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	<title>Licht Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Ausstellung in Münster: Maxim Wakultschik zeigt „Light becoming Matter“</title>
		<link>https://arttrado.de/news/ausstellung-in-muenster-maxim-wakultschik-zeigt-light-becoming-matter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 15:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Licht zur Materie wird: Maxim Wakultschik zeigt „Light becoming Matter“ Ein Porträt ist normalerweise eine Festlegung: ein Gesicht, ein <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/ausstellung-in-muenster-maxim-wakultschik-zeigt-light-becoming-matter/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4>Wenn Licht zur Materie wird: Maxim Wakultschik zeigt „Light becoming Matter“</h4>



<p>Ein Porträt ist normalerweise eine Festlegung: ein Gesicht, ein Moment, ein Gegenüber. Bei Maxim Wakultschik beginnt genau dort die Irritation. Seine Figuren wirken zunächst wie klassische Porträts, doch je länger man sie betrachtet und je stärker sich die eigene Position verändert, desto weniger eindeutig wird das Bild. Augen verschieben sich, Farben scheinen zu wandern, Flächen lösen sich auf und setzen sich neu zusammen.</p>



<p>Was zunächst wie ein statisches Bild erscheint, wird zur Wahrnehmungserfahrung.</p>



<p>Unter dem Titel <strong>„Light becoming Matter“</strong> präsentiert die Galerie Ostendorff in Münster ab dem 29. August eine umfassende Soloausstellung des Düsseldorfer Künstlers. Rund 70 Arbeiten aus unterschiedlichen Werkserien geben einen Einblick in ein Schaffen, das sich seit Jahren zwischen Malerei, Relief und Skulptur bewegt. Im Mittelpunkt steht dabei eine Frage, die Wakultschiks Arbeiten immer wieder beschäftigt: Was liegt hinter dem, was wir sehen?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Porträt ist bei Wakultschik mehr als ein Gesicht</h4>



<p>Besonders deutlich wird dieser Ansatz in der neu entwickelten Serie <strong>„Optical Portraits Prisma“</strong>. Die Arbeiten greifen zwar auf das vertraute Motiv des menschlichen Gesichts zurück, entziehen es aber zugleich seiner Eindeutigkeit.</p>



<p>Unterschiedliche Augenfarben, überlagerte Ebenen, Lichtblitze und scheinbar fließende Strukturen erzeugen Bilder, die sich nicht auf einen einzigen visuellen Zustand festlegen lassen. Der Betrachter wird dabei gewissermaßen Teil des Werks: Eine minimale Veränderung des Blickwinkels kann genügen, um eine andere Struktur sichtbar werden zu lassen.</p>



<p>Damit setzt Wakultschik einen Gedanken fort, der bereits in früheren Werkserien eine zentrale Rolle spielt. Seine Arbeiten sind nicht einfach Bilder, die etwas darstellen. Sie untersuchen, <strong>wie Darstellung überhaupt funktioniert</strong> – und wie leicht unsere Wahrnehmung zwischen Realität, Illusion und Interpretation ins Schwanken gerät.</p>



<p>Auf seiner Website beschreibt Wakultschik seine künstlerische Praxis als Auseinandersetzung mit Licht, Bewegung und Vibration. Besonders entscheidend ist dabei die Reaktion seiner Arbeiten auf das Umgebungslicht und die Bewegung des Betrachters.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Tausende Elemente statt klassischer Malerei</h4>



<p>Besonders überraschend ist die Herstellung der Arbeiten. Denn obwohl Wakultschiks Werke auf den ersten Blick an Malerei erinnern, entstehen viele seiner Bildkörper nicht mit Pinsel und Farbe auf einer klassischen Leinwand.</p>



<p>Stattdessen werden tausende einzelne farbige Holzstäbchen beziehungsweise Holzstiftspitzen präzise angeordnet. Aus den kleinen Elementen entstehen reliefartige Bildkörper, deren Oberfläche je nach Lichteinfall und Perspektive unterschiedlich wirkt.</p>



<p>Die Technik ist damit nicht bloß ein ungewöhnliches Herstellungsverfahren. Sie ist Teil des Konzepts.</p>



<p>Aus vielen einzelnen Elementen entsteht ein Gesicht. Mit der Farbe entsteht Struktur. Aus der Struktur entsteht Bewegung. Und aus einer scheinbar festen Oberfläche entsteht ein Bild, das sich im Auge des Betrachters ständig verändert.</p>



<p>Eine aktuelle Ausstellungsvorschau der Galerie Ostendorff beschreibt genau diese Arbeiten als präzise gesetzte Elemente, die zwischen Malerei und Bildhauerei angesiedelt sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vom sichtbaren Gesicht zur unsichtbaren Präsenz</h4>



<p>In Münster richtet Wakultschik den Blick dabei noch stärker auf das, was sich einer direkten Darstellung entzieht. Die neue Serie „Optical Portraits Prisma“ beschäftigt sich mit den unsichtbaren Ebenen menschlicher Präsenz – also mit jenen Vorgängen, die wir nicht unmittelbar sehen, die unsere Wahrnehmung aber dennoch beeinflussen.</p>



