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	<title>Kunst und Recht Archive - Arttrado.de</title>
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	<title>Kunst und Recht Archive - Arttrado.de</title>
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		<title>Verschollener Picasso taucht bei Drogenrazzia auf &#8211; Millionenwert</title>
		<link>https://arttrado.de/news/verschollener-picasso-taucht-bei-drogenrazzia-auf-millionenwert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 14:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verlorene und wiederentdeckte Kunstwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein gestohlener Picasso, ein Drogennetzwerk und viele offene Fragen Eigentlich suchten die Ermittler nach Drogen, Bargeld und Beweisen für organisierte <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/verschollener-picasso-taucht-bei-drogenrazzia-auf-millionenwert/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein gestohlener Picasso, ein Drogennetzwerk und viele offene Fragen</h4>



<p>Eigentlich suchten die Ermittler nach Drogen, Bargeld und Beweisen für organisierte Kriminalität. Stattdessen fanden sie eines der wertvollsten Kulturgüter der Welt: ein authentisches Gemälde von Pablo Picasso.</p>



<p>Der spektakuläre Fund gelang bei einer Drogenrazzia im Pariser Umland. In einem Haus in der östlichen Metropolregion von Paris stießen Ermittler neben Cannabis, Bargeld und Luxusgütern auf ein bislang nicht öffentlich benanntes Picasso-Gemälde. Die französischen Behörden bestätigten inzwischen die Echtheit des Werks und leiteten Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei ein.</p>



<p>Die Schlagzeile klingt wie ein Kriminalroman. Tatsächlich führt der Fall jedoch weit tiefer – in die Welt milliardenschwerer Kunstsammlungen, privater Hochsicherheitslager und eines internationalen Kunstmarktes, auf dem Meisterwerke nicht nur kulturelle Ikonen, sondern auch Vermögenswerte von enormer Bedeutung sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Warum ausgerechnet ein Picasso?</h4>



<p>Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um ein Porträt von Marie-Thérèse Walter, jener Frau, die Kunsthistoriker häufig als Picassos wichtigste Muse der 1930er-Jahre bezeichnen. Der genaue Titel des Gemäldes wurde bislang nicht veröffentlicht. Der geschätzte Marktwert soll zwischen zwölf und fünfzehn Millionen Euro liegen.</p>



<p>Für den Kunstmarkt ist diese Information von besonderer Bedeutung.</p>



<p>Marie-Thérèse Walter nimmt innerhalb von Picassos Werk eine einzigartige Stellung ein. Als Picasso ihr 1927 in Paris begegnete, war sie erst 17 Jahre alt. Der Künstler war bereits weltberühmt und mit der russischen Tänzerin Olga Chochlowa verheiratet. Aus der geheimen Beziehung entstand eine Werkgruppe, die heute zu den begehrtesten und teuersten Serien der modernen Kunst zählt.</p>



<p>Viele der höchsten Auktionsergebnisse Picassos stehen in direktem Zusammenhang mit Darstellungen von Marie-Thérèse. Werke wie „Le Rêve“, „Femme à la montre“ oder „Nu au plateau de sculpteur“ gehören zu den Ikonen des internationalen Kunstmarktes und erzielten bei Auktionen teilweise dreistellige Millionenbeträge.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die goldene Phase Picassos</h4>



<p>Die frühen 1930er-Jahre gelten als eine der kreativsten und erfolgreichsten Phasen in Picassos Schaffen. Die Darstellungen Marie-Thérèses unterscheiden sich deutlich von seinem früheren analytischen Kubismus.</p>



<p>An die Stelle scharfer geometrischer Formen treten weiche Linien, intensive Farben und eine fast traumhafte Sinnlichkeit. Die Gemälde verbinden emotionale Nähe mit künstlerischer Innovation. Genau diese Kombination macht sie bis heute für Sammler besonders attraktiv.</p>



<p>Kunsthistoriker betrachten die Marie-Thérèse-Periode als einen Wendepunkt in Picassos Werk. Sie markiert den Übergang von experimenteller Formanalyse zu einer persönlicheren, emotional aufgeladenen Bildsprache. Die Bilder wirken zugänglicher als viele frühere Arbeiten, ohne ihre künstlerische Komplexität zu verlieren.</p>



<p>Besonders interessant ist die Vermutung, dass das nun entdeckte Werk aus dem Jahr 1937 stammen könnte. Dieses Jahr markiert einen entscheidenden Einschnitt in Picassos Leben. Während er gleichzeitig an seinem monumentalen Antikriegswerk „Guernica“ arbeitet, gerät seine Beziehung zu Marie-Thérèse zunehmend unter Druck. Die Fotografin und Künstlerin Dora Maar tritt in sein Leben und wird zu einer neuen zentralen Figur.</p>



<p>In zahlreichen Gemälden dieser Zeit verschmelzen die Gesichtszüge beider Frauen. Kunsthistoriker interpretieren diese Werke als Spiegelbild eines inneren Konflikts zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Leidenschaft und Verpflichtung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das eigentliche Rätsel: Woher kam das Bild?</h4>



<p>Noch bemerkenswerter als der Fund selbst ist die Geschichte hinter dem Diebstahl.</p>



<p>Nach bisherigen Ermittlungen gehörte das Gemälde einer Sammlerin aus Singapur und befand sich in einem professionellen Kunstlager in Paris. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Lagerunternehmens soll das Werk entwendet haben. Seine Erklärung gegenüber den Behörden klingt ungewöhnlich: Er habe mit der Aktion auf Sicherheitslücken aufmerksam machen wollen.</p>



<p>Ob diese Darstellung glaubwürdig ist, bleibt offen.</p>



<p>Besonders erstaunlich ist ein anderer Aspekt: Der Diebstahl war offenbar nie öffentlich bekannt geworden.</p>



<p>Normalerweise werden gestohlene Meisterwerke innerhalb kürzester Zeit internationalen Fahndungsdatenbanken gemeldet. Dass ein Picasso im Wert von mehreren Millionen Euro verschwinden konnte, ohne größere öffentliche Aufmerksamkeit auszulösen, wirft Fragen nach den Sicherheits- und Kontrollmechanismen im internationalen Kunstmarkt auf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die verborgene Welt der Kunstlager</h4>



<p>Der aktuelle Fall lenkt den Blick auf einen Bereich der Kunstwelt, der normalerweise im Verborgenen bleibt.</p>



<p>Weltweit lagern Kunstwerke im Wert von vielen Milliarden Euro in privaten Depots und Hochsicherheitslagern. Zahlreiche Werke verlassen diese Einrichtungen über Jahre oder sogar Jahrzehnte nicht. Sammler nutzen solche Lager aus logistischen, steuerlichen oder sicherheitsrelevanten Gründen.</p>



<p>Die Öffentlichkeit verbindet Kunst meist mit Museen, Ausstellungen oder Auktionen. Tatsächlich befindet sich jedoch ein erheblicher Teil bedeutender Kunstwerke außerhalb jeder öffentlichen Sichtbarkeit.</p>



<p>Manche Experten sprechen von einer „unsichtbaren Sammlung der Welt“, die in Lagerhallen, Tresorräumen und klimatisierten Depots aufbewahrt wird. Der Picasso-Fund zeigt, wie schwer nachvollziehbar die Wege solcher Werke mitunter werden können.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Warum Meisterwerke für Kriminelle interessant sind</h4>



<p>Auf den ersten Blick erscheint es paradox: Ein gestohlener Picasso ist praktisch unverkäuflich.</p>



