uns im<a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener"> Shop!</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Werk der Woche #106: Scars inside &#8211; Zeichnung von V.F &#8211; Kunst aus der Schweiz</title>
		<link>https://arttrado.de/news/werk-der-woche-106-scars-inside-zeichnung-von-v-f-kunst-aus-der-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 12:47:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tipps für Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[kleinformatige Kunstwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Medusa]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst aus der Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[WDW]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[young artist space]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzweiß]]></category>
		<category><![CDATA[Werk der Woche 106]]></category>
		<category><![CDATA[VF]]></category>
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					<description><![CDATA[Werk der Woche #106: Scars inside &#8211; Zeichnung von V.F &#8211; Kunst aus der Schweiz Das Kunstwerk SCARS INSIDE von <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/werk-der-woche-106-scars-inside-zeichnung-von-v-f-kunst-aus-der-schweiz/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Werk der Woche #106: Scars inside &#8211; Zeichnung von V.F &#8211; Kunst aus der Schweiz</h4>
<p>Das Kunstwerk SCARS INSIDE von V.F aus der Schweiz misst 21cm * 30cm auf Papier und wurde bereits gerahmt. Die Zeichnungen der Schweizer Künstlerin V.F sind teilweise als Biografie zu verstehen, auf dem Papier teilt die Künstlerin tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt &#8211; jenseits der Kunstwerke möchte sie aber anonym bleiben. Nicht nur als Werbegag oder Marketingmasche &#8211; sondern, weil sie die Reaktionen auf ihre Kunstwerke sehen möchte, nicht auf ihre Persönlichkeit.</p>
<p>Ein Interview mit der Künstlerin finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/interview-mit-der-schweizer-kuenstlerin-v-f-anonyme-zeichnungen/">Schweizer Künstlerin V.F &#8211; Anonyme Zeichnungen</a></p>
<blockquote><p>Der Blick ist verschlossen, im Inneren spielen die Gefühle ein Chaos. Die Böse Gedanken überschlagen sich und zerfressen sie. &#8211; V.F über Scars Inside</p></blockquote>
<h4>Werk der Woche #106 SCARS INSIDE</h4>
<p>Das genaue Entstehungsdatum von SCARS INSIDE ist nicht bekannt. Muss aber zwischen 2022 und 2023 entstanden sein. SCARS INSIDE kann als Altersdiptychon verstanden werden. Es ist eine Kunstform, bei der ein Bild aus zwei Teilen besteht und das gleiche Porträt einer Person in verschiedenen Lebensphasen oder Altersstufen auf beiden Seiten zeigt. Es ermöglicht dem Betrachter, einen visuellen Vergleich der Veränderung im Laufe der Zeit zu ziehen.</p>
<p>So lässt sich die Zeichnung des Mädchens links mit lebend und rechts mit Tot gleichsetzen. Aufgrund des Titels wäre allerdings auch eine Interpretation möglich, dass links das Mädchen zu sehen ist, wie es nach außen wirkt und rechts, wie es sich innerlich fühlt &#8211; was für den Betrachter aber sonst unsichtbar &#8211; im Verborgenem bleibt.</p>
<p>An der Stelle, wo bei dem Mädchen links schöne lange Haare angedeutet sind, findet sich rechts eine Schlange, die über den knochigen Schädel zu gleiten scheint. Schlangen sind in der Kunst eine häufige Symbolik &#8211; die auch als kulturelle oder mythologische Aspekte ausgelegt werden können. Beispielsweise in Erinnerung, an Medusa, der ebenfalls Schlangenhaare nachgesagt werden.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Ausgewählte Kunstwerke von V.F finden <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">Sie auch in Kürze bei uns im Shop!</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-aus-muenchen-nach-italien-alexandra-kordas-im-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 18:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[anstößige Kunst?]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst aus München]]></category>
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		<category><![CDATA[Borgo Pio]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Florenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview In der kommenden Ausstellung im Bellini-Museum präsentiert die Künstlerin Alexandra <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-aus-muenchen-nach-italien-alexandra-kordas-im-interview/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kunst aus München nach Italien &#8211; Alexandra Kordas im Interview</h4>
