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	<title>kurator Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>kurator Archive - Arttrado.de</title>
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	<item>
		<title>Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</title>
		<link>https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 13:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
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		<category><![CDATA[Koyo Kouoh]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale 2026]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunstmesse]]></category>
		<category><![CDATA[nachruf]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
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					<description><![CDATA[Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh Die Biennale di Venezia 2026 ist längst mehr als eine kuratierte <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/biennale-di-venezia-2026-kuratieren-nach-dem-tod-koyo-kouoh/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote">
<p>Die Ausstellung ist abgeschlossen gedacht – aber nicht mehr von ihrer Urheberin begleitet.</p>
</blockquote>

<h4 class="wp-block-heading">„In Minor Keys“ als nicht mehr veränderbare Partitur</h4>



<p>Der Titel „In Minor Keys“ verweist ursprünglich auf eine kuratorische Haltung, die auf leise, fragmentierte und nicht-hierarchische Formen künstlerischer Erfahrung setzt. Die Metapher der Molltonart steht dabei nicht für Verlust, sondern für Ambivalenz, Spannung und Offenheit.</p>



<p>Im Kontext der posthumen Umsetzung verändert sich diese Lesart jedoch grundlegend.</p>



<p>Die Ausstellung wird zur:</p>
<p>fixierten Struktur eines Denkprozesses<br />ästhetischen Partitur ohne aktive Dirigentin<br />Komposition, die nicht mehr revidiert werden kann</p>



<p>Damit entsteht eine paradoxe Situation:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein kuratorisches Konzept, das ursprünglich auf Bewegung, Offenheit und Resonanz ausgelegt war, wird zu einer festen institutionellen Realität.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Verschiebung der kuratorischen Autorschaft</strong></h4>



<p>Die Realisierung der Biennale erfolgt durch ein kuratorisches Team, das Kouoh zu Lebzeiten in die Entwicklung eingebunden hatte. Dieses Team agiert jedoch nicht als neue kuratorische Instanz, sondern als ausführende Struktur eines bereits definierten Konzepts.</p>



<p>Diese Konstellation verschiebt die klassische Rolle der Kuratorin in drei Richtungen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">1. Von Autor<em>in zu Konzeptgeber</em>in</h4>



<p>Das kuratorische Denken bleibt präsent, aber ohne Möglichkeit zur Anpassung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">2. Von Gestaltung zu Umsetzung</h4>



<p>Kuratorische Entscheidungen werden zu Ausführungsprozessen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">3. Von Präsenz zu Nachwirkung</h4>



<p>Die kuratorische Stimme wird zu einem strukturellen Echo.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Biennale als Institution im Ausnahmezustand</h4>



<p>Die Entscheidung, keine neue kuratorische Leitung einzusetzen, ist auch institutionell bemerkenswert.</p>



<p>Die Biennale di Venezia folgt damit nicht ihrer üblichen Logik des kuratorischen Wechsels, sondern etabliert eine Form der <strong>Kontinuität trotz Abwesenheit</strong>.</p>



<p>Das hat mehrere Konsequenzen:</p>
<p>Die Ausstellung wird nicht neu interpretiert<br />Entscheidungen bleiben unangetastet<br />Die Institution tritt stärker in den Vordergrund als in früheren Ausgaben</p>



<p>Damit verschiebt sich die Rolle der Biennale selbst:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>von einer Plattform kuratorischer Autorschaften zu einem Träger kuratorischer Nachlässe.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kuratorische Praxis zwischen Erinnerung und Verwaltung</strong></h4>



<p>Im Kontext der Gegenwartskunst wird Kuratieren zunehmend als aktiver, interpretierender Prozess verstanden. Die Biennale 2026 zeigt jedoch eine andere Dimension: Kuratieren als <strong>Verwaltung eines bereits abgeschlossenen Denkraums</strong>.</p>



<p>Diese Form der Umsetzung wirft grundlegende Fragen auf:</p>
<p>Wie verändert sich Bedeutung, wenn sie nicht mehr verhandelt werden kann?<br />Wo endet Interpretation und wo beginnt Konservierung?<br />Kann ein kuratorisches Konzept „fertig“ sein, bevor es realisiert wurde?</p>



<p>Gerade hier entsteht die eigentliche Spannung der Ausstellung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Koyo Kouoh und die Verschiebung globaler Ausstellungspraxis</h4>



<p>Koyo Kouoh zählt zu den prägenden Figuren einer global erweiterten kuratorischen Praxis, die sich bewusst von eurozentrischen Modellen entfernt hat. Ihre Arbeit war geprägt von:</p>
<p>postkolonialen Perspektiven<br />institutioneller Kritik<br />Fokus auf diasporische Narrative<br />dem Verständnis von Ausstellung als sozialem Raum</p>



<p>„In Minor Keys“ bündelt diese Ansätze in einer Form, die weniger auf Hierarchie als auf <strong>Resonanz und Vielstimmigkeit</strong>setzt.</p>



<p>Dass dieses Konzept nun ohne ihre aktive Präsenz umgesetzt wird, verstärkt seinen paradoxen Charakter:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Eine kuratorische Praxis, die auf Offenheit basiert, wird in eine geschlossene Realisierungsform überführt.</p>
</blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Kunsthistorische Einordnung: Die Biennale als kuratorisches Nachlassmodell</h4>



<p>Die Ausgabe 2026 kann damit als seltenes Beispiel eines neuen Typs von Großausstellung gelesen werden:</p>
<p>nicht mehr rein autorenzentriert<br />nicht vollständig kollektiv<br />sondern posthum kuratiert im institutionellen Rahmen</p>



<p>Diese Form lässt sich als <strong>„kurativer Nachlass“</strong> beschreiben – ein Konzept, bei dem die Idee einer Ausstellung über den Tod ihrer Urheberin hinaus weitergeführt wird, ohne neu verhandelt zu werden.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Eine Biennale zwischen Konzept und Abwesenheit</h4>



<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist damit weder klassische Ausstellung noch reine Hommage. Sie ist ein Zwischenzustand: eine realisierte Idee, die nicht mehr verändert werden kann, aber weiterhin gelesen werden muss.</p>



<p>„In Minor Keys“ wird so zu einem doppelten Raum:</p>
<p>als kuratorisches Konzept über leise Verschiebungen<br />und als institutionelles Dokument über die Grenzen von Autorschaft</p>



<p>Die entscheidende Frage dieser Biennale lautet deshalb nicht, was gezeigt wird, sondern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wie bleibt ein kuratorisches Denken lebendig, wenn seine Stimme verstummt ist?</p>
</blockquote>



<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Kyp5gDFTcU"><a href="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/">Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Die Biennale 2026 – Zwischen leisen Tönen und globaler Neuordnung&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/die-biennale-2026-zwischen-leisen-toenen-und-globaler-neuordnung/embed/#?secret=vZz59ybBjl#?secret=Kyp5gDFTcU" data-secret="Kyp5gDFTcU" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>

<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: By Lard Buurman. &#8211; SUD-Salon Urbain de Douala 2010. Photo Lard Buurman. Courtesy doual&#8217;art, CC BY-SA 3.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77376514">https://commons.wikimedia.org</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p><!-- /wp:quote --><!-- wp:post-content --><!-- wp:heading {"level":1} -->
<h4 class="wp-block-heading">Biennale di Venezia 2026: Kuratieren nach dem Tod – Koyo Kouoh</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist längst mehr als eine kuratierte Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Mit dem Tod der Kuratorin Koyo Kouoh während der Konzeptionsphase hat sich die Ausgabe in einen seltenen Ausnahmezustand verwandelt: ein Großprojekt, das nicht neu gedacht, sondern in seiner ursprünglichen Form <strong>posthum realisiert</strong> wird.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit verschiebt sich nicht nur die organisatorische Ebene der Biennale, sondern eine der zentralen Fragen der Gegenwartskunst: Wer besitzt kuratorische Autorität, wenn die Autorin nicht mehr anwesend ist?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:heading -->
<h4 class="wp-block-heading">Posthume Kuratierung als Sonderform institutioneller Praxis</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im klassischen Modell der Biennale ist der Wechsel der kuratorischen Leitung ein definierendes Strukturprinzip. Jede Ausgabe wird bewusst als Bruch, Neubewertung und Neuinterpretation verstanden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausgabe 2026 bricht mit dieser Logik.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Statt eines kuratorischen Neustarts wurde entschieden:</p>
<p>das bestehende Konzept vollständig zu übernehmen<br />den Titel „In Minor Keys“ beizubehalten<br />die von Kouoh entwickelte Struktur unverändert umzusetzen<br />ein von ihr selbst eingebundenes Team mit der Realisierung zu betrauen</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Entscheidung erzeugt eine ungewöhnliche Konstellation:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausstellung ist abgeschlossen gedacht – aber nicht mehr von ihrer Urheberin begleitet.</p>
</blockquote>
<!-- wp:separator -->
<h4 class="wp-block-heading">„In Minor Keys“ als nicht mehr veränderbare Partitur</h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der Titel „In Minor Keys“ verweist ursprünglich auf eine kuratorische Haltung, die auf leise, fragmentierte und nicht-hierarchische Formen künstlerischer Erfahrung setzt. Die Metapher der Molltonart steht dabei nicht für Verlust, sondern für Ambivalenz, Spannung und Offenheit.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Kontext der posthumen Umsetzung verändert sich diese Lesart jedoch grundlegend.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Ausstellung wird zur:</p>
<p>fixierten Struktur eines Denkprozesses<br />ästhetischen Partitur ohne aktive Dirigentin<br />Komposition, die nicht mehr revidiert werden kann</p>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit entsteht eine paradoxe Situation:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:quote -->
<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>Ein kuratorisches Konzept, das ursprünglich auf Bewegung, Offenheit und Resonanz ausgelegt war, wird zu einer festen institutionellen Realität.</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Verschiebung der kuratorischen Autorschaft</strong></h4>
<!-- /wp:heading -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Realisierung der Biennale erfolgt durch ein kuratorisches Team, das Kouoh zu Lebzeiten in die Entwicklung eingebunden hatte. Dieses Team agiert jedoch nicht als neue kuratorische Instanz, sondern als ausführende Struktur eines bereits definierten Konzepts.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