<p>Gerade darin liegt jedoch sein besonderer Wert.</p>



<p>International bekannte Meisterwerke lassen sich auf dem regulären Kunstmarkt kaum unauffällig verkaufen. Jede bedeutende Galerie, jedes große Auktionshaus und jedes Museum prüft Herkunft, Eigentumsverhältnisse und Registrierungen.</p>



<p>Dennoch tauchen gestohlene Kunstwerke immer wieder im Umfeld organisierter Kriminalität auf.</p>



<p>Experten für Kunstkriminalität weisen seit Jahren darauf hin, dass Spitzenwerke häufig nicht für den direkten Verkauf bestimmt sind. Stattdessen dienen sie als Sicherheit für Kredite, als Tauschobjekte innerhalb krimineller Netzwerke oder als exklusive Vermögensreserve.</p>



<p>Ein Picasso erfüllt in solchen Kreisen eine ähnliche Funktion wie Gold oder Diamanten – allerdings mit einem deutlich höheren Prestige.</p>



<p>Ob das nun entdeckte Gemälde tatsächlich Teil solcher Strukturen war oder lediglich als Versteck diente, müssen die laufenden Ermittlungen klären.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Fall, der die Kunstwelt beschäftigt</h4>



<p>Der Fund reiht sich in eine lange Serie spektakulärer Wiederentdeckungen ein. Immer wieder tauchen Werke berühmter Künstler nach Jahren oder Jahrzehnten überraschend wieder auf. Oft geschieht dies nicht durch gezielte Kunstfahndung, sondern eher zufällig im Rahmen anderer Ermittlungen.</p>



<p>Der aktuelle Fall ist jedoch besonders bemerkenswert, weil er gleich mehrere sensible Bereiche des Kunstmarktes berührt: die Sicherheit privater Kunstlager, die Transparenz von Eigentumsverhältnissen und die Rolle hochpreisiger Kunst als globaler Vermögenswert.</p>



<p>Er zeigt, dass Meisterwerke heute nicht nur kulturelle Bedeutung besitzen, sondern längst Teil eines internationalen Finanz- und Investitionssystems geworden sind.</p>
<h4>Hintergrund: Warum Paris ein Zentrum für private Kunstlager ist</h4>
<p class="isSelectedEnd">Paris zählt neben Genf, Luxemburg, London, New York und Singapur zu den wichtigsten Standorten für die Lagerung hochpreisiger Kunstwerke. In spezialisierten Hochsicherheitsdepots lagern dort Gemälde, Skulpturen und Sammlungen im Wert von Milliarden Euro.</p>
<p class="isSelectedEnd">Viele dieser Werke befinden sich nicht in Museen oder Ausstellungen, sondern in klimatisierten Lagerhallen mit strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sammler, Investoren, Galerien und Nachlässe nutzen solche Einrichtungen, um Kunstwerke zu schützen, zwischenzulagern oder für spätere Verkäufe bereitzuhalten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Für die Öffentlichkeit bleibt ein großer Teil dieser Bestände unsichtbar. Manche Werke verlassen ihre Depots über Jahre oder sogar Jahrzehnte nicht. Experten sprechen deshalb gelegentlich von einer „verborgenen Kunstwelt“, deren Umfang sich nur schwer beziffern lässt.</p>
<p>Genau deshalb sorgt der aktuelle Picasso-Fall für Aufmerksamkeit. Wenn ein Werk im Millionenwert aus einem professionellen Kunstlager verschwindet und erst durch eine Drogenrazzia wieder auftaucht, wirft das Fragen nach Sicherheit, Kontrolle und Transparenz in einem der diskretesten Bereiche des internationalen Kunstmarktes auf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>

<p>Der eigentliche Skandal dieses Falls besteht nicht darin, dass ein Picasso bei einer Drogenrazzia gefunden wurde.</p>
<p>Bemerkenswert ist vielmehr, dass ein Millionenwerk aus einer der bedeutendsten Schaffensphasen Pablo Picassos offenbar unbemerkt aus einem professionellen Kunstlager verschwinden konnte und erst durch Ermittlungen gegen mutmaßliche Drogendealer wieder auftauchte.</p>
<p>Der Fund offenbart die enge Verbindung zwischen Kunst, Vermögen, Sicherheit und Kriminalität. Er zeigt, dass Meisterwerke heute längst nicht mehr nur kulturelle Ikonen sind, sondern auch hochpreisige Vermögenswerte innerhalb eines globalen Marktes, dessen verborgenste Strukturen selbst für Experten oft schwer durchschaubar bleiben.</p>
<p>Der Fall wirft damit Fragen auf, die weit über den Diebstahl eines einzelnen Gemäldes hinausgehen: Wie sicher sind private Kunstlager tatsächlich? Wie transparent sind Eigentums- und Kontrollstrukturen im internationalen Kunsthandel? Und wie viele bedeutende Werke befinden sich heute außerhalb jeder öffentlichen Sichtbarkeit?</p>
<p>Die Geschichte des wiederentdeckten Picasso ist deshalb mehr als eine spektakuläre Polizeimeldung. Sie zeigt, dass die größten Risiken für bedeutende Kunstwerke heute nicht zwangsläufig in spektakulären Museumseinbrüchen liegen. Sie entstehen oft dort, wo Kunst als Vermögenswert behandelt wird und hinter den Mauern privater Lagerhäuser verschwindet. Je unsichtbarer Kunst wird, desto schwieriger wird ihre Kontrolle.</p>
<p><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="pSSk3k9W8W"><a href="https://arttrado.de/news/wifredo-lam-und-picasso-in-new-york-galerie-gmurzynska-erzaehlt-kunstgeschichte/">Wifredo Lam und Picasso in New York: Galerie Gmurzynska erzählt Kunstgeschichte</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Wifredo Lam und Picasso in New York: Galerie Gmurzynska erzählt Kunstgeschichte&#8220; &#8211; Arttrado.de" src="https://arttrado.de/news/wifredo-lam-und-picasso-in-new-york-galerie-gmurzynska-erzaehlt-kunstgeschichte/embed/#?secret=5A9sqViZ5y#?secret=pSSk3k9W8W" data-secret="pSSk3k9W8W" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>