<p>In der kommenden Ausstellung im Bellini-Museum präsentiert die Künstlerin Alexandra Kordas ihre Kunstwerke, die von den Ereignissen des Ukraine-Krieges inspiriert wurden. Unter dem Titel „The Six Steps of War“ setzen sich die Werke auf einzigartige und anregende Weise mit den komplexen Themen Krieg, Konflikt und menschlichen Emotionen auseinander. Dieser Titel bezieht sich auf die sechs Phasen eines Konflikts, die erstmals von Kurt Lewin identifiziert wurden.</p>
<p>Lewin, der während des Ersten Weltkriegs als Soldat gedient hatte und später zum Begründer der Sozialpsychologie wurde, verarbeitete seine Kriegserfahrungen auf wissenschaftliche Weise. Kordas nutzt diese Phasen als Rahmen, um Emotionen und Erfahrungen der von Krieg betroffenen Menschen zu erkundigen – von den frühen Anzeichen eines Konflikts bis hin zur zerstörerischen Endphase. Die Gemälde in der Ausstellung vereinen abstrakte und figurative Stile und erzählen jeweils ihre einzigartige Geschichte.</p>
<h4>Alexandra Kordas im Interview</h4>
<p><strong>Wo sind Sie grade, wie geht es Ihnen und wodran arbeiten Sie aktuell?</strong></p>
<p><em>Ich bin gerade zu Hause in München in meinem Atelier und habe nach längerer Sommerpause wieder angefangen zu arbeiten bzw kreativ zu sein. Vor meinem Fenster tobt das Oktoberfest. Lustigerweise kann ich um so besser arbeiten je lauter es ist. Irgendwie habe ich das Gefühl dabei zu sein ohne dabei zu sein. Ich arbeite jetzt an meinem Projekt „ The future generation“.</em></p>
<p><strong>Wie sind Sie eigentlich zur Kunst gekommen und gab es einen Moment, in dem Sie sich entschieden haben, Ihre Werke mit der Öffentlichkeit zu teilen?</strong></p>
<p><em>Zur Kunst bin ich wirklich „ out of the blue“ und vollkommen zufällig gekommen. Dazu muss ich aber sagen, ich war sehr lange auf der Rudolf-Steiner-Schule ( Waldorfschule ) in München, die die Kreativität sehr angeregt und gefördert hat. Bevor ich zur Malerei kam, galt mein Engagement mehr dem Schauspiel und dem Schreiben. Aber seit dem Augenblick an dem ich anfing zu malen (2018), habe ich nicht mehr aufgehört. Es war und ist fast wie ein Sog, der mich immer weiter machen lässt. Zunächst dachte ich nicht darüber nach auszustellen oder mir eine Webseite zu erstellen, denn ich malte ja nur für mich, weil es mich einfach so unbeschreiblich glücklich und zufrieden machte.</em></p>
<p><em>Ich wollte meine Bilder auch niemanden zeigen, da mir sehr bewusst war, wie sie in mein Innerstes blicken ließen. Im Herbst 2019 bekam ich dann durch Bekannte in München die Chance, an zwei Ausstellungen teilzunehmen. Eigentlich wollte ich erst gar nicht teilnehmen, denn ich wollte meine Bilder für mich behalten und dachte mir, es geht niemanden etwas an, was ich male. Ich ließ mich dann aber überzeugen. Ich war unglaublich aufgeregt und unsicher und meinen Freunden, die zahlreich zu meiner Unterstützung kamen, sehr dankbar. Eine meiner Freundinnen meinte danach: „Jetzt brauchst Du aber eine Webseite“. Eigentlich machte es gar keinen Sinn für mich, aber ich machte es halt und dachte mir, die Sparte Ausstellungen kann ich mir sparen.</em></p>
<p><strong>Seit dem ist viel passiert. Vom 27.10. &#8211; 03.11.2023 werden ihre Werke in den historischen Räumen des Museum Bellini in Florenz gezeigt und vom 4.-11. November sind Sie in der Galerie Borgo Pio in Rom präsent. Können Sie schon verraten, was die Besucher erwarten wird?</strong></p>
<p><em>Bei der Ausstellung der Galerie Borgo Pio in Rom steht das Thema „türkis“ im Mittelpunkt. Türkis macht mir immer gute Laune und ist meine absolute Lieblingsfarbe. Einen Teil der Bilder habe ich in diesem Sommer mit Blick aufs Meer gemalt. Die verschiedenen türkis und blauen Töne des Meeres haben in mir so viel positive Energie ausgelöst. Alles Schwere und Schlechte wurde mir dabei genommen und unendlich viel Kraft, Lebensmut und Glück sind in mich hineingeströmt. Da ich mich ja ansonsten zum Großteil mit schweren Themen befasse, musste ich dies einfach einmal für meine Seele tun.</em></p>
<p><strong> Sie arbeiten auch viel mit sakralen Symbolen &#8211; welche Rolle spielt Religion für Sie und Ihre Kunst?</strong></p>
<p><em>Für meine Kunst spielt Religion glaube ich keine Rolle, aber für mich als Person schon und fließt damit natürlich immer wieder in meine Kunst ein. Ich bin überzeugt, dass es etwas höheres übergeordnetes gibt &#8211; wie immer man es nennen mag-. Ich glaube auch durchaus an Wunder und habe einige davon auch persönlich mitbekommen, da ich 15 Jahre, einmal im Jahr für eine Woche als Krankenpflegerin mit dem „ Order of Great Britain“ der Malteser nach Lourdes/Frankreich zur Wallfahrt gefahren bin.</em></p>
<p><strong>Gibt es ein bestimmtes Element oder eine bestimmte Technik in ihrer Kunst, die Sie als ihre &#8222;Signatur&#8220; betrachten? Wie ist diese entstanden und was bedeutet sie für Sie?</strong></p>
