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	<title>Donald Trump Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>Donald Trump Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage</title>
		<link>https://arttrado.de/news/der-fall-robert-kuzovkov-als-ausgangspunkt-einer-groesseren-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:14:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Kunst? Diskussionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Semyon Skrepetsky]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage Der russische Karikaturist und Performancekünstler Robert Kuzovkov, der unter dem Pseudonym <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/der-fall-robert-kuzovkov-als-ausgangspunkt-einer-groesseren-frage/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 data-section-id="idi6tt" data-start="446" data-end="516"><span role="text">Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage</span></h4>
<p data-start="518" data-end="960">Der russische Karikaturist und Performancekünstler Robert Kuzovkov, der unter dem Pseudonym Semyon Skrepetsky arbeitete, wurde im Juni 2026 in Polen erschossen. Die Tat in der Stadt Biała Podlaska sorgte international für Aufmerksamkeit und wird von den Ermittlungsbehörden als möglich politisch motiviertes Verbrechen untersucht. Einer der Tatverdächtigen wurde im Zuge der Ermittlungen in der Nähe des belarussischen Konsulats festgenommen.</p>
<p data-start="962" data-end="1294">Kuzovkov war in der Kunstszene vor allem für seine satirischen Darstellungen politischer Führungspersonen bekannt, darunter Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko und Ramsan Kadyrow. Seine Arbeiten verbreiteten sich stark über soziale Netzwerke und machten ihn international sichtbar – zugleich aber auch zu einer umstrittenen Figur.</p>
<hr data-start="1296" data-end="1299" />
<h4 data-section-id="1k7vu49" data-start="1301" data-end="1361"><span role="text">Zwischen Kunst, Konflikt und digitaler Öffentlichkeit</span></h4>
<p data-start="1363" data-end="1622">Die Diskussion um Robert Kuzovkov geht weit über einen einzelnen Fall hinaus. Sie berührt grundlegende Fragen nach der Rolle politischer Satire in einer digitalisierten Öffentlichkeit, in der Bilder schneller zirkulieren und stärker polarisieren als je zuvor.</p>
<p data-start="1624" data-end="1982">Seine künstlerische Praxis bewegte sich dabei stets im Spannungsfeld zwischen politischer Kritik, globaler Reichweite und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung. Gerade diese Dynamik macht deutlich, wie sich die Wirkung politischer Karikaturen im digitalen Zeitalter verändert hat – und warum sie weiterhin als potenziell riskante Ausdrucksform gelten.</p>
<hr data-start="1984" data-end="1987" />
<h4 data-section-id="1uvl26z" data-start="1989" data-end="2043"><span role="text">Künstlerisches Profil und politische Zuspitzung</span></h4>
<p data-start="2045" data-end="2537">Kuzovkov arbeitete als Maler und Performancekünstler und entwickelte eine Bildsprache, die bewusst mit Überzeichnung und politischer Symbolik operierte. Neben klassischen Porträts autoritärer Staatsfiguren sorgte insbesondere ein Werk für Aufmerksamkeit, das er während eines Aufenthalts in Berlin vor der russischen Botschaft präsentierte. Darin wird eine historische Figur gezeigt, die einen infantil dargestellten Putin im Arm hält – eine bewusste Zuspitzung politischer Machtverhältnisse.</p>
<p data-start="2539" data-end="2907">Seit 2021 lebte der Künstler in Polen. Kurz vor seinem Tod veröffentlichte er zudem Hinweise auf Drohungen, die er nach eigenen Angaben über soziale Netzwerke erhalten hatte. Diese Veröffentlichungen deuteten auf eine zunehmend angespannte digitale Kommunikationslage hin, in der politische Satire nicht nur Zustimmung, sondern auch massive Ablehnung hervorrufen kann.</p>
