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	<title>Max Pechstein Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</title>
		<link>https://arttrado.de/news/von-monet-bis-picasso-in-hamburg-juedische-kunstsammler-im-bucerius-kunst-forum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 11:41:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/von-monet-bis-picasso-in-hamburg-juedische-kunstsammler-im-bucerius-kunst-forum/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 dir="auto" data-start="399" data-end="852">Von Monet bis Picasso in Hamburg: Jüdische Kunstsammler im Bucerius Kunst Forum</h4>
<p class="PDq2pG_selectionAnchorContainer" dir="auto" data-start="399" data-end="852">Monet, Picasso, Cézanne, van Gogh, Franz Marc und Kirchner: Die Namen der Künstler kennt fast jeder. Die Menschen, die ihre Werke sammelten, förderten und öffentlich bekannt machten, sind dagegen vielfach in Vergessenheit geraten. Eine große Ausstellung im Bucerius Kunst Forum Hamburg rückt nun 15 jüdische Sammlerinnen, Sammler und Familien in den Mittelpunkt – und erzählt damit auch von Verfolgung, Enteignung und dem Verlust kultureller Erinnerung.</p>
<p dir="auto" data-start="854" data-end="1338">Wer heute ein bedeutendes Museum besucht, sieht vor allem die Namen der Künstler. Die Sammler, die ihre Werke kauften, bewahrten und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machten, bleiben häufig unsichtbar. Das gilt besonders für zahlreiche jüdische Kunstsammler in Deutschland. Ihre Sammlungen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zerschlagen und über die ganze Welt verstreut, während ihre eigenen Namen nach 1945 teilweise aus dem kulturellen Gedächtnis verschwanden.</p>
<p dir="auto" data-start="1340" data-end="1732">Das Bucerius Kunst Forum widmet diesem Kapitel der deutschen Kunstgeschichte die Ausstellung <strong data-start="1433" data-end="1504">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</strong>. Die Schau ist vom <strong data-start="1524" data-end="1568">11. September 2026 bis zum 29. März 2027</strong> in Hamburg zu sehen. Rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen führen vom Realismus und Impressionismus über den Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="1734" data-end="2015">Gezeigt werden Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Künstlerpostkarten und Skulpturen – unter anderem von Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Milly Steeger.</p>
<h4 dir="auto" data-start="2017" data-end="2059">Die Menschen hinter den Meisterwerken</h4>
<p dir="auto" data-start="2061" data-end="2235">Die Ausstellung stellt eine einfache, aber lange vernachlässigte Frage: <strong data-start="2133" data-end="2235">Wem gehörten diese Bilder, bevor sie in Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt gelangten?</strong></p>
<p dir="auto" data-start="2237" data-end="2499">Im Mittelpunkt stehen 15 Familien, Paare und Einzelpersonen aus verschiedenen Teilen des damaligen Deutschen Reiches. Dazu gehören unter anderem die Familie Hirschland, Max Meirowsky, Rosa Schapire, Margarete Mauthner, Max Emden sowie Clothilde und Paul Schüler.</p>
<p dir="auto" data-start="2501" data-end="2926">Ihre Sammlungen unterschieden sich in Größe, Ausrichtung und finanziellen Möglichkeiten. Gemeinsam war vielen jedoch das Interesse an jener Kunst, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch keineswegs allgemein anerkannt war. Während die offizielle Kunstpolitik des Kaiserreichs lange konservativ blieb, öffneten sich private Sammler vergleichsweise früh dem Impressionismus, Expressionismus und anderen progressiven Strömungen.</p>