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<p>Diese Konstellation verschiebt die klassische Rolle der Kuratorin in drei Richtungen:</p>
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<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">1. Von Autor<em>in zu Konzeptgeber</em>in</h4>
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<p>Das kuratorische Denken bleibt präsent, aber ohne Möglichkeit zur Anpassung.</p>
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<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">2. Von Gestaltung zu Umsetzung</h4>
<!-- /wp:heading -->

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<p>Kuratorische Entscheidungen werden zu Ausführungsprozessen.</p>
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<!-- wp:heading {"level":3} -->
<h4 class="wp-block-heading">3. Von Präsenz zu Nachwirkung</h4>
<!-- /wp:heading -->

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<p>Die kuratorische Stimme wird zu einem strukturellen Echo.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Biennale als Institution im Ausnahmezustand</h4>
<!-- /wp:heading -->

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<p>Die Entscheidung, keine neue kuratorische Leitung einzusetzen, ist auch institutionell bemerkenswert.</p>
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<p>Die Biennale di Venezia folgt damit nicht ihrer üblichen Logik des kuratorischen Wechsels, sondern etabliert eine Form der <strong>Kontinuität trotz Abwesenheit</strong>.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Das hat mehrere Konsequenzen:</p>
<p>Die Ausstellung wird nicht neu interpretiert<br />Entscheidungen bleiben unangetastet<br />Die Institution tritt stärker in den Vordergrund als in früheren Ausgaben</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit verschiebt sich die Rolle der Biennale selbst:</p>
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<blockquote class="wp-block-quote"><!-- wp:paragraph -->
<p>von einer Plattform kuratorischer Autorschaften zu einem Träger kuratorischer Nachlässe.</p>
<!-- /wp:paragraph --></blockquote>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kuratorische Praxis zwischen Erinnerung und Verwaltung</strong></h4>
<!-- /wp:heading -->

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<p>Im Kontext der Gegenwartskunst wird Kuratieren zunehmend als aktiver, interpretierender Prozess verstanden. Die Biennale 2026 zeigt jedoch eine andere Dimension: Kuratieren als <strong>Verwaltung eines bereits abgeschlossenen Denkraums</strong>.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Diese Form der Umsetzung wirft grundlegende Fragen auf:</p>
<p>Wie verändert sich Bedeutung, wenn sie nicht mehr verhandelt werden kann?<br />Wo endet Interpretation und wo beginnt Konservierung?<br />Kann ein kuratorisches Konzept „fertig“ sein, bevor es realisiert wurde?</p>
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<p>Gerade hier entsteht die eigentliche Spannung der Ausstellung.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Koyo Kouoh und die Verschiebung globaler Ausstellungspraxis</h4>
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<p>Koyo Kouoh zählt zu den prägenden Figuren einer global erweiterten kuratorischen Praxis, die sich bewusst von eurozentrischen Modellen entfernt hat. Ihre Arbeit war geprägt von:</p>
<p>postkolonialen Perspektiven<br />institutioneller Kritik<br />Fokus auf diasporische Narrative<br />dem Verständnis von Ausstellung als sozialem Raum</p>
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<p>„In Minor Keys“ bündelt diese Ansätze in einer Form, die weniger auf Hierarchie als auf <strong>Resonanz und Vielstimmigkeit</strong>setzt.</p>
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<p>Dass dieses Konzept nun ohne ihre aktive Präsenz umgesetzt wird, verstärkt seinen paradoxen Charakter:</p>
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<p>Eine kuratorische Praxis, die auf Offenheit basiert, wird in eine geschlossene Realisierungsform überführt.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kunsthistorische Einordnung: Die Biennale als kuratorisches Nachlassmodell</h4>
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<p>Die Ausgabe 2026 kann damit als seltenes Beispiel eines neuen Typs von Großausstellung gelesen werden:</p>
<p>nicht mehr rein autorenzentriert<br />nicht vollständig kollektiv<br />sondern posthum kuratiert im institutionellen Rahmen</p>
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<p>Diese Form lässt sich als <strong>„kurativer Nachlass“</strong> beschreiben – ein Konzept, bei dem die Idee einer Ausstellung über den Tod ihrer Urheberin hinaus weitergeführt wird, ohne neu verhandelt zu werden.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Eine Biennale zwischen Konzept und Abwesenheit</h4>
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<p>Die Biennale di Venezia 2026 ist damit weder klassische Ausstellung noch reine Hommage. Sie ist ein Zwischenzustand: eine realisierte Idee, die nicht mehr verändert werden kann, aber weiterhin gelesen werden muss.</p>
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<p>„In Minor Keys“ wird so zu einem doppelten Raum:</p>
<p>als kuratorisches Konzept über leise Verschiebungen<br />und als institutionelles Dokument über die Grenzen von Autorschaft</p>
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<p>Die entscheidende Frage dieser Biennale lautet deshalb nicht, was gezeigt wird, sondern:</p>
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<p>Wie bleibt ein kuratorisches Denken lebendig, wenn seine Stimme verstummt ist?</p>
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<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: By Lard Buurman. &#8211; SUD-Salon Urbain de Douala 2010. Photo Lard Buurman. Courtesy doual&#8217;art, CC BY-SA 3.0, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77376514">https://commons.wikimedia.org</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p><!-- /wp:post-content -->]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Galerie gründen: Die richtige Standortwahl</title>
		<link>https://arttrado.de/news/galerie-gruenden-die-richtige-standortwahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 10:39:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien und Ausstellungsräume]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Galerien]]></category>
		<category><![CDATA[Galerie gründen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Galerist werden]]></category>
		<category><![CDATA[buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
		<category><![CDATA[galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Starkurator]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=8025</guid>

