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	<title>Paul Cézanne Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 11:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/von-monet-bis-picasso-in-hamburg-juedische-kunstsammler-im-bucerius-kunst-forum/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto" data-start="399" data-end="852">Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</h4>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="399" data-end="852">Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und Kirchner: Die Namen der Künstler kennt fast jeder. Die Menschen, die ihre Werke sammelten, förderten und öffentlich bekannt machten, sind dagegen vielfach in Vergessenheit geraten. Eine große Ausstellung im Bucerius Kunst Forum Hamburg rückt nun 15 jüdische Sammlerinnen, Sammler und Familien in den Mittelpunkt – und erzählt damit auch von Verfolgung, Enteignung und dem Verlust kultureller Erinnerung.</p>
<p dir="auto" data-start="854" data-end="1338">Wer heute ein bedeutendes Museum besucht, sieht vor allem die Namen der Künstler. Die Sammler, die ihre Werke kauften, bewahrten und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machten, bleiben häufig unsichtbar. Das gilt besonders für zahlreiche jüdische Kunstsammler in Deutschland. Ihre Sammlungen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zerschlagen und über die ganze Welt verstreut, während ihre eigenen Namen nach 1945 teilweise aus dem kulturellen Gedächtnis verschwanden.</p>
<p dir="auto" data-start="1340" data-end="1732">Das Bucerius Kunst Forum widmet diesem Kapitel der deutschen Kunstgeschichte die Ausstellung <strong data-start="1433" data-end="1504">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</strong>. Die Schau ist vom <strong data-start="1524" data-end="1568">11. September 2026 bis zum 29. März 2027</strong> in Hamburg zu sehen. Rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen führen vom Realismus und Impressionismus über den Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="1734" data-end="2015">Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerpostkarten und Skulpturen – unter anderem von Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Milly Steeger.</p>
<h4 dir="auto" data-start="2017" data-end="2059">Die Menschen hinter den Meisterwerken</h4>
<p dir="auto" data-start="2061" data-end="2235">Die Ausstellung stellt eine einfache, aber lange vernachlässigte Frage: <strong data-start="2133" data-end="2235">Wem gehörten diese Bilder, bevor sie in Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt gelangten?</strong></p>
<p dir="auto" data-start="2237" data-end="2499">Im Mittelpunkt stehen 15 Familien, Paare und Einzelpersonen aus verschiedenen Teilen des damaligen Deutschen Reiches. Dazu gehören unter anderem die Familie Hirschland, Max Meirowsky, Rosa Schapire, Margarete Mauthner, Max Emden sowie Clothilde und Paul Schüler.</p>
<p dir="auto" data-start="2501" data-end="2926">Ihre Sammlungen unterschieden sich in Größe, Ausrichtung und finanziellen Möglichkeiten. Gemeinsam war vielen jedoch das Interesse an jener Kunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch keineswegs allgemein anerkannt war. Während die offizielle Kunstpolitik des Kaiserreichs lange konservativ blieb, öffneten sich private Sammler vergleichsweise früh dem Impressionismus, Expressionismus und anderen progressiven Strömungen.</p>
<p dir="auto" data-start="2928" data-end="3203">Die Ausstellung versucht deshalb nicht nur, verstreute Kunstwerke wieder zusammenzuführen. Sie rekonstruiert anhand von Kunst, Fotografien und historischen Dokumenten auch die Lebensgeschichten ihrer früheren Eigentümer. Jeder der 15 Sammlungen ist ein eigener Raum gewidmet.</p>
<p dir="auto" data-start="3205" data-end="3493">Das verändert den Blick auf die ausgestellten Werke. Ein Picasso bleibt ein Picasso. Gleichzeitig wird sichtbar, dass das Bild einmal Teil eines konkreten Lebens gewesen ist – verbunden mit einem Haus, einer Familie, persönlichen Überzeugungen und einer individuellen Beziehung zur Kunst.</p>
<h4 dir="auto" data-start="3495" data-end="3545">Als Sammeln mehr bedeutete als ein Investment</h4>
<p dir="auto" data-start="3547" data-end="3840">Die vorgestellten jüdischen Kunstsammler waren keine homogene Gruppe. Unter ihnen befanden sich Unternehmer, Kunsthistorikerinnen, Mäzene und gesellschaftlich engagierte Privatpersonen. Einige verfügten über große finanzielle Mittel, andere bauten kleinere, gezielt ausgewählte Sammlungen auf.</p>
<p dir="auto" data-start="3842" data-end="4189">Sie waren jedoch weit mehr als Käufer. Durch ihre Entscheidungen beeinflussten sie, welche Künstler Aufmerksamkeit erhielten, welche Werke ausgestellt wurden und welche neuen Stilrichtungen sich durchsetzen konnten. Viele unterstützten Museen, Kunstvereine und Publikationen, arbeiteten mit Galeristen zusammen oder förderten Künstler unmittelbar.</p>
<p dir="auto" data-start="4191" data-end="4481">Damit macht die Ausstellung deutlich, dass Kunstgeschichte nicht allein von Künstlern geschrieben wird. Sammler, Galeristen, Kritiker, Museen und Förderer sind Teil desselben kulturellen Netzwerks. Ohne diese Netzwerke wäre die Geschichte der modernen Kunst in Deutschland anders verlaufen.</p>