<p dir="auto" data-start="2928" data-end="3203">Die Ausstellung versucht deshalb nicht nur, verstreute Kunstwerke wieder zusammenzuführen. Sie rekonstruiert anhand von Kunst, Fotografien und historischen Dokumenten auch die Lebensgeschichten ihrer früheren Eigentümer. Jeder der 15 Sammlungen ist ein eigener Raum gewidmet.</p>
<p dir="auto" data-start="3205" data-end="3493">Das verändert den Blick auf die ausgestellten Werke. Ein Picasso bleibt ein Picasso. Gleichzeitig wird sichtbar, dass das Bild einmal Teil eines konkreten Lebens gewesen ist – verbunden mit einem Haus, einer Familie, persönlichen Überzeugungen und einer individuellen Beziehung zur Kunst.</p>
<h4 dir="auto" data-start="3495" data-end="3545">Als Sammeln mehr bedeutete als ein Investment</h4>
<p dir="auto" data-start="3547" data-end="3840">Die vorgestellten jüdischen Kunstsammler waren keine homogene Gruppe. Unter ihnen befanden sich Unternehmer, Kunsthistorikerinnen, Mäzene und gesellschaftlich engagierte Privatpersonen. Einige verfügten über große finanzielle Mittel, andere bauten kleinere, gezielt ausgewählte Sammlungen auf.</p>
<p dir="auto" data-start="3842" data-end="4189">Sie waren jedoch weit mehr als Käufer. Durch ihre Entscheidungen beeinflussten sie, welche Künstler Aufmerksamkeit erhielten, welche Werke ausgestellt wurden und welche neuen Stilrichtungen sich durchsetzen konnten. Viele unterstützten Museen, Kunstvereine und Publikationen, arbeiteten mit Galeristen zusammen oder förderten Künstler unmittelbar.</p>
<p dir="auto" data-start="4191" data-end="4481">Damit macht die Ausstellung deutlich, dass Kunstgeschichte nicht allein von Künstlern geschrieben wird. Sammler, Galeristen, Kritiker, Museen und Förderer sind Teil desselben kulturellen Netzwerks. Ohne diese Netzwerke wäre die Geschichte der modernen Kunst in Deutschland anders verlaufen.</p>
<p dir="auto" data-start="4483" data-end="5033">Das zeigt sich besonders am Beispiel des Expressionismus. Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff oder Franz Marc mussten sich ihre heutige Anerkennung erst erarbeiten. Sammler und Förderer halfen dabei, ihre Werke bekannt zu machen und gegen konservative Widerstände durchzusetzen. Wie vielschichtig das Werk Franz Marcs über seine berühmten Tierbilder hinaus ist, zeigt aktuell auch die <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/franz-marc-ausstellung-in-duesseldorf-k20-zeigt-mehr-als-blaue-pferde/" target="_new" rel="noopener" data-start="4890" data-end="5032">Franz-Marc-Ausstellung im K20 in Düsseldorf</a>.</p>
<h4 dir="auto" data-start="5035" data-end="5092">Wie der Nationalsozialismus die Sammlungen zerstörte</h4>
<p dir="auto" data-start="5094" data-end="5427">Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich die Situation jüdischer Sammler grundlegend. Ausgrenzung, Entrechtung, wirtschaftlicher Druck, Zwangssteuern, Vermögenssperren, Ausreiseauflagen, Vertreibung und Ermordung zerstörten nicht nur menschliche Leben, sondern auch über Jahrzehnte gewachsene Kunstsammlungen.</p>
<p dir="auto" data-start="5429" data-end="5670">Werke wurden enteignet, beschlagnahmt oder unter dem Druck der Verfolgung verkauft. Andere Bilder mussten zurückgelassen werden oder gerieten über Kunsthändler, Museen, staatliche Stellen und internationale Käufer in neue Besitzverhältnisse.</p>
<p dir="auto" data-start="5672" data-end="5723">Damit begann eine zweite Geschichte der Kunstwerke.</p>
<p dir="auto" data-start="5725" data-end="6127">Ein Gemälde, das zuvor Teil einer privaten Sammlung gewesen war, konnte später in einem Museum, im Kunsthandel oder bei einem neuen privaten Besitzer auftauchen. Die Namen seiner ursprünglichen Eigentümer verschwanden dabei nicht selten aus der dokumentierten Werkgeschichte. Nach 1945 wurde die problematische Herkunft mancher Arbeiten nicht erkannt – in anderen Fällen aber auch bewusst verschleiert.</p>