<p data-start="2909" data-end="3198">In diesem Kontext wurde Kuzovkov auch in die umstrittene Datenbank „Myrotvorets“ aufgenommen – ein inoffizielles Online-Register, das Personen als Gegner der Ukraine einstuft. Nach seinem Tod wurde sein Eintrag entsprechend aktualisiert, was international Kritik und Diskussionen auslöste.</p>
<hr data-start="3200" data-end="3203" />
<h4 data-section-id="zeuwoz" data-start="3205" data-end="3272"><span role="text">Die Kraft der Karikatur: Verdichtung von Macht in einem Bild</span></h4>
<p data-start="3274" data-end="3468">Karikaturen gehören zu den ältesten Formen politischer Bildkritik. Ihre besondere Wirkung liegt in der radikalen Reduktion komplexer Zusammenhänge auf eine sofort verständliche visuelle Aussage.</p>
<p data-start="3470" data-end="3644">Diese Verdichtung ist kein Nebenprodukt, sondern das zentrale Prinzip der Gattung: Karikaturen wirken unmittelbar, ohne sprachliche Vermittlung oder lange Kontextualisierung.</p>
<p data-start="3646" data-end="3942">Schon im 19. Jahrhundert nutzten Künstler wie Honoré Daumier die Zeichnung als politisches Instrument. Seine satirischen Arbeiten gegen die französische Monarchie führten sogar zu seiner Inhaftierung – ein frühes Beispiel für die konflikthafte Beziehung zwischen Bildsatire und politischer Macht.</p>
<hr data-start="3944" data-end="3947" />
<h4 data-section-id="1mxvcoz" data-start="3949" data-end="3998"><span role="text">Historische Entwicklung politischer Satire</span></h4>
<p data-start="4000" data-end="4291">Im Verlauf des 19. Jahrhunderts etablierte sich die politische Karikatur als fester Bestandteil öffentlicher Debatten. In den USA wurde Thomas Nast durch seine Zeichnungen gegen politische Korruption im Umfeld von „Boss Tweed“ bekannt und prägte damit die politische Bildsprache seiner Zeit.</p>
<p data-start="4293" data-end="4587">Im 20. und 21. Jahrhundert verschob sich die Reichweite politischer Karikaturen zunehmend in globale Kontexte. Besonders deutlich wurde dies bei den Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung <em data-start="4485" data-end="4502">Jyllands-Posten</em> (2005), die weltweit Debatten über Meinungsfreiheit und religiöse Grenzen auslösten.</p>
<p data-start="4589" data-end="4795">Spätestens mit dem Anschlag auf die Redaktion von <em data-start="4639" data-end="4654">Charlie Hebdo</em> im Jahr 2015 wurde sichtbar, dass politische Bildsatire nicht nur symbolische, sondern auch reale gesellschaftliche Konflikte auslösen kann.</p>
<hr data-start="4797" data-end="4800" />
<h4 data-section-id="k66dow" data-start="4802" data-end="4853"><span role="text">Digitale Beschleunigung und neue Reichweiten</span></h4>
<p data-start="4855" data-end="5029">Im digitalen Zeitalter hat sich die Verbreitung politischer Karikaturen grundlegend verändert. Was früher Tage oder Wochen dauerte, geschieht heute innerhalb weniger Minuten.</p>
<p data-start="5031" data-end="5238">Über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Plattformen können einzelne Bilder weltweit viral gehen. Dadurch steigt nicht nur die Reichweite, sondern auch die Geschwindigkeit gesellschaftlicher Reaktionen.</p>
<p data-start="5240" data-end="5376">Karikaturen sind damit nicht länger nur Teil klassischer Medienstrukturen, sondern unmittelbare Akteure globaler Kommunikationsprozesse.</p>
<hr data-start="5378" data-end="5381" />
<h4 data-section-id="18vfdud" data-start="5383" data-end="5451"><span role="text">Jacques Tilly und die globale Sichtbarkeit politischer Satire</span></h4>
<p data-start="5453" data-end="5693">Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung ist der deutsche Wagenbauer Jacques Tilly. Seine Karnevalswagen greifen regelmäßig politische Figuren wie Wladimir Putin oder Donald Trump auf und verbreiten sich international in kürzester Zeit.</p>