					<description><![CDATA[Galerie gründen: Die richtige Standortwahl Ein kostenloses Kapitel aus dem erscheinenden Ratgeber: &#8222;In einer Woche zum Starkurator&#8220;. In dem nicht <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/galerie-gruenden-die-richtige-standortwahl/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Galerie gründen: Die richtige Standortwahl</h3>
<p>Ein kostenloses Kapitel aus dem erscheinenden Ratgeber: &#8222;In einer Woche zum Starkurator&#8220;. In dem nicht ganz so ernstgemeinten Ratgeber für Kunstfreunde und jene die es werden möchten, gehe ich auf die Galeriegründung und die richtige Standortwahl ein. Seit 2017 existiert ARTTRADO, seitdem durften wir die ein oder andere Ausstellung begleiten und den ein oder anderen Künstler kennenlernen. 2020 krachte dann Corona in die Kunstwelt und crashte die Veranstaltungsbranche. Den &#8222;vergangenen&#8220; Lockdown haben wir genutzt um unsere Erlebnisse und Erfahrungen etwas festzuhalten. Zwischen den Terminen die nicht abgesagt wurden, Existenzängsten und Burnout hatten wir die Zeit etwas zu schreiben. In der Krise schreibt es sich bekanntlich am besten. Vielleicht entstand die Idee für ein Buch mit dem Titel „In 7 Tagen zum Starkurator“ auch als eine Art Selbsttherapie. Das ganze wird irgendwann auch als gebundenes Werk erscheinen. <a href="https://arttrado.de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bei Interesse abonnieren Sie den Newsletter!</a></p>
<h4>Die Standortwahl</h4>
<p>Welches Konzept für die Galerie Sie letztendlich wählen, ist vollkommen egal, der Standort machts. Wie in jedem Gewerbe, in jeder anderen Branche ist die Standortwahl entscheidend für Erfolg oder eben Misserfolg. Als Starkurator streben Sie natürlich alle relevanten Metropolen an, doch passt Ihr Konzept überhaupt in eine Großstadt? Möchten Sie Ihre Exponate einer Laufkundschaft präsentieren oder möchten Sie fernab des Großstadtdschungels einen Kunst- und Kulturort erschaffen? Eine Pilgerstätte für Kunstfanatiker? Eine Wohlfühloase funktioniert wohl besser mit exklusiven Einladungen und in einer ruhigeren, ländlichen Umgebung ohne Verkehrschaos, dafür vielleicht mit einem integrierten Hotel, fernab des Großstadtdschungels? Wenn Sie Kunst nicht nur den Reichen und Schönen zugänglich machen wollen und eher für Urban Art, Graffitis und ähnliche Street-Art stehen, ist es angebracht und authentisch, Ihre Galerie auch dort zu eröffnen, wo diese Sprache der Kunst gesprochen wird, nicht in den Nobelvierteln, sondern eher im Brennpunkt. In dem Fall stellen Sie den Kids des Viertels Sprühdosen und Wände zum Selbstgestalten zur Verfügung oder lassen die Fassade Ihrer Galerie von außen künstlerisch gestalten.</p>
<p>Mit Glück fühlen die kleinen Racker sich eines Tages zu Ihnen verbunden und schmeißen nicht als Beschäftigungstherapie Ihre Scheiben ein, weil Sie für einen weiteren langweiligen reichen Schnösel aus der Oberschicht gehalten werden.</p>
<p>Wenn Sie keine Lust auf explodierende Mietpreise, Rowdys, Problemkinder oder Schutzgeldforderungen haben, beginnen Sie Ihre Laufbahn am besten erst mal fernab des Mainstreams. Nehmen wir zum Beispiel die Hauptstadt Berlin. In Berlin gibt es etwa 400 mehr oder weniger große und relevante Galerien und mehr als 175 Museen inklusive Ausstellungshallen. Sprich weit über 500 potenzielle Feinde, Sie können davon ausgehen, dass Sie nicht mit offenen Armen empfangen werden. Der Kunstmarkt ist hart umkämpft, nicht nur in Berlin. Die Kaufkraft des Durchschnittsbürgers sinkt und der Otto-Normal-Verbraucher hat in einer Großstadt doch kaum noch die Zeit, sich um sich selbst zu kümmern und die ganzen Vernissagen sind in der Hauptstadt doch nur überlaufen wegen des kostenlosen Alkoholausschankes.</p>
<p>Wollen Sie wirklich schon in den Hahnenkampf hüpfen, wo Sie doch grade erst aus dem Ei geschlüpft sind? Klar, Konkurrenz belebt das Geschäft und wo es bereits 99 Kneipen gibt, da wird die hundertste auch laufen, aber wir reden hier nun mal nicht von Bars oder Pubs für den gemeinen Pöbel. Es geht um Kreativität, künstlerisches Schaffen, um Schöpfungen in Perfektion, um Energien und um Geld. Die meisten Menschen sind von der Könnerschaft schneller übersättigt als von Schnaps. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Ärzte mir bestätigt haben, dass es mehr Alkoholsüchtige als Kunstsüchtige gibt.</p>
<p>„Try and error“ kann schnell teuer werden oder tödlich enden. Sie haben nicht unendliche Versuche. Kein Netz und kein doppelter Boden. Selbst wenn Sie über die finanzielle Freiheit verfügen und eigentlich nur Ihr Hobby zum Beruf machen möchten, dürfen Sie sich nicht verspekulieren. Eine Galerie kann man nicht mir nichts, dir nichts wieder schließen. In den Augen aller hätten Sie versagt. Die erste Galerie ist ein Flaggschiff. Eine Flotte kann nach Belieben vergrößert werden, aber unter keinen Umständen sollte man ein Schiff verlieren, erst recht nicht das Erste. Es aufzugeben grenzt an Hochverrat. Der gottverdammte Kapitän geht mit seinem Schiff unter. Wenn Sie auf einem Kontinent gescheitert sind, können Sie, wenn Sie schnell genug sind, Ihr Glück noch mal auf der anderen Seite vom Großen Teich oder im fernen Asien probieren. Vorausgesetzt das man dort noch nicht von Ihrem Fauxpas gehört hat.</p>
<p>Achten Sie auf das Image des Stadtteils wie auf Ihr eigenes. Die Kaufkraft der potenziellen Kunden variiert stark, ist im Wesentlichen aber zweitrangig, kostenintensivere Kunst wird in der Regel sowieso nicht von Laufkundschaft erworben.</p>
<p>Das Durchschnittseinkommen in Deutschland lag 2019 bei knapp 47.930 Euro brutto, also in etwa. 2480 Euro netto &#8211; monatlich. Je nach Steuerklasse. Die meisten Menschen geben nicht einmal 10 % Ihres Einkommens für Kunstwerke aus, nicht einmal 5 %. Eher im 0 Kommabereich. Sie betreiben also so oder so Nischenmarketing.</p>
<p>Die Konkurrenz am Ort sollte geprüft werden. Ein Blick auf die Galerien und Museen, die sich bereits am Standort befinden, hilft Ihnen, die Situation einzuschätzen. Lassen Sie sich von großen Namen nicht zu sehr beeinflussen, selbst diese verkaufen nicht selten nur 3 oder 4 Kunstwerke pro Quartal. Interessant wird es bei den kleineren Galerien vor Ort. Wenn Galeristen sich halten können, ohne Kunstwerke im 5-stelligen Bereich anzubieten, scheint es in der Gegend einen Kundenstamm für preiswertere Kunst zu geben.</p>
<p>Sowieso sollten Sie in Ihrem Repertoire für jedermann etwas haben. Das Schaufenster sollte Besucher reinlocken und nicht mit sündhaft teuren Preisen verschrecken, vielleicht entscheiden Sie sich auch dazu, auf den ersten Blick keine Preise zu nennen, denn so trennen Sie die Spreu vom Weizen, wer reinkommt, will es kaufen, koste es, was es wolle. Bei der Standortwahl sollten also große Schaufenster berücksichtigt werden. Kostentabellen können Sie in Ihrem aktuellen Ausstellungskatalog abdrucken und dem Besucher mitgeben. Das hat gleichzeitig den Effekt, das in Ruhe über den Preis nachgedacht und sich auch noch zu Hause mit Ihrem Angebot beschäftigt wird.</p>
<p>Ebenso müssen Sie die Miethöhe, eventuelle Transportkosten und öffentliche Verkehrsanbindung kalkulieren. Wenn Sie die Werke Ihrer Künstler und Ihre Ausstellungsstücke regelmäßig zu Kunstmessen liefern lassen, werden Sie merken, dass diese immer sehr zentral stattfinden. Ein Nachteil, wenn Sie Ihre Basis in der Pampa aufbauen.</p>
<p>Denken Sie über ein gesichertes Lager nach, Sie werden vermutlich nicht immer alle Exponate gleichzeitig zur Schau stellen. Mit einer geordneten Lagerfläche können Sie rotieren und einige Stücke sollen eventuell auch erst auf einer Messe oder zu einem bestimmten Anlass enthüllt werden, dann ist es von Vorteil, wenn Sie über externe Räumlichkeiten in zentraler Lage verfügen.</p>
<p>Informieren Sie sich, ob Ihr neues Zuhause in einer Straße liegt, die für Krawalle bekannt ist. Ich war während des G20 in Hamburg in der Schanze und glauben Sie mir, Sie wollen Ihr Herzstück nicht in der Schussbahn haben, wenn es zu politischen Ausschreitungen kommt. Proteste um den 1. Mai rum werden zwar auch immer überschaubarer, doch es gibt ja noch andere Demonstrationen. Zu Recht, doch es ist besser für Ihr Inventar, wenn Sie sich nicht mittendrin befinden. Vielleicht möchten Sie eine Galerie in der Schanze, doch die Schanze möchte keine Galerie.</p>