<h4 dir="auto" data-start="6129" data-end="6178">Was Provenienzforschung sichtbar machen kann</h4>
<p dir="auto" data-start="6180" data-end="6356">Genau an diesem Punkt setzt die Provenienzforschung an. Sie untersucht die Herkunft eines Kunstwerks und versucht, dessen Besitzerwechsel möglichst lückenlos zu rekonstruieren.</p>
<p dir="auto" data-start="6358" data-end="6573">Wer besaß das Bild? Wann wechselte es den Eigentümer? Unter welchen Umständen geschah das? War ein Verkauf tatsächlich freiwillig – oder war er eine Folge von Verfolgung, wirtschaftlichem Zwang und drohender Flucht?</p>
<p dir="auto" data-start="6575" data-end="6893">Diese Fragen sind nicht nur juristisch relevant. Sie betreffen auch die Verantwortung von Museen, Sammlern, Händlern und Auktionshäusern. Bei Werken, die sich zwischen 1933 und 1945 in jüdischem Eigentum befanden, kann die Erforschung der Provenienz darüber entscheiden, ob Restitutionsansprüche geprüft werden müssen.</p>
<p dir="auto" data-start="6895" data-end="7135">„Von Monet bis Picasso“ verbindet deshalb Kunstgeschichte mit Erinnerungskultur. Die Ausstellung zeigt nicht nur bedeutende Werke der Moderne, sondern macht auch deren Wege durch Verfolgung, Verlust und jahrzehntelange Zerstreuung sichtbar.</p>
<h4 dir="auto" data-start="7137" data-end="7202">Rosa Schapire: Sammlerin, Kunsthistorikerin und Vermittlerin</h4>
<p dir="auto" data-start="7204" data-end="7511">Eine der vorgestellten Persönlichkeiten ist <strong data-start="7248" data-end="7265">Rosa Schapire</strong>. Die in Hamburg tätige Kunsthistorikerin, Sammlerin und Kritikerin gehörte zu den wichtigen Unterstützerinnen des Expressionismus. Besonders eng war ihre Verbindung zu Karl Schmidt-Rottluff, dessen Werk sie publizistisch begleitete und förderte.</p>
<p dir="auto" data-start="7513" data-end="7855">Ihr Beispiel zeigt, dass die Geschichte des Sammelns keineswegs ausschließlich eine Geschichte wohlhabender männlicher Unternehmer ist. Frauen wirkten ebenfalls als Sammlerinnen, Kunsthistorikerinnen, Mäzeninnen und Vermittlerinnen. Dennoch erhielten sie in der traditionellen Kunstgeschichtsschreibung häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.</p>
<p dir="auto" data-start="7857" data-end="8068">Die erneute Beschäftigung mit Rosa Schapire ist daher mehr als die Wiederentdeckung einer einzelnen Persönlichkeit. Sie korrigiert ein Kunstgeschichtsbild, in dem wichtige Akteurinnen lange nur am Rand vorkamen.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8070" data-end="8127">Rund 100 Werke – doch eigentlich geht es um Menschen</h4>
<p dir="auto" data-start="8129" data-end="8292">Die rund 100 Werke der Hamburger Ausstellung bilden den visuellen Mittelpunkt. Ihre besondere Wirkung entsteht jedoch durch die Verbindung von Kunst und Biografie.</p>
<p dir="auto" data-start="8294" data-end="8532">Historische Fotografien, Dokumente und persönliche Zeugnisse sorgen dafür, dass die früheren Eigentümer nicht lediglich als Namen in einer Provenienzliste erscheinen. Ihre Lebenswege werden zu einem sichtbaren Bestandteil der Ausstellung.</p>
<p dir="auto" data-start="8534" data-end="8757">Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein Kunstwerk kann technisch und kunsthistorisch genau dokumentiert sein und trotzdem einen wesentlichen Teil seiner Geschichte verlieren. Eine Inventarnummer ersetzt keine Biografie.</p>
<h4 dir="auto" data-start="8759" data-end="8809">Jüdische Sammler und der Aufstieg der Moderne</h4>