<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage</title>
		<link>https://arttrado.de/news/der-fall-robert-kuzovkov-als-ausgangspunkt-einer-groesseren-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:14:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Kunst? Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Tilly]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
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		<category><![CDATA[Wladimir Putin]]></category>
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		<category><![CDATA[kunstfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage Der russische Karikaturist und Performancekünstler Robert Kuzovkov, der unter dem Pseudonym <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/der-fall-robert-kuzovkov-als-ausgangspunkt-einer-groesseren-frage/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 data-section-id="idi6tt" data-start="446" data-end="516"><span role="text">Der Fall Robert Kuzovkov als Ausgangspunkt einer größeren Frage</span></h4>
<p data-start="518" data-end="960">Der russische Karikaturist und Performancekünstler Robert Kuzovkov, der unter dem Pseudonym Semyon Skrepetsky arbeitete, wurde im Juni 2026 in Polen erschossen. Die Tat in der Stadt Biała Podlaska sorgte international für Aufmerksamkeit und wird von den Ermittlungsbehörden als möglich politisch motiviertes Verbrechen untersucht. Einer der Tatverdächtigen wurde im Zuge der Ermittlungen in der Nähe des belarussischen Konsulats festgenommen.</p>
<p data-start="962" data-end="1294">Kuzovkov war in der Kunstszene vor allem für seine satirischen Darstellungen politischer Führungspersonen bekannt, darunter Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko und Ramsan Kadyrow. Seine Arbeiten verbreiteten sich stark über soziale Netzwerke und machten ihn international sichtbar – zugleich aber auch zu einer umstrittenen Figur.</p>
<hr data-start="1296" data-end="1299" />
<h4 data-section-id="1k7vu49" data-start="1301" data-end="1361"><span role="text">Zwischen Kunst, Konflikt und digitaler Öffentlichkeit</span></h4>
<p data-start="1363" data-end="1622">Die Diskussion um Robert Kuzovkov geht weit über einen einzelnen Fall hinaus. Sie berührt grundlegende Fragen nach der Rolle politischer Satire in einer digitalisierten Öffentlichkeit, in der Bilder schneller zirkulieren und stärker polarisieren als je zuvor.</p>
<p data-start="1624" data-end="1982">Seine künstlerische Praxis bewegte sich dabei stets im Spannungsfeld zwischen politischer Kritik, globaler Reichweite und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung. Gerade diese Dynamik macht deutlich, wie sich die Wirkung politischer Karikaturen im digitalen Zeitalter verändert hat – und warum sie weiterhin als potenziell riskante Ausdrucksform gelten.</p>
<hr data-start="1984" data-end="1987" />
<h4 data-section-id="1uvl26z" data-start="1989" data-end="2043"><span role="text">Künstlerisches Profil und politische Zuspitzung</span></h4>
<p data-start="2045" data-end="2537">Kuzovkov arbeitete als Maler und Performancekünstler und entwickelte eine Bildsprache, die bewusst mit Überzeichnung und politischer Symbolik operierte. Neben klassischen Porträts autoritärer Staatsfiguren sorgte insbesondere ein Werk für Aufmerksamkeit, das er während eines Aufenthalts in Berlin vor der russischen Botschaft präsentierte. Darin wird eine historische Figur gezeigt, die einen infantil dargestellten Putin im Arm hält – eine bewusste Zuspitzung politischer Machtverhältnisse.</p>
<p data-start="2539" data-end="2907">Seit 2021 lebte der Künstler in Polen. Kurz vor seinem Tod veröffentlichte er zudem Hinweise auf Drohungen, die er nach eigenen Angaben über soziale Netzwerke erhalten hatte. Diese Veröffentlichungen deuteten auf eine zunehmend angespannte digitale Kommunikationslage hin, in der politische Satire nicht nur Zustimmung, sondern auch massive Ablehnung hervorrufen kann.</p>
<p data-start="2909" data-end="3198">In diesem Kontext wurde Kuzovkov auch in die umstrittene Datenbank „Myrotvorets“ aufgenommen – ein inoffizielles Online-Register, das Personen als Gegner der Ukraine einstuft. Nach seinem Tod wurde sein Eintrag entsprechend aktualisiert, was international Kritik und Diskussionen auslöste.</p>
<hr data-start="3200" data-end="3203" />
<h4 data-section-id="zeuwoz" data-start="3205" data-end="3272"><span role="text">Die Kraft der Karikatur: Verdichtung von Macht in einem Bild</span></h4>
<p data-start="3274" data-end="3468">Karikaturen gehören zu den ältesten Formen politischer Bildkritik. Ihre besondere Wirkung liegt in der radikalen Reduktion komplexer Zusammenhänge auf eine sofort verständliche visuelle Aussage.</p>
<p data-start="3470" data-end="3644">Diese Verdichtung ist kein Nebenprodukt, sondern das zentrale Prinzip der Gattung: Karikaturen wirken unmittelbar, ohne sprachliche Vermittlung oder lange Kontextualisierung.</p>
<p data-start="3646" data-end="3942">Schon im 19. Jahrhundert nutzten Künstler wie Honoré Daumier die Zeichnung als politisches Instrument. Seine satirischen Arbeiten gegen die französische Monarchie führten sogar zu seiner Inhaftierung – ein frühes Beispiel für die konflikthafte Beziehung zwischen Bildsatire und politischer Macht.</p>
<hr data-start="3944" data-end="3947" />
<h4 data-section-id="1mxvcoz" data-start="3949" data-end="3998"><span role="text">Historische Entwicklung politischer Satire</span></h4>
<p data-start="4000" data-end="4291">Im Verlauf des 19. Jahrhunderts etablierte sich die politische Karikatur als fester Bestandteil öffentlicher Debatten. In den USA wurde Thomas Nast durch seine Zeichnungen gegen politische Korruption im Umfeld von „Boss Tweed“ bekannt und prägte damit die politische Bildsprache seiner Zeit.</p>
<p data-start="4293" data-end="4587">Im 20. und 21. Jahrhundert verschob sich die Reichweite politischer Karikaturen zunehmend in globale Kontexte. Besonders deutlich wurde dies bei den Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung <em data-start="4485" data-end="4502">Jyllands-Posten</em> (2005), die weltweit Debatten über Meinungsfreiheit und religiöse Grenzen auslösten.</p>
<p data-start="4589" data-end="4795">Spätestens mit dem Anschlag auf die Redaktion von <em data-start="4639" data-end="4654">Charlie Hebdo</em> im Jahr 2015 wurde sichtbar, dass politische Bildsatire nicht nur symbolische, sondern auch reale gesellschaftliche Konflikte auslösen kann.</p>
<hr data-start="4797" data-end="4800" />
<h4 data-section-id="k66dow" data-start="4802" data-end="4853"><span role="text">Digitale Beschleunigung und neue Reichweiten</span></h4>
<p data-start="4855" data-end="5029">Im digitalen Zeitalter hat sich die Verbreitung politischer Karikaturen grundlegend verändert. Was früher Tage oder Wochen dauerte, geschieht heute innerhalb weniger Minuten.</p>
<p data-start="5031" data-end="5238">Über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Plattformen können einzelne Bilder weltweit viral gehen. Dadurch steigt nicht nur die Reichweite, sondern auch die Geschwindigkeit gesellschaftlicher Reaktionen.</p>
<p data-start="5240" data-end="5376">Karikaturen sind damit nicht länger nur Teil klassischer Medienstrukturen, sondern unmittelbare Akteure globaler Kommunikationsprozesse.</p>
<hr data-start="5378" data-end="5381" />
<h4 data-section-id="18vfdud" data-start="5383" data-end="5451"><span role="text">Jacques Tilly und die globale Sichtbarkeit politischer Satire</span></h4>
<p data-start="5453" data-end="5693">Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung ist der deutsche Wagenbauer Jacques Tilly. Seine Karnevalswagen greifen regelmäßig politische Figuren wie Wladimir Putin oder Donald Trump auf und verbreiten sich international in kürzester Zeit.</p>
<p data-start="5695" data-end="6069"><a href="https://arttrado.de/news/8%c2%bd-jahre-haft-in-russland-jacques-tilly-verurteilt-angriff-auf-kunstfreiheit/" target="_blank" rel="noopener">Im Jahr 2026 wurde Tilly in Russland in Abwesenheit zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt</a> – aufgrund satirischer Darstellungen politischer Führungspersonen. Der Fall wurde international als Angriff auf künstlerische Freiheit bewertet und zeigt, wie stark visuelle Satire auch außerhalb ihres ursprünglichen kulturellen Kontextes politische Reaktionen hervorrufen kann.</p>
<hr data-start="6071" data-end="6074" />
<h4 data-section-id="1qneo5p" data-start="6076" data-end="6131"><span role="text">Warum Karikaturen politische Macht herausfordern</span></h4>
<p data-start="6133" data-end="6268">Die anhaltende Sensibilität gegenüber Karikaturen liegt weniger in ihrer künstlerischen Komplexität als in ihrer unmittelbaren Wirkung.</p>
<p data-start="6270" data-end="6510">Sie benötigen keine Übersetzung, keine ausführliche Erklärung und keine mediale Vermittlung. Durch Symbolik, Übertreibung und Wiedererkennung können sie politische Machtverhältnisse innerhalb von Sekunden sichtbar – und angreifbar – machen.</p>
<p data-start="6512" data-end="6685">Während Texte gefiltert, interpretiert oder umgedeutet werden können, wirkt die Karikatur direkt auf die visuelle Wahrnehmung. Genau darin liegt ihre politische Sprengkraft.</p>
<hr data-start="6687" data-end="6690" />
<h4 data-section-id="46xkxg" data-start="6692" data-end="6747"><span role="text">Robert Kuzovkov im Kontext moderner Satirekultur</span></h4>
<p data-start="6749" data-end="7008">Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die Arbeiten von Robert Kuzovkov einordnen. Seine Kunst war Teil einer digitalen Bildkultur, in der politische Aussagen nicht mehr ausschließlich über klassische Medien, sondern über globale Netzwerke verbreitet werden.</p>
<p data-start="7010" data-end="7272">Ob sein Werk langfristig kunsthistorisch eingeordnet werden wird, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass sein Fall Teil einer größeren Entwicklung ist: der Transformation politischer Karikatur in eine globale, digitale und hochreaktive Form visueller Kommunikation.</p>
<hr data-start="7274" data-end="7277" />
<h4 data-section-id="1vlf1sk" data-start="7279" data-end="7353"><span role="text">Fazit: Karikatur als dauerhafte Herausforderung politischer Systeme</span></h4>
<p data-start="7355" data-end="7585">Die Geschichte der politischen Karikatur zeigt eine konstante Spannung zwischen Kunstfreiheit und Macht. Je stärker öffentliche Kommunikation kontrolliert wird, desto empfindlicher reagieren politische Systeme auf visuelle Satire.</p>
<p data-start="7587" data-end="7772">Von Daumier über Nast bis zu heutigen digitalen Künstlern zieht sich eine Linie, die zeigt: Karikaturen sind kein Randphänomen, sondern ein dauerhaftes Mittel gesellschaftlicher Kritik.</p>
<p data-start="7774" data-end="7868">Im digitalen Zeitalter hat sich vor allem ihre Geschwindigkeit verändert – nicht ihre Wirkung.</p>
<p data-start="7870" data-end="8022">Die zentrale Frage bleibt daher bestehen: Warum besitzen einfache Bilder auch heute noch die Fähigkeit, politische Macht so unmittelbar herauszufordern?</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild: Robert Kuzovkov. Foto: Telegram</p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kulturgutschutzgesetz: Warum es auch für zeitgenössische Kunst entscheidend ist</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kulturgutschutzgesetz-warum-es-auch-fuer-zeitgenoessische-kunst-entscheidend-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 15:08:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunsttransport]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst Tipps und Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=19557</guid>