<p>Basics wie Stromleitung und fließendes Wasser sollten vorhanden sein, ich erwähne dies, weil ich 2019 tatsächlich in einer Hamburger Galerie zu Gast war, die sich bei der Gründung mehr um ausreichend Parkplätze gesorgt hat als um eine Wasseranbindung. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von circa. 48.000€ hätten vermieden werden können.</p>
<p>Fernab der Big Player in London, New York, Basel, Paris, Wien und Co. können Sie einen Kundenstamm ruhiger aufbauen und sich schöne Räumlichkeiten zu günstigeren Mieten sichern. Wenn Sie sich erst einmal einen Namen über die Grenzen Ihrer Ortschaft gemacht haben, wird Ihre Galerie schnell von allein Sammler und Kunstfreunde aus der ganzen Welt anziehen. Gutes setzt sich immer durch.</p>
<p>Wenn Sie in der Tat direkt in einer Metropole durchstarten wollen, haben Sie den Vorteil, dass Sie sich im Windschatten der Konkurrenz anschleichen können, ohne etwas Eigenes kreieren oder aufbauen zu müssen. Sie können darauf hoffen, dass ab und an ein Krümel des riesigen Kunstmarktkuchens für Sie abfällt.</p>
<p>Fragen Sie sich selbst lieber eine weitere hässliche Galerie in New York oder etwas Einzigartiges in einem kleinen Vorort? Bei Letzterem können Sie sich auch noch Fördergelder von Stadt und Staat sichern, schließlich tragen Sie einen erheblichen Teil zur kulturellen Entwicklung bei, Sie als Starkurator. Mit dieser Basis können Sie sich einen finanziellen Puffer anlegen.  Absicherung ermöglichen es im richtigen Moment zu expandieren oder Sie entscheiden sich dazu, die Monopolstellung über die kommenden Jahre vor Ort zu festigen. Denn sobald Ihre Arbeit erste Früchte trägt, werden andere Kuratoren und Galeristen versuchen, sich in Ihrer Nähe niederzulassen.</p>
<p>Vergleichen Sie Mietangebote sorgfältig miteinander, schauen Sie in die Zukunft und berechnen wie sich die Situationen entwickeln werden. Galerien tragen in Großstädten maßgeblich zu Gentrifizierung bei, zeigen Sie also Respekt, falls für die Eröffnung ihrer Galerie mehrere Familien ausziehen müssen, weil Sie das ehemalige Wohngebäude umbauen lassen wollen.</p>
<p>Überstürzen Sie nichts. Die erste Galerie ist die schwierigste. Wenn Sie den ersten Schritt gemeistert haben, werden die Folgenden ein Kinderspiel. Copy and Paste. Copy and Paste. Copy and Paste.</p>
<p>Die Galerien und Ausstellungshäuser, die sich nicht entschieden haben, mit der Zeit zu gehen, werden mit der Zeit gehen. Schon 2018, lange vor Corona, konnte man ein großes Aussterben in der Szene beobachten, Galerien mussten schließen, weil Sie sich verausgabt haben, um auf dem internationalen Messeparkett mitzuhalten. 2013 gab es schon große Debatten, dass die großen Häuser immer größer werden und die kleinen, eben immer kleiner, geändert hat sich seitdem nicht viel. Jérôme und Emmanuelle de Noirmont, bekannte Pariser Galeristen weigerten sich Ende 2012 dieses Spiel mitzuspielen, sie vertraten Künstler wie Jeff Koons, Keith Haring oder A. R. Penck aber Sie wollten keine „Megagalerie“ werden, sie wollten die Anzahl der Angestellten nicht verdoppeln und alles noch weiter ausbauen. Also entschieden Sie sich dazu, sich ohne eigene Ausstellungsräume für die Kunstwelt einzusetzen. Wie Nomaden.</p>
<p>Kurz gesagt, Sie schlossen. Wer nicht wachsen möchte, ist raus. Ich habe nie wieder was von Ihnen gehört, aber okay &#8211; sie vermutlich auch nicht von mir.</p>
<p>Immer häufiger stehen Galerien samt Inventar zum Verkauf, wenn Sie ein anerkannter Starkurator mit eigenem Büro und dem nötigen Kleingeld sind, wird es für Sie ein leichtes Spiel, sich diese toten Seelen einzuverleiben und das Imperium zu erweitern.</p>
<p>Legen Sie ihre Ziele fest und Sie werden den richtigen Standort finden.<br />
Wo lassen sich Ihre Ziele am besten umsetzen?<br />
Zu welcher Stadt fühlen Sie sich verbunden?<br />
Unter welchen Wetterbedingungen können Sie sich konzentrieren?</p>
<p>Ein Starkurator ist flexibel. Denken Sie in Lösungen nicht in Problemen.</p>
<p>Die Frage ist: „Wo wollen Sie arbeiten?“</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Falls Sie sich fragen was ein Starkurator überhaupt ist: <a href="https://arttrado.de/news/in-7-tagen-zum-starkurator-aber-was-ist-eigentlich-ein-starkurator/">In 7 Tagen zum Starkurator: Aber&#8230;was ist eigentlich ein Starkurator?</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Zum Thema Bücher: Checken Sie auch unsere letzte Buchempfehlung: <a href="https://arttrado.de/news/buchempfehlung-kunst-verbrechen-stefan-koldehoff-tobias-timm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BUCHEMPFEHLUNG: Kunst und Verbrechen</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO und &#8222;In 7 Tagen zum Starkurator&#8220; unterstützen möchten:</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Interview mit dem Künstler, Kurator und Art Direktor Toomas Altnurme</title>
		<link>https://arttrado.de/news/interview-mit-dem-kuenstler-kurator-und-art-direktor-toomas-altnurme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2021 12:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
		<category><![CDATA[vereinigte arabische emirate]]></category>
		<category><![CDATA[Toomas Atnurme]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit dem Künstler, Kurator und Art Direktor Toomas Altnurme Vor zwei Tagen veröffentlichten wir ein Interview mit dem estnischen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/interview-mit-dem-kuenstler-kurator-und-art-direktor-toomas-altnurme/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Interview mit dem Künstler, Kurator und Art Direktor Toomas Altnurme</h3>
<p>Vor zwei Tagen veröffentlichten wir ein Interview mit dem estnischen Künstler, Kurator und Art Direktor Toomas Altnurme, für den deutschsprachigen Raum entschieden wir uns noch einmal die Übersetzung zu veröffentlich. Das Original finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/interview-with-artist-curator-and-art-director-toomas-altnurme/">Interview with artist, curator and art director Toomas&#8230;</a></p>
<p>Altnurme wurde 1973 in Estland geboren, heute lebt und arbeitet er in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir haben ihn für ein Interview kontaktiert, um herauszufinden, woran er aktuell arbeitet und um ein bisschen über Kunst zu plaudern. Wir versuchen rauszufinden wodran Künstler eine gute Galerie erkennen.</p>
<h4>Thoomas Altnurme im Interview</h4>
<p><strong>Ein einfacher Start, wo sind sie gerade, wie geht es ihnen und an welchem ​​Projekt arbeiten Sie?</strong></p>
<p><em>Zur Zeit arbeite ich an Metallskulpturen aus recyceltem Industriemetall, das ist gut für die Umwelt. Aber nicht nur das, als Künstler ist es auch immer eine spielerische Herausforderung Objekte zu komponieren.</em></p>
<p><strong>Sie haben Malerei an der Rajamangala University of Technology studiert, danach Bildhauerei an der Seoul University und den Master of Fine Arts an der Hongik University in Seoul erworben.<br />
Ist es wichtig für Künstler zu studieren?</strong></p>
<p><em>Ich kann nur für mich sprechen. Mein Studium war immer interessenbezogen, also ich habe nie über Erfolg oder Geld nachgedacht. Ich habe die Kunst nie aufgegeben, es war eine harte Arbeit bis der Punkt erreicht wurde das meine Kunst und Skulpturen auf der ganzen Welt, in Europa, Asien, Amerika, Afrika zu finden ist. Ich bin ein Künstler der dritten Generation und habe viele Künste von meinem Vater und Großvater gesehen, also halte ich irgendwie die Familientraditionen aufrecht, da sie nicht mehr da sind. Ich bin seit mehr als 25 Jahren ein internationaler Künstler, Bildhauer, Maler, Designer und Fotograf. Ich habe zwischen 1991 und 2001 an 5 Universitäten studiert, 1981 bis 1997 an der Universität Tallinn in Estland und mit einem Baccalaureus Arctium-Abschluss in Kunsterziehung und technischem Zeichnen abgeschlossen. Dieser Abschluss gilt jetzt als Master-Abschluss. 1994 bis 1995 habe ich mit einem UNESCO-Stipendium an der Rajamangala Universität in Thailand studiert. 1997 bis 2001 erhielt ich ein Stipendium der koreanischen Regierung und studierte in koreanischer Sprache der Kyunghee-Universität, anschließend Skulpturenforschung an der Seoul National University und absolvierte 2001 die Hongik University Graduate School mit einem Master of Fine Art mit den Schwerpunkten Malerei, digitale Kunst und Skulptureninstallation . Der Name meiner Dissertation war &#8222;Meine innere Welt, erweitert durch verschiedene Medientechniken und Kultur.&#8220; Ich spreche mehrere Sprachen, Estnisch, Englisch, Finnisch, Koreanisch und etwas Spanisch und Arabisch. Ich unterrichte seit mehr als 15 Jahren Bildende Kunst und Design an den Universitäten des Tartu Art College in Estland, der Estnischen Kunstakademie, und die letzten 7 Jahre an der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate, dem College für Geistes- und Sozialwissenschaften. An der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate habe ich bereits mehr als 2000 Studenten Kunst und Design nähergebracht. Die Kurse umfassen Fotografie, Gestaltung von Medienbotschaften, Zeichnen, Malen, 3D-Design + Skulptur, Kunstkritik, Kunstgeschichte, Kultur und Kulturerbe. Ich kuratierte Hunderte von Einzel- und Gruppenausstellungen im Bereich der bildenden Kunst, nahm an internationalen Skulpturensymposien teil und schuf Kunst, Designs, Fotos und Skulpturen für öffentliche Räume, Parks und Museen in mehr als 50 Ländern. Ich bin in 80 Ländern gereist und habe Freunde und Fotos auf der ganzen Welt gefunden. Ohne Studium wäre es undenkbar gewesen. </em></p>