<p dir="auto" data-start="4483" data-end="5033">Das zeigt sich besonders am Beispiel des Expressionismus. Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Franz Marc mussten sich ihre heutige Anerkennung erst erarbeiten. Sammler und Förderer halfen dabei, ihre Werke bekannt zu machen und gegen konservative Widerstände durchzusetzen. Wie vielschichtig das Werk Franz Marcs über seine berühmten Tierbilder hinaus ist, zeigt aktuell auch die <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/franz-marc-ausstellung-in-duesseldorf-k20-zeigt-mehr-als-blaue-pferde/" target="_new" rel="noopener" data-start="4890" data-end="5032">Franz-Marc-Ausstellung im K20 in Düsseldorf</a>.</p>
<h4 dir="auto" data-start="5035" data-end="5092">Wie der Nationalsozialismus die Sammlungen zerstörte</h4>
<p dir="auto" data-start="5094" data-end="5427">Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich die Situation jüdischer Sammler grundlegend. Ausgrenzung, Entrechtung, wirtschaftlicher Druck, Zwangssteuern, Vermögenssperren, Ausreiseauflagen, Vertreibung und Ermordung zerstörten nicht nur menschliche Leben, sondern auch über Jahrzehnte gewachsene Kunstsammlungen.</p>
<p dir="auto" data-start="5429" data-end="5670">Werke wurden enteignet, beschlagnahmt oder unter dem Druck der Verfolgung verkauft. Andere Bilder mussten zurückgelassen werden oder gerieten über Kunsthändler, Museen, staatliche Stellen und internationale Käufer in neue Besitzverhältnisse.</p>
<p dir="auto" data-start="5672" data-end="5723">Damit begann eine zweite Geschichte der Kunstwerke.</p>
<p dir="auto" data-start="5725" data-end="6127">Ein Gemälde, das zuvor Teil einer privaten Sammlung gewesen war, konnte später in einem Museum, im Kunsthandel oder bei einem neuen privaten Besitzer auftauchen. Die Namen seiner ursprünglichen Eigentümer verschwanden dabei nicht selten aus der dokumentierten Werkgeschichte. Nach 1945 wurde die problematische Herkunft mancher Arbeiten nicht erkannt – in anderen Fällen aber auch bewusst verschleiert.</p>
<h4 dir="auto" data-start="6129" data-end="6178">Was Provenienzforschung sichtbar machen kann</h4>
<p dir="auto" data-start="6180" data-end="6356">Genau an diesem Punkt setzt die Provenienzforschung an. Sie untersucht die Herkunft eines Kunstwerks und versucht, dessen Besitzerwechsel möglichst lückenlos zu rekonstruieren.</p>
<p dir="auto" data-start="6358" data-end="6573">Wer besaß das Bild? Wann wechselte es den Eigentümer? Unter welchen Umständen geschah das? War ein Verkauf tatsächlich freiwillig – oder war er eine Folge von Verfolgung, wirtschaftlichem Zwang und drohender Flucht?</p>
<p dir="auto" data-start="6575" data-end="6893">Diese Fragen sind nicht nur juristisch relevant. Sie betreffen auch die Verantwortung von Museen, Sammlern, Händlern und Auktionshäusern. Bei Werken, die sich zwischen 1933 und 1945 in jüdischem Eigentum befanden, kann die Erforschung der Provenienz darüber entscheiden, ob Restitutionsansprüche geprüft werden müssen.</p>
<p dir="auto" data-start="6895" data-end="7135">„Von Monet bis Picasso“ verbindet deshalb Kunstgeschichte mit Erinnerungskultur. Die Ausstellung zeigt nicht nur bedeutende Werke der Moderne, sondern macht auch deren Wege durch Verfolgung, Verlust und jahrzehntelange Zerstreuung sichtbar.</p>
<h4 dir="auto" data-start="7137" data-end="7202">Rosa Schapire: Sammlerin, Kunsthistorikerin und Vermittlerin</h4>
<p dir="auto" data-start="7204" data-end="7511">Eine der vorgestellten Persönlichkeiten ist <strong data-start="7248" data-end="7265">Rosa Schapire</strong>. Die in Hamburg tätige Kunsthistorikerin, Sammlerin und Kritikerin gehörte zu den wichtigen Unterstützerinnen des Expressionismus. Besonders eng war ihre Verbindung zu Karl Schmidt-Rottluff, dessen Werk sie publizistisch begleitete und förderte.</p>
<p dir="auto" data-start="7513" data-end="7855">Ihr Beispiel zeigt, dass die Geschichte des Sammelns keineswegs ausschließlich eine Geschichte wohlhabender männlicher Unternehmer ist. Frauen wirkten ebenfalls als Sammlerinnen, Kunsthistorikerinnen, Mäzeninnen und Vermittlerinnen. Dennoch erhielten sie in der traditionellen Kunstgeschichtsschreibung häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="7857" data-end="8068">Die erneute Beschäftigung mit Rosa Schapire ist daher mehr als die Wiederentdeckung einer einzelnen Persönlichkeit. Sie korrigiert ein Kunstgeschichtsbild, in dem wichtige Akteurinnen lange nur am Rand vorkamen.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8070" data-end="8127">Rund 100 Werke – doch eigentlich geht es um Menschen</h4>
<p dir="auto" data-start="8129" data-end="8292">Die rund 100 Werke der Hamburger Ausstellung bilden den visuellen Mittelpunkt. Ihre besondere Wirkung entsteht jedoch durch die Verbindung von Kunst und Biografie.</p>
<p dir="auto" data-start="8294" data-end="8532">Historische Fotografien, Dokumente und persönliche Zeugnisse sorgen dafür, dass die früheren Eigentümer nicht lediglich als Namen in einer Provenienzliste erscheinen. Ihre Lebenswege werden zu einem sichtbaren Bestandteil der Ausstellung.</p>