					<description><![CDATA[Kulturgutschutzgesetz: Unsichtbare Infrastruktur des Kunstmarkts Wenn Kunstwerke international reisen – etwa zu Messen wie der TEFAF New York – steht <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kulturgutschutzgesetz-warum-es-auch-fuer-zeitgenoessische-kunst-entscheidend-ist/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Kulturgutschutzgesetz: Unsichtbare Infrastruktur des Kunstmarkts</h4>
<p>Wenn Kunstwerke international reisen – etwa zu Messen wie der <a href="https://arttrado.de/news/tefaf-new-york-2026-die-wichtigste-kunstmesse-im-internationalen-kalender/" target="_blank" rel="noopener">TEFAF New York</a> – steht hinter dem sichtbaren Kunstbetrieb ein komplexes rechtliches und logistisches System. Ein zentraler Bestandteil davon ist das deutsche Kulturgutschutzgesetz (KGSG).</p>
<h4>Was ist das Kulturgutschutzgesetz?</h4>
<p>Das deutsche Kulturgutschutzgesetz (KGSG) dient dem Schutz national bedeutender Kulturgüter und regelt deren Ausfuhr ins Ausland. Ziel ist es, Kunstwerke von besonderem kulturellen Wert im Inland zu bewahren und gleichzeitig einen transparenten, rechtssicheren internationalen Kunsthandel zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gesetz betrifft unter anderem:</p>
<p>die Ausfuhr von Kunstwerken außerhalb der EU<br />
die Einstufung von Objekten als „national wertvolles Kulturgut“<br />
die Prüfung von Provenienz und Eigentumsketten<br />
sowie die Ausstellung von Exportgenehmigungen<br />
Relevanz für den internationalen Kunstmarkt</p>
<p>Im globalisierten Kunstmarkt ist der Transport von Werken über Ländergrenzen hinweg Alltag – insbesondere bei großen Messen wie der TEFAF New York, Art Basel oder Frieze.</p>
<p>Bevor Werke exportiert werden dürfen, müssen sie in vielen Fällen:</p>
<p>dokumentiert<br />
auf ihre Herkunft geprüft<br />
und behördlich genehmigt werden</p>
<p>Gerade bei höherwertigen oder kunsthistorisch bedeutenden Arbeiten ist dieser Prozess verpflichtend.</p>
<h4>Beispiel aus der Praxis: TEFAF und internationale Transporte</h4>
<p>Ein typisches Beispiel ist der Transport bedeutender Nachkriegs- und Moderne-Werke zu internationalen Messen.</p>
<p>Wenn etwa eine Galerie wie <a href="https://arttrado.de/news/tefaf-new-york-2026-beck-eggeling-zeigt-piero-manzoni-und-moderne/" target="_blank" rel="noopener">Beck &amp; Eggeling ein Werk von Piero Manzoni</a> aus der Serie Achrome zur TEFAF New York bringt, beginnt der Prozess lange vor dem eigentlichen Transport:</p>
<p>Zunächst wird die Provenienz des Werks geprüft (Herkunft, Eigentum, Ausstellungshistorie)<br />
Danach erfolgt die Einordnung im Rahmen des Kulturgutschutzgesetzes<br />
Anschließend werden Exportgenehmigungen beantragt, falls erforderlich<br />
Erst nach Freigabe darf das Werk in speziellen Kunsttransporten international verschickt werden</p>
<p>Der Transport selbst erfolgt meist unter hohen Sicherheitsstandards, inklusive klimatisierter Spezialverpackungen und dokumentierter Begleitung.</p>
<h4>Gilt das auch für zeitgenössische Kunst?</h4>
<p>Ja – und genau hier wird das Gesetz zunehmend relevanter.</p>
<p>Auch zeitgenössische Werke können unter das Kulturgutschutzgesetz fallen, insbesondere wenn:</p>
<p>sie einen hohen Marktwert erreichen<br />
in bedeutenden Ausstellungen gezeigt werden<br />
oder eine besondere kulturelle Relevanz besitzen</p>
<p>Damit betrifft das Gesetz nicht nur klassische „Museumswerke“, sondern auch aktuelle Positionen des Kunstmarkts.</p>
<p>Für junge Künstler:innen bedeutet das indirekt: Sobald ihre Werke international gehandelt oder ausgestellt werden, entstehen ähnliche strukturelle Anforderungen wie bei historischer Kunst.</p>
<h4>Bedeutung für Galerien und Künstler:innen</h4>
<p>Für Galerien ist das Kulturgutschutzgesetz längst Teil der täglichen Praxis. Besonders im internationalen Messekontext bedeutet das:</p>
<p>frühzeitige Planung von Transporten<br />
rechtliche Prüfung jedes einzelnen Werkes<br />
enge Abstimmung mit Behörden und Speditionen<br />
vollständige Dokumentation der Werke</p>
<p>Diese Prozesse sind zwar oft unsichtbar, bilden aber die Grundlage für den reibungslosen globalen Kunstbetrieb.</p>
<h4>Fazit: Unsichtbare Struktur des Kunstmarkts</h4>
<p>Das Kulturgutschutzgesetz zeigt, dass der internationale Kunstmarkt nicht nur von künstlerischen Positionen, sondern auch von rechtlichen und logistischen Strukturen geprägt ist.</p>
<p>Gerade in einer Zeit, in der zeitgenössische Kunst global zirkuliert, beeinflusst das Gesetz nicht nur den Handel. Sondern auch die Sichtbarkeit und Mobilität von Kunstwerken weltweit.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/news/category/kunstveranstaltungen-klare-empfehlung/" target="_blank" rel="noopener">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>8½ Jahre Haft in Russland: Jacques Tilly verurteilt – Angriff auf Kunstfreiheit?</title>
		<link>https://arttrado.de/news/8%c2%bd-jahre-haft-in-russland-jacques-tilly-verurteilt-angriff-auf-kunstfreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 19:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und recht]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Graf Lambsdorff]]></category>
		<category><![CDATA[Nathanael Liminski]]></category>
		<category><![CDATA[Mona Neubaur]]></category>
		<category><![CDATA[Hendrik Wüst]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Tilly]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und politik]]></category>
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					<description><![CDATA[8½ Jahre Haft in Russland: Jacques Tilly verurteilt Jacques Tilly, geboren 1963 in Düsseldorf, gehört zu den einflussreichsten politischen Satirikern <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/8%c2%bd-jahre-haft-in-russland-jacques-tilly-verurteilt-angriff-auf-kunstfreiheit/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>8½ Jahre Haft in Russland: Jacques Tilly verurteilt</h4>
<p>Jacques Tilly, geboren 1963 in Düsseldorf, gehört zu den einflussreichsten politischen Satirikern Deutschlands. Mit seinen überdimensionalen Papier-maché-Figuren kommentiert er seit Jahrzehnten gesellschaftliche und politische Themen – von innenpolitischen Kontroversen bis zu internationalen Machtstrukturen.</p>
<p>Seine Karnevalswagen, die regelmäßig auf den Umzügen in Düsseldorf, Mainz oder Köln zu sehen sind, sind oft provokativ und polarisierend. Tilly kombiniert Humor mit scharfer Kritik und erreicht so ein Millionenpublikum, das sich in seinen Arbeiten wiedererkennt oder kontrovers diskutiert.</p>
<p>Zu seinen bekanntesten Projekten zählen Mottowagen zu aktuellen politischen Krisen, zu Wahlen oder globalen Konflikten. Mit seinem unverwechselbaren Stil hat Tilly die politische Karikatur im öffentlichen Raum neu definiert. Das jüngste Urteil in Russland unterstreicht einmal mehr die Bedeutung seiner Kunst – und die Risiken, die Satire in autoritären Kontexten birgt.</p>
<h4>Urteil wegen Satire über Putin und Kirche</h4>
<p>Die russische Justiz befand Tilly für schuldig, angeblich religiöse Gefühle verletzt und Falschnachrichten über das russische Militär verbreitet zu haben. Auslöser des Verfahrens waren satirische Karnevalsmotive, die Tilly in seinen berühmten Rosenmontags‑Mottowagen zeigte, darunter provokative Darstellungen des russischen Präsidenten Vladimir Putin zusammen mit dem Patriarchen der russisch‑orthodoxen Kirche – eine Darstellung, die in Russland als besonders beleidigend bewertet wurde.</p>
