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	<title>Künstler Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>Künstler Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Der Künstler: Stephen Wiltshire – Eine lebende Kamera</title>
		<link>https://arttrado.de/news/der-kuenstler-stephen-wiltshire-eine-lebende-kamera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 18:19:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur & Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlerporträts]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[new york]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephen Wiltshire]]></category>
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					<description><![CDATA[Stephen Wiltshire – Der Mann, der Städte aus dem Gedächtnis zeichnet Die Stadt im Kopf: Zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Architektur: <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/der-kuenstler-stephen-wiltshire-eine-lebende-kamera/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Stephen Wiltshire – Der Mann, der Städte aus dem Gedächtnis zeichnet</h4>
<p>Die Stadt im Kopf: Zwischen Wahrnehmung, Erinnerung und Architektur: Stephen Wiltshire gehört zu den außergewöhnlichsten zeitgenössischen Zeichnern unserer Zeit. Seine Werke entstehen nicht vor dem Motiv, sondern vollständig aus der Erinnerung. Ganze Metropolen entfalten sich auf großformatigen Panoramen wie mentale Kartografien – präzise, strukturiert und zugleich subjektiv gefiltert.</p>
<p>New York, Tokio oder Rom erscheinen bei ihm nicht als fotografische Kopie, sondern als rekonstruierte innere Landkarte urbaner Räume.</p>
<hr />
<h4>Frühe Wahrnehmung: Zeichnen als erste Sprache</h4>
<p>Geboren 1974 in London, wurde Stephen Wiltshire bereits in jungen Jahren als autistisch diagnostiziert. Seine Wahrnehmung der Welt war früh stark visuell geprägt, während Sprache zunächst eine untergeordnete Rolle spielte.</p>
<p>Das Zeichnen wurde dadurch zu seinem zentralen Ausdrucksmittel – und schließlich zu seiner ersten „Sprache“. Was zunächst als kindliche Detailverliebtheit wahrgenommen wurde, entwickelte sich zu einer der bemerkenswertesten visuellen Fähigkeiten der Gegenwartskunst.</p>
<p>Früh zeigte sich eine außergewöhnliche Fähigkeit, architektonische Strukturen präzise zu erfassen und wiederzugeben. Diese besondere Wahrnehmungsform wurde gezielt gefördert und legte den Grundstein für seine spätere künstlerische Entwicklung.</p>
<hr />
<h4>Der Blick aus der Luft: Wie Städte im Gedächtnis entstehen</h4>
<p>Zentral für die Arbeitsweise von Stephen Wiltshire ist ein kurzer, intensiver visueller Eindruck.</p>
<p>Oft genügt ein Helikopterflug über eine Stadt, manchmal nur wenige Minuten. In dieser Zeit entsteht kein klassisches Skizzenmaterial, sondern ein komplexes inneres Strukturmodell: Straßenverläufe, Proportionen, Gebäudeachsen und räumliche Beziehungen werden im Gedächtnis gespeichert.</p>
<p>Die Stadt wird dabei nicht fotografisch „abgelegt“, sondern als geordnetes visuelles System internalisiert.</p>
<hr />
<h4>Vom inneren Bild zur großformatigen Zeichnung</h4>
<p>Zurück im Atelier beginnt die Transformation dieses mentalen Bildes in eine Zeichnung.</p>
<p>Ohne Referenzmaterial rekonstruiert Stephen Wiltshire die Stadt Schritt für Schritt:</p>
<p>Zuerst entstehen die Grundachsen der Skyline.<br />Dann folgen markante Gebäude und architektonische Landmarken.<br />Schließlich füllt er die Komposition mit tausenden feinsten Details.</p>
<p>Der Prozess ist hochkonzentriert, systematisch und wirkt wie das Abrufen einer inneren Stadtkarte.</p>
<hr />
<h4>Zwischen Realität und Erinnerung: Die doppelte Stadt</h4>
<p>Die Werke von Stephen Wiltshire sind keine exakten Reproduktionen.</p>
<p>Sie bewegen sich zwischen Dokumentation und Interpretation. Die Stadt erscheint durch das visuelle Gedächtnis des Künstlers gefiltert – präzise genug für Wiedererkennbarkeit, aber zugleich subjektiv verdichtet.</p>
<p>So entsteht eine hybride Bildform: halb Kartografie, halb Erinnerung.</p>
<hr />
<h4>Konzentration als künstlerisches System</h4>
<p>Der Arbeitsprozess wirkt wie ein geschlossenes System aus Aufmerksamkeit, Struktur und Wiederholung.</p>
<p>Über viele Stunden hinweg baut Wiltshire seine Panoramen schichtweise auf. Häufig begleitet ihn Musik als rhythmischer Rahmen, der die Konzentration stabilisiert.</p>
<p>Die Zeichnung wird dabei zu einem Prozess des mentalen Abrufs – eine visuelle Übersetzung innerer Ordnung.</p>
<hr />
<h4>Ausstellungen und künstlerische Präsenz</h4>
<p>Obwohl Stephen Wiltshire international bekannt ist, folgt seine Präsenz keinem klassischen Ausstellungsrhythmus.</p>