<p dir="auto" data-start="8534" data-end="8757">Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein Kunstwerk kann technisch und kunsthistorisch genau dokumentiert sein und trotzdem einen wesentlichen Teil seiner Geschichte verlieren. Eine Inventarnummer ersetzt keine Biografie.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8759" data-end="8809">Jüdische Sammler und der Aufstieg der Moderne</h4>
<p dir="auto" data-start="8811" data-end="9052">Die Ausstellung formuliert eine größere kunsthistorische These: Jüdische Sammler waren nicht bloß passive Besitzer bedeutender Werke. Sie waren aktiv an der Etablierung, Förderung und Verteidigung der modernen Kunst in Deutschland beteiligt.</p>
<p dir="auto" data-start="9054" data-end="9311">Viele Künstler, deren Werke heute zum Kanon gehören, mussten sich ihre Anerkennung zunächst erarbeiten. Sammler halfen ihnen dabei, indem sie ihre Arbeiten kauften, ausstellten, publizistisch begleiteten oder in private und öffentliche Netzwerke einführten.</p>
<p dir="auto" data-start="9313" data-end="9507">Die Nationalsozialisten zerstörten daher nicht nur einzelne Sammlungen. Sie zerstörten auch einen bedeutenden Teil jener kulturellen Infrastruktur, die die Moderne in Deutschland getragen hatte.</p>
<p dir="auto" data-start="9509" data-end="9788">Indem Werke aus den früheren Sammlungen heute wieder gemeinsam gezeigt werden, entsteht zumindest zeitweise eine Form kunsthistorischer Rekonstruktion. Die ursprünglichen Sammlungen lassen sich nicht vollständig wiederherstellen – ihre Bedeutung kann aber erneut sichtbar werden.</p>
<h4 dir="auto" data-start="9790" data-end="9853">Warum die Ausstellung auch für den Kunstmarkt relevant ist</h4>
<p dir="auto" data-start="9855" data-end="10164">Die in Hamburg erzählten Geschichten reichen bis in den heutigen Kunstmarkt. Provenienz ist längst kein Spezialthema mehr, das ausschließlich Museumsarchive beschäftigt. Die Herkunft eines Werkes kann seine rechtliche Situation, seine Handelbarkeit, seinen Marktwert und seine ethische Bewertung beeinflussen.</p>
<p dir="auto" data-start="10166" data-end="10449">Gerade bei Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts müssen Museen, Auktionshäuser, Galerien und private Käufer deshalb genau hinschauen. Lücken in der Eigentümergeschichte können ein Warnsignal sein – insbesondere, wenn ein Werk zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.</p>
<p dir="auto" data-start="10451" data-end="10988">Gleichzeitig zeigt sich heute, wie stark sich die Präsentation und Vermarktung berühmter Künstler verändert hat. Werke werden längst nicht mehr ausschließlich in Museen oder klassischen Galerien gezeigt, sondern auch in hybride Erlebnis- und Netzwerkformate eingebunden. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Präsentation von <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/picasso-bei-den-berlin-tennis-open-2026-kunst-und-spitzensport/?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="10776" data-end="10907">Picasso bei den Berlin Tennis Open 2026</a>, bei der Kunst, Spitzensport und internationale Sammlerkultur aufeinandertrafen.</p>
<p dir="auto" data-start="10990" data-end="11290">Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Picasso heute als global bekannte Marke in neue Veranstaltungsformate integriert wird, lenkt die Hamburger Ausstellung den Blick zurück auf jene Menschen, die Werke der Moderne sammelten, bevor viele dieser Künstler ihren heutigen Status erreicht hatten.</p>
<p dir="auto" data-start="11292" data-end="11622">„Von Monet bis Picasso“ zeigt damit, warum Provenienzforschung notwendig bleibt. Hinter bekannten Namen wie Monet, Picasso, Kirchner oder Franz Marc stehen Geschichten, die weit über die Entstehung der Bilder hinausreichen. Manchmal ist die Geschichte der früheren Besitzer ebenso aufschlussreich wie die Geschichte des Künstlers.</p>
<h4 dir="auto" data-start="11624" data-end="11680">Kunstgeschichte besteht nicht nur aus Künstlernamen</h4>
<p dir="auto" data-start="11682" data-end="11849">„Von Monet bis Picasso“ ist mehr als eine Ausstellung berühmter Meisterwerke. Sie erinnert daran, dass Kunstgeschichte nicht nur von Künstlern und Museen geprägt wird.</p>
<p dir="auto" data-start="11851" data-end="12254">Sie besteht auch aus Menschen, die Kunst sammelten, Künstler förderten und neue Stilrichtungen gegen gesellschaftliche Widerstände verteidigten. Aus Familien, die Werke über Jahre bewahrten. Aus Netzwerken, die moderne Kunst sichtbar machten. Und aus Menschen, deren Leben durch die Verbrechen des Nationalsozialismus zerstört wurde und deren kulturelle Bedeutung anschließend lange kaum Beachtung fand.</p>
<p dir="auto" data-start="12256" data-end="12548">Dass ihre Geschichten heute wieder erzählt werden, verändert auch den Blick auf die Bilder. Ein Kunstwerk besitzt nicht nur einen Urheber. Es hat eine Herkunft, wechselnde Eigentümer und eine Geschichte – und manchmal beginnt ihr folgenreichster Teil erst lange nach dem letzten Pinselstrich.</p>
<h4 dir="auto" data-start="12550" data-end="12622">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</h4>