<p>Zusätzlich zur Haftstrafe sieht das Urteil eine Geldbuße und ein Arbeitsverbot in Russland vor – Maßnahmen, die rechtlich außerhalb russischer Grenzen jedoch keine Durchsetzung finden dürften.</p>
<h4>Tilly reagiert gelassen – Kritik an Russland</h4>
<p>Der Düsseldorfer Künstler, der seit den 1980er‑Jahren mit seinen papier‑maché‑Sculpturen die politischen Umzüge im Rheinland prägt, bezeichnete das Urteil als „lächerlich“ und „paranoiden Quatsch“. Er betonte, dass es in Russland wenig Verständnis für Satire und kritische Kunst gebe und sieht in dem Urteil vielmehr einen Beweis dafür, wie wirkungsvoll seine Arbeit ist.</p>
<p>Tilly, der in Deutschland lebt, muss nicht ausreisen und ist vor einer Auslieferung durch das deutsche Grundgesetz geschützt. Dennoch kritisiert er die Verhandlung als „Farce“ und als gezielten Angriff auf Meinungs‑ und Kunstfreiheit.</p>
<h4>Deutsche Politik und Szene zeigen Solidarität</h4>
<p>In Deutschland stößt das Urteil auf deutliche Kritik aus Politik und Kultur: Vertreter aus Bund und dem Bundesland Nordrhein‑Westfalen sehen den Vorgang als politisch motivierten Einschüchterungsversuch eines autoritären Systems. Sie betonen die Bedeutung von Satire als unverzichtbaren Teil demokratischer Debatten und künstlerischer Freiheit.</p>
<p>Auch die Fastnachtsszene zeigt Tilly breite Unterstützung: Verbände und Karnevalsgesellschaften kündigten an, sich nicht einschüchtern zu lassen und weiter politische Karikatur in ihren Wagen zu zeigen – gerade weil Satire „Schmerz ausübt und Wirkung zeigt“.</p>
<p>Unter den Stimmen:</p>
<p>Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein‑Westfalen, bezeichnete das Urteil als „Angriff auf die Kunstfreiheit“ und unterstrich die Notwendigkeit, Künstler:innen in ihrer Arbeit zu unterstützen.</p>
<p>Mona Neubaur (Grüne), stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW, kritisierte das Verfahren scharf und sprach von einem repressiven Vorgehen gegen freie Meinungsäußerung.</p>
<p>Nathanael Liminski (CDU), NRW-Europaminister, nannte das Urteil politisch motiviert und hob die zentrale Rolle von Satire in einer demokratischen Gesellschaft hervor.</p>
<p>Alexander Graf Lambsdorff, deutscher Botschafter in Moskau, zeigte sich „empört“ über das Urteil und bezeichnete das Verfahren als Kriminalisierung von Kunst und Satire.</p>
<h4>Tillys Kunst im Kontext der politischen Satire</h4>
<p>Jacques Tilly ist einer der profiliertesten politischen Satiriker Deutschlands. Seine überdimensionalen Figuren in Papier‑maché‑Technik kommentieren seit Jahrzehnten gesellschaftliche und politische Themen – von innenpolitischer Kritik bis zu globalen Machtstrukturen. Viele seiner Arbeiten lösen regelmäßig kontroverse Diskussionen aus, unabhängig davon, wie provokativ sie politisch sein mögen.</p>
<p>Mit dem Russland‑Urteil rückt erneut die Frage in den Fokus, wie weit Kunst gehen darf, wenn sie politische Autoritäten kritisch beleuchtet – und wie unterschiedlich Regierungen auf künstlerische Kritik reagieren.</p>
<p>Fazit: Ein in Moskau gefälltes Urteil mit internationalem Echo – aber ohne direkte rechtliche Konsequenzen für Tilly außerhalb Russlands. Die Debatte um Kunstfreiheit, politische Satire und Meinungsfreiheit bleibt damit hochaktuell.</p>
<h4>Kunstfreiheit unter Druck – warum Satire unverzichtbar ist</h4>
<p>Das Russland-Urteil gegen Jacques Tilly verdeutlicht einmal mehr, wie verletzlich Kunstfreiheit in autoritären Kontexten ist. Satire, politische Karikatur und provokative Kunst leben davon, gesellschaftliche Missstände sichtbar zu machen, Macht zu hinterfragen und Debatten anzustoßen.</p>
<p>Jacques Tillys Arbeiten zeigen exemplarisch, dass künstlerische Freiheit nicht nur ein ästhetisches Recht ist, sondern ein demokratisches Grundprinzip. Sie fordert Meinungsvielfalt, kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit politischer Realität. Einschränkungen dieser Freiheit – sei es durch staatliche Repression oder juristische Verfolgung – treffen nicht nur den einzelnen Künstler, sondern die Gesellschaft insgesamt.</p>
<p>Die internationale Solidarität mit Tilly, die Reaktionen aus Politik und Karnevalsszene sowie die mediale Aufmerksamkeit unterstreichen, dass Kunst nicht neutral ist: Sie wirkt, provoziert, hinterfragt – und sie braucht Schutz, gerade dort, wo sie unbequem wird.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Titelbild Quelle Instagram: <a href="https://www.instagram.com/p/DIJaZpLNjx-/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/p/DIJaZpLNjx-/</a></p>
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		<title>Künstler Leon Löwentraut und Galerist Dirk Geuer Streit beigelegt</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kuenstler-leon-loewentraut-und-galerist-dirk-geuer-streit-beigelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 18:53:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz und Knapp]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und recht]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Leon Löwentraut]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Geuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstler Leon Löwentraut und Galerist Dirk Geuer Streit beigelegt In dem Rechtsstreit zwischen dem Künstler Leon Löwentraut und dem Galeristen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kuenstler-leon-loewentraut-und-galerist-dirk-geuer-streit-beigelegt/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Künstler Leon Löwentraut und Galerist Dirk Geuer Streit beigelegt</h4>
<p>In dem Rechtsstreit zwischen dem Künstler Leon Löwentraut und dem Galeristen Dirk Geuer haben sich die Parteien auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt. Danach sind alle vorherigen Streitigkeiten, bei denen es u.a. um unterschiedliche Auffassungen zu Vertragsangelegenheiten ging, abschließend und unwiderruflich beigelegt sowie die Prozessverfahren vor dem Landgericht und Oberlandesgericht Düsseldorf endgültig beendet. Über den Inhalt des Vergleichs haben beide Parteien – wie in solchen Fällen üblich &#8211; Stillschweigen vereinbart. Mit der Einigung bleibt beiden Parteien eine womöglich langfristige gerichtliche Auseinandersetzung erspart.</p>
<h4>Leon Löwentraut – ultra-contemporary</h4>
<p>Leon Löwentraut (Jahrgang 1998) hat mit seinem markanten und ausdrucksstarken Stil schnell Aufmerksamkeit erregt. Seine spürbar energievollen Arbeiten schweben zwischen Figuration und Abstraktion. Mit beeindruckender Geschwindigkeit hat sich der junge Künstler einen Namen in der internationalen Kunstwelt gemacht. Auf Instagram hat der 26-jährige Ausnahmekünstler mehr als 800.000 Follower.</p>
<p>Die Arbeiten des in der Nähe von Düsseldorf und hauptsächlich in Portugal lebenden und arbeitenden Künstlers wurden bereits in internationalen Museen wie u.a. dem Kunstforum Wien, dem Palazzo Medici Riccardi in Florenz, der geschichtsträchtigen Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig, dem Bayerischen Nationalmuseum in München, dem Osthaus Museum in Hagen, dem Puschkin-Museum in St. Petersburg sowie in Galerien, u.a. in New York, Miami, London, Madrid, Ibiza, Kopenhagen und Zürich gezeigt. Zudem werden seine Werke auf wichtigen Kunstmessen wie der Art Karlsruhe, der Art Miami, Art Salon Zürich und der Art Toronto präsentiert.</p>