<p><strong>Laut Wikipedia unterrichten Sie seit 2014 Bildende Kunst und Design an der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate in Al Ain. Wie kam es zu diesem Schritt?</strong></p>
<p><em>Ich wurde hier zu einem internationalen Skulpturensymposium Upcircle eingeladen. Die Recycelte Materialien dazu befanden sich in Liwa, Vereinigte Arabische Emirate. Gleichzeitig sah ich, dass es hier eine freie Stelle für den Kunstunterricht gab, also bewarb ich mich. Ich habe den Job von 90 Bewerbern bekommen.</em></p>
<p><strong>Können Sie als Lehrer noch Zeit finden, sich Ihrer eigenen Kunst zu widmen?</strong></p>
<p><em>Ich arbeite nur 3 Tage die Woche, damit ich genügend Zeit für meine Kunst habe. Jetzt, findet alles online statt, damit ist sogar noch mehr Zeit für eigene Kreationen.</em></p>
<p><strong>Ihre Kunstwerke befinden sich im öffentlichen Raum in den USA, von Brasilien bis  Russland. Chile, Taiwan, Dänemark. England, Italien, Deutschland, Finnland, eigentlich in jedem Land.<br />
Welchen Tipp haben Sie für junge Künstler?</strong></p>
<p><em>Für Bildhauer gibt es Symposien auf der ganzen Welt. Auf diese Weise habe ich meine Skulpturen in 50 Länder gebracht. Ich hatte das Glück, dies vor der Pandemie zu tun. Es gibt immer Wettbewerbe. Eine bessere Chance haben sie, wenn sie Einladungen erhalten. Sie dürfen nicht aufgeben und müssen an sich glauben, das ist der Schlüssel. Künstler müssen sich selbst motivieren, genau wie bei jedem anderen Menschen beruht es auf einem Selbstwertgefühl. Disziplin. Training.</em></p>
<p><strong>In Deutschland hat eine neue Galeriestudie gezeigt, dass 9 von 10 Galerien ohne schriftliche Verträge mit Künstlern zusammenarbeiten. Sie haben Ausstellungen auf der ganzen Welt gehabt, wie sind Ihre Erfahrungen mit Galerien?</strong></p>
<p><em>Galerien erstellen nicht den intellektuellen Inhalt, aber Künstler sind oft bescheiden, so dass der Prozentsatz der Galerien &#8222;normalerweise&#8220; zu hoch ist. Institutionen versuchen immer, Kunst in eine Schachtel zu legen und sie zu beschriften, um den Schöpfern die Macht zu nehmen. Ich empfehle, alternative Orte zu finden, an denen Sie Ihre Arbeit Menschen ohne einen Mittelsmann zeigen können, der viele % nimmt. Seien Sie also kreativ. Die beste Ausstellung, die ich je hatte, war in der U-Bahn-Station Noksapeyong in Seoul. Während 3 Monaten besuchten 2 Millionen Menschen die Ausstellung.</em></p>
<p><strong>Woran erkennt man eine „gute“ Galerie?</strong></p>
<p><em>Künstler sollten niemals für von ihnen gestaltete Galerie-Ausstellungen bezahlen, es sollte kostenlos sein. Im besten Fall werden die Künstler bezahlt. In Estland gibt es 3 Galerien, die dafür bezahlen, dass ein Künstler seine Werke zeigt. Eine BAD-Galerie ist eine Unternehmensgalerie in einem Stil, in dem Künstler nicht einmal einen Antrag auf Ausstellung ihrer Werke stellen können. Die Standardantwort lautet, dass wir unsere Kuratoren haben und sie die Künstler auswählen . Das ist ein Betrug, den Sie von New York bis Skandinavien, sehen können. Viele Museen, Galerien, die tote Künstlerarbeiten ausstellen und von diesen profitieren. Eine gute Galerie ist für alle Künstler geöffnet. Leider können wir heutzutage nicht viele davon sehen, sodass Sie Ihre eigene erstellen können.</em></p>
<p><strong>Sind trotz der globalen Pandemie derzeit Ausstellungen geplant?</strong></p>
<p><em>Für Parks im Freien ist es kein Problem, auch virtuelle Ausstellungen und virtuelle 3D-Einzelausstellungen sind möglich.</em> <a href="https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/2967972/intergalactic-voyage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://artspaces.kunstmatrix.com/en/exhibition/2967972/intergalactic-voyage</a></p>
<p><strong>Was können wir in der Zukunft von Ihnen erwarten?</strong></p>
<p><em>Jetzt und in der Zukunft werden wir <a href="https://arttrado.de/news/krypto-kunst-was-sind-nfts-zukunft-oder-schwindel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">viele digitale Kunstwerke sehen, die mit Kryptowährung verkauft werden.</a> Der Weg geht in diese Richtung.</em></p>
<p><strong>Sie sind nicht nur Künstler, sondern wenn ich die richtigen Nachforschungen angestellt habe, sind Sie auch Kurator und Art Director?</strong></p>
<p><em>Ja, ich habe 2013 in Berlin als Art Director bei der südkoreanischen deutschen Multimedia Corporation gearbeitet. Dort habe ich gesehen, dass geistiges Eigentum mit Millionen verkauft wurde, Künstler ihre Kreationen unterbewerten und wenn möglich versuchen sollten, die geschäftliche Seite selbst in die Hand zu nehmen. Ich habe 300 Ausstellungen mit meiner Kunst auf der ganzen Welt gemacht, dann habe ich gesehen, dass ich es auch für andere Künstler tun kann. Es folgten Ausstellungen in Paris, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ich wurde eingeladen, Co-Kurator zu sein, um an der Dolomiten-Biennale in Italien teilzunehmen. <a href="http://www.biennalearte.com/de/artist/toomas-altnurme/">Pagina non trovata &#8211; Biennale Arte Dolomiti</a></em></p>
<p><strong>Welchen Künstler prophezeien Sie eine glorreiche Zukunft?</strong></p>
<p><em>Multitalente, die alle Aufgaben selbst erledigen. Kunst schaffen, fördern, verkaufen und so weiter</em></p>
<p><strong>Gibt es einen Künstler, dem Sie Talent absprechen würden? Wo sie sagen, es ist nur Hype und Show, aber keine „Kunst“?</strong></p>
<p><em>Kunst ist eine subjektive Angelegenheit und kommt darauf an, ob ein Künstler Kreativität hat oder nicht, spielen, komponieren kann oder nicht. Kunst ist eine lebenslange Studie, also wird man am Ende sehen, wer ein Künstler ist und nicht. Kurzfristige Aufführungen sind wie das Lesen einer Seite aus dem Buch und müssen den Wert angeben. Das Leben ist Kunst, daher gibt es keine Grenzen für die Schaffung neuer Sicht- und Verständnisweisen. Das menschliche Gehirn hat die Fähigkeit und kann eine 11-dimensionale Realität erschaffen. Es ist noch ein langer Weg.</em></p>
<p><strong>Vielen Dank, das Sie sich die Zeit genommen haben. Bitte halten Sie mich über zukünftige Ausstellungen und Pressemitteilungen auf dem Laufenden. Gerne berichten wir darüber und informieren unsere Leser über Ihre Veranstaltungen.</strong></p>
<p><em>Die nächste Ausstellung sollte vom 1. bis 6. Juni in Paris stattfinden, wenn es keine Sperre wie jetzt gibt. Ich plane, die Art Biennale in Abu Dhabi zu organisieren. Ende November 2021 wird eine Ausstellung im estnischen EXPO Pavillion Dubai gezeigt. Vielen Dank. </em></p>
<p><strong>Skulpturen rund um den Globus von Toomas Altnurme:</strong><br />
<iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Wk19PpbGlng" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild:</p>
<p dir="ltr" data-placeholder="Übersetzung">Toomas Altnurme auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/toomasaltnurme/"> Instagram-Fotos und -Videos</a></p>
<p>Mehr über den Künstler: <a href="http://altnurmeart.simplesite.com/">www.altnurmeart.simplesite.com</a></p>
<p>Kunstwerk zum Verkauf in den UAE: <a href="https://arthubabudhabi.wixsite.com/the-collection/toomas-altnurme">The-collection</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontakt.</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO  unterstützen möchten, können Sie das über PayPal.</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:auto/h:auto/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:300/h:66/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie werde ich Kurator? &#8211; 7 Tage zum Starkurator</title>