<p dir="auto" data-start="12624" data-end="13187"><strong data-start="12624" data-end="12632">Ort:</strong> Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg<br data-start="12677" data-end="12680" /><strong data-start="12680" data-end="12693">Laufzeit:</strong> 11. September 2026 bis 29. März 2027<br data-start="12730" data-end="12733" /><strong data-start="12733" data-end="12744">Umfang:</strong> rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen<br data-start="12793" data-end="12796" /><strong data-start="12796" data-end="12810">Kuratoren:</strong> Dr. Kathrin Baumstark und Stefan Koldehoff<br data-start="12853" data-end="12856" /><strong data-start="12856" data-end="12869">Künstler:</strong> unter anderem Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker und Max Pechstein<br data-start="13020" data-end="13023" /><strong data-start="13023" data-end="13034">Themen:</strong> jüdische Kunstsammler, Moderne, Provenienzforschung, NS-Verfolgung und Erinnerungskultur<br data-start="13123" data-end="13126" /><strong data-start="13126" data-end="13147">Schirmherrschaft:</strong> Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Ausstellungsansicht „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ im Bucerius Kunst Forum Hamburg. Foto: Ulrich Perrey</p>
<p>Mehr über das Bucerius Kunst Forum: <a href="https://www.buceriuskunstforum.de/">Ausstellungen &amp; Veranstaltungen in Hamburg</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>Gestohlener Cézanne im Selenskyj Fake-Video: Der Fall erklärt</title>
		<link>https://arttrado.de/news/gestohlener-cezanne-im-selenskyj-fake-video-der-fall-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 13:14:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Verlorene und wiederentdeckte Kunstwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Nature morte aux cerises]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunstskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Andrii Chebotaru]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Cézanne]]></category>
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					<description><![CDATA[Cézanne gestohlen &#38; Fake-Video: Wie Kunst zur Waffe der Desinformation wird Ein im März 2026 gestohlenes Gemälde von Paul Cézanne <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/gestohlener-cezanne-im-selenskyj-fake-video-der-fall-erklaert/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Cézanne gestohlen &amp; Fake-Video: Wie Kunst zur Waffe der Desinformation wird</h4>
<p>Ein im März 2026 gestohlenes Gemälde von Paul Cézanne taucht plötzlich in einem Video aus dem Büro von Volodymyr Zelenskyy auf – zumindest scheinbar.</p>
<p>Was wie ein internationaler Kunstskandal wirkt, ist in Wahrheit ein gezielt manipuliertes Fake-Video. Der Fall zeigt exemplarisch, wie reale Ereignisse, Kunst und digitale Technologien zu wirkungsvoller Desinformation kombiniert werden.</p>
<h4>Cézanne gestohlen: Der reale Kunstdiebstahl in Italien</h4>
<p>Im Zentrum der Geschichte steht das Gemälde „Nature morte aux cerises“ („Stillleben mit Kirschen“) von Paul Cézanne.</p>
<p>Das Werk wurde in der Nacht vom 22. auf den 23. März 2026 aus der Fondazione Magnani-Rocca nahe Parma gestohlen. Der Gesamtwert der entwendeten Kunstwerke liegt bei rund 9 bis 10 Millionen Euro.</p>
<p>Der Fall ist real – und genau das macht ihn so anfällig für gezielte Desinformation.</p>
<h4>Warum Cézanne so bedeutend ist</h4>
<p>Cézanne gilt als Schlüsselfigur zwischen Impressionismus und Moderne. Seine Werke zeichnen sich aus durch:</p>
<p>reduzierte, konstruktive Bildsprache<br />
geometrische Formen<br />
neuartige Perspektiven</p>
<p>Er beeinflusste Künstler wie Pablo Picasso und Georges Braque und gilt als Wegbereiter des Kubismus.</p>
<h4>Fake-Video mit Selenskyj: Wie das Cézanne-Bild manipuliert wurde</h4>
<p>Ein virales Video suggerierte, das gestohlene Gemälde hänge nun im Büro von Volodymyr Zelenskyy.<br />
Die Behauptung verbreitete sich schnell – unter anderem, weil das Video wie ein Beitrag der BBC wirkte.</p>
<p>Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine gezielte Fälschung:</p>
<p>Der angebliche BBC-Beitrag existiert nicht<br />
Die Tonspur wurde mithilfe von KI generiert<br />
Bildmaterial wurde digital manipuliert</p>
<p>Als Grundlage diente ein echtes Interview der Associated Press, das nachträglich verändert wurde.</p>
<h4>Die Wahrheit: Kunst von Andrii Chebotaru im Präsidentenbüro</h4>
<p>Statt eines französischen Meisterwerks hängt im Büro tatsächlich Kunst des ukrainischen Malers Andrii Chebotaru.</p>
<p>Der Künstler bestätigte selbst, dass die im Video sichtbaren Werke von ihm stammen.</p>
<p>Wer ist Andrii Chebotaru?<br />
Ukrainischer Landschaftsmaler<br />
Stil: post-impressionistisch<br />
Themen: Natur, Erinnerung, Herkunft</p>
<p>Ein gezeigtes Werk zeigt den Berg Demerdschi auf der Krim – Chebotarus Heimatregion. Es entstand noch vor der russischen Besetzung der Halbinsel.</p>
<p>Seine Arbeiten verbinden:</p>
<p>emotionale Landschaftsdarstellung<br />
persönliche Geschichte<br />
indirekte politische Dimension</p>
<p>Einige seiner Werke gelangten als Geschenke in den Besitz von Selenskyj – nicht durch Ankauf.</p>
<h4>Kunst und Desinformation: Warum solche Kampagnen funktionieren</h4>
<p>Der Fall folgt einem klaren Muster:<br />
Ein realer Kunstdiebstahl wird mit manipulierten Inhalten kombiniert, um eine glaubwürdige Geschichte zu erzeugen.Die Kampagne wird mit der Desinformationsoperation „Matryoshka“ in Verbindung gebracht.</p>
<p>Dabei spielt Kunst eine zentrale Rolle:</p>