<p>Malen versteht Leon Löwentraut als einen künstlerisch forschenden Erkenntnisprozess: Ergebnis offen.</p>
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</blockquote>
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		<title>Tag der Kunstfreiheit &#8222;Freedom of Art Day&#8220; am 10. Juni 2023 in Wiesbaden</title>
		<link>https://arttrado.de/news/tag-der-kunstfreiheit-freedom-of-art-day-am-10-juni-2023-in-wiesbaden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jun 2023 14:57:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Ist das Kunst? Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gustave Courbet]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Wiesbaden]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Irene Langemann]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Schmitt]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Samstag, den 10. Juni 2023 wird in Wiesbaden zum ersten Mal der Internationale Tag der Kunstfreiheit, der „Freedom of <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/tag-der-kunstfreiheit-freedom-of-art-day-am-10-juni-2023-in-wiesbaden/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag, den 10. Juni 2023 wird in Wiesbaden zum ersten Mal der Internationale Tag der Kunstfreiheit, der „Freedom of Art Day“ gefeiert. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag im vergangenen Jahr von Georg Schmitt. Einem Autor und Künstler, der in Wiesbaden lebt und arbeitet. Angesichts der weltweit zunehmend bedrohlichen Situation, der sich viele Künstlerinnen und Künstler ausgesetzt sehen, möchte der „Freedom of Art Day“ das öffentliche Interesse auf die oftmals existentiell bedrohte Lage von künstlerisch aktiven Menschen in repressiven Staaten lenken.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/Cs8icLgseRC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/Cs8icLgseRC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Kunstlabor für angewandte Kreativität (@laborwestend)</a></p>
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<p>Im Kunstraum „Labor Westend“ in Wiesbaden, wo der „Freedom of Art Day“ begangen wird, werden anhand ausgewählter Länder und Biographien Schicksale anschaulich und Fakten zugänglich gemacht. Eine kleine Ausstellung von Kunstwerken bedrohter KünstlerInnen ergänzt die Dokumentation. Ebenfalls die Aufführung mehrerer Dokumentarfilme zum Thema wie etwa Irene Langemanns „Pawlenski – Der Mensch und die Macht“ oder „Courage“ des belarussischen Filmemachers Aliaksei Paluyan.</p>
<p>Georg Schmitt, der Initiator der Veranstaltung, steht seit vielen Monaten in Kontakt mit betroffenen Künstlern und Filmemachern. Wie etwa mit Nima Sarvestani, einem iranischen Filmemacher und Aktivisten, der in Stockholm lebt. Mit belarussischen Künstlern und Aktivisten, die in Polen im Exil leben bzw. eine längere Haftstrafe in Belarus verbüßen oder auch mit dem aus Moskau stammenden Journalisten und Künstler Anton Derbenev. Mit einigen von ihnen hat Schmitt vorab ausführliche Interviews zur Thematik geführt und sie auf der Homepage<a href="http://www.foad.info" target="_blank" rel="noopener"> www.foad.info</a> veröffentlicht.</p>
<h4>Freedom of Art Day &#8211; Unterstützung von Stadt und Land&#8230;</h4>
<p>Durch die freundliche Unterstützung des „Freedom of Art Day“ seitens des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden sowie des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst war es möglich, betroffene Künstler aus dem In- und Ausland am 10. Juni nach Wiesbaden einzuladen.</p>
<p>Geplant ist eine Diskussion mit den eingeladenen Gästen zum Stand der Dinge in Sachen &#8222;Bedrohte Freiheit der Kunst&#8220;. (Unter anderem auch mit Adele Cheraghi, der Sprecherin der Iranian Independent Filmmakers Association). Anlässlich des Zusammenkommens soll eine „Wiesbadener Deklaration“ zur Bedrohung der Kunstfreiheit veröffentlicht werden.</p>
<h4>Analog zum Tag der Pressefreiheit</h4>
<p>Analog zum Tag der Pressefreiheit, der vor nunmehr knapp dreißig Jahren ins Leben gerufen wurde, möchte der Internationale Tag der Kunstfreiheit betroffene und aktive Menschen vernetzen. Ihre Arbeit publik und auf das Schicksal verfolgter KünstlerInnen aufmerksam machen.</p>
<h4>Geburtstag von Gustave Courbet</h4>
<p>Der 10. Juni wurde gewählt, weil an diesem Tag der französische Maler Gustave Courbet zur Welt kam. Dessen Werk „L&#8217;Origine du monde“ aus dem Jahr 1866 eine der ersten Kunst-Kontroversen der Neuzeit entfachte.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Location: Kunstlabor für angewandte Kreativität: Gneisenausstraße 2, Wiesbaden.</p>
<p>Sie planen einen Besuch in Wiesbaden? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1822614&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com </a></p>
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		<title>Buchheim. Künstler, Sammler, Alleskönner?</title>
		<link>https://arttrado.de/news/buchheim-kuenstler-sammler-alleskoenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2022 15:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstveranstaltungen ← klare Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchheim]]></category>
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					<description><![CDATA[Buchheim. Künstler, Sammler, Alleskönner? Wie sehr war Buchheim in den NS-Propaganda-Apparat verstrickt? Wie weit distanziert er sich nach dem Krieg <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/buchheim-kuenstler-sammler-alleskoenner/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Buchheim. Künstler, Sammler, Alleskönner?</h3>
<p>Wie sehr war Buchheim in den NS-Propaganda-Apparat verstrickt? Wie weit distanziert er sich nach dem Krieg davon? Kann sein künstlerisches Schaffen als eigenständig bezeichnet werden? Und wie hoch ist seine Rolle als Sammler und Autor kunsthistorischer Texte zu bewerten?</p>
<p>Die Ausstellung versteht sich auch als ‚Work in Progress‘-Projekt: Einem Adventskalender gleich, tritt zunächst ab 3.12. Buchheims malerisches Werk in Dialog mit seiner Sammlung. Nach und nach kommen seine Texte und zuletzt Buchheims grafische Arbeiten hinzu. Zudem gibt die neue Ausstellung Einblicke in die Forschungsergebnisse der Provenienzforschung des Museums.</p>
<h4>Lothar-Günther Buchheim</h4>
<p>Bernried am Starnberger See. Seine Energie hätte für drei Leben gereicht. Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) war, neben einigem anderen, Künstler, Sammler und Autor, und in jedem dieser drei Bereiche war er höchst erfolgreich. Seine künstlerische Laufbahn begann früh. Als 14-jähriger Wunderknabe erlangte er durch Stadtveduten und Illustrationen Aufmerksamkeit. Als Kunststudent begann er eine Karriere in der Propagandakompanie der Marine, wo er sich als Wort- und Bildberichterstatter einen Namen machte. Er zeichnete und fotografierte die Heroen der Marine, schrieb Reportagen für die NS-Propagandapresse und gehörte zu den bestvertretenen Künstlern auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München. Nebenbei schuf er ein malerisches Werk. Nach dem Krieg reüssierte er zunächst als Kunsthändler und Verleger, bis er dann auch als Autor in Erscheinung trat.</p>