<p data-start="5695" data-end="6069"><a href="https://arttrado.de/news/8%c2%bd-jahre-haft-in-russland-jacques-tilly-verurteilt-angriff-auf-kunstfreiheit/" target="_blank" rel="noopener">Im Jahr 2026 wurde Tilly in Russland in Abwesenheit zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt</a> – aufgrund satirischer Darstellungen politischer Führungspersonen. Der Fall wurde international als Angriff auf künstlerische Freiheit bewertet und zeigt, wie stark visuelle Satire auch außerhalb ihres ursprünglichen kulturellen Kontextes politische Reaktionen hervorrufen kann.</p>
<hr data-start="6071" data-end="6074" />
<h4 data-section-id="1qneo5p" data-start="6076" data-end="6131"><span role="text">Warum Karikaturen politische Macht herausfordern</span></h4>
<p data-start="6133" data-end="6268">Die anhaltende Sensibilität gegenüber Karikaturen liegt weniger in ihrer künstlerischen Komplexität als in ihrer unmittelbaren Wirkung.</p>
<p data-start="6270" data-end="6510">Sie benötigen keine Übersetzung, keine ausführliche Erklärung und keine mediale Vermittlung. Durch Symbolik, Übertreibung und Wiedererkennung können sie politische Machtverhältnisse innerhalb von Sekunden sichtbar – und angreifbar – machen.</p>
<p data-start="6512" data-end="6685">Während Texte gefiltert, interpretiert oder umgedeutet werden können, wirkt die Karikatur direkt auf die visuelle Wahrnehmung. Genau darin liegt ihre politische Sprengkraft.</p>
<hr data-start="6687" data-end="6690" />
<h4 data-section-id="46xkxg" data-start="6692" data-end="6747"><span role="text">Robert Kuzovkov im Kontext moderner Satirekultur</span></h4>
<p data-start="6749" data-end="7008">Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die Arbeiten von Robert Kuzovkov einordnen. Seine Kunst war Teil einer digitalen Bildkultur, in der politische Aussagen nicht mehr ausschließlich über klassische Medien, sondern über globale Netzwerke verbreitet werden.</p>
<p data-start="7010" data-end="7272">Ob sein Werk langfristig kunsthistorisch eingeordnet werden wird, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass sein Fall Teil einer größeren Entwicklung ist: der Transformation politischer Karikatur in eine globale, digitale und hochreaktive Form visueller Kommunikation.</p>
<hr data-start="7274" data-end="7277" />
<h4 data-section-id="1vlf1sk" data-start="7279" data-end="7353"><span role="text">Fazit: Karikatur als dauerhafte Herausforderung politischer Systeme</span></h4>
<p data-start="7355" data-end="7585">Die Geschichte der politischen Karikatur zeigt eine konstante Spannung zwischen Kunstfreiheit und Macht. Je stärker öffentliche Kommunikation kontrolliert wird, desto empfindlicher reagieren politische Systeme auf visuelle Satire.</p>
<p data-start="7587" data-end="7772">Von Daumier über Nast bis zu heutigen digitalen Künstlern zieht sich eine Linie, die zeigt: Karikaturen sind kein Randphänomen, sondern ein dauerhaftes Mittel gesellschaftlicher Kritik.</p>
<p data-start="7774" data-end="7868">Im digitalen Zeitalter hat sich vor allem ihre Geschwindigkeit verändert – nicht ihre Wirkung.</p>
<p data-start="7870" data-end="8022">Die zentrale Frage bleibt daher bestehen: Warum besitzen einfache Bilder auch heute noch die Fähigkeit, politische Macht so unmittelbar herauszufordern?</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Robert Kuzovkov. Foto: Telegram</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Asghar Farhadi: Wenn Infrastruktur zum Kriegsziel wird</title>
		<link>https://arttrado.de/news/asghar-farhadi-wenn-infrastruktur-zum-kriegsziel-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 10:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und politik]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Asghar Farhadi]]></category>