<p>Stattdessen bewegt sich sein Werk zwischen selektiven Galeriepräsentationen, internationalen Kunstmessen und projektbezogenen Sonderformaten. Viele Arbeiten entstehen im Auftrag von Städten, Institutionen oder Sammlern.</p>
<p>Ein wesentlicher Teil seiner Sichtbarkeit entsteht zudem durch Live-Zeichenperformances, bei denen der Entstehungsprozess selbst zur Ausstellung wird.</p>
<hr />
<h4>Kunst im öffentlichen Raum: Wo man Stephen Wiltshires Werke sehen kann</h4>
<p>Die Werke von Stephen Wiltshire sind nur selten klassisch im Stadtraum verteilt. Stattdessen erscheinen sie an ausgewählten, stark frequentierten Orten, an denen Stadt, Architektur und Öffentlichkeit direkt aufeinandertreffen.</p>
<h4>Empire State Building – New York</h4>
<p>Im Besucherbereich des Empire State Building ist ein großformatiges Panorama der Stadt installiert, das auf seiner berühmten Manhattan-Zeichnung basiert.</p>
<p>Die Arbeit geht auf einen Helikopterflug über New York zurück, nach dem er die gesamte Skyline aus dem Gedächtnis rekonstruierte.<br />Damit ist das Werk Teil eines der meistbesuchten Observatorien der Welt.</p>
<hr />
<h4>Singapore City Gallery – Singapur</h4>
<p>In der Singapore City Gallery der Urban Redevelopment Authority wurde ein monumentales Stadtpanorama präsentiert.</p>
<p>Die Arbeit ist Teil einer öffentlich zugänglichen Ausstellung zur Stadtentwicklung und fungiert zugleich als künstlerische und kartografische Interpretation urbaner Struktur.</p>
<hr />
<h4>Internationale Flughäfen und urbane Institutionen</h4>
<p>Arbeiten von Stephen Wiltshire wurden mehrfach in internationalen Flughäfen und Transitbereichen gezeigt.</p>
<p>Dazu gehören:</p>
<p>großformatige Reproduktionen seiner Stadtpanoramen<br />Installationen in Ankunfts- und Besucherzonen<br />temporäre kulturelle Präsentationen</p>
<p>Diese Orte verstärken die Wirkung seiner Kunst, da sie selbst Knotenpunkte globaler Bewegung sind.</p>
<hr />
<h4>Live-Zeichenperformances als öffentlicher Raum</h4>
<p>Ein besonderer Aspekt seiner Präsenz im öffentlichen Raum sind seine Live-Performances.</p>
<p>Hier entstehen Werke vor Publikum in Städten wie New York, Tokio, Hongkong, Dubai oder Rom. Der Raum der Ausstellung ist dabei nicht das Museum, sondern die Stadt selbst oder eine öffentlich zugängliche Halle.</p>
<p>Der Entstehungsprozess wird zur Performance – und das Publikum wird Teil einer visuellen Rekonstruktion.</p>
<hr />
<h4>Zwischen Galerie, Stadt und Ereignisraum</h4>
<p>Im kunsthistorischen Kontext nimmt Stephen Wiltshire eine hybride Position ein.</p>
<p>Seine Werke bewegen sich zwischen:</p>
<p>klassischen Galerie- und Museumskontexten<br />öffentlichen Installationen in stark frequentierten Orten<br />performativen Live-Zeichnungen im urbanen Raum<br />und projektbezogenen Auftragsarbeiten</p>
<p>Die Ausstellung ist bei ihm kein fester Ort, sondern ein wechselnder Zustand – mal Bild, mal Prozess, mal Stadt selbst.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/TO0GokjEri8?si=5SIolli15nENQfGi" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h4>Fazit: Die Stadt als Gedächtnisform</h4>
<p>Stephen Wiltshire verschiebt die Grenzen dessen, was Zeichnung leisten kann.</p>
<p>Seine Kunst ist kein klassisches Abbild der Welt, sondern ein System aus Erinnerung, Struktur und Wahrnehmung. Städte werden zu mentalen Architekturen, die zwischen Präzision und subjektiver Verdichtung oszillieren.</p>
<p>In einer Gegenwart, in der urbane Räume meist fotografisch dokumentiert werden, eröffnet sein Werk eine alternative Perspektive: Sehen als Erinnerung, Zeichnen als Denken, Stadt als inneres Archiv.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über den Künstler: <a href="https://www.stephenwiltshire.co.uk" target="_blank" rel="noopener">https://www.stephen-wiltshire.co.uk</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gibt es zu viele Künstler? Marktanalyse hinter einem der größten Irrtümer des Kunstmarkts</title>
		<link>https://arttrado.de/news/gibt-es-zu-viele-kuenstler-marktanalyse-hinter-einem-der-groessten-irrtuemer-des-kunstmarkts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 16:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstpreise verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Gibt es zuviele Künstler?]]></category>
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					<description><![CDATA[„Es gibt zu viele Künstler.“ Diese Aussage wirkt wie eine nüchterne Marktanalyse – ist aber in Wahrheit eine Verzerrung. Denn <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/gibt-es-zu-viele-kuenstler-marktanalyse-hinter-einem-der-groessten-irrtuemer-des-kunstmarkts/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4>Gibt es zu viele Künstler? Die Marktanalyse hinter einem der größten Irrtümer des Kunstmarkts</h4>
<p class="wp-block-heading">Die falsche Diagnose eines echten Problems</p>