<p>Bekannte Künstler wie Cézanne erzeugen Aufmerksamkeit<br />
Kunst verleiht Geschichten Glaubwürdigkeit<br />
Visuelle Elemente wirken überzeugender als Text</p>
<p>Gerade im digitalen Raum entsteht so eine besonders effektive Form der Propaganda.</p>
<h4>Wie erkennt man Fake-Videos im Kunstkontext?</h4>
<p>Solche Inhalte lassen sich oft an mehreren Merkmalen erkennen:</p>
<p>unnatürlich wirkende Stimmen (KI-generiert)<br />
fehlende Berichterstattung seriöser Medien<br />
visuelle Unstimmigkeiten im Bild<br />
fehlende Originalquelle</p>
<p>Ein genauer Blick auf Kontext und Herkunft ist entscheidend.</p>
<h4>Fazit: Wenn ein Cézanne zur Waffe wird</h4>
<p>Der angebliche „Cézanne im Präsidentenbüro“ ist kein Kunstskandal, sondern ein Beispiel moderner Informationskriegsführung.</p>
<p>Der Kunstdiebstahl ist real<br />
Das Video ist manipuliert<br />
Die Geschichte ist konstruiert</p>
<p>Der Fall zeigt zwei Entwicklungen besonders deutlich:</p>
<p>Kunstdiebstahl bleibt ein globales Problem<br />
Desinformation wird zunehmend visuell und technologisch raffinierter</p>
<p>Während ein Werk von Cézanne verschwindet, ist ein zeitgenössischer Künstler unbeabsichtigt Teil einer globalen Erzählung.</p>
<h4>FAQ: Cézanne, Kunstdiebstahl &amp; Fake-Video</h4>
<p><strong>Was steckt hinter der Behauptung, ein gestohlener Cézanne sei im Büro von Volodymyr Zelenskyy aufgetaucht?</strong></p>
<p>Die Behauptung geht auf ein manipuliertes Video zurück, das gezielt so gestaltet wurde, als stamme es von einem seriösen Nachrichtenmedium. Tatsächlich wurde vorhandenes Videomaterial verändert und mit neuen visuellen sowie auditiven Elementen kombiniert. Ziel war es, eine möglichst glaubwürdige Geschichte rund um ein reales Kunstwerk zu konstruieren und damit Aufmerksamkeit sowie Verunsicherung zu erzeugen.</p>
<p><strong>Warum eignet sich ein Künstler wie Paul Cézanne besonders für solche Falschmeldungen?</strong></p>
<p>Cézanne gehört zu den bekanntesten Künstlern der Kunstgeschichte und gilt als Wegbereiter der Moderne. Sein Name steht für kulturellen Wert, Seriosität und hohe Marktpreise. Genau diese Strahlkraft macht ihn attraktiv für Desinformation: Ein bekanntes Kunstwerk wirkt sofort glaubwürdig und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Geschichte ungeprüft weiterverbreitet wird.</p>
<h4>Wie wurde aus einem echten Kunstdiebstahl eine internationale Desinformationsgeschichte?</h4>
<p>Der entscheidende Punkt ist die Kombination aus Realität und Manipulation. Der Diebstahl eines hochkarätigen Kunstwerks liefert eine echte, überprüfbare Grundlage. Darauf aufbauend werden falsche visuelle Belege – etwa ein angebliches Video – erzeugt. Diese Mischung aus Fakt und Fiktion macht es besonders schwer, die Geschichte auf den ersten Blick als falsch zu erkennen.</p>
<h4>Welche Rolle spielen bekannte Medienmarken wie die BBC bei solchen Fakes?</h4>
<p>Bekannte Medien werden häufig imitiert, weil sie Vertrauen genießen. Logos, Bildsprache und typische Formate werden kopiert, um Authentizität vorzutäuschen. Für viele Nutzer reicht bereits der visuelle Eindruck, um Inhalte für glaubwürdig zu halten – ohne die Quelle tatsächlich zu überprüfen.</p>
<p><strong>Inwiefern wurde das ursprüngliche Videomaterial der Associated Press verändert?</strong></p>
<p>Das Originalvideo wurde aus dem Kontext gerissen und technisch bearbeitet. Dazu gehören unter anderem neue Tonspuren, veränderte Bildausschnitte und ergänzte Inhalte im Hintergrund. Solche Eingriffe sind heute mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich und führen zu täuschend echten Ergebnissen.</p>
<p><strong>Welche Bedeutung hat der tatsächlich gezeigte Künstler Andrii Chebotaru in diesem Kontext?</strong></p>
<p>Der ukrainische Künstler Andrii Chebotaru wird in diesem Fall unbeabsichtigt Teil einer politischen Erzählung. Seine Werke, die ursprünglich persönliche und landschaftliche Themen behandeln, werden durch die Manipulation in einen völlig neuen Zusammenhang gestellt. Das zeigt, wie leicht Kunst aus ihrem eigentlichen Kontext gelöst und instrumentalisiert werden kann.</p>
<h4>Warum wirken visuelle Inhalte wie Videos besonders überzeugend bei Desinformation?</h4>
<p>Menschen vertrauen visuellen Eindrücken oft stärker als Texten. Ein Video vermittelt den Eindruck von „Beweis“ oder unmittelbarer Realität. Wenn zusätzlich bekannte Personen, Orte oder Symbole integriert sind, steigt die Glaubwürdigkeit weiter – selbst wenn der Inhalt manipuliert wurde.</p>
<p><strong>Welche typischen Merkmale deuten auf ein manipuliertes Video hin?</strong></p>
<p>Auch gut gemachte Fälschungen weisen oft Schwächen auf. Dazu zählen unnatürliche Sprachmelodien, kleine visuelle Inkonsistenzen oder fehlende Bestätigungen durch etablierte Medien. Ein weiteres Warnsignal ist, wenn sich keine verlässliche Originalquelle finden lässt. oder das ausschließliche verbreiten solches Materials nur über Social Media.</p>
<p><strong>Wie verändert künstliche Intelligenz die Verbreitung von Desinformation im Kunstbereich?</strong></p>
<p>KI ermöglicht es, Inhalte schneller, günstiger und realistischer zu manipulieren als je zuvor. Stimmen können synthetisch erzeugt, Bilder verändert und ganze Szenarien konstruiert werden. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen echten Ereignissen und künstlich erzeugten Narrativen zunehmend.</p>