<p dir="auto" data-start="8811" data-end="9052">Die Ausstellung formuliert eine größere kunsthistorische These: Jüdische Sammler waren nicht bloß passive Besitzer bedeutender Werke. Sie waren aktiv an der Etablierung, Förderung und Verteidigung der modernen Kunst in Deutschland beteiligt.</p>
<p dir="auto" data-start="9054" data-end="9311">Viele Künstler, deren Werke heute zum Kanon gehören, mussten sich ihre Anerkennung zunächst erarbeiten. Sammler halfen ihnen dabei, indem sie ihre Arbeiten kauften, ausstellten, publizistisch begleiteten oder in private und öffentliche Netzwerke einführten.</p>
<p dir="auto" data-start="9313" data-end="9507">Die Nationalsozialisten zerstörten daher nicht nur einzelne Sammlungen. Sie zerstörten auch einen bedeutenden Teil jener kulturellen Infrastruktur, die die Moderne in Deutschland getragen hatte.</p>
<p dir="auto" data-start="9509" data-end="9788">Indem Werke aus den früheren Sammlungen heute wieder gemeinsam gezeigt werden, entsteht zumindest zeitweise eine Form kunsthistorischer Rekonstruktion. Die ursprünglichen Sammlungen lassen sich nicht vollständig wiederherstellen – ihre Bedeutung kann aber erneut sichtbar werden.</p>
<h4 dir="auto" data-start="9790" data-end="9853">Warum die Ausstellung auch für den Kunstmarkt relevant ist</h4>
<p dir="auto" data-start="9855" data-end="10164">Die in Hamburg erzählten Geschichten reichen bis in den heutigen Kunstmarkt. Provenienz ist längst kein Spezialthema mehr, das ausschließlich Museumsarchive beschäftigt. Die Herkunft eines Werkes kann seine rechtliche Situation, seine Handelbarkeit, seinen Marktwert und seine ethische Bewertung beeinflussen.</p>
<p dir="auto" data-start="10166" data-end="10449">Gerade bei Kunst aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts müssen Museen, Auktionshäuser, Galerien und private Käufer deshalb genau hinschauen. Lücken in der Eigentümergeschichte können ein Warnsignal sein – insbesondere, wenn ein Werk zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte.</p>
<p dir="auto" data-start="10451" data-end="10988">Gleichzeitig zeigt sich heute, wie stark sich die Präsentation und Vermarktung berühmter Künstler verändert hat. Werke werden längst nicht mehr ausschließlich in Museen oder klassischen Galerien gezeigt, sondern auch in hybride Erlebnis- und Netzwerkformate eingebunden. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Präsentation von <a class="decorated-link" href="https://arttrado.de/news/picasso-bei-den-berlin-tennis-open-2026-kunst-und-spitzensport/?utm_source=chatgpt.com" target="_new" rel="noopener" data-start="10776" data-end="10907">Picasso bei den Berlin Tennis Open 2026</a>, bei der Kunst, Spitzensport und internationale Sammlerkultur aufeinandertrafen.</p>
<p dir="auto" data-start="10990" data-end="11290">Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während Picasso heute als global bekannte Marke in neue Veranstaltungsformate integriert wird, lenkt die Hamburger Ausstellung den Blick zurück auf jene Menschen, die Werke der Moderne sammelten, bevor viele dieser Künstler ihren heutigen Status erreicht hatten.</p>
<p dir="auto" data-start="11292" data-end="11622">„Von Monet bis Picasso“ zeigt damit, warum Provenienzforschung notwendig bleibt. Hinter bekannten Namen wie Monet, Picasso, Kirchner oder Franz Marc stehen Geschichten, die weit über die Entstehung der Bilder hinausreichen. Manchmal ist die Geschichte der früheren Besitzer ebenso aufschlussreich wie die Geschichte des Künstlers.</p>
<h4 dir="auto" data-start="11624" data-end="11680">Kunstgeschichte besteht nicht nur aus Künstlernamen</h4>
<p dir="auto" data-start="11682" data-end="11849">„Von Monet bis Picasso“ ist mehr als eine Ausstellung berühmter Meisterwerke. Sie erinnert daran, dass Kunstgeschichte nicht nur von Künstlern und Museen geprägt wird.</p>