<p><em>Am Anfang war das Kreuz ein ganz starkes und besonderes Symbol als Ausdruck von Schmerz und Leid für mich. Als ich angefangen habe zu malen, ist es einfach aus mir herausgekommen und wurde ein wichtiger Bestandteil meiner Kunst. Inzwischen ist es in seiner Bedeutung jedoch für mich zurückgetreten.</em></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CvaAW2SsVAT/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CvaAW2SsVAT/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Alexandra Kordas Art (@alexandrakordasart)</a></p>
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<p><strong>Wie kann man sich den Entstehungsprozess von einem Ihrer Werke vorstellen?</strong></p>
<p><em>Der Großteil meiner Werke entsteht erst einmal in Gedanken im Unterbewusstsein. In der Regel habe ich zwar inzwischen eine ungefähre Vorstellung von dem, was ich noch machen will, aber meistens ist es sehr vage. Dann forciere ich nichts. Ich warte ab und höre in mein Inneres. Sei es nachts im Schlaf, beim Aufwachen oder in einem entspannten Moment, wo ich einfach nur aus dem Fenster sehe. Manchmal geht das ganz schnell, manchmal dauert es lange, bis es sich gut für mich anfühlt. Dann muss ich aber auch sofort anfangen zu arbeiten und wenn ich es aus irgendeinem Grund mal nicht kann, ist es wie ein Schmerz das Wollen und nicht können. Wenn ich dann richtig in meinem Element bin, kann ich auch nicht mehr aufhören, bis mein Werk fertig ist. Danach bin ich oft vollkommen erschöpft, aber glücklich.</em></p>
<p><strong>Gibt es gelegentlich auch Kreativblockaden? Falls ja, wie gehen Sie damit um?</strong></p>
<p><em>Oh ja, Kreative Blockaden habe ich immer wieder. Manchmal sogar ganz lange und heftig. Dann geht einfach gar nichts mehr. Ich habe keine Ideen mehr und fühle nichts. Es ist, als wäre meine Seele und mein Hirn vollkommen leer und ich frage mich, wieso ich überhaupt angefangen habe, Kunst zu machen. Manchmal bin ich dann nicht weit von einer Depression. Alles wird so schwer und sinnlos. Das letzte Mal war ich Anfang dieses Jahres in so einer Phase. Irgendwie ging nichts mehr. Eine Freundin, die Kunst studiert hatte, schenkte mir alte Materialien von sich, mit denen ich noch nie gearbeitet hatte. Beim Ausprobieren von etwas für mich vollkommen Neuen kam dann langsam wieder meine Kreativität zum Vorschein. Inzwischen ist mir ganz klar, dass ich immer wieder kreative Pausen brauche, in denen ich mich mit ganz anderen Dingen als der Kunst beschäftige. Sozusagen, um meinen inneren Speicher wieder zu füllen.</em></p>
<p><strong>Wie gehen Sie mit dem Druck um, immer originell sein zu müssen?</strong></p>
<p><em>Den Druck originell zu sein, empfinde ich nicht bzw. gibt es für mich nicht. Ich kreiere etwas aus meinem tiefsten Inneren heraus und habe noch nie darüber nachgedacht, etwas Besonderes oder Originelles zu erschaffen. Wenn ich es tue, dann entsteht es einfach durch meine Lust am Erschaffen, meiner Lust an der Kreativität und vor allem an der Neugier, was denn so alles im kreativen Bereich möglich ist. So habe ich mal eine Zeit lang mit Bett Federn gearbeitet. Das fand ich ganz toll. Naja nachdem ich einige Arbeiten fertiggestellt hatte, war mein Interesse dann wieder vorbei und ich musste mich etwas neuem zuwenden.</em></p>
<p><strong>Welche Rolle spielt die Gesellschaft in Ihrer Kunst? Und beeinflussen politische oder soziale Ereignisse Ihre Arbeiten?</strong></p>
<p><em>Die Gesellschaft spielt eine große Rolle in meiner Kunst, denn in vielem ist sie ja das Spiegelbild bzw. meine Inspiration. Genauso beeinflussen politische und soziale Ereignisse meine Arbeit. Das war eigentlich schon immer so, da ich sehr politisch interessiert bin. Ich denke, alle politischen und sozialen Ereignisse haben schon immer unser aller Leben beeinflusst und in meiner Kunst bzw. mit meiner Kunst möchte ich gerne auf viele Missverständnisse im Äußeren sowie im Inneren aufmerksam machen.</em></p>
<p><strong>Ihre Werke können durchaus als provokant bezeichnet werden, darf Kunst alles oder gibt es Grenzen?</strong></p>
<p><em>Ich denke, Kunst darf ganz viel und darf auf jeden Fall provokant oder sogar sehr provokant sein. Allerdings gibt es doch gewisse Grenzen. So sollte sie niemals andere verletzen und über die Grenzen einer gewissen Erträglichkeit hinausgehen. So hatte ich schon einige Ideen, die ich aus genau diesem Grund wieder verworfen habe. Manchmal kämpfe ich deswegen auch mit mir selbst.</em></p>
<p><strong>Muss Kunst eine Botschaft vermitteln? Oder kann Sie auch einfach &#8222;nur schön&#8220; sein?</strong></p>
<p><em>Kunst kann natürlich einfach nur schön sein. Allerdings versuche ich doch in meinen Arbeiten meistens eine Botschaft zu vermitteln. Das ist für mich sinnhafter.</em></p>