		<link>https://arttrado.de/news/wie-werde-ich-kurator-in-7-tagen-zum-starkurator/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 16:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
		<category><![CDATA[Wie werde ich Kurator]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie werde ich Kurator? &#8211; In 7 Tagen zum Starkurator Zuletzt gingen wir der Frage auf den Grund &#8211; Was <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/wie-werde-ich-kurator-in-7-tagen-zum-starkurator/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie werde ich Kurator? &#8211; In 7 Tagen zum Starkurator</h3>
<p>Zuletzt gingen wir der Frage auf den Grund &#8211; <a href="https://arttrado.de/news/in-7-tagen-zum-starkurator-die-verschiedenen-arten-von-kuratoren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was ist eigentlich ein Starkurator? </a></p>
<p><span data-offset-key="c3d64-0-0">Die viel wichtigere Frage ist  für die meisten aber eigentlich, wie werde ich Kurator? Und wieso gibt es keinen Ratgeber? Mit der Serie &#8222;In 7 Tagen zum Starkurator&#8220; möchte ich angehenden Kuratoren mit Rat und Tat zur Seite stehen und erlebte Geschichten und Erfahrungen verarbeiten. ich bitte, nicht alles allzu ernst nehmen, was man im Internet ließt &#8211; aber selbst in jeder Lüge steckt ein Funken Wahrheit. Eines Tages wird das Sammelsurium vermutlich auch als gebundene Ausgabe erscheinen, bis dahin veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abschnitten kleine Einblicke, Kapitel oder Kurzgeschichten aus &#8222;In 7 Tagen zum Starkurator&#8220; Eventuelle Pandemien, Epidemien, Kriege oder Naturkatastrophen können den </span><span id="decorator-synonym-entity-id-109" data-entity-key="109" data-offset-key="c3d64-1-0"><span data-offset-key="c3d64-1-0">a</span></span><span data-offset-key="c3d64-2-0">ngesetzten Zeitrahmen von 7 Tagen  leider etwas sprengen. Schließlich sind Kunst und Kultur nicht systemrelevant.</span></p>
<p>Aber ich gebe meine Bestes, angehende Kuratoren bei ihrer Reise zu begleiten. Heutzutage gibt schließlich für alles Ratgeber, hier ist unserer. Sollten Sie sich in der Kunstwelt etablieren wollen, lesen Sie weiter, wenn Sie von Kunst keine Ahnung haben, macht das nichts. Sie werden alles hier lernen. Es eignet sich also auch wunderbar als Lockdown-Lektüre und wer weiß, eventuell änderst du ja doch noch deine Meinung.</p>
<h3>Wie werde ich Kurator?</h3>
<p>Wenn Sie nicht das große Glück haben, aus heiterem Himmel zum Starkurator ernannt zu werden, meist passiert das, weil Sie sich bereits anderweitig einen Namen gemacht haben und <a href="https://arttrado.de/news/topmodel-claudia-schiffer-wird-kunst-kuratorin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein großes resümiertes Kunsthaus Sie und ihren Namen nutzen will, um die Besucherzahlen in die Höhe zu treiben.</a> Dann starten Sie leider bei null. Aber kein Grund zur Verzweiflung.</p>
<p>In wenigen Tagen zieren Sie wahrscheinlich schon die Titelblätter der angesagtesten Kunstmagazine und die teuersten Künstler der Welt werden Sie reich beschenken, um bei Ihnen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Bis dahin sollten Sie sich nicht von Ihrer 140 Stunden Woche abschrecken lassen, eventuell kommt noch die ein oder andere Überstunde dazu,  aber bleiben Sie fokussiert von Anfang bis Ende. Vergessen Sie nie, Timing ist alles. Gehen Sie immer mit offenen Augen durch die Welt. Verschlafen? Okay!, aber geöffnet müssen Sie sein. Jeder Kurator ist nur eine Ausstellung vom Starkurator entfernt!</p>
<p>Sollte ihre Region grade zufälligerweise von einer Pandemie, Epidemie oder einer wilden Verschwörung betroffen sein, könnte es sein, dass Ausstellungen grade eventuell nicht möglich sind, in dem Fall – haben sie schon mal über eine Hochzeit nachgedacht? Schließlich ist der altmodischste Weg sich einen Namen zu machen die Hochzeit.</p>
<p>Sie sind hässlich, bereits verheiratet oder möchten partout ihren kommenden Reichtum nicht teilen? Kein Problem. Dann erarbeiten Sie sich den Titel &#8222;Starkurator&#8220;.</p>
<p>Sie dürfen niemals vergessen, dass wahre Starkuratoren nur mit den begabtesten Künstlern zusammenarbeiten. Wer zur Elite gehört, entscheiden Sie Gott sei Dank selbst, also keine falsche Scheu. Achten Sie nur darauf, dass die Künstler die Werke zu ihren Ausstellungen beisteuern, prominent sind und/oder Reich. Bei prominenten Künstlern, die auf zu großem Fuß gelebt haben und grade eine finanzielle Krise haben, können Sie natürlich eine höhere Provision nehmen. Diese Prominenten, die zufälligerweise immer während einer finanziellen Durststrecke die Kunst für sich entdecken, sind bereit, die verrücktesten Rahmenbedingungen und Provisionen anzunehmen. (Das machen Sie aber mit fehlendem Talent wieder gut) Diese &#8222;Promis&#8220; wollen unbedingt eine Ausstellung. Und das wollen Sie auch!</p>
<p>Vorausgesetzt Sie bekommen bis zu 70 % eines verkauften Werkes und einen kleinen zusätzlichen Obolus wie einen Rassehundewelpen oder die verbindliche Zusage für eine Spenderniere. Plus Spesen. Natürlich sollten Sie eine solche Ausstellung nicht nur aus finanziellem Interesse begleiten. Nutzen Sie die Gelegenheit der persönlichen Treffen auch direkt sich mit dem Künstler in verschiedenen Situationen und Orten gemeinsam ablichten zu lassen. Es gibt keine schlechte Publicity, vergessen Sie das nie. Lassen Sie die Gerüchteküche brodeln. Notfalls gießen Sie selbst Öl ins Feuer. Melden Sie als gestohlen geglaubte Werke bei der Presse. Erzählen Sie ausführlich über peinliche After-Show-Eskapaden in Talkshows. Brechen Sie einem Künstler die Nase. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<h4>(Kaum) Kein Kurator ohne Künstler</h4>
<p>Für die Wahl des Künstlers und der Kunstwerke braucht ein Kurator normalerweise viel Zeit. Ein echter Starkurator arbeitet nur mit lebenden Künstlern zusammen. Frisch verstorbene lassen die Kassen klingeln. Im Optimalfall wenige Tage vor der Ausstellung. Diese findet selbstverständlich trotzdem statt. Es wäre nur im Interesse des Künstlers gewesen. Abzüglich der eigenen Provision wird alles für einen wohltätigen Zweck gespendet. (Nicht vergessen, alles von der Steuer abzusetzen, sprechen Sie dafür mit ihrem Starsteuerberater.) Trotz 160 Stunden Woche sollten Sie deshalb noch etwas Zeit und Energie dafür finden, immer auf dem neuesten Stand der Klatschpresse zu sein. Stichwort Künstlerakquisition.</p>
<p>In den Zeiten des 21. Jahrhunderts müssen Sie dafür glücklicherweise auch nicht mehr Unmengen an Papierkram abonnieren und zeitaufwendig durch augenkrebsfördernde Magazine blättern.</p>
<p>Tragen Sie sich einfach in den Newsletter der 100 bekanntesten Promimagazine ein. Egal, über welchen A bis Z Promi es Neuigkeiten gibt, Sie erhalten immer in Echtzeit eine Benachrichtigung auf einem ihrer 6 Smartphones und können abwiegen, ob es Sinn macht, den Kontakt zum Management zu suchen und mit der Planung der Ausstellung zu beginnen oder ob der Kunstmarkt noch nicht bereit ist für dieses Genie. Hierbei ist wichtig, nicht zu vergessen, aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ein Künstler, für dessen Anliegen Sie heute keine Zeit haben, kann morgen schon hoch im Kurs stehen. Eine plötzliche Alkoholeskapade, Hochzeit oder Scheidung reicht schon aus. Halten Sie aus diesem Grund ihre Eisen im Feuer warm. Sagen Sie niemals einem Künstler ganz ab oder verweigern <span data-entity-key="40" data-offset-key="3jpsg-1-0">aufgrund </span><span data-offset-key="3jpsg-2-0">mangelnden Talentes die Zusammenarbeit</span>.</p>
<p>Verweisen Sie stets freundlich darauf, das Sie im Moment viel zu tun haben, grade in diversen Projekten in Miami, New York, Berlin, London, Tokio und Bern eingebunden sind, aber definitiv gespannt seine künstlerische Karriere verfolgen und sich sicher sind, dass in der nahen Zukunft eine Zusammenarbeit stattfinden könnte. Ein Starkurator zeichnet sich durch Erfolg aus. Binden Sie deshalb im Laufe ihrer Karriere möglichst viele Künstler durch Knebelverträge an sich, die meisten Künstler haben wenig Geld und können sich keinen Anwalt leisten. Diese kleine Schwachstelle könnten Sie nutzen, um mit der Hilfe eines Staranwaltes Künstler bis an ihr Lebensende und darüber hinaus zu binden. Allerdings sind Verträge auch Beweise und können in den falschen Hals gelangen und rufschädigend gegen Sie eingesetzt werden.</p>