<p dir="auto" data-start="11851" data-end="12254">Sie besteht auch aus Menschen, die Kunst sammelten, Künstler förderten und neue Stilrichtungen gegen gesellschaftliche Widerstände verteidigten. Aus Familien, die Werke über Jahre bewahrten. Aus Netzwerken, die moderne Kunst sichtbar machten. Und aus Menschen, deren Leben durch die Verbrechen des Nationalsozialismus zerstört wurde und deren kulturelle Bedeutung anschließend lange kaum Beachtung fand.</p>
<p dir="auto" data-start="12256" data-end="12548">Dass ihre Geschichten heute wieder erzählt werden, verändert auch den Blick auf die Bilder. Ein Kunstwerk besitzt nicht nur einen Urheber. Es hat eine Herkunft, wechselnde Eigentümer und eine Geschichte – und manchmal beginnt ihr folgenreichster Teil erst lange nach dem letzten Pinselstrich.</p>
<h4 dir="auto" data-start="12550" data-end="12622">„Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“</h4>
<p dir="auto" data-start="12624" data-end="13187"><strong data-start="12624" data-end="12632">Ort:</strong> Bucerius Kunst Forum, Alter Wall 12, Hamburg<br data-start="12677" data-end="12680" /><strong data-start="12680" data-end="12693">Laufzeit:</strong> 11. September 2026 bis 29. März 2027<br data-start="12730" data-end="12733" /><strong data-start="12733" data-end="12744">Umfang:</strong> rund 100 Werke aus 15 rekonstruierten Sammlungen<br data-start="12793" data-end="12796" /><strong data-start="12796" data-end="12810">Kuratoren:</strong> Dr. Kathrin Baumstark und Stefan Koldehoff<br data-start="12853" data-end="12856" /><strong data-start="12856" data-end="12869">Künstler:</strong> unter anderem Paul Cézanne, Claude Monet, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker und Max Pechstein<br data-start="13020" data-end="13023" /><strong data-start="13023" data-end="13034">Themen:</strong> jüdische Kunstsammler, Moderne, Provenienzforschung, NS-Verfolgung und Erinnerungskultur<br data-start="13123" data-end="13126" /><strong data-start="13126" data-end="13147">Schirmherrschaft:</strong> Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Ausstellungsansicht „Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland“ im Bucerius Kunst Forum Hamburg. Foto: Ulrich Perrey</p>
<p>Mehr über das Bucerius Kunst Forum: <a href="https://www.buceriuskunstforum.de/">Ausstellungen &amp; Veranstaltungen in Hamburg</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
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		<title>Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen</title>
		<link>https://arttrado.de/news/chagall-renoir-kandinsky-im-osthaus-museum-hagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Sep 2023 17:51:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen Zu sehen sind mehr als 80 Werke &#8211; 60 Gemälde, fünf Skulpturen sowie <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/chagall-renoir-kandinsky-im-osthaus-museum-hagen/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Chagall, Renoir, Kandinsky im Osthaus Museum Hagen</h3>
<p>Zu sehen sind mehr als 80 Werke &#8211; 60 Gemälde, fünf Skulpturen sowie ein Konvolut von Arbeiten auf Papier &#8211; von französischen, belgischen, russischen, ukrainischen, österreichischen und deutschen Künstlerinnen und Künstlern aus den ersten beiden Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts.</p>
<p>Parallel dazu werden in einer zweiten Ausstellung mit dem Titel „David und Vladimir Burliuk – Meister der Experimente“ mehr als 40 Werke der für die ukrainische Kunstgeschichte höchst bedeutenden Burliuk-Brüder gezeigt. Die Bilderschau mit Werken aus den Jahren 1909 bis 1949 ist die erste Übersichtsausstellung der Brüder in Deutschland.</p>