<p><strong>Welche Lehren lassen sich aus dem Cézanne-Fall für den Umgang mit digitalen Inhalten ziehen?</strong></p>
<p>Der Fall zeigt, wie wichtig ein kritischer Umgang mit Informationen geworden ist. Selbst scheinbar glaubwürdige Inhalte sollten überprüft werden. Insbesondere, wenn sie emotional aufgeladen sind oder außergewöhnliche Behauptungen enthalten. Quellen, Kontext und mediale Herkunft spielen eine entscheidende Rolle bei der Einordnung.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über den Künstler finden Sie hier: <a href="https://andriichebotaru.com/" target="_blank" rel="noopener">https://andriichebotaru.com/</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<title>Von der Heydt-Museum: Jahresprogramm 2022</title>
		<link>https://arttrado.de/news/von-der-heydt-museum-jahresprogramm-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2021 14:38:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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					<description><![CDATA[Von der Heydt-Museum: Jahresprogramm 2022 Die erste Ausstellung des Jahres 2022 eröffnet auch eine neue Reihe im Wuppertaler Museum! Die <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/von-der-heydt-museum-jahresprogramm-2022/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Von der Heydt-Museum: Jahresprogramm 2022</span></h3>
<p>Die erste Ausstellung des Jahres 2022 eröffnet auch eine neue Reihe im Wuppertaler Museum! Die erste „Freundschaftsanfrage“ gilt Hans-Christian Schink (geb. 1961 in Erfurt). Mit einer Präsentation, die Arbeiten der zurückliegenden zwei Jahrzehnte des Fotografen mit Hauptwerken aus der Sammlung zur Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert zusammenführt, eröffnet das Wuppertaler Museum eine Ausstellungsreihe, in der renommierte zeitgenössische Künstler eingeladen werden, sich mit den reichhaltigen Beständen des Hauses auseinanderzusetzen.</p>
<p>Schinks Werk beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Landschaft als Resultat der Interferenzen von Natur und gestaltetem Raum.  Ein geschichtsträchtiges Genre, dessen Konventionen und Codes er gleichermaßen bestätigt wie hinterfragt.</p>
<p>Den Pionieren der Moderne wie Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Alfred Sisley, Paul Cézanne und Vincent van Gogh stellt Schink ausgewählte fotografische Arbeiten gegenüber. Eine herausragende Rolle wird dabei die von 2013 bis 2019 entstandene Reihe „Hinterland“ spielen. In der Schink mit ebenso viel Sachlichkeit wie Sensibilität die Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs erkundet.</p>
<p>Ganz neu sind Schinks Unterwasserlandschaften! Statt den Blick in die Weite zu richten, blickt er hier in die (Un-)Tiefen von zunächst unscheinbar wirkenden Tümpeln und Wasserstellen.</p>
<p>Hans-Christian Schink: Freundschaftsanfrage No.1 &#8211; 27. Februar 2022 – 10. Juli 2022</p>
<h4>Fokus Von der Heydt: Zero, Pop und Minimal – Die 1960er und 1970er Jahre</h4>
<p>10. April 2022 – Juli 2023: Die 1960er Jahre waren ein Jahrzehnt der Revolte: Künstler und Künstlerinnen politisierten sich und setzten mit ihren Werken provokative Statements. Die 1960er und 70er Jahre waren in der Kunst auch eine besonders produktive und innovative Phase. Mit „Zero, Pop und Minimal &#8211; Die 1960er und 1970er Jahre“ lenkt das Von der Heydt-Museum programmatisch den Blick auf die eigene Sammlung und die eigene Geschichte in einem besonders fruchtbaren Moment.</p>
<p>Die Ausstellung beleuchtet spannende Aspekte und Strömungen einer Epoche, die in den zurückliegenden Jahrzehnten im Von der Heydt-Museum höchstens in kleinen Ausschnitten gezeigt wurden, die aber bis heute einen großen Einfluss auf das aktuelle Kunstgeschehen hat: Neben Pop, Zero und Minimal sind hier Konzept Kunst, Kunst im öffentlichen Raum, Performances sowie die Fotografie, die in dieser Zeit „salonfähig“ wurde, zu nennen. Die Protagonisten dieser Zeit waren lokale, aber auch internationale Künstler, die damals im hiesigen Museum noch ohne den Nimbus des „abgesicherten Werts“ dem Publikum vorgestellt wurden. Erst der ab Ende der 1960er Jahre sich formierende Kunstmarkt machte Namen wie Gerhard Richter, Nicolas Schöffer, George Segal, die alle seit den 1960er Jahren als frühe Ankäufe in der Wuppertaler Museumssammlung vertreten sind, weltbekannt.</p>
<p>So lädt die Schau ein zur Begegnung mit hochrangigen Werken international renommierter Künstler und ermöglicht zugleich die Wiederentdeckung zahlreicher weniger bekannter Positionen, deren Neubewertung lohnt.</p>
<h4>Jankel Adler: Metamorphosen des Körpers</h4>
<p>8. Mai 2022 – 28. August 2022</p>
<p>Dem Von der Heydt-Museum Wuppertal ist es 2020 gelungen, ein umfangreiches Werkkonvolut von Jankel Adler (1895 nahe Łódź, Polen – 1949 in England) zu erwerben. Die 548 Grafiken und vier Gemälde konnten mithilfe der Von der Heydt-Stiftung, des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nord-rhein-Westfalen, der Kulturstiftung der Länder sowie mit einer Spende angekauft werden. Das Konvolut stammt überwiegend aus dem Nachlass des polnisch-jüdischen Künstlers.</p>