<p>„Es gibt zu viele Künstler.“</p>



<p>Diese Aussage wirkt wie eine nüchterne Marktanalyse – ist aber in Wahrheit eine Verzerrung. Denn der globale Kunstmarkt ist kein klassischer Angebotsmarkt, sondern ein hochselektives, asymmetrisches System.</p>



<p>Aktuelle Daten zeigen ein klares Bild: Nicht die Anzahl der Künstler ist das Problem, sondern die extreme Ungleichverteilung von Einkommen, Sichtbarkeit und Marktchancen.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">1. Wie viele Künstler gibt es eigentlich? (Und warum die Zahl täuscht)</h4>



<p>Eine exakte globale Erfassung existiert nicht, aber Schätzungen zeigen die Dimension:<br /><br />&#8211; weltweit ca. 15–30 Millionen Menschen, die sich selbst als Künstler verstehen oder künstlerisch tätig sind (<a href="https://www.linkedin.com/posts/alexeytsaregorodtsev_96-of-all-artists-never-enter-the-art-market-activity-7390827238839013376-fKJB?utm_source=chatgpt.com">LinkedIn</a>)</p>
<p>&#8211; nur etwa 1,2 Millionen davon sind überhaupt im formalen Kunstmarkt aktiv (Galerien, Institutionen, Verkäufe)<br />&#8211; in den USA gelten rund 45.000 Personen als professionelle bildende Künstler im engeren Sinne (<a href="https://wifitalents.com/art-industry-statistics/?utm_source=chatgpt.com">WifiTalents</a>)<br />&#8211; in Deutschland sind etwa 50.000 Erwerbstätige im Kunstmarkt beschäftigt (<a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Publikationen/Kultur-und-Kreativwirtschaft/Monitoringberichte/monitoringbericht-kultur-und-kreativwirtschaft-2024.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp%3Bv=25&amp;utm_source=chatgpt.com">BMWK</a>)</p>



<p>Wichtig: Die meisten „Künstler“ sind statistisch gesehen außerhalb des marktfähigen Systems.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">2. Der eigentliche Markt: eine extreme Pyramide</h4>



<p>Die Einkommensverteilung im Kunstsystem ist drastisch konzentriert:</p>
<p>ca. 45 % der aktiven Künstler verdienen unter 5.000 USD pro Jahr <br />nur etwa 15 % erreichen ein Einkommen über 25.000 USD <br />weniger als 5 % erzielen ein sechsstelliges Einkommen <br />ein extrem kleiner Anteil (unter 0,1 %) dominiert den globalen High-End-Markt</p>



<p>Parallel dazu:</p>
<p>der globale Kunstmarkt bewegt sich bei rund 60–70 Milliarden USD Volumen jährlich (<a href="https://wifitalents.com/art-industry-statistics/?utm_source=chatgpt.com">WifiTalents</a>)</p>



<p>Das bedeutet: Milliardenmarkt trifft auf Millionen Akteure – aber der Großteil des Geldes konzentriert sich in extrem wenigen Händen.</p>
<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="12o3bU0Oca"><a href="https://arttrado.de/news/kunstpreise-verstehen-warum-kunstwerke-unterschiedlich-viel-kosten/">Kunstpreise verstehen: Warum Kunstwerke unterschiedlich viel kosten</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Kunstpreise verstehen: Warum Kunstwerke unterschiedlich viel kosten&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/kunstpreise-verstehen-warum-kunstwerke-unterschiedlich-viel-kosten/embed/#?secret=kOmBAjqIsS#?secret=12o3bU0Oca" data-secret="12o3bU0Oca" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">3. Die zentrale Marktlogik: Winner-takes-most statt Wettbewerb</h4>



<p>Der Kunstmarkt folgt keiner klassischen Angebots-Nachfrage-Logik, sondern einer Prestige-Ökonomie:</p>
<p>Preise entstehen nicht durch Produktionskosten<br />sondern durch Reputation, Institutionen und Sammlerinteresse<br />Sichtbarkeit wird durch Gatekeeper (Galerien, Museen, Auktionen) oder Plattform-Algorithmen gesteuert</p>