<p>Damit erinnert das westfälische Hagen an die große Tradition des Folkwang-Museums. Bereits zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts fanden in der Stadt am Rande des Ruhrgebiets Künstlerinnen und Künstler der europäischen Avantgarde einen Fixpunkt. Im Jahr 1902 wurde dort mit dem Folkwang-Museum, dem heutigen Osthaus Museum, das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Kunstmäzen und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus, der eine umfassende Sammlung mit Gemälden und Skulpturen von u.a. Paul Cézanne. Henri Matisse. Éduard Manet. Vincent van Gogh.  Auguste Renoir, Kees van Dongen zusammengetragen hatte, kam mit der Gründung des Museums seiner Vision, „die Schönheit wieder zur herrschenden Macht im Leben“ werden zu lassen, ein ganzes Stück näher.</p>
<p>Tayfun Belgin, Direktor des Museum Osthaus, betont: „<em>Wir haben hier den Folkwang-Impuls aufgenommen, denn wir erinnern uns: Karl Ernst Osthaus hat bereits 1907 die damals völlig unbekannten Brücke-Künstler ausgestellt. Nächstes Jahr wäre der Privat-Sammler Osthaus hundertfünfzig Jahre alt geworden. Diese Ausstellung ist eine Hommage an unseren Museumsgründer. Ihm zuliebe haben wir diese große Ausstellung mit viel Aufwand realisiert.</em>“</p>
<p>Mit der Doppelausstellung ermöglicht das Osthaus Museum nicht nur einen westlichen Blick auf die Europäische Avantgarde, sondern zeigt die Avantgardebewegungen des beginnenden Zwanzigsten Jahrhunderts als ein gesamteuropäisches Phänomen.</p>
<h4>Die Kunst der Avantgarde – Aufbruch in eine neue Zeit</h4>
<p>Das beginnende zwanzigste Jahrhundert ist geprägt durch tiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche. Dem versucht eine neue Künstlergeneration Rechnung zu tragen, die den vorherrschenden Geschmack durch eine neue Ästhetik überwindet.</p>
<p>Die künstlerische Avantgarde gilt als die Vorhut einer neuen Bewegung, die sich in verschiedenen Ausprägungen wie Expressionismus, Fauvismus, Kubismus, Futurismus, Suprematismus niederschlägt. Der Anspruch: nicht nur eine radikale Neuerung künstlerischer Formen und der einzelnen Künste zu bewirken, sondern zugleich eine gänzlich neue Auffassung von Kunst und eine neuartige Positionierung der Kunst in der Gesellschaft durchzusetzen.</p>
<p>Die Hagener Ausstellung bringt die unterschiedlichen Positionen dieser Künstler zusammen und huldigt ihrer Wirkungsgeschichte. So haben, zum Beispiel, die Expressionisten spätere Generationen geprägt – bis hin zur wilden Malerei der 1970er und 1980er Jahre -, der Suprematismus hat in großer Dimension eine Renaissance in der US-amerikanischen Kunst gefunden.</p>
<p>Die Zeit der Avantgarden ist und bleibt ein wichtiges Kapitel in der Kunstgeschichte der Moderne und strahlt bis heute nicht nur in die Kunstwelt aus.</p>
<h4>David und Vladimir Burliuk</h4>
<p>Die Brüder David Burliuk, geboren 1882 im Gouvernement Charkiw, und Vladimir Burliuk, geboren 1886 ebendort, sind für die ukrainisch Kunstgeschichte von großer Bedeutung. Beide waren Avantgarde-Künstler, die nicht nur an Neuerungen interessiert waren, sondern diese auch durchsetzten. Wladimir, der im ersten Weltkrieg im Alter von 32 Jahren verstarb, ist bekannt als Neo-Primitivist und Kubofuturist, während David als Vater des russischen Futurismus gilt. Ab 1922 lebte David Burliuk in den USA, wo er großen Einfluss auf die amerikanische Kunstszene ausübte. Er starb 1967 auf Long Island.</p>