<p>Die Erwerbung ist für das Von der Heydt-Museum von besonderer Bedeutung. Sie etabliert in der Sammlung einen neuen Schwerpunkt und verstärkt die Kompetenzen des Hauses bei der Dokumentation der Künstlervereinigung „Junges Rheinland“. Das Von der Heydt-Museum verfügt bereits über einen wertvollen Bestand zu Jankel Adler. 2018 würdigte eine umfassende Retrospektive bereits Adlers Schaffen und stellte sein Œuvre in den Kontext seiner Künstlerfreunde,Weggefährten und Vorbilder.</p>
<p>Die neue Ausstellung rückt erstmals überhaupt in Deutschland Adlers grafisches Werk ins Zentrum und setzt es in Beziehung zu Arbeiten aus der Sammlung des Museums. Sie wirft gezielt den Blick auf die Frage des Menschenbildes in der Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stellt Adlers Werken ausgewählte Arbeiten seiner Zeitgenossen wie Pablo Picasso, Paul Klee, Willi Baumeister oder Max Beckmann gegenüber.</p>
<h4>Fremde sind wir uns selbst: (Selbst-)Bildnisse von Modersohn-Becker bis Muholi</h4>
<p>21. August 2022 – 29. Januar 2023</p>
<p>Die Ausstellung widmet sich der (Selbst-)Darstellung in der Kunst vom späten 19. Jahrhundert bis heute. Im Besonderen geht es darum, wie sich gesellschaftliche und soziale Codierungen in Bilder vom Menschen einschreiben und wie sie wirken – historisch und gegenwärtig. Die Ausstellung will jene Ambivalenzen, Spielräume und Irritationen zeigen, die zwischen den Darstellungen von Subjektivität und den gesellschaftlich etablierten Rollenmustern und Konventionen zu finden sind, die beispielsweise durch Herrschaftsstrukturen geprägt sind.<br />
Dabei lassen sich tradierte Differenzen – auch in der Darstellung – zwischen dem angeblich „Normalen“, also dem vermeintlich Bekannten, und dem „Fremden“ bzw. „Anderen“ beobachten.</p>
<p>Die meisten Bildnisse von Menschen in europäischen Museumssammlungen bilden kaum gesellschaftliche Diversität ab, sondern spiegeln die immer noch herrschende Dominanz einer ausgesuchten (weißen) Minderheit.</p>
<p>Die ausgestellten Werke sind Schauplätze, in denen Selbst- und Fremd-Darstellung inszeniert und zur Anschauung gebracht werden. Neben Gemälden von Oskar Kokoschka, Emmy Klinker, Maria Blanchard, Ferdinand Hodler, Francis Bacon und Paula Modersohn-Becker werden einige eindrückliche fotografische Selbstporträts von Zanele Muholi (*1972, Umlazi, Südafrika) gezeigt, die auf subtile Weise mit geschlechtsspezifischen Konventionen spielen.</p>
<p>Weitere Positionen sind u. a. Senga Nengudi, Miriam Cahn, Klaus Rinke, Tobias Zielony und WOLS.</p>
<figure id="attachment_10735" aria-describedby="caption-attachment-10735" style="width: 449px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/Modersohn-Becker_Paula_Maedchenbildnis_1905.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-10735" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/Modersohn-Becker_Paula_Maedchenbildnis_1905.jpg" alt="Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, 1905, Von der Heydt-Museum Wuppertal" width="449" height="578" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/Modersohn-Becker_Paula_Maedchenbildnis_1905.jpg 449w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/Modersohn-Becker_Paula_Maedchenbildnis_1905-233x300.jpg 233w" sizes="(max-width: 449px) 100vw, 449px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10735" class="wp-caption-text">Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust, 1905, Von der Heydt-Museum Wuppertal</figcaption></figure>
<h4>Eine neue Kunst. Fotografie und Impressionismus</h4>
<p>2. Oktober 2022 – 8. Januar 2023</p>
<p>Das 19. Jahrhundert erschloss sich neue künstlerische Zugänge zur Natur. Die Maler des Impressionismus studierten die verschiedenen Lichtsituationen, Jahreszeiten und Witterungsverhältnisse. Mit ihren Bildern des ländlichen Frankreichs, mit Küsten- und Meeresdarstellungen sowie mit Szenen aus der Metropole Paris entwickelten sie eine neue visuelle Sprache und etablierten einen neuen Kanon von Themen. Gleichzeitig wandten sich die Pioniere des neuen Mediums Fotografie denselben Motiven zu. Spätestens seit den 1850er Jahren standen Maler und Fotografen in regem Austausch untereinander und befruchteten sich gegenseitig.</p>
<p>Diese Wechselwirkungen von Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert untersucht die Ausstellung „Eine neue Kunst. Fotografie und Impressionismus“ anhand von zahlreichen wertvollen Aufnahmen und ausgewählten mit Fotografien illustrierten Publikationen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus Deutschland, Österreich und Frankreich. Realisiert wird sie in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam. (dort zu sehen 12. Februar bis 8. Mai 2022).</p>
<p>Im Programm des Von der Heydt-Museums schließt das Projekt an die Reihe von Präsentationen zur impressionistischen Kunst an und setzt neue Akzente. Sie lenkt erstmals den Blick auf die frühe Geschichte des Massenmediums Fotografie. Parallel dazu wird die wesentlichen Linien in der Geschichte der hauseigenen Sammlung zur Kunst des Impressionismus und ihren Vorläufern ausgearbeitet. Den historischen Fotografien werden zentrale Werke aus der Sammlung des Museums etwa von Monet, Pissarro, Renoir und Sisley gegenübergestellt. Die teils schon seit der Gründungsphase zum festen Bestand des Museums gehören und deren Erwerbung seinerzeit für Aufsehen sorgte.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Weitere Informationen über das Museum: <a href="https://www.von-der-heydt-museum.de/">von-der-heydt-museum.de</a></p>