<p><strong>Wie wichtig ist Ihnen die Reaktion des Betrachters auf Ihre Bilder? Möchten Sie, dass Zuschauer eine bestimmte Botschaft verstehen oder fühlen Sie sich eher ermutigt, wenn diese ihre eigenen Interpretationen finden?</strong></p>
<p><em>Die Reaktionen des Betrachters ist mir sehr wichtig, egal wie diese ausfällt und ob er meine Botschaft versteht oder seine eigene Interpretation findet. Nie werde ich die Reaktion auf meine ersten Bilder vergessen. Die eine Person war vollkommen begeistert und die Andere wandte sich angeekelt davon ab und meinte nur: “wie widerlich“. Da wusste ich, mein Bild löste etwas aus und nur das war mir wichtig.</em></p>
<p><strong>Welche ungewöhnlichen Orte oder Umgebungen haben Sie schon inspiriert, Kunst zu schaffen?</strong></p>
<p><em>Die Orte, die mich inspiriert haben, sind vollkommen unterschiedlich. Da war eine echte Voodoo Zeremonie in Haiti an der ich einst teilgenommen hatte, ein spontanes Jazz Konzert von Freunden von mir für mich auf einem vielbefahrenen Highway in Sao Paulo, eine Favela an den Hängen von Rio, ein Museum in San Miguel de Allende das die Toten konserviert in Glassärgen aufgebahrt zeigt und wo am Ende des Raumes ein riesiges Schild „Bano“ hing da sich schon viele Besucher gleich übergeben mussten. Genauso aber die Heilige Domain in Lourdes oder ein Gefängnis, wo ich als junge Frau mal an einer Veranstaltung teilgenommen habe und dessen Besuch mich bis heute bewegt.</em></p>
<p><strong>Welche Rolle spielen Träume in ihrem kreativen Prozess? Haben Sie jemals Träume oder Albträume gehabt, die ihre Kunst beeinflusst haben?</strong></p>
<p><em>Träume spielen eine ganz große Rolle bei der Erschaffung meiner Kunst. Manchmal wache ich in der Nacht auf und ich weiß oder fühle genau, was ich als nächstes machen muss. Es gibt Zeiten, da habe ich so viele dieser Träume, dass ich es nachts aufschreiben muss, um es nicht zu vergessen. Alpträume habe ich nie, eigentlich auch nie gehabt. Das Unterbewusstsein spielt dür mich im Schlaf eine große Rolle und hat mir von Anfang an meinen Weg gezeigt.</em></p>
<p><strong>Glauben Sie, dass Kunst die Fähigkeit hat, die Welt zu verändern? Warum oder warum nicht?</strong></p>
<p><em>Ich glaube dass Kunst, die in die Seele des Betrachters geht, in ihm etwas Starkes auslöst und ihn tief berührt, durchaus die Welt verändern kann. Warum? Wenn wir uns ganz tief in unserem Innersten von etwas berührt fühlen- sei es negativ oder positiv- dann tut sich in unserem Innersten etwas. Außerdem gibt uns Kunst die Möglichkeit und mit einem Thema, das uns vielleicht unangenehm ist und mit dem wir uns nicht direkt auseinandersetzen möchten, indirekt zu beschäftigen.</em></p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor, wir wären ein großes Magazin &#8211; die New York Times oder Ähnliches, was würden Sie der Welt gerne noch sagen?</strong></p>
<p><em>Ich würde der Welt gerne sagen: Seit emphatisch, spürt euren Nächsten so wie ihr Euch spürt, macht mit ihm nichts, was ihr nicht möchtet, dass man mit euch macht. Daher füge niemanden Schmerzen, sei es seelischer oder körperlich zu. Hört auf, euch zu bekriegen, denn kein Krieg hat die Welt je besser gemacht. Lasst die Liebe, wann immer es geht, die Oberhand gewinnen.</em></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Zur Webseite der Künstlerin: <a href="https://alexandrakordas.com/" target="_blank" rel="noopener">https://alexandrakordas.com/</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Italien? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-132007&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Delila Berger aka Rose Black Ausstellung Tenebris Elysium</title>
		<link>https://arttrado.de/news/delila-berger-aka-rose-black-ausstellung-tenebris-elysium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 19:18:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Delila Berger aka Rose Black Ausstellung Tenebris Elysium Seit einiger Zeit hat die Künstlerin Delila Berger aufregende Entdeckungsreise durch die <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/delila-berger-aka-rose-black-ausstellung-tenebris-elysium/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Delila Berger aka Rose Black Ausstellung Tenebris Elysium</h3>
<p>Seit einiger Zeit hat die Künstlerin Delila Berger aufregende Entdeckungsreise durch die Symmetrie für sich entdeckt. <em>&#8222;Es ist immer wieder bewundernswert, wie sich aus dieser bezaubernden Art alles wieder neu zusammenfügt. Es entstehen ganz neue Aspekte, versteckte Details die sich aus dieser symmetrischen und neuen Anordnung komplett anders zusammensetzen. Dadurch bilden sich zauberhafte und neue Dinge in den verschiedensten Formen.&#8220; </em>Ihre Werke  repräsentieren die andere Seite der Existenz, die die meisten Menschen gerne unterdrücken. Diese Dinge bewegen mich. Somit kann ich sie auch gleichzeitig verarbeiten.</p>