<p>Die beiden Ausstellungen werden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung privater Leihgeber: zweier Sammler aus London, die ihre Anonymität wahren möchte, der Sammlerin Inna Bazhenova aus Monaco und des Sammlerehepaars Maya und Anatoly Bekkerman aus New York. 21 Werke, darunter auch Arbeiten der Burliuk-Brüder, befinden sich in der Sammlung des Museum Osthaus. Kuratiert werden beide Ausstellungen von Joseph Kiblitsky und Tayfun Belgin.</p>
<h4>Über das Osthaus Museum</h4>
<p>In der westfälischen Industriestadt Hagen öffnete im Sommer 1902 das Folkwang-Museum seine Pforten. Seine Gründung verdankte es einem kunstsinnigen, vermögenden Mann: Karl Ernst Osthaus. Das Folkwang erlangte bald den Ruhm als weltweit erstes Museum für zeitgenössische Kunst.</p>
<p>Dr. Tayfun Belgin, Direktor Osthaus Museum Hagen: „Das Osthaus Museum existiert, um anhand seiner ganz besonderen Geschichte sowie seiner heutigen Ausstellungspraxis zu zeigen, dass leidenschaftliches Engagement für Kunst und Kultur Freude bereitet, Lebensqualität erzeugt und Menschen zusammenbringt. Unser Museum bietet dynamische Erlebnisse, die die Kraft und dauerhafte Bedeutung von Kunst in der heutigen globalen Gesellschaft beleuchten.“</p>
<p>Das Museum setzt sich zum Ziel, die Menschen in Südwestfalen, im Ruhrgebiet und deutschlandweit für das Osthaus Museum, seine bedeutende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst sowie für ihre Sonderausstellungen zu interessieren und zu begeistern. Daher bietet das Osthaus Museum eine hohe Aufenthaltsqualität und vermittelt auf unterhaltsame und lebendige Weise ein Bewusstsein für Kunst und die konstitutive Rolle der Betrachterinnen und Betrachter.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Osthaus Museum: Weltklasse in Hagen<br />
Europäische Avantgarde – Vision und Realität<br />
David und Vladimir Burliuk – Meister der Experimente<br />
29. September 2023 bis 07. Januar 2024</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Hagen? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1784106&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Ausgewählte Kunstwerke finden <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">Sie auch bei uns im Shop!</a></p>
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		<title>Selbstbildnis von Max Beckmann erzielt sensationellen Rekordpreis</title>
		<link>https://arttrado.de/news/selbstbildnis-von-max-beckmann-erzielt-sensationellen-rekordpreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2022 21:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstauktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Max Pechstein]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Schultz]]></category>
		<category><![CDATA[auktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Roy Lichtenstein]]></category>
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		<category><![CDATA[Eduard Gaertner]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbstbildnis von Max Beckmann erzielt sensationellen Rekordpreis Bernd Schultz, Gründer und Partner des Auktionshauses hält fest: „Dieses Jahrhundertwerk erzielt zu <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/selbstbildnis-von-max-beckmann-erzielt-sensationellen-rekordpreis/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Selbstbildnis von Max Beckmann erzielt sensationellen Rekordpreis</h3>
<p>Bernd Schultz, Gründer und Partner des Auktionshauses hält fest: „Dieses Jahrhundertwerk erzielt zu Recht einen Spitzenpreis! Mit diesem Ergebnis setzt Grisebach für den deutschen Kunsthandel eine internationale Marke und hat Berlin wieder zum Schauplatz mit Auktionsergebnissen auf Weltniveau gemacht. Diese Einlieferung und das hervorragende Ergebnis ist ein großer Vertrauensbeweis in die Expertise und Ausstrahlungskraft unseres Hauses.“</p>