<p>Das erklärt auch den Titel der Ausstellung: <strong>„Light becoming Matter“ – Licht wird Materie.</strong></p>



<p>Der Titel beschreibt einen Übergang, der sich durch Wakultschiks gesamtes Werk zieht. Licht ist bei ihm nicht lediglich ein Mittel, mit dem ein Objekt sichtbar gemacht wird. Es wird selbst zum Bestandteil des künstlerischen Geschehens.</p>



<p>Damit berührt seine Kunst zugleich Fragen aus unterschiedlichen Bereichen: Wahrnehmung, Physik, Philosophie und menschliche Existenz. Wakultschik interessiert sich weniger für das Porträt als unveränderliches Abbild eines Menschen als für das, was sich hinter der sichtbaren Oberfläche abspielen könnte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zwischen Malerei und Skulptur</h4>



<p>Wakultschik hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Jannis Kounellis und Beate Schiff studiert. Seitdem hat er seine ursprünglich aus der Malerei entwickelte Bildsprache zunehmend in den Raum erweitert. Seine Vita verzeichnet zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und international.</p>



<p>Diese Entwicklung lässt sich auch in der Ausstellung in Münster nachvollziehen. Neben den neuen „Optical Portraits Prisma“ werden Arbeiten aus den Serien „Optical Portraits“, „Geometrical Portraits“ und „Multipersonality“ sowie ausgewählte Skulpturen gezeigt.</p>



<p>Damit wird „Light becoming Matter“ mehr als eine Präsentation einer einzelnen neuen Serie. Die Ausstellung ermöglicht vielmehr einen Blick auf die Entwicklung einer künstlerischen Methode, in der sich Bild und Objekt zunehmend annähern.</p>



<p>Interessant ist dabei gerade die Spannung zwischen der mathematischen Präzision der Herstellung und der beinahe organischen Wirkung der fertigen Werke. Was aus streng geordneten Einzelteilen entsteht, wirkt plötzlich lebendig, fließend und manchmal sogar pulsierend.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nach Salzburg nun Münster</h4>



<p>Für Wakultschik ist Münster die nächste Station eines international stark präsenten Ausstellungsjahres. Erst im Frühjahr war sein Werk mit <strong>„<a href="https://arttrado.de/news/maxim-wakultschik-im-hangar-7-salzburg-ausstellung-beyond-the-surface/" target="_blank" rel="noopener">Beyond the Surface“ im Hangar-7 in Salzburg</a></strong> zu sehen. Auch dort standen Wahrnehmung, Licht, Bewegung und die Veränderung der Werke aus unterschiedlichen Blickwinkeln im Zentrum.</p>



<p>In Düsseldorf wiederum verband Wakultschik seine Kunst im Rahmen von „Synergetics“ mit Performance, elektronischer Musik und Clubkultur.</p>



<p>Die Münsteraner Ausstellung setzt nun einen anderen Akzent. Statt eines immersiven Großraumerlebnisses steht die konzentrierte Begegnung mit dem einzelnen Werk im Vordergrund.</p>



<p>Das passt zum Prinzip seiner Arbeiten: Sie verlangen Zeit. Wer nur kurz vorbeigeht, sieht ein Porträt. Wer stehen bleibt, beginnt die Konstruktion dahinter zu entdecken. Und wer seine Position verändert, erlebt, dass das vermeintlich feste Bild plötzlich selbst in Bewegung gerät.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Ausstellung über das Sehen</h4>



<p>Vielleicht liegt genau darin die interessanteste Seite von „Light becoming Matter“. Wakultschik stellt nicht nur die Frage, was ein Bild zeigen kann. Er stellt die Frage, was unser Blick aus einem Bild macht.</p>



<p>Seine Werke sind präzise konstruiert und zugleich darauf angelegt, diese Präzision wieder ins Wanken zu bringen. Tausende einzelne Elemente ergeben ein scheinbar geschlossenes Ganzes – und dieses Ganze zerfällt bei genauerem Hinsehen wieder in seine Bestandteile.</p>



<p>Zwischen Licht und Materie, Fläche und Raum, Realität und Illusion entsteht so ein künstlerischer Zwischenzustand.</p>



<p>Die Galerie Ostendorff zeigt „Light becoming Matter“ vom <strong>29. August bis zum 19. September 2026</strong> am Prinzipalmarkt in Münster. Die Vernissage findet am Samstag, 29. August, ab 16 Uhr statt. Zur Eröffnung spricht Dr. Alexander Leinemann, wissenschaftlicher Referent beim LWL-Museumsamt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Maxim Wakultschik – Light becoming Matter</h4>



<p>Galerie Ostendorff, Prinzipalmarkt 11, 48143 Münster.</p>



<p>29. August – 19. September 2026</p>



<p>Vernissage: Samstag, 29. August 2026, ab 16 Uhr</p>





<p>Die Ausstellung umfasst rund 70 Arbeiten aus verschiedenen Werkserien.</p>



<h4>Weitere Informationen </h4>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>