<p>Ein besonders relevanter Befund aus aktuellen Marktanalysen:<br /><br />Die Top 100 Künstler generieren über 20 % aller globalen Kunstverkäufe (<a href="https://zipdo.co/arts-industry-statistics/?utm_source=chatgpt.com">ZipDo</a>). Der Markt ist also nicht breit verteilt, sondern extrem konzentriert.</p>



<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="7X1sHLB91p"><a href="https://arttrado.de/news/banksy-stallone-dylan-warum-im-kunstmarkt-der-name-mehr-zaehlt-als-das-meisterwerk/">Banksy, Stallone, Dylan: Warum im Kunstmarkt der Name mehr zählt als das Meisterwerk</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Banksy, Stallone, Dylan: Warum im Kunstmarkt der Name mehr zählt als das Meisterwerk&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/banksy-stallone-dylan-warum-im-kunstmarkt-der-name-mehr-zaehlt-als-das-meisterwerk/embed/#?secret=5F5YxPdEnk#?secret=7X1sHLB91p" data-secret="7X1sHLB91p" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">4. Europa: Künstler sind strukturell einkommensschwach</h4>



<p>Auch in Europa zeigt sich ein klares Muster:</p>
<p>&#8211; Künstler liegen im Schnitt unterhalb der Einkommensverteilung vergleichbarer Berufsgruppen</p>
<p>&#8211; ihre Position entspricht etwa 0,5 bis 1 Dezil niedrigerem Einkommensniveau als andere Professionals (<a href="https://www.ifo.de/en/cesifo/publications/2026/working-paper/les-miserables-labour-market-outcomes-among-artists-europe?utm_source=chatgpt.com">ifo Institut</a>)<br />Teilzeit, Mehrfachjobs und prekäre Beschäftigung sind überdurchschnittlich häufig</p>



<p>Fazit: Kunst ist kein „überfüllter Markt“, sondern ein prekärer Arbeitsmarkt mit hoher Eintrittsrate und niedriger Stabilität.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">5. Der digitale Effekt: mehr Sichtbarkeit – aber keine bessere Verteilung</h4>



<p>Social Media hat die Zahl sichtbarer Künstler exponentiell erhöht:</p>
<p>jeder kann veröffentlichen<br />jeder konkurriert global<br />jeder ist vergleichbar</p>



<p>Doch das Resultat ist paradox:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Sichtbarkeit ist explodiert – aber die Aufmerksamkeit pro Künstler ist kollabiert.</p>
</blockquote>



<p>Der Effekt ist nicht Demokratisierung, sondern Hyperfragmentierung:</p>
<p>mehr Inhalte<br />weniger nachhaltige Resonanz<br />stärkere algorithmische Selektion</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">6. Die strukturelle Wahrheit: Das System produziert keine „Überzahl“, sondern Unsichtbarkeit</h4>



<p>Der Begriff „zu viele Künstler“ verschleiert ein systemisches Problem:</p>
<p>Die Eintrittsbarrieren sind niedrig<br />die Stabilitätsbarrieren extrem hoch<br />die Erfolgsquote verschwindend gering</p>



<p>Ein realistisches Bild:</p>
<p>Millionen beginnen künstlerisch zu arbeiten<br />nur ein Bruchteil wird institutionell sichtbar<br />ein noch kleinerer Teil wird wirtschaftlich stabil</p>



<p>Der Markt ist nicht überfüllt – er ist <strong>statistisch extrem selektiv</strong>.</p>


<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />


<h4 class="wp-block-heading">Kritisches Fazit: Der Kunstmarkt ist kein Mengenproblem, sondern ein Verteilungsproblem</h4>



<p>Die Behauptung „es gibt zu viele Künstler“ ist analytisch falsch, aber rhetorisch bequem.</p>



<p>Die Daten zeigen ein anderes Bild:</p>
<p>Millionen Künstler stehen einem Milliardenmarkt gegenüber<br />aber der Großteil des Einkommens konzentriert sich auf eine kleine Elite<br />Aufmerksamkeit folgt denselben Konzentrationsmustern wie Kapital</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Der Kunstmarkt ist kein überfüllter Raum. Er ist ein hochgradig ungleich strukturierter Engpass.</p>
</blockquote>



<p>Oder zugespitzt:</p>



<p>Es gibt nicht zu viele Künstler. Es gibt zu wenig Zugang zu den wenigen Positionen, in denen Kunst ökonomisch und institutionell relevant wird.</p>