<p>Vernissage: 30. September 2023: 19:00 &#8211; 21:30 Uhr &#8211; Löw Haus, Hauptstraße 29, 63911 Klingenberg am Main.</p>
<h4>Delila Berger aka Rose Black</h4>
<p>Delila Berger wurde am 12. November 1982 in Sachsen geboren. Sie arbeitet auch unter dem Pseudonym Rose Black und lebt seit einiger Zeit in Unterfranken.</p>
<p>Ihre Favoriten sind;  Hans Rudolf Giger, Salvador Dali, Albrecht Dürer und Victoria Francés &amp; all die noch unentdeckten Rohdiamanten.</p>
<p>Rose Black bietet die klassische Portraitmalerei  und auch Fantasy-Gemälde an. Echte Menschen die sich als Fantasy-Charakter wiedererkennen und bildlich umgewandelt werden möchten. Ihr Spektrum der Malerei ist breit gefächert. Unter anderem hat sie auch ein paar Bücher für Autoren illustriert und es werden sicherlich noch einige hinzukommen.</p>
<p>Mehr über die Künstlerin: <a href="https://roseblackspecialartandfashion.webador.de/">Rose Black / KUNST </a></p>
<h4>Kunstraum in Churfranken e.V. <small class="user-profile-hometown">aus Klingenberg a.Main</small></h4>
<p>Gegründet 2013 zog der KUNSTRAUM IN CHURFRANKEN E.V. im Frühjahr 2015 von Miltenberg nach Klingenberg am Main. Künstler und Hobbykünstler arbeiten in mehreren Ateliers, die früher leerstehende Geschäftsräume waren. Die Stadt Klingenberg unterstützt den Verein, z.B. bei den Mietkosten der Räumlichkeiten u.v.m. Die „offenen Ateliers“ bieten den Besuchern die Möglichkeit, die Künstler und Hobbykünstler in ihren Ateliers zu besuchen und ihnen bei ihrer Arbeit „über die Schulter zu schauen“. Diese Vermietungen sind auf Zeit, da die Eigentümer die Objekte jederzeit verkaufen oder anderweitig vermieten können.</p>
<p>Mehr über den Kunstraum in Churfranken: <a href="https://kunstraum-churfranken.de/klingenberg/galerie-kunstraum/">www.kunstraum-churfranken.de</a></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Sie planen einen Besuch der Ausstellung? <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785903&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>metavier – Galerie vom Anfang und Ende: Veranstaltungen im Herbst 2023</title>
		<link>https://arttrado.de/news/metavier-galerie-vom-anfang-und-ende-veranstaltungen-im-herbst-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 16:03:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[metavier – Galerie vom Anfang und Ende: Veranstaltungen im Herbst 2023 Mit einem abwechslungsreichen Programm will metavier unterschiedliche künstlerische Sichtweisen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/metavier-galerie-vom-anfang-und-ende-veranstaltungen-im-herbst-2023/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>metavier – Galerie vom Anfang und Ende: Veranstaltungen im Herbst 2023</h3>
<p>Mit einem abwechslungsreichen Programm will metavier unterschiedliche künstlerische Sichtweisen auf den Tod, Auseinandersetzungen mit der Vergänglichkeit und Vorstellungen vom Jenseitigen präsentieren. Die wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunstpositionen werden von verschiedenen wiederkehrenden Veranstaltungsformaten gerahmt:</p>
<p>Jede Ausstellung wird von einem »Leichenschmaus« begleitet, bei welchem eine künstlerisch gestaltete Tafel dazu einlädt, einen offenen Umgang mit Trauerkultur zu (er)leben. Der »Leichenschmaus« soll den formalen Rahmen für einen zwanglosen Austausch bieten und auch Begegnungen mit innovativen oder unkonventionellen Formen der Trauerkultur ermöglichen.</p>
<p>In Ergänzung zu den einzelnen Ausstellungen werden darüber hinaus jeweils passende Workshops oder Vorträge angeboten, welche eine vielseitige Auseinandersetzung mit den präsentierten Themen garantieren.</p>
<p>Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm beherbergt metavier jeden ersten Donnerstag im Monat das Deathcafe. &#8222;<em>Uns alle verbindet die Sterblichkeit. Und besonders verbunden fühlen wir uns nicht nur darin, sondern auch und besonders beim gemeinsamen Speisen und Trinken. Susanne Benze von „Reden des Herzens” lädt dazu herzlich in die Räume der metavier – Galerie vom Anfang und Ende ein. Gerahmt von den Exponaten der laufenden Ausstellungen wird bei Kaffee und Gebäck über die eigene Vergänglichkeit, den Tod und das Sterben geplaudert.</em>&#8220;</p>
<h4>Veranstaltungen im Herbst 2023</h4>
<p><strong>Buchlesung von Armin Nagel</strong></p>
<p>07.10. 18:00 Uhr in der Galerie:</p>
<p>Armin Nagel liest aus seinem neuen Buch „Schöner Warten &#8211; Über den Umgang mit einem unvermeidlichen Zustand“. Samstag,</p>