<p>In einem Akt »tätiger Reue« widmete er sich der in der NS-Zeit als »entartet« gebrandmarkten klassischen Moderne, insbesondere den deutschen Expressionisten. Seine kunsthistorischen Bücher zu »Brücke«, »Blauer Reiter«, Max Beckmann und Pablo Picasso entwickelten sich zu Standardwerken.</p>
<h4>Buchheim ab 1981</h4>
<p>Ab 1981 erfuhr seine Expressionisten-Sammlung Weltgeltung. Eine Ausstellungstournee führte sie durch Westeuropa, Russland, Israel, Japan und Amerika. 1998 feierte sie im Münchner Haus der Kunst einen spektakulären Erfolg, bevor sie 2001 im Buchheim Museum ihr Zuhause fand. Über all die Jahre ließen Buchheim die Schrecken des Krieges nicht los. Mit seinem 1973 erschienenen autobiografischen Roman »Das Boot« thematisiert er die Traumata des U-Boot-Krieges. Der Titel wurde zum Weltbestseller und bildete die Grundlage für den gleichnamigen Kinohit.</p>
<p>Zu vielen Aspekten dieses komplexen Lebens gab es bereits Ausstellungen im Buchheim Museum. Die nun startende große Präsentation zeigt erstmals, wie sich all dies zu einem von Brüchen und Kontinuitäten geprägten Lebenswerk fügt: die NS-Propagandabilder des Künstlers, die Texte des Autors von Reportagen, Romanen und kunsthistorischen Büchern sowie die Gemälde seiner Expressionisten-Sammlung. Die Ausstellung gibt auch Einblick in die Ergebnisse der Provenienzforschung des Museums anhand ausgewählter Beispielswerke.</p>
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<h4>Die Ausstellung</h4>
<p>3. Dezember 2022 – 21. Mai 2023</p>
<p>Öffnungszeiten: Di-So von 10-17 Uhr. Ab April Di-So von 10-18 Uhr</p>
<p>Eintritt: Regulär 10 EUR, ermäßigt 5 EUR.</p>
<p>Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried am Starnberger See</p>
<p>Mehr über die Ausstellung: <a href="https://www.buchheimmuseum.de/aktuell/2022/buchheim" target="_blank" rel="noopener">https://www.buchheimmuseum.de/aktuell/2022/buchheim</a></p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
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<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kunstraub: Goldschatz im Millionenwert aus Museum bei Ingolstadt entwendet</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunstraub-goldschatz-im-millionenwert-aus-museum-bei-ingolstadt-entwendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 09:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
		<category><![CDATA[Verlorene und wiederentdeckte Kunstwerke]]></category>
		<category><![CDATA[kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstraub]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburg]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Kelten]]></category>
		<category><![CDATA[Römer]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und recht]]></category>
		<category><![CDATA[Manching]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolstadt]]></category>
		<category><![CDATA[lost art]]></category>
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					<description><![CDATA[Kunstraub: Goldschatz im Millionenwert aus Museum bei Ingolstadt entwendet Der Goldschatz wurde 1999 bei Manching entdeckt und gehört zu den <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunstraub-goldschatz-im-millionenwert-aus-museum-bei-ingolstadt-entwendet/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kunstraub: Goldschatz im Millionenwert aus Museum bei Ingolstadt entwendet</h3>
<p>Der Goldschatz wurde 1999 bei Manching entdeckt und gehört zu den größten keltischen Goldfund. Das Aushängeschild des Museums bestand aus 483 Goldmünzen, die rund 2000 Jahre alt sind.</p>
<p>Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) äußerte sich: „Der Verlust des Kelten-Schatzes ist eine Katastrophe, die Goldmünzen als Zeugnisse unserer Geschichte sind unersetzlich. Wer auch immer diese Tat begangen hat: Jemand hat sich an unserer Geschichte vergangen und unfassbare kriminelle Energie dafür an den Tag gelegt.&#8220;</p>
<p>Die Münzen waren im Erdgeschoss des Museums unter einer dicken Glasscheibe ausgestellt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit einer Sabotage an diversen Glasfaserleitungen gab, die in der Nacht zum Ausfall der Telefon- und Internetverbindungen bei etwa 13.000 Privat- und Firmenkunden rund um Manching geführt hatte.  Durch den Ausfall hat es zudem keinen Alarm bei der Polizei gegeben.</p>
<h4>Hinweise an die Polizei</h4>
<p>Den genauen Ablauf des Diebstahls, kann die Polizei derzeit aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht veröffentlichen. Sie bittet allerdings Zeugen sich zu melden oder verdächtige Hinweise weiterzuleiten.</p>
<p>Wem sind in den Nachtstunden im Bereich des Kelten Römer Museum Manching verdächtige Personen aufgefallen</p>
<p>Wer hat im Vorfeld in der näheren Umgebung verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit dem Einbruch stehen könnten?</p>
<p>Wer kann sonst sachdienliche Hinweise zur Tat, den Tätern oder den gestohlenen Goldmünzen geben?</p>
<h4 class="article_title">Archäologische Forschung in der Keltenstadt von Manching</h4>
<div class="article_text">
<p align="justify">Seit dem Mittelalter ist der ca. 8 km lange Ringwall bei Manching als &#8222;Der Pfahl&#8220; bekannt. 1888 vermutete der Römerstraßenforscher Hauptmann a.D. Hugo Arnold, das der Ringwall zu einem keltischen Oppidum gehört. Erste archäologische Ausgrabungen fanden 1892 auf Veranlassung des Gründers der Prähistorischen Staatssammlung Johannes Ranke statt.</p>
<p align="justify">Manching ist damit das am längsten kontinuierlich betriebene Grabungsprojekt des renommierten, weltweit forschenden Deutschen Archäologischen Instituts im Inland. Das Interesse an der Siedlung entspricht dem Rang dieses einzigartigen Denkmals.</p>
<p align="justify">Obgleich bislang nur etwa sieben Prozent der Siedlung ausgegraben werden konnten, ergeben die Grabungen einen repräsentativen Ausschnitt des Siedlungsbildes, und Manching gilt heute als die am besten erforschte keltische Stadt Europas mit der größten ausgegrabenen Fläche. Die wissenschaftlichen Ausgrabungen in den letzten 50 Jahren erbrachten eine ungeheure Menge an Funden, von denen die wichtigsten im neuen <em>kelten römer museum manching</em> ausgestellt werden.</p>
<h4 align="justify">Weitere Informationen</h4>
</div>
<p>Zur Webseite des Museums: <a href="https://www.museum-manching.de/">www.museum-manching.de</a></p>
<p>Sie planen einen Besuch in Bayern? – <a href="https://www.booking.com/searchresults.de.html?city=-1847451&amp;aid=2155507&amp;no_rooms=1&amp;group_adults=2" target="_blank" rel="noopener">Hotels finden Sie bei unseren Partner Booking.com </a></p>
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<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kunst in Katar: Lebenslänglich für den Dichter Mohammed al-Ajami</title>
		<link>https://arttrado.de/news/kunst-in-katar-lebenslaenglich-fuer-den-dichter-mohammed-al-ajami/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 13:29:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[kunstfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mohammed al-Ajami]]></category>
		<category><![CDATA[Pen]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmin Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst in Katar]]></category>
		<category><![CDATA[kunst und recht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://arttrado.de/?p=13769</guid>