<h4>Was tatsächlich knapp ist</h4>
<p class="isSelectedEnd">Die eigentliche Knappheit im Kunstmarkt ist nicht Kunst.</p>
<p class="isSelectedEnd">Sie ist Aufmerksamkeit.</p>
<p class="isSelectedEnd">Jedes Jahr entstehen Millionen neuer Werke, Portfolios und künstlerischer Positionen. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die diese Arbeiten tatsächlich wahrnehmen, bewerten, vermitteln oder sammeln, nur sehr begrenzt. Während das Angebot nahezu unbegrenzt skalierbar geworden ist, bleibt Aufmerksamkeit eine endliche Ressource.</p>
<p class="isSelectedEnd">Dadurch entsteht ein struktureller Engpass:</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht jeder Künstler konkurriert um Verkäufe.</p>
<p class="isSelectedEnd">Jeder Künstler konkurriert zunächst darum, überhaupt gesehen zu werden.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wer Sichtbarkeit erhält, gewinnt leichter Zugang zu Ausstellungen, Medien, Sammlern und institutioneller Anerkennung. Wer diese Sichtbarkeit nicht erreicht, bleibt oft unabhängig von Qualität oder Talent außerhalb der relevanten Marktstrukturen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die verbreitete Aussage „Es gibt zu viele Künstler“ beschreibt deshalb nicht die Ursache des Problems, sondern dessen Symptom.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Daten legen eine andere Interpretation nahe:</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht die Zahl der Künstler ist außergewöhnlich hoch. Außergewöhnlich ist die Konzentration von Aufmerksamkeit, Kapital und Marktzugängen auf einen sehr kleinen Teil des Systems.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die entscheidende Frage lautet daher nicht:</p>
<p class="isSelectedEnd">„Wie viele Künstler gibt es?“</p>
<p class="isSelectedEnd">Sondern:</p>
<p class="isSelectedEnd">„Wie werden Sichtbarkeit, Chancen und ökonomische Teilhabe verteilt?“</p>
<p>Erst aus dieser Perspektive wird erkennbar, dass der Kunstmarkt kein Mengenproblem hat. Er hat ein Verteilungsproblem.</p>
<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="VZeLQY24C6"><a href="https://arttrado.de/news/wer-entscheidet-wer-sichtbar-wird-die-machtstrukturen-hinter-dem-kunstmarkt/">Wer entscheidet, wer sichtbar wird? Die Machtstrukturen hinter dem Kunstmarkt</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wer entscheidet, wer sichtbar wird? Die Machtstrukturen hinter dem Kunstmarkt&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/wer-entscheidet-wer-sichtbar-wird-die-machtstrukturen-hinter-dem-kunstmarkt/embed/#?secret=hKoqwGEsxt#?secret=VZeLQY24C6" data-secret="VZeLQY24C6" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild von <a href="https://pixabay.com/de/users/bilgecangurer-2438284/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1937575">Bilge Can Gürer</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1937575">Pixabay. </a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstlerportraets/kunstinterviews/" target="_blank" rel="noopener">Künstlerporträts &amp; Interviews</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Künstler und Galerist Dieter Korb im Interview</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kuenstler-und-galerist-dieter-korb-im-interview/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Dec 2021 10:45:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstinterviews]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlerporträts]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien und Ausstellungsräume]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[Galerist]]></category>
		<category><![CDATA[Spachteltechnik]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Art]]></category>
		<category><![CDATA[Tamara Javurek]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Lörrach]]></category>
		<category><![CDATA[Pop Up Gallery]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Li Chen]]></category>
		<category><![CDATA[pop up]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=10933</guid>