<p>Das Buch zu dem facettenreichen Thema „Warten“ verspricht eine abwechslungsreiche, wissenswerte und humorvolle Lesung zu werden. Armin Nagel ist Servicekünstler, Redner und Autor; ihm ist es mit „Schöner Warten“ gelungen, eine ganze Fülle sehr unterschiedlicher Betrachtungsweisen zusammenzutragen. Mit Beiträgen von u.a. Frank Berzbach, Jürgen Becker, René Borbonus, Matthias Brodowy, Reiner Calmund, Sven Friedrich Cordes, Vera Deckers, Holger Ehrich, Dirk von Gehlen, Michael Gerharz, WaitGPT, Michael Greifenberg, Matthias Günther, Bernhard Hoëcker, Aletta Jaeckel, Khalil Khalil, Boris Nikolai Konrad, Heinrich Kürzeder, Dörte Maack, Birgit Mager, Thomas Poppe, Guido Rohm, Monika Scheddin, Carsten Schneider, Heino Trusheim, Yann Ubbelohde, Yevgeni Viktorov, Stefanie Voss, Marc Wallert, Andrea Wehling, Ursula Wintgens, Marc Wittmann.</p>
<p>Weitere Informationen zu Armin Nagel und der Publikation: <a href="https://warteberater.de" target="_blank" rel="noopener">https://warteberater.de</a></p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CxnnfozspHI/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CxnnfozspHI/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Armin Nagel (@armin.nagel)</a></p>
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<h4>Save the Date: Frida Rådlund &#8211; Sjung för mig en sista gång</h4>
<p><strong>Save the Date!</strong> Samstag, 21.10., 18:00 Uhr. Frida Rådlund &#8211; Sjung för mig en sista gång. Vernissage:</p>
<p>Frida Rådlund ist eine Textilkünstlerin, die in ihrem Werk Themen wie Beziehungen, Tod sowie Erinnerungen behandelt und insbesondere die durch sie hervorgerufenen intensiven Gefühle künstlerisch erforscht.</p>
<p><strong>TOD. HIER LIEGEN SIE RICHTIG.</strong></p>
<p>Brodowy und Gäste: TOD. HIER LIEGEN SIE RICHTIG. Dienstag, 31.10, 20:15 Uhr im Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover.</p>
<p>Kabarettist und Comedian Matthias Brodowy lädt in Desimos Spezial Club im Apollokino zu der Vorführung „Brodowy und Gäste“ ein. Am Tag der Toten präsentiert er unter dem passenden Titel „TOD. HIER LIEGEN SIE RICHTIG. Wir feiern das Leben“ ein Programm, das zwischen bunter Lebensfreude und schwarzem Humor oszilliert und zu dem auch unser Galerist und Bestatter Sven Cordes einen Beitrag beisteuern darf. Genaueres zu der Veranstaltung ist zu finden unter:</p>
<p>Weitere Informationen:<a href="https://www.spezialclub.de/veranstaltungen/31-oktober-2023/brodowy-und-gaeste/tod" target="_blank" rel="noopener"> https://www.spezialclub.de/</a></p>
<h4>Death Café mit Susanne Benze</h4>
<p>Donnerstag, dem 2.11. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr bei metavier, Minister-Stüve-Str. 14, 30449 Hannover</p>
<p>Uns alle verbindet die Sterblichkeit. Und besonders verbunden fühlen wir uns nicht nur darin, sondern auch und besonders beim gemeinsamen Speisen und Trinken. Susanne Benze lädt dazu herzlich in die Räume der metavier – Galerie vom Anfang und Ende ein. Gerahmt von den Exponaten der laufenden Ausstellungen wird bei Kaffee und Gebäck über die eigene Vergänglichkeit, den Tod und das Sterben geplaudert. Mit sich, Bekannten und Fremden in den Dialog gehen und das Dasein hochleben lassen ist das Ziel dieses Formates. Das Death Café findet an jedem ersten Donnerstag im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenfrei &#8211; Spenden sind natürlich möglich 🙂</p>
<p>Susanne Benze ist Drehbuch-/Autorin, freie Rednerin und Dozentin und bietet neben den Gesprächskreisen und Death Cafés, Workshops und Seminare sowie persönlichen Austausch und (Sterbe-)Begleitung an. Mehr dazu unter: <a href="http://www.susannebenze.de" target="_blank" rel="noopener">www.susannebenze.de</a></p>
<p><strong>Día de los Muertos &#8211; Eduardo Villaneva</strong></p>
<p>Save the Date: Día de los Muertos. Samstag, 4.11. ab 13:00 Uhr bei metavier.</p>
<p>Anlässlich des Dia de los Muertos ergänzt der aus Mexico stammende Künstler Eduardo Villaneva die Ausstellung von Frida Rådlund zusätzlich mit der temporären Installation eines mexikanischen Totenaltars und ermöglicht so eine ganz praktische und kreative Form des Gedenkens der Toten und der Begegnung mit den eigenen Gefühlen.</p>
<p>Die Galerie freut sich auf ein abwechslungsreiches Programm, das uns das Warten des Lebens doch ein Stück erträglicher macht und schließt ihre Veranstaltungsankündigung mit einem Zitat aus Armin Nagels Buch:</p>
<blockquote><p>„Warten heißt, in der Gegenwart zu sein – gutes Warten heißt, gerne in der Gegenwart zu sein.“ &#8211; Dirk von Gehlen, Journalist</p></blockquote>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CwVcce7sP9x/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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</blockquote>