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			</item>
		<item>
		<title>Heinz Mack Ausstellung im Osthaus Museum Hagen: Das Licht in mir</title>
		<link>https://arttrado.de/news/heinz-mack-ausstellung-im-osthaus-museum-hagen-das-licht-in-mir/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2023 13:01:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vernissage]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz Mack Ausstellung im Osthaus Museum Hagen: Das Licht in mir In seiner Malerei begreift Mack „Farbe als Licht und <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/heinz-mack-ausstellung-im-osthaus-museum-hagen-das-licht-in-mir/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Heinz Mack Ausstellung im Osthaus Museum Hagen: Das Licht in mir</h3>
<p>In seiner Malerei begreift Mack „Farbe als Licht und Licht als Farbe“, was er in seinen Bildern zu erfassen und zu gestalten sucht. Farbintensität korreliert für ihn auch immer mit Lichtintensität, die sich als Farbraum ausbreitet. Das Osthaus Museum Hagen widmet dem Künstler, der kürzlich 92 Jahre alt geworden ist, vom 3. Juni bis zum 3. September 2023 eine große Ausstellung auf zwei Etagen.</p>
<p>Gezeigt werden rund 70 Arbeiten aus den Jahren 1958 bis 2023, darunter 43 zum Teil großformatige Gemälde, sogenannte „Chromatische Konstellationen“. Die Ausstellung konzentriert sich hierbei auf die neueren Arbeiten, die durch einige Referenzbilder aus den früheren Phasen ergänzt werden. Zudem werden Wandreliefs und Objekte, darunter einige Lichtreliefs aus Aluminium zu sehen sein, sowie Skulpturen, überwiegend aus Keramik, und eine Lichtstele.</p>
<h4>Das Konzept von Struktur</h4>
<p>Der Bildhauer und Maler Heinz Mack (*1931) gehört zu den weltweit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Die Jahre 1957-1963, die ZERO-Jahre, sind für den bildnerischen Werdegang Macks von besonderer Bedeutung. 1957 entschied sich Mack zunächst gegen eine Malerei der Farbe. Im Mittelpunkt stand damals das Konzept von Struktur. Es entstanden schwarz-weiße Bilder, die Mack als „Dynamische Strukturen“ betitelte.</p>
<h4>Farbchromatiken</h4>
<p>Nach 1960 entstanden allerdings mehrfarbige Strukturzeichnungen, die Mack selbst als „Farbchromatiken“ bezeichnete. Thema der Farbchromatiken ist das Kontinuum des Farblichts. Sowohl die Abfolge der Lichtfarbe ist hier von Bedeutung wie auch der zwischen den einzelnen Farben sich ausbildende Übergang, die Nuance. Mack überträgt in die Farbchromatiken die Spektralfarben nicht mit naturwissenschaftlichem Anspruch, denn dies bedeutet einen unkreativen, nicht künstlerischen Prozess einleiten. Es ist das jeweilige Bild selbst, welches seine Farben findet, nicht das Prisma hat die Bildfindung zu übernehmen.</p>
<h4>Die Identität von Farbe und Licht</h4>
<p>Mack gab 1963 die Tafelmalerei gänzlich auf. Zu Beginn der 1990er Jahre entstanden seine neuen Farbbilder, die er bis heute weiterführt. Befragt zu seinen Farbbildern äußerte sich der Künstler damals so: „Die Identität von Farbe und Licht … ist der Gegenstand meiner Malerei, es ist ihr einziger Gegenstand … Das Wesen der Farbe ist ihre Strahlung.“</p>
<p>Wir haben es bei diesen neueren Werken zu tun mit einer „malerischen Malerei“, deren Qualität die Nuance ist. Die Nuance, welche ein entscheidendes Prinzip der Chromatik ist, bezeichnet die Übergangszone von einer Farbe in die andere. Macks Begeisterung, vor allem für klassische Musik, hat eine Analogie zu seiner bis heute andauernden autonomen, vom Gegenständlichen freien Lichtmalerei: „Die Autonomie meiner Malerei muss die gleiche Bedeutung haben, die sie in der Musik hat. Ich vermute auch, dass meine Musikalität und mein Interesse an Klangfarben und Rhythmen meine Malerei beeinflusst. Alles, was ich mache, ist gegenstandfrei, in der Skulptur wie in der Malerei.&#8220;</p>
<h4>Über den Künstler</h4>
<p>1931 in Lollar, Deutschland, geboren, zählt der Maler und Bildhauer Heinz Mack, der an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei studiert hat, zu den erfolgreichsten und bekanntesten deutschsprachigen Künstlern der Nachkriegszeit. Seine Arbeiten wurden in über 400 Einzelausstellungen und zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt und sind in über 140 öffentlichen Sammlungen weltweit vertreten. Neben der Biennale Arte in Venedig (1970) war Mack auch auf der documenta II und III sowie auf der documenta 6 vertreten. 2022 wurden ausgewählte Werke Heinz Macks in der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig als offizielles Collateral Event der Biennale Arte gezeigt.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Sie planen einen Besuch in Hagen? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1784106&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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