					<description><![CDATA[Künstler und Galerist Dieter Korb im Interview Dieter Korb lebt Kunst &#8211; regelmäßig initiiert er Ausstellungen und bringt dabei nationale <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kuenstler-und-galerist-dieter-korb-im-interview/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Künstler und Galerist Dieter Korb im Interview</span></h3>
<p>Dieter Korb lebt Kunst &#8211; regelmäßig initiiert er Ausstellungen und bringt dabei nationale und internationale Künstler in Lörrach zusammen. Dort lebt und arbeitet der Künstler seit mehr als 30 Jahren, geboren wurde Dieter Korb am 30. September 1952 in Säckingen, heute Bad Säckingen. Seine POP UP Gallery in Lörrach verbindet meist erfahrene und etablierte Künstler mit neuen Künstlern, die auf dem Kunstmarkt ihre ersten Schritte machen. Seine Veranstaltungen ziehen zahlreiche Besucher an und auch von der Corona-Pandemie lässt er sich nicht unterkriegen. Nur das reisen steht aktuell hinten an &#8211;  vor der Pandemie ging Dieter Korb auf Kunstreisen in beeindruckenden Ländern, wie Namibia und Kanada, um sich weiterzubilden und Kontakte zu knüpfen.</p>
<p>Die erste Veranstaltung des neuen Jahres 22 beginnt bereits am 07. Januar:<br />
<a href="https://arttrado.de/news/pop-up-gallery-internationale-kunst-in-loerrach/" target="_blank" rel="noopener">POP UP Gallery &#8211;  Internationale Kunst in Lörrach.</a></p>
<h4>Interview mit Dieter Korb</h4>
<p><strong>Vielen Dank für ihre Zeit! Wo sind Sie grade, wie geht es ihnen und wodran arbeiten Sie aktuell?</strong></p>
<p><em>Ich bin zu Hause und erledige organisatorische Dinge für die heutige Ausstellung.</em></p>
<p><strong>Bei Ihnen bedeutet nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung &#8211; was wird die Besucher im Januar erwarten?</strong></p>
<p><em>Spannende, abstrakte Gemälde von verschiedenen Künstlern, sowie lebensechte Portraits und Schwarzwaldkunst.</em></p>
<p><strong>Von <a href="https://arttrado.de/news/interview-tamara-javurek-maraart-ueber-ihre-anfaenge-zukunftsplaene/" target="_blank" rel="noopener">Tamara Javurek</a> wissen wir bereits, das sie ausgewählte Arbeiten während der Ausstellung präsentieren wird, können Sie schon weitere teilnehmende Künstler verraten?</strong></p>
<p><em>Bernd Schwaer, Sarah Brede, Muna Seiler- Jaleel um nur einige zu nennen&#8230;</em></p>
<p><strong>und wie viele Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt?</strong></p>
<p><em>Pro Ausstellung werden etwa 15 Künstler teilnehmen, je nach Größe 3 &#8211; 6 Arbeiten.</em></p>
<p><strong>Können sich Künstler bei ihnen bewerben oder wie wählen Sie die teilnehmenden Künstler aus?</strong></p>
<p><em>Natürlich können sich Künstler bei mir bewerben. Da ich bei Facebook und Instagram vernetzt bin, erhalte ich auch über diese Medien Anfragen. Hier bin ich mit etwa 1000 Künstlern weltweit vernetzt. Ich treffe folgende Auswahl: ein drittel regionale Künstler, ein drittel überregionale Künstler sowie ein drittel internationale Künstler. Dieser Mix macht eine spannende Ausstellung, was uns die Besucher immer wieder attestieren.</em></p>
<p><strong>Seit knapp 3 Jahren betreiben Sie die POP UP GALLERY in Lörrach, sind aber auch selbst Künstler &#8211; wo liegt aktuell Ihr Schwerpunkt?</strong></p>
<p><em>Bei meiner Kunst liegt der Schwerpunkt in der Spachtel und Rakeltechnik. Als zweites beschäftige ich mich mit der Bauhaus-Kunst, ich nenne sie BauArt.</em></p>
<p><figure id="attachment_10934" aria-describedby="caption-attachment-10934" style="width: 457px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/ADK-316-ca.-100-x-200-cm.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-10934" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/ADK-316-ca.-100-x-200-cm.jpg" alt="Kunst in Lörrach Pop Up Gallery Dieter Korb Atelier Kunst kaufen arttrado online galerie" width="457" height="343" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/ADK-316-ca.-100-x-200-cm.jpg 457w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/12/ADK-316-ca.-100-x-200-cm-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 457px) 100vw, 457px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10934" class="wp-caption-text">ADK 316 &#8211; ca. 100 x 200 cm (c) Dieter Korb</figcaption></figure></p>
<p><strong>Können Sie sich auch POP-UP Ausstellungen über die Grenzen von Lörrach hinaus vorstellen? bzw. in welcher Stadt würden Sie gerne einmal ausstellen?</strong></p>
<p><em>Ja, das wäre toll einem anderen Publikum Kunst nahe bringen. Freiburg, Straßburg oder Zürich wären meine nächsten Ziele.</em></p>
<p><strong>Was ist die größte Herausforderung für Galeristen?</strong></p>
<p><em>Pop Up Gallery heist ja, sie öffnet irgendwann und schliesst auch irgendwann. Da ich immer Immobilien-Leerstände suche und auch keine volle Miete bezahlen kann, ist es immer ein finanzielles Risiko für mich. Wenn ich plus minus null herauskomme, habe ich alles richtig gemacht.</em></p>