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					<description><![CDATA[Asghar Farhadi: Wenn Infrastruktur zum Kriegsziel wird Es sind nicht nur Bomben, die Kriege definieren. Es sind Worte. Drohungen. Narrative. <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/asghar-farhadi-wenn-infrastruktur-zum-kriegsziel-wird/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Asghar Farhadi: Wenn Infrastruktur zum Kriegsziel wird</h4>
<p>Es sind nicht nur Bomben, die Kriege definieren. Es sind Worte. Drohungen. Narrative. Und manchmal sind es Künstler, die sich dazwischenstellen.</p>
<p>Der iranische Regisseur Asghar Farhadi, zweifacher Oscar-Preisträger, hat in diesen Tagen einen ungewöhnlich direkten Appell formuliert: Künstler weltweit sollten ihre Stimme erheben – gegen die drohende Zerstörung ziviler Infrastruktur im Iran. Seine Worte sind keine abstrakte Geste, sondern eine Reaktion auf eine geopolitische Eskalation, die längst konkrete Formen angenommen hat.</p>
<h4>Die Drohung: Infrastruktur als Kriegsziel</h4>
<p>Ausgangspunkt ist eine Serie weitreichender Aussagen von Donald Trump. Der US-Präsident hatte öffentlich damit gedroht, zentrale iranische Infrastrukturen – darunter Energieversorgung und Verkehrsnetze – zu zerstören, sollte Teheran nicht auf politische Forderungen eingehen.</p>
<p>Diese Drohungen sind kein rhetorisches Beiwerk. Seit Ende Februar 2026 eskaliert der Konflikt militärisch – begleitet von Luftangriffen, Cyberattacken und wachsender regionaler Instabilität.</p>
<p>Besonders brisant: Angriffe auf zivile Infrastruktur gelten nach internationalem Recht als potenzielle Kriegsverbrechen – eine Einschätzung, die von Juristen ebenso geteilt wird wie von internationalen Organisationen.</p>
<p>Für die Bevölkerung bedeutet das etwas sehr Konkretes: die Angst vor Stromausfällen, zusammenbrechender Versorgung und einem Alltag, der innerhalb weniger Stunden kollabieren kann.</p>
<h4>Farhadis Intervention: Kunst als moralische Instanz</h4>
<p>Hier setzt Asghar Farhadi an – nicht als Politiker, sondern als Erzähler.</p>
<p>„Die Infrastruktur gehört dem Volk“, erklärt er. Ihre Zerstörung sei nicht nur ein Angriff auf Gebäude, sondern auf „Leben und Würde“. Zugleich bezeichnet er solche Angriffe explizit als Kriegsverbrechen und ruft Künstler dazu auf, sich öffentlich dagegen zu positionieren.</p>
<p>Das ist bemerkenswert. Denn Farhadi ist kein staatstreuer Kulturschaffender. Im Gegenteil: Seine Filme – darunter Nader und Simin – Eine Trennung und The Salesman – sind international gefeiert, gerade weil sie die Widersprüche der iranischen Gesellschaft offenlegen.</p>
<p>Dass ausgerechnet ein Regisseur, der das eigene System immer wieder kritisch beleuchtet hat, nun zur Verteidigung der Zivilgesellschaft aufruft, verschiebt die Perspektive:<br />
Es geht nicht um Regime oder Ideologie – sondern um Menschen.</p>
<h4>Die stille Front: Zivilgesellschaft im Ausnahmezustand</h4>
<p>Während politische Akteure mit Ultimaten operieren, reagiert die iranische Gesellschaft auf andere Weise. Berichte sprechen davon, dass Bürger symbolische Schutzketten um Energieanlagen bilden – aus Angst vor Angriffen auf lebenswichtige Infrastruktur.</p>
<p>Diese Bilder wirken beinahe surreal: Menschen, die Kraftwerke schützen – nicht aus militärischer Logik, sondern aus existenzieller Notwendigkeit.</p>
<p>Hier berührt sich Farhadis Appell mit der Realität auf der Straße. Seine Forderung nach einer „gemeinsamen Stimme“ ist keine abstrakte Utopie, sondern spiegelt eine bereits existierende Praxis: zivilen Widerstand gegen die Logik der Eskalation.</p>
<h4>Was kann Kunst in einem Krieg bewirken?</h4>