<p>Das Von der Heydt-Museum auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/vonderheydtmuseumwuppertal/">@vonderheydtmuseumwuppertal</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Wuppertal? &#8211; <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1891347&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
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		<title>Film über Kunst und Meer: Die Malerei und das Meer</title>
		<link>https://arttrado.de/news/film-ueber-kunst-und-meer-die-malerei-und-das-meer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2021 13:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstfilme & Filmtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe Cézanne]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Cézanne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Gustave Courbet]]></category>
		<category><![CDATA[Côte d’Azur]]></category>
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		<category><![CDATA[Pieter Roelof]]></category>
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		<category><![CDATA[Grit Lederer]]></category>
		<category><![CDATA[William Turner]]></category>
		<category><![CDATA[Caspar David Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Maler und Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Rudy Ricciotti]]></category>
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					<description><![CDATA[Film über Kunst und Meer &#8211; Die Malerei und das Meer Wer auf der Suche nach einem Film über Kunst <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/film-ueber-kunst-und-meer-die-malerei-und-das-meer/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Film über Kunst und Meer &#8211; Die Malerei und das Meer</h3>
<p>Wer auf der Suche nach einem Film über Kunst ist, sollte sich &#8222;Die Malerei und das Meer&#8220; nicht entgehen lassen. Offene Meere umgibt eine ganz eigene Magie, und die meisten Menschen sitzen gerne am Strand, lauschen den Wellen oder genießen den Sonnenuntergang. Diese Kulisse ist  für viele Maler (und natürlich auch Malerin) ebenso ein entspannter Rückzugsort, sowie ein beliebtes Motiv. Warum sind Künstler so fasziniert vom Meer? Wegen dem Gefühl von Freiheit und unendlicher Weite? Ist vielleicht das mystische was von Wasser ausgeht, die Ungewissheit was dahinter kommt? Oder die spürbare Kraft wenn Meter hohe Wellen gegen eine Steilklippe peitschen? Die Regisseurin Grit Lederer ging 2019 der Frage auf den Grund und besuchte die Schauplätze von berühmten Gemälden, unter anderem von Tintoretto, Caspar-David Friedrich und Salvador Dalí.</p>
<h3>Die Malerei und das Meer</h3>
<p>Das Meer: Ort der Imagination, Sehnsuchtsraum und Muse – aber auch Kriegsschauplatz und Schlachtfeld. Seit Jahrhunderten ist es zentrales Sujet der Kunst. Im Medium der Malerei gilt das Meer als eines der meistbehandelten Motive schlechthin. Die zweiteilige ARTE-Dokumentation „Die Malerei und das Meer“ widmet sich der blauen Masse und entführt den Zuschauer auf eine sinnliche Reise durch Landschaften und Zeiten. Inspiriert durch Gemälde von Künstlergrößen wie Paul Cézanne, Gustave Courbet, Salvador Dalí, Caspar David Friedrich und William Turner widmen sich prominente Architekten, Schriftsteller und Kunsthistoriker mit Fachwissen und Leidenschaft ausgewählten Werken der Kunstgeschichte. Auch bis dato unbekannte Hintergrundinformationen treten dabei zutage: So führt die italienische Bestsellerautorin Melania G. Mazzucco den Zuschauer durch Venedig – hin zu den versteckten maritimen Motiven in den Werken Tintorettos. Cézannes Urenkel, Philippe Cézanne, liest aus privaten Briefen seines berühmten Vorfahren, während der französische Star-Architekt Rudy Ricciotti den Zuschauer an seiner emotionalen Beziehung zum Mittelmeer und Paul Cézanne teilhaben lässt. Die Direktorin der Stiftung Gala-Salvador Dalí, Montse Aguer, zeigt die versteckt liegenden Felsen der Costa Brava, die Dalí als Inspiration dienten. Kurator Pieter Roelof vom Amsterdamer Rijksmuseum findet in den Marinebildern des Goldenen Zeitalters der Niederlande den Künstler als Kriegsreporter wieder. Quer durch Europa führt die filmische Reise den Zuschauer und lässt hinter Leinwänden Landschaften und Lebensgeschichten aufschimmern – von den Küsten Andalusiens über die Côte d’Azur bis zur Normandie, von den Kreidefelsen Großbritanniens über die Niederlande bis hin zu den Boddengewässern der Ostsee.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Der Film geht knapp 54 Minuten und ist bis zum <a href="https://www.arte.tv/de/videos/079449-001-A/die-malerei-und-das-meer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">16.04.2021 kostenlos in der Mediathek von ARTE verfügbar.</a><br />
Im Fernsehen wird er das nächste mal am 07.02.2021 ausgestrahlt.</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO  unterstützen möchten, können Sie das über PayPal.</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1-300x66.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
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