<p><strong>Fühlen Sie sich als Galerist für ihre Künstler verantwortlich?</strong></p>
<p><em>Natürlich, speziell junge Künstler die zum Teil ihre ersten Ausstellung bei mir machen. Hier unterstütze ich mit Rat und Tat.</em></p>
<p><strong>Studien aus diesem Jahr besagen, dass 9 von 10 Galerien ohne Verträge mit ihren Künstlern arbeiten, wie stehen Sie dazu?</strong></p>
<p><em>Ich mache keine Verträge, sondern eine Vereinbarung, damit sich der Künstler auch der Ernsthaftigkeit einer solchen Ausstellung bewusst ist.</em></p>
<p><strong>Gibt es etwas, was Sie auf dem Kunstmarkt gerne ändern würden?</strong></p>
<p><em>Ja, die astronomischen Preise, die bei Versteigerungen erzielt werden. Sie stellen keine Realität der Kunst her und verderben den Charakter der Menschen.</em></p>
<p><strong>Was bedeutet für Sie eigentlich Kunst?</strong></p>
<p><em>Kunst ist für mich ein Ausdruck, geistreicher Kreativität die einem Zufriedenheit und Ausgeglichenheit gibt.</em></p>
<p><strong>Und welcher Künstler oder Künstlerin hat Sie in den letzten 12 Monaten besonders beeindruckt?</strong></p>
<p><em>Besonders beeindruckt hat mich die Künstlerin Li Chen aus Breisach mit Ihren fantastischen Kopffiguren.</em></p>
<p><strong>Haben Sie einen Ratschlag für andere Künstler bzw. Galeristen?</strong></p>
<p><em>Man muss sich bewusst sein, solche Ausstellungen zu organisieren bedarf sehr sehr viel Zeitaufwand. Die ehrenamtliche Mitarbeiter in Kunstvereinen wissen von was ich spreche.</em></p>
<p><strong>Wer sollte Ihre Ausstellungen auf keinen Fall besuchen?</strong></p>
<p><em>Da gibt es für mich keine Restriktionen. Jeder hat das Recht auf Kunst.</em></p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor, wir wären ein großes Magazin &#8211; die New York Times oder ähnliches &#8211; was würden Sie der Welt gerne noch mit auf den Weg geben?</strong></p>
<p><em>Kümmert Euch nicht nur um die Kunst, sondern auch um die Künstler denn sie machen Kunst erst möglich.</em></p>
<p><strong>Weise Worte! &#8211; Danke für ihre Mühe und viel Erfolg im Januar! </strong></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über den Künstler und Veranstalter Dieter Korb: <a href="https://www.atelierdieterkorb.de/%C3%BCber-mich/">atelierdieterkorb.de</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Lörrach? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1820950&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com </a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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		<item>
		<title>Wann ist man ein Künstler? &#8211; Kunst- und Künstlermarketing Teil 7</title>
		<link>https://arttrado.de/news/wann-ist-man-ein-kuenstler-kunst-und-kuenstlermarketing-teil-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2021 10:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken zum Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarketing]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Kadée]]></category>
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					<description><![CDATA[Kadée´s Gedanken zum Kunstmarkt &#8211; Wann ist man ein Künstler?  Vor 14 Tagen veröffentlichten wir den 6. Teil von „Kadée´s <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/wann-ist-man-ein-kuenstler-kunst-und-kuenstlermarketing-teil-7/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="color: #000000;">Kadée´s Gedanken zum Kunstmarkt &#8211; Wann ist man ein Künstler? </span></h3>
<p>Vor 14 Tagen veröffentlichten wir den 6. Teil von „Kadée´s Gedanken zum Kunstmarkt“. Im letzten Teil klärte Kadée auf; <a href="https://arttrado.de/news/kunst-und-kuenstlermarketing-6-wer-kauft-kunst-und-warum/" target="_blank" rel="noopener">wer Kunst kauft und warum.</a> Diese Woche wirft er einen differenzierten Blick auf Kunstschaffende. Wann ist man ein Künstler?</p>
<p>Unser Interview mit dem Airbrush-Künstler finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/kadee-im-interview-normal-ist-langweilig/" target="_blank" rel="noopener">Kadée im Interview &#8211; Normal ist langweilig</a></p>
<h4>Wann ist man ein/e Künstler/in?</h4>
<p><strong>Ein Gastbeitrag von Klaus – Kadée – Eberhart:</strong><br />
„Jeder Mensch ist ein Künstler“ ist eine häufig verwendete aber unvollständig zitierte Aussage von Josef Beuys. Tatsächlich hat er 1984 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL gesagt: „Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten, er ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt“. Demzufolge wäre jeder Mensch &#8211; also auch jede/r Künstler/in – ebenfalls Sportler, Wissenschaftler, Handwerker etc. etc. nur weil er oder sie eventuell die Fähigkeiten dazu hat. Das darf in der Summe wohl eindeutig bezweifelt werden.</p>