					<description><![CDATA[Kunst in Katar: Lebenslänglich für den Dichter Mohammed al-Ajami Unverändert hängen Presse- und Meinungsfreiheit von der Gnade des Emir ab <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/kunst-in-katar-lebenslaenglich-fuer-den-dichter-mohammed-al-ajami/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kunst in Katar: Lebenslänglich für den Dichter Mohammed al-Ajami</h3>
<p>Unverändert hängen Presse- und Meinungsfreiheit von der Gnade des Emir ab . Laut MENA Rights Group sind bereits im Mai 2022 die Anwälte Hazza bin Ali Abu Shurayda al-Marri und Rashed bin Ali Abu Shurayda al-Marri zu lebenslanger Haft verurteilt worden, nur weil sie ihre Meinung frei äußerten: Hazza bin Ali Abu Shurayda al-Marri hatte auf Twitter gegen das neue Wahlgesetz des Emir vom November 2021 protestiert, weil es den Al-Marra-Stamm in Katar von der Wahl ausschloss und Bürgern das Wahlrecht verweigerte.</p>
<p>In einem Video hatte er die Freilassung von Kritikern des Gesetzes zum beratenden Schura-Rat gefordert. Im August 2021 war er deshalb in seinem Haus verhaftet worden. Als Rashed bin Ali Abu Shurayda al-Marri als Anwalt Zugang zu seinem Bruder forderte, wurde auch er in Gewahrsam genommen. Ihr Prozess begann im Januar 2022 hinter verschlossenen Türen, ohne die freie Wahl eines Anwalts. Die Anklage: Gefährdung der öffentlichen Ordnung und die Sicherheit des Staates. Das Urteil im Mai 2022 lautete für beide „lebenslänglich“.</p>
<p>2018 hat Katar das Internationale Abkommen zu Bürgerrechten und politischen Rechten unterzeichnet, das die Menschenrechte garantiert, auch die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und das Recht, einen Anwalt frei zu wählen. Nichts davon war im Fall Mohammed al-Ajami gegeben. Auch seine Verurteilung in diesem Jahr in Abwesenheit verstößt gegen die International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR).</p>
<h4>Lebenslänglich für den Dichter Mohammed al-Ajami</h4>
<p>„Lebenslänglich“ erhielt auch – in Abwesenheit – der Dichter Mohammed al-Ajami alias Mohammed Ibn Al-Dheeb, denn er habe die Anwälte in ihrer Kritik mit Videos über Social Media unterstützt. Einer der renommiertesten Dichter des Golfstaats und Ehrenmitglied des deutschen PEN wurde damit als erster Poet in Katar gleich zweimal zu „lebenslänglich“ verurteilt.</p>
<p>Mohammed al-Ajami war bereits November 2011 wegen zweier Gedichte festgenommen worden. „Wir sind alle Tunesien“, hatte er im sogenannten Jasmin-Gedicht geschrieben, das Studenten im Internet verbreiteten. Aufruf zum Sturz des herrschenden Systems, lautete die Anklage 2012. Sein Pflichtverteidiger durfte sich nur schriftlich äußern. Beobachter waren beim Prozess nicht zugelassen. Das Urteil „lebenslänglich“ wurde, nach dem Besuch einer PEN-Delegation