<p>Die eigentliche Frage bleibt unbequem:<br />
Was bringt ein solcher Appell?</p>
<p>Künstler stoppen keine Raketen. Sie verhandeln keine Waffenstillstände. Und doch verschieben sie etwas Entscheidendes: die Wahrnehmung.</p>
<p>Farhadi erinnert daran, dass Infrastruktur keine strategische Variable ist, sondern die Grundlage des Lebens. Wasser, Strom, Kommunikation – all das bleibt unsichtbar, bis es zerstört wird.</p>
<p>Indem er diese Perspektive ins Zentrum rückt, entzieht er der militärischen Logik ihre scheinbare Neutralität. Ein Angriff auf Infrastruktur wird wieder zu dem, was er ist: ein Angriff auf Zivilisten.</p>
<h4>Zwischen Moral und Ohnmacht</h4>
<p>Farhadis Appell ist letztlich auch ein Dokument der Ohnmacht – und genau darin liegt seine Stärke.</p>
<p>In einer Zeit, in der politische Sprache zunehmend entgrenzt wirkt („eine ganze Zivilisation könnte sterben“, wie Donald Trump formulierte), setzt er auf eine andere Form von Sprache: eine, die verbindet statt eskaliert.</p>
<p>Ob diese Stimme gehört wird, bleibt offen.<br />
Aber sie existiert – und sie widerspricht.</p>
<p>Vielleicht ist das heute die wichtigste Funktion von Kunst.</p>
<h4>Wer ist Asghar Farhadi?</h4>
<p>Asghar Farhadi zählt zu den bedeutendsten Gegenwartsregisseuren des internationalen Kinos. Der 1972 im Iran geborene Filmemacher wurde vor allem durch seine präzisen, moralisch vielschichtigen Dramen bekannt, in denen private Konflikte gesellschaftliche Spannungen sichtbar machen.</p>
<p>Sein Film Nader und Simin – Eine Trennung gewann 2012 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film, ebenso wie The Salesman einige Jahre später. Beide Werke erzählen keine großen politischen Geschichten im klassischen Sinne – und sind doch hochpolitisch, weil sie die Fragilität von Wahrheit, Gerechtigkeit und sozialer Ordnung im Alltag zeigen.</p>
<p>Typisch für Farhadi ist eine Erzählweise, die auf eindeutige Schuldzuweisungen verzichtet. Stattdessen zwingt er sein Publikum, Ambivalenzen auszuhalten. Genau darin liegt auch die Verbindung zu seinem aktuellen Appell: Wer die Komplexität menschlicher Lebensrealitäten ernst nimmt, kann die Zerstörung ziviler Grundlagen nicht als „strategische Option“ akzeptieren.</p>
<p>Dass Farhadi sich nun öffentlich äußert, ist deshalb mehr als eine politische Stellungnahme – es ist die konsequente Fortsetzung seines künstlerischen Denkens mit anderen Mitteln.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<div class="entry-content">
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
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</div>
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			</item>
		<item>
		<title>MAKE ME GREAT AGAIN: Donald Trump von Jana Merkens</title>
		<link>https://arttrado.de/news/make-me-great-again-donald-trump-von-jana-merkens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 10:53:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[make me great again]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und politik]]></category>
		<category><![CDATA[Mirjana "Kika" Milosevic]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
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					<description><![CDATA[MAKE ME GREAT AGAIN: Donald Trump von Jana Merkens Jana Merkens hat gestern auf Facebook ihr neuestes Werk präsentiert. Einen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/make-me-great-again-donald-trump-von-jana-merkens/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>MAKE ME GREAT AGAIN: Donald Trump von Jana Merkens</h3>
<p>Jana Merkens hat gestern auf Facebook ihr neuestes Werk präsentiert. Einen hyperrealistischen Donald Trump mit einem Pappschild, auf diesem steht &#8222;MAKE ME GREAT AGAIN&#8220;. Dazu schreibt die Künstlerin: &#8222;Donald Trump nach Rauswurf aus dem Weißen Haus scheinbar obdachlos!!! Hat er doch zu viele Schulden??? Na Hauptsache die Friese  sitzt! Material Silikon, Gips, PU-Schaum, Glasaugen, Echthaar und ca. 3 Tonnen Wellaflex. Größe: 90cm.&#8220;</p>