<p>Der Volksmund vergleicht moderne Kuratoren oft mit Zuhältern aus dem Rotlichtmilieu. Wehren Sie sich gegen diese voreingenommenen Behauptungen, indem Sie den Künstler immer wieder daran erinnern, dass er Sie brauch. Jeder Künstler ist Stolz, mit ihnen zu arbeiten. Schließlich macht er das freiwillig. Tragen Sie alle Künstler, die bereit sind, mit Ihnen zu arbeiten in einer Datenbank ein. Der größte Vorteil einer solchen Künstlerkartei ist, dass man nach etwas Übung in der Lage ist, eine Ausstellung innerhalb von 24 Stunden aus dem Boden zu stampfen.</p>
<h4>Organisation ist alles</h4>
<p>Zuerst ein kurzer Anruf bei der Location und einen Termin vereinbaren.</p>
<p>Schnell ein Motto oder Thema überlegen. Danach den Künstlern das Motto und die Dauer und den Ort zukommen lassen. Abklären, wie viele und welche Werke präsentiert werden sollen. Kurz die Fragen bezüglich Logistik und Versicherung klären. Im Anschluss befreundete DJs oder Livemusiker bitten, bei der Eröffnung zu spielen. Kurz einer Cateringfirma die Wünsche zukommen lassen und kurz mit dem Techniker <span data-entity-key="241" data-offset-key="3jpsg-1-0">a</span><span data-offset-key="3jpsg-2-0">bsprechen, wie man die </span><span data-entity-key="221" data-offset-key="3jpsg-3-0">K</span><span data-offset-key="3jpsg-4-0">unstwerke in schönem Licht richtig in Szene setzt und schon geht es auch direkt an das Gestalten und Versenden der schicken Einladungen.</span></p>
<p>Vergessen Sie natürlich nicht, die Presse zu informieren, im Optimalfall schreiben Sie nebenbei Pressetexte vor und lassen diese nur noch über dritte veröffentlichen &#8211; das wirkt glaubwürdiger und Journalisten haben doch eh keine Ahnung.</p>
<p>Bei der Masse an Besuchern die Sie erwarten müssen Sie natürlich für genügend Parkplätze (gegebenenfalls Helikopterlandeplätze) sorgen, der zu erwartende Andrang könnte leicht in einem Desaster enden, vergessen Sie also nicht für die nötige Sicherheit zu sorgen und ausgeklügelte Flucht und Rettungspläne zu entwerfen.</p>
<p>Easy. Bleibt nur noch die Frage wer das alles bezahlt. Aber dazu später mehr. Eigene Ausstellungen sind für einen Starkurator das geringste Problem, sofern er fleißig seine Karteien führt. Schlimmer für einen Kurator, als keine Künstler in seiner Kartei zu haben ist eigentlich nur, Künstler in seiner Kartei zu haben. Wenn ein Künstler erst einmal seine Seele verkauft hat, wird er irgendwann auf den Gedanken kommen, dass Sie etwas für ihn tun könnten. Er wird Sie regelmäßig über seine, wenn es gut läuft, spannenden Projekte informieren und mit einer gewissen Erwartungshaltung darauf pochen, das Sie seine Werke einer breiteren Masse präsentieren und/oder sogar verkaufen. Eventuell wird der Künstler sogar eines Tages lästig anrufen und macht Sie für seinen Erfolg beziehungsweise Nicht-Erfolg verantwortlich.</p>
<p>Als Nachweis für ihre Produktivität können Sie Pressefotos verwenden. Schließlich waren Sie gestern noch in Cannes bei einer Gala und sind jetzt schon wieder über Berlin auf den Weg nach London. Um dort mit einem berühmten Galeristen zu frühstücken und dabei werden sich bestimmt ganz großartige Kooperationsmöglichkeiten entwickeln. Auch wenn Sie am längeren Hebel sitzen, seien sie stets freundlich und bescheiden im Gespräch mit Künstlern, nie von oben herab</p>
<p>Warum muss ich Ihnen hier nicht erklären,</p>
<p>Schließlich sind Sie belesen und wissen, das Adolf Hitler sich an einer Kunstschule beworben hat. Wie wir aus der Geschichte gelernt haben, wäre er lieber angenommen worden. Vermutlich hätte sich alles anders entwickelt. Also – verärgern sie keine Künstler! Mit dem nötigen Kleingeld ist es für Sie eine Kleinigkeit, einem Künstler zum Erfolg zu verhelfen und/oder eine namhafte Galerie zu etablieren.</p>
<p>Selbstverständlich sollten Sie auch Bücher zum Thema Kunst publizieren, um ihre Vielseitigkeit zu unterstreichen. Mit dem nötigen Kleingeld können Sie sich auch einen Starautoren kaufen der Sie unterstützt und dafür sorgt das ihre geschriebenen Werke in spätestens 25 Jahren zu den Klassikern der Kunstliteratur zählen werden. Damit tragen Sie zusätzlich zum Erfolg der gesamten Kunstbranche bei. Sie sind sehr Systemrelevant. Sagen Sie sich das zur Motivation immer wieder. Sonst tut es keiner.</p>
<p>Plot Twist: Umso erfolgreicher Sie werden, umso erfolgreicher werden ihre Bücher und umso erfolgreicher ihre Bücher werden, umso erfolgreicher werden Sie. Als Starkurator können Sie nicht verlieren.</p>
<h4>Wer geben will muss haben &#8211; gesunder Egoismus</h4>
<p>Bevor Sie sich allerdings um den Erfolg und das Wohlbefinden von anderen kümmern können, müssen die eigenen Grundbedürfnisse gedeckt sein. Um in der nächstgelegenen Großstadt durchstarten zu können, reicht eine Penthousesuite im angesagtesten Stadtteil, ein bescheidener Sportwagen und eine stylishe Garderobe, getreu dem Motto umso unauffälliger, umso besser. Die Herren der Schöpfung können sich am klassischen Bild des Anzug tragenden FBI-Agenten orientieren. Das bessere Geschlecht neigt zu einem Dior-Kleid dazu eine strenge Kurzhaarfrisur. Den Hintergrund dazu entnehmen Sie am besten dem Buch „Starkuratorin in 7 Tagen“</p>
<p>Als Starkurator sind sie international und weltoffen. Sie sind aber kein knalliger Kanarienvogel, der krampfhaft versucht, durch sein pompöses Aussehen auf sich aufmerksam zu machen. Diesen Job überlassen Sie am besten den anderen. Sie sind stilsicher und selbstbewusst. Manchmal wissen sie zwar teilweise gar nicht mehr, in welchem Land Sie momentan sind, aber Anzug geht immer und ihre Kreditkarten werden in jedem Land der Welt akzeptiert, hoffentlich. Reden Sie sicherheitshalber in einer Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch. Denken müssen Sie sowieso. Denken Sie groß.</p>
<p>Fun Fakt: Ihr Kontostand wächst parallel mit ihren Vielfliegermeilen.<br />
Arbeiten Sie an ihrer Flugangst.</p>
<p>Wer sich als erfolgreicher Kurator in der Kunstbranche durchsetzen will und möchte, dass man seinen Namen mit Ruhm, Macht und Geld verbindet, sollte sich niemals an anderen orientieren und sich Erstrecht nichts vorschreiben lassen. Sprengen Sie Grenzen. Sprengen Sie Rahmen. Sprengen Sie das Budget.</p>
<p>Wenn Sie allein in ihrem Büro sind, empfehle ich ihnen zur Motivation den Song „Get Back“ von dem US-Künstler Ludacris lernen Sie dazu den Tanz von Tom Cruise am Ende von Ben Stillers Tropic Thunder. Die Kombination von Lied und Tanz setzt unbekannte Kräfte in ihnen frei. Vertrauen Sie mir. Üben Sie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe title="Tom Cruise Dance as Les Grossman in Tropic Thunder - Extended - Music: Get Back by Ludacris" width="1170" height="878" src="https://www.youtube.com/embed/srH94OR1TbU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Als nächstes gewähren wir auf Arttrado  einen kleinen Einblick in die Künstler Akquisition.</p>
<p>Termine bezüglich Erscheinungsdatum und co. liegen noch in der Zukunft.<br />
Mit einer kleine Spende beschleunigen Sie aber garantiert den Prozess.<br />
Danke fürs lesen und bleiben Sie gesund.</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Zum Thema Bücher: Checken Sie auch unsere letzte Buchempfehlung: <a href="https://arttrado.de/news/buchempfehlung-kunst-verbrechen-stefan-koldehoff-tobias-timm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BUCHEMPFEHLUNG: Kunst und Verbrechen</a></p>
<p>Wenn Sie unser Projekt ARTTRADO und In 7 Tagen zum Starkurator unterstützen möchten, können Sie das über PayPal.</p>
<p><a href="https://www.paypal.com/donate/?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=H8575LKPJNPLW&amp;source=url"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-6541" src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1-300x66.jpg 300w" alt="" width="200" height="44" data-opt-src="https://mlpemcljhfyh.i.optimole.com/vD6sjD0-X7O2IcVl/w:200/h:44/q:75/https://arttrado.de/wp-content/uploads/2020/08/unnamed-2-1.jpg" data-opt-lazy-loaded="true" data-opt-otimized-width="200" data-opt-optimized-height="44" /></a></p>
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		<title>Was macht eigentlich ein Kurator? &#8211; Bettina Steinbrügge im Kurzinterview</title>
		<link>https://arttrado.de/news/was-macht-eigentlich-ein-kurator-bettina-steinbruegge-im-kurzinterview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2018 11:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[kurator]]></category>