<p>Ein vollbesetzter Saal und zahlreiche internationale Telefonbieter sorgten für hervorragende Spitzenpreise bei den „Ausgewählten Werken“: Otto Dix‘ einzigartiges Gemälde „Katzen (Theodor Däubler gewidmet)“ ging für 985.000 EUR in eine deutsche Privatsammlung, sein Aquarell „Mädchen mit roter Tasche“ von 1924 verdoppelte die Schätzung (EUR 100.000/150.000) und sicherte sich für 300.000 EUR eine amerikanische Sammlung gegen Gebote aus England und Deutschland.</p>
<h4>Max Liebermann besonders begehrt!</h4>
<p>Besonders begehrt waren auch alle angebotenen Werke Max Liebermanns: Der „Reiter am Meer nach rechts“ konnte seine Schätzung mehr als verdoppeln und ging gegen die Gebote mehrerer privater Sammler in ein norddeutsches Museum (805.000 EUR). Auch die „Blumenstauden im Nutzgarten“ ließen die Schätzung weit hinter sich und wurden einem Privatsammler in Norddeutschland zugeschlagen (625.000 EUR). In eine südamerikanische Sammlung zieht Liebermanns frühe „Schafherde“ für 450.000 EUR, während eine süddeutsche Privatsammlung sich jetzt über den „Corso auf dem Monte Pincio in Rom“ freuen darf (375.000 EUR). Der Kunsthandel schließlich sicherte sich seine eindrucksvolle Zeichnung „Selbstbildnis mit Schirmmütze“ für 143.750 EUR.</p>
<p>Das pastos ausgeführte Gemälde „Fischerhäuser in Nidden“ von Max Pechstein hängt für 562.500 EUR künftig in einer Schweizer Sammlung, Georges Braques Stillleben „Les Citrons“ von 1952 verdoppelte mit 362.500 EUR die Schätzung (Kunsthandel, Großbritannien), und Victor Servranckx‘ Opus 9 sorgte mit 312.500 EUR für einen Weltrekord für den Künstler (Privatsammlung, USA).</p>
<p>Für Aufsehen und großes internationales Interesse sorgte das seltene, veristische Gemälde von Georg Kinzer: „Blinder Bettler (Berlin, Tauentzienstraße)“ motivierte sechs Telefonbieter aus den USA, Großbritannien und Deutschland und vervielfachte die Schätzung von EUR 30.000/40.000 auf 162.500 EUR (Privatsammlung, USA).</p>
<h4>Lebhafte Bieterbeteiligung</h4>
<p>Lebhafte Bieterbeteiligung gab es auch bei Eduard Gaertners „Blick in die Straße Unter den Linden, Ecke Charlottenstraße, mit dem Hôtel de St. Petersbourg“ – es vervielfachte nach ausgiebigem Bietgefecht mit 575.000 EUR die Schätzung.</p>
<p>Internationale Spitzenwerke aus dem zeitgenössischen Bereich konnten ebenfalls erfolgreich vermittelt werden. Lynn Chadwicks spektakuläre Skulptur „Sitting Figures“ ging für 985.000 EUR in eine Privatsammlung in Niedersachsen. Während Wojciech Fangors attraktives Gemälde „B 26“ von 1965 für 350.000 EUR einen neuen Besitzer im Rheinland fand.</p>
<p>Rosemarie Trockels monochromes Wollbild „ohne Titel“ (1990) ging zum oberen Schätzpreis für 500.000 EUR in die USA. Ein Rekordzuschlag in Höhe von 168.750 EUR für ein Aquarell von Martha Jungwirth bestätigt die wachsende Bedeutung der Österreicherin am Kunstmarkt. 162.500 EUR für Rainer Fettings farbkräftige „Schlittschuhläufer“ verdeutlichen die anhaltende Begeisterung für Berlins Junge Wilde. In der Auktion Zeitgenössische Kunst konnten für die Sammlung der Schering Stiftung Kunstwerke für insgesamt etwa 400.000 EUR versteigert werden. Darunter Arbeiten von Roy Lichtenstein, Christo, Walther Stöhrer und Stephan Balkenhol.</p>
<h4>Rekordjahr für Grisebach</h4>
<p>Insgesamt spielten die Winterauktionen mit drei Auktionen an zwei Tagen eine Summe von 43 Millionen Euro ein. Grisebach blickt mit einem Jahresumsatz von 73 Millionen Euro auf das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte zurück.</p>
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über das Auktionshaus: <a href="http://www.villa-grisebach.de" target="_blank" rel="noopener">http://www.villa-grisebach.de</a></p>
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