<p><strong>Donald Trump &#8211; Make Me Great Again</strong></p>
<p><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-7462 size-large" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-1024x768.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-1024x768.jpg 1024w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-300x225.jpg 300w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-768x576.jpg 768w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-1536x1152.jpg 1536w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-800x600.jpg 800w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3-600x450.jpg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-3.jpg 2016w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span data-offset-key="6n7bo-0-0">Das Feedback ist </span><span id="decorator-synonym-entity-id-19" data-entity-key="19" data-offset-key="6n7bo-1-0"><span data-offset-key="6n7bo-1-0">p</span></span><span data-offset-key="6n7bo-2-0">ositiv, einigen fehlt allerdings noch der Wahnsinn in den Augen und der orange Teint. So ist es kein Wunder, das, dass Kunstwerk bereits einen interessierten Kunstsammler überzeugen konnte. Vermutlich  wird das Kunstwerk leider nicht öffentlich zugänglich sein.  Die Donald-Trump-Figur geht in einen Privatbesitz nach Österreich.</span></p>
<h4>Jana Merkens</h4>
<p>Die Künstlerin Jana Merkens hat einen persönlichen Bezug zu den Vereinigten Staaten,  Sie studierte 2 Jahre in San Francisco an der Academy of Art University, danach besuchte Sie für ein weiteres Jahr  die Kunstakademie in Münster.  Es folgte an der Alanus Hochschule in Bonn der Bachelor in Kunstpädagogik und Therapie, danach der Master an der Universität  Duisburg-Essen. Während ihres Bachelors traute Sie sich das erste Mal an den Hyperrealismus und sammelte autodidaktisch  Informationen, Tipps und Tricks. Unter anderem über Youtube-Tutorials oder durch Besuche im Museum Ludwig.</p>
<p>Neben dem obdachlosen Trump gibt es auch noch eine obdachlose Angela Merkel. Jane Merkens hat lange überlegt, ob Sie es so umsetzen kann, soll und darf, schließlich könnten die Werke auch rufschädigend verstanden werden. Sie kam zu dem Entschluss, die Werke zu veröffentlichen und zu verkaufen, weil Kunst auch mal provozieren darf.</p>
<figure id="attachment_7465" aria-describedby="caption-attachment-7465" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7465 size-large" src="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-768x1024.jpg 768w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-225x300.jpg 225w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-1152x1536.jpg 1152w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-800x1067.jpg 800w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4-600x800.jpg 600w, https://arttrado.de/wp-content/uploads/2021/01/donald-4.jpg 1283w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7465" class="wp-caption-text">Jana Merkens bei der Arbeit.</figcaption></figure>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Weitere Informationen über die Künstlerin: <a href="https://www.jana-kunst.de/">www.jana-kunst.de</a></p>
<p>Nach dem Lockdown bietet Sie auch wieder Workshops in ihrer Werkstatt an: <a href="https://www.kunstwerkstatt-schneckenhaus.de/">kunstwerkstatt-schneckenhaus.de</a></p>
<p>Auf Instagram finden Sie die Künstlerin hier: <a href="https://www.instagram.com/janamerkens.art/">Instagram-Fotos und -Videos</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/">Interview| Arttrado.de</a></p>
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