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Sie planen einen Besuch in Hannover? <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785903&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Kunst in Hannover: Andreas Tolxdorf &#8211; Konserviert für die Ewigkeit</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-in-hannover-andreas-tolxdorf-konserviert-fuer-die-ewigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2023 19:24:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Tolxdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Konserviert]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Metavier]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Friedrich Cordes]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunst in Hannover: Andreas Tolxdorf &#8211; Konserviert für die Ewigkeit Seit der Gründung von Universitäten in der Frühen Neuzeit wurden <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-in-hannover-andreas-tolxdorf-konserviert-fuer-die-ewigkeit/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kunst in Hannover: Andreas Tolxdorf &#8211; Konserviert für die Ewigkeit</h3>
<p>Seit der Gründung von Universitäten in der Frühen Neuzeit wurden anatomische und medizinische Präparate für wissenschaftliche und künstlerische Studienzwecke gesammelt. Die in diesen wissenschaftlichen Sammlungen archivierten Exponate sollen, für die Ewigkeit konserviert, Studierenden als Anschauungs- und Studienobjekte dienen. Die Ausstellung „Konserviert für die Ewigkeit“ von Andreas Tolxdorf thematisiert und reproduziert diese Praxis anhand von Fotografien, die der Künstler im Rahmen seines eigenen Studiums angefertigt hat.</p>
<p>Als Student des grafischen Designs an der Hochschule Hannover hat Andreas Tolxdorf eine Fotoserie in der anatomischen Sammlung und der Pathologische Abteilung der Medizinischen Hochschule Hannover angefertigt, die er anschließend im Rahmen einer Semesterarbeit in einem Buch präsentierte. Die Exponate erfahren durch die künstlerische Fotodokumentation zusätzliche Ebenen, sowohl der Konservierung, als auch der Ästhetisierung. Der Umstand der Individualität und Vergänglichkeit wird bei den Präparaten in einen Zustand der Objektivität und Haltbarkeit überführt. Die Fixierung auf dem Foto und das anschließende Layout und der Druck im Buch sorgen dafür, dass die jeweiligen Objekte erneut konserviert und archiviert werden.</p>
<p>metavier präsentiert mit „Konserviert für die Ewigkeit“ das Buch und die Aufnahmen von Andreas Tolxdorf erstmals im Rahmen einer Galerie und führt anhand der festgehaltenen Momentaufnahmen die Allgegenwärtigkeit von Vergänglichkeit auf eindrucksvolle Weise vor Augen. Die Ausstellung gibt Einblicke in die sonst verborgenen Orte der Anatomie und Pathologie und eröffnet Begegnungen mit nicht alltäglichen Ansichten, die uns unsere eigene Vergänglichkeit vergegenwärtigen.</p>
<p>Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturbüro Hannover.</p>
<h3>Andreas Tolxdorf</h3>
<p>Die Ausstellung „Konserviert für die Ewigkeit“ stellt den hannoverschen Künstler Andreas Tolxdorf und sein vielfältiges Schaffenswerk erstmals im Rahmen einer Ausstellung vor und bietet einen abwechslungsreichen Beitrag innerhalb der freien Kunstszene Hannovers. Die Fotoserie und das Buch repräsentieren ein frühes Werk, das Tolxdorf im Rahmen seines Studiums an der Hochschule Hannover angefertigt hat und das in seiner Form der fotografischen Dokumentation und Archivierung prägend für die Arbeitsweise und das spätere Werk werden sollte.</p>
<p>Andreas Tolxdorf zeichnet Comics, produziert Hip Hop und sammelt Pilze. Tolxdorf nutzt für all diese zunächst offensichtlich sehr unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche die Fotografie als Mittel der Dokumentation und Archivierung eines visuellen Wissens, aus dem er seine gezeichneten Welten zusammensetzt oder sein Kenntnis der Natur verinnerlicht und es für seinen eigenen Nutzen konserviert. Wie für die ausgestellte Fotoserie durchforstet Tolxdorf auch für seine musikalischen Kompositionen alte Sammlungen und Archive analogen Materials, das er anschließend nach eigener Ästhetik sortiert und neu anordnet. Sowohl in Musik als auch im gezeichneten Bild bildet Tolxdorf die Welt ab, filtert sie durch die Mittel der Kunst und erzählt Geschichten mit ihnen. In seiner Tätigkeit als Pilzführer begegnet er der Natur und ihrem Kreislauf auf unmittelbare Weise und als Pilzsachverständiger entscheidet seine Expertise gar über Leben und Tod.</p>
<h4>Die Metavier Galerie</h4>
<p>Der Initiator Sven Friedrich Cordes ist Bestatter – mit Leib und Seele. Seine Kunstgalerie widmet sich naheliegend dem Thema Tod. Ein Thema, was uns alle angeht.</p>