<p>„Jeder Mensch sollte Künstler sein. Alles kann zur schönen Kunst werden.“ So drückte es der deutsche Philosoph Novalis Ende des 19. Jahrhunderts als Möglichkeit oder Wunsch aus, der die besondere Kunstfertigkeit der jeweiligen Profession – Handwerkskunst, Ingenieurskunst usw. &#8211; hervorheben soll.</p>
<p>Mit solch vagen Aussagen geben sich weder der Kunstmarkt noch die Gerichte zufrieden. Auch nicht die Finanzverwaltung, , die Künstler/innen als Freiberufler einstuft. Besonders das Finanzamt prüft gern, ob die künstlerische Tätigkeit als steuerlich „nicht relevante Liebhaberei“ eingestuft wird, weil keine „Gewinnerzielungsabsicht“ erkennbar ist.</p>
<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem Urteil aus dem Jahr 2003 Kriterien entwickelt, die in eine Gesamtwürdigung bei der Frage, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt einzubeziehen sind. Bei einer durch folgende Punkte nachgewiesenen, hauptberuflichen künstlerischen Tätigkeit ist in der Regel nur in Ausnahmefällen eine steuerlich nicht relevante Liebhaberei anzunehmen:</p>
<p>1.) ► Art der künstlerischen Berufsausbildung und Ausbildungsabschluss<br />
2.) ► Künstlerische Tätigkeit als alleinige Existenzgrundlage des Steuerpflichtigen<br />
3.) ► Berufstypische professionelle Vermarktung (z.B. Teilnahme an Ausstellungen);<br />
4.) ► Besondere betriebliche Einrichtungen (z.B. Atelier)<br />
5.) ► Erwähnung in einschlägiger Literatur<br />
6.) ► Erzielung gelegentlicher Überschüsse<br />
7.) ► Schaffung von Werken, die für erwerbswirtschaftliche Verwertung bestimmt sind und daher bei entsprechender Marktnachfrage verkauft werden können.</p>
<p>Bei den Punkten 1.), 3.) und 5.) gibt es eine Übereinstimmung mit den Anforderungen, die in der für eine erfolgversprechende Teilnahme am Kunstmarkt notwendigen Künstlervita gestellt werden. Es wird also klar zwischen Hobbyismus / Amateurtum und Profitum / ernsthafte Künstlerschaft unterschieden.</p>
<p>Der Duden definiert den Begriff Künstler eher knapp mit: „jemand der Kunstwerke hervorbringt oder darstellend aufführend interpretiert“ Hier erlaube ich mir eine Verifizierung: Künstler/in kann man nicht werden, sondern man wird als Künstler/in geboren. Der Drang zu malen, zu musizieren, zu schreiben und sich auf einer Bühne präsentieren zu wollen, ist von klein auf zu spüren.</p>
<p>Ob und in welchem Maße man dann diese Berufung ausübt, entscheiden oft Beschränkungen oder Freiheiten, welche die Gesellschaft auferlegt oder gewährt. Jeder Mensch hat unterschiedliche, meist mehrere kreative Fähigkeiten. Bei Künstler/n/innen sind die Fähigkeiten musischer Art überproportional vorhanden und mit dem Verlangen gekoppelt, seine/ihre Kunst zu leben, zu produzieren und zu zeigen. Wer aufhört zu produzieren, hört auf ein/e Künstler/in zu sein. Ein/e gute/r Künstler/in vereint sowohl Fähigkeiten (Begabung) als auch Fertigkeiten (Handwerk) auf optimale Weise. Wer beides maximal verbinden kann ist ein Genius.</p>
<p>Es beginnt mit der Entscheidung sich selbst als Künstler/in zu deklarieren und diese Berufsbezeichnung überall zu verbreiten. Es hat zu tun mit der Entscheidung vom Verkauf seiner Werke oder künstlerischen Dienstleistungen leben zu wollen, sich eventuell einen Künstlernamen zuzulegen und ihn im Personalausweis eintragen zu lassen. Ernsthafte Künstler/innen können nur eine Produktivität, Gestaltungshöhe und Klasse erreichen, die von Kennern, Sammlern und Käufern akzeptiert und honoriert wird, wenn sie sie sich hauptsächlich oder sogar ausschließlich ihren künstlerischen Tätigkeiten widmen.</p>
<p>Als Künstler/in, gleich welchen Genres, sollte man sich zunächst eine möglichst hohe fachliche Kompetenz aneignen. Das allein ist schon ein enormer Aufwand. Ein akademisches Studium ist nicht zwingend notwendig, wenngleich es in der Vita klar von Vorteil ist. Es ist ratsam eine fundierte Ausbildung zu absolvieren, denn Kreativität ohne die handwerklichen Möglichkeiten für die künstlerische Umsetzung seiner Ideen zum Kunstwerk zu haben, wird in Frustration ohne brauchbares Produkt enden.</p>
<p>In 14 Tagen erläutert Kadée die Unterschiede zwischen Kreativität, Kunst und Kultur – drei nicht deckungsgleiche Begriffe</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über den Künstler Kadée auf seinem Facebook Profil. <a href="https://www.facebook.com/klauskadee.eberhardt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.facebook.com/klauskadee.eberhardt</a></p>
<p>Auf der Suche nach einem besonderen Kunstwerk? – <a href="https://arttrado.de/shop/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gemälde, Fotografien, Kunstdrucke…</a></p>
<p>Neuer Kunst-Kurzfilm von KaKiKunst: <a href="https://arttrado.de/news/kakikunst-ich-bin-je-suis-was-ist-schoen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ICH BIN | JE SUIS  – Was ist schön?</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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