		<category><![CDATA[kunstverein hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[bettina steinbrügge]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht eigentlich ein Kurator? &#8211; Bettina Steinbrügge im Kurzinterview Vor kurzem berichteten wir über die Kunstausstellung Kunst in Bayern <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/was-macht-eigentlich-ein-kurator-bettina-steinbruegge-im-kurzinterview/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Was macht eigentlich ein Kurator? &#8211; Bettina Steinbrügge im Kurzinterview</h3>
<p>Vor kurzem berichteten wir über die Kunstausstellung <strong><a href="https://arttrado.de/events/event/the-making-of-the-unrealised-ein-experimentelles-ausstellungsprojekt/">Kunst in Bayern &#8211; The Making of the Unrealised</a></strong>, diese wurde komplett ohne den klassischen Kurator organisiert und umgesetzt. Damit wollten die Verantwortlichen auch auf die Macht eines Kurators hinweisen, die dieser durch seine Position in der Kunstwelt hat. Es scheint also auch ohne zu funktionieren. Wir befürworten trotz des gelungenen Projektes allerdings die Zusammenarbeit mit einem Kurator und möchten hier nocheinmal unterstreichen das man das kuratieren seit einigen Jahren auch studieren kann, dies aber nicht zwinglich erforderlich ist. Was macht ein Kurator eigentlich? &#8211; Bettina Steinbrügge ist Direktorin des <strong><a href="http://www.kunstverein.de/">Kunstverein in Hamburg</a></strong>.Beruflich ist Sie viel beschäftigt und momentan in Beirut unterwegs. Sie nahm sich die Zeit einen kleinen Einblick zu gewähren, deshalb sagen wir hier schon einmal Danke.</p>
<h3>Bettina Steinbrügge</h3>
<p><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-3832 alignleft" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368.jpg" alt="" width="368" height="368" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368.jpg 368w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368-300x300.jpg 300w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368-100x100.jpg 100w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2018/05/Bettina-Steinbrügge-400-400px_c_Natascha-Unkart-368x368-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 368px) 100vw, 368px" /></a>Bettina Steinbrügge wurde 1970 in Ostercappeln (Niedersachsen) geboren. Nach Ihrem Abitur entschied Sie sich für Auslandsaufenthalte in den U.S.A und Frankreich. Danach studierte Sie in Kassel Kunstwissenschaft, Englische Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft. Nebenbei arbeitete Sie für das „Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest“ und den Filmladen e.V. Kassel. Von 2001-2007 übernahm Sie die künstlerische Leitung der Halle für Kunst Lüneburg. Bettina Steinbrügge fungierte als wissenschaftliche Beraterin der Künstlerstätte Schloss Bleckede und war Sprecherin des Arbeitskreises der niedersächsischen Stipendiatenstätten in Hannover. Im Winter 2010 wurde Steinbrügge als Kuratorin für zeitgenössische Kunst an das Wiener Belvedere berufen.</p>
<p>Dort formete Sie im Team das Profil des neuen 21er Haus. Seit Anfang 2014 ist Bettina Steinbrügge die Direktorin des Kunstverein in Hamburg und ist damit die erste Frau in der über 200 jährigen Vereinsgeschichte. Sie publiziert regelmäßig zu Themen der Gegenwartskunst als Herausgeberin und Autorin.</p>
<blockquote><p>Mir ist wichtig, den Kopf immer wieder in andere Richtungen zu wenden, um eine neue Perspektive einzunehmen, damit ich nicht auf einer Stelle stehen bleibe.<br />
&#8211; Bettina Steinbrügge</p></blockquote>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2>Das Interview</h2>
<p><strong>Was genau macht ein Kurator?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ein/e Kurator/in organisiert Kunstausstellungen. Das ist ein durchaus komplexes Unterfangen. Er/Sie entwickelt ein Projekt, kümmert sich um die Finanzierung des Projekts, lädt die Künstler ein, entwickelt ein Begleitprogramm, schreibt Texte, arbeitet an Werbematerialien, entwickelt den Katalog zur Ausstellung, macht Einladungslisten, schreibt eine Eröffnungsrede, gibt Führungen, spricht mit der Presse, promoted die Künstler, etc. Wenn man dazu noch eine Institution leitet, wird es zu einem unternehmerischen Handeln, da politisch und wirtschaftlich wie in einem Kleinunternehmen gehandelt wird. Die Institution hat z.B. ein Restaurant, dessen Agenden organisiert werden müssen.</p>
<p><strong>Warum ist die Zusammenarbeit mit einem Kurator wichtig?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Ich verstehe den Kurator/die Kuratorin als den Sparring Partner vom Künstler/in, der/dir bei der Umsetzung des Projekts hilft und dies nach außen kommuniziert. Er/Sie gleicht ab, fordert heraus, unterstützt, beruhigt, konzeptualisiert, kontextualisiert, gibt neue Anstösse, kritisiert, motiviert, findet eine Sprache für ein Abstraktum, bietet ein Netzwerk, etc.</p>
<p><strong>Was passiert sichtbar und was passiert hinter den Kulissen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Repräsentation und Vermittlung passiert vor den Kulissen, die ganze Arbeit hinter den Kulissen.</p>
<p><strong>Welche Kriterien gibt es für einen Kurator?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Respekt, Neugierde, Wissen um die Kunstgeschichte und die zeitgenössische Kunsttheorie, Offenheit, Organisationstalent,Kommunikationstalent, Flexibilität, Integrität, Experimentierfreude.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielt die eigene Meinung des Kurators?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Man beginnt mit einem subjektiven Interesse und gleicht dies dann mit dem Kontext ab.</p>
<p><strong>Nennen Sie zwei klassische Anfängerfehler.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Man geht zuviele Kompromisse ein. Oder man hat einen falschen Zeitplan und wird nicht fertig.</p>
<p><strong>Was Fehler die sich auch bei erfahrenen Kuratoren einschleichen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Man lässt sich zu etwas überreden, von dem man weiß, dass man es nicht tun sollte.</p>
<p><strong>Welche Eigenschaften muss ein Kurator von Haus aus mitbringen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Liebe zur Kunst, Starke Nerven, Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit.</p>
<p><strong>Was sollte ein Kurator Ihrer Meinung nach auf keinen Fall sein?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Zu eitel oder ängstlich.</p>
<p><strong>Die 3 schönsten Dinge an Ihrem Beruf als Kurator?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Menschen, Kunst, Menschen!</p>
<p><strong>Gibt es für Sie Schattenseiten?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das kann man vernachlässigen. Viele würden die Selbstausbeutung angeben, aber irgendwie bin ich dennoch ein ziemlich glücklicher Mensch.</p>
<p><strong>Was bedeutet Kunst für Sie?</strong></p>
<div></div>
<div style="padding-left: 30px;">
<p>Kunst hilft mir, das Leben zu verstehen und gibt mir die Möglichkeit, das denken immer wieder zu ändern, neue Perspektiven einzunehmen und somit niemals dogmatisch zu werden. Ich lebe mit und durch Kunst.</p>
</div>
<div><strong>Wir sagen Danke!<br />
Für den Kunstverein in Hamburg und Bettina Steinbrügge alles gute für die Zukunft.</strong></div>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über Bettina Steinbrügge und dem Kunstverein in Hamburg gibt es auf der Website: <strong><a href="http://www.kunstverein.de/">http://www.kunstverein.de/</a></strong></p>
<p>Ausgewählte Ausstellungen gibt es bei uns unter <strong>&gt;&gt;&gt;</strong><a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/"><strong>Events&lt;&lt;&lt;</strong></a></p>
<p><strong><a href="https://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;tag=arttrado-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=61ec801b030fa50fc5773cf58b37d5ec&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;index=books&amp;keywords=Bettina Steinbrügge" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;Bücher von und mit Bettina Steinbrügge&lt;&lt;&lt;</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="//ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=arttrado-21&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></strong></p>
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<p>&nbsp;</p>
<h5>PS: Um einen noch besseren Eindruck ermöglichen begleiten wir bald ein/e Kurator/in einen Tag bei der Arbeit!</h5>
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