<p>Die Galerie verändert den Blick auf den Tod ein Stück bzw. bringt ihn zurück in unseren Alltag – auch um uns die eigene Sterblichkeit und Vergänglichkeit wieder bewusst zu machen.</p>
<p>Die Leichtigkeit der zeitgenössischen Kunst ermöglicht dem Thema Tod ohne Furcht oder dramatisch zu begegnen.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CwGXhmeMgLv/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Ausstellung: 02.09. &#8211; 20.10.2023: jeweils sonntags von 13 &#8211; 17 Uhr</p>
<p>Vernissage: 01.09.2023, 18 &#8211; 21  Uhr<br />
ZINNOBER: 02.09. &amp; 03.09.2023, 12 &#8211; 19 Uhr<br />
Leichenschmaus: 23.09.2023, 18 &#8211; 21 Uhr<br />
Finissage: 20.10.2023, 18 &#8211; 21 Uhr</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Hannover? <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1785903&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotels finden Sie bei unserem Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Francesco Mario Petta Ausstellung Memento Mori im Kulturverein Brotfabrik</title>
		<link>https://arttrado.de/news/francesco-mario-petta-ausstellung-memento-mori-im-kulturverein-brotfabrik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2023 10:57:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[kunst in bonn]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Francesco Mario Petta]]></category>
		<category><![CDATA[Brotfabrik]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[vernissage]]></category>
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					<description><![CDATA[Francesco Mario Petta Ausstellung Memento Mori im Kulturverein Brotfabrik Francesco Mario Petta ist ein aufstrebender Künstler aus Siegburg, der abstrakt-expressionistische <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/francesco-mario-petta-ausstellung-memento-mori-im-kulturverein-brotfabrik/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Francesco Mario Petta Ausstellung Memento Mori im Kulturverein Brotfabrik</h3>
<p>Francesco Mario Petta ist ein aufstrebender Künstler aus Siegburg, der abstrakt-expressionistische und figurative Gemälde kreiert. Doch hinter seinen Werken verbirgt sich eine tiefere Bedeutung, die durch einige schwere Schicksalsschläge inspiriert wurde. Der Künstler, verwandelt seine Schmerzen in Kunst und inspiriert dazu, über die eigene Sterblichkeit und den Platz, den wir in der Welt einnehmen, nachzudenken.</p>
<p>Eine Verkrümmung der Wirbelsäule, Morbus Scheuermann genannt, gepaart mit einer Skoliose, erforderte zwei schwere Operationen, die zu einer versteiften Brustwirbelsäule führten. Nachdem sich zusätzlich nach Jahren eine Anschlussinstabilität des Lendenwirbelbereichs entwickelt hatte, verlor Francesco Mario Petta seine Arbeitsstelle und kämpfte mit chronischen Schmerzen. Doch die Kunst gab ihm seine Lebensfreude zurück und er fand in ihr eine Form der Medizin für seine Seele.</p>
<p>Während er seine Schmerzen auf die Leinwand bannte, wurde Francesco Mario Petta von einem weiteren schweren Schicksalsschlag getroffen: der Tod eines guten Freundes. Dieser Verlust führte ihn zu einer tiefen Auseinandersetzung mit dem Thema Sterblichkeit und der Frage, was vom Menschen nach dem Tod bleibt.</p>
<p>Francesco Mario Petta begann, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen und sich selbst und sein Umfeld zu hinterfragen. Als Künstler fragte er sich, was von ihm als Mensch und als Künstler nach seinem Tod bleiben würde. Diese Überlegungen fanden Ausdruck in seinen Werken, die nun noch tiefer in die menschliche Seele eindringen und die Betrachter dazu einladen, über ihr eigenes Leben und ihre Sterblichkeit nachzudenken.</p>
<p>Seine Kunstwerke sind einzigartige Interpretationen von Schmerz, Freude, Leben und Sterblichkeit. Jedes Bild trägt einen Teil seiner Schmerzen in sich, die sich in seinen Werken verewigen. Seine Kunstwerke haben eine universelle Bedeutung und sprechen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft an.</p>
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CsEndK3If9c/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Francesco Mario Petta (@m.pettart)</a></p>
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<p>„<em>Menschen die meine Kunst betrachten, sollen sich verlieren dürfen. Ja, auch fürchten. Ich möchte, dass der Betrachter sein Handeln und Dasein überdenkt und gleichzeitig mit all seinen Fehlern, dankbar sein darf, er selbst zu sein. Ich denke, es ist unfassbar wichtig, sich im Klaren darüber zu sein, dass man eventuell irgendwann vergessen werden könnte. Zu wissen, dass jedoch ein Stück Lebenseinstellung, sowie Kunst seiner selbst über den Tod hinaus bleibt, ist gleichzeitig unfassbar erfreulich.</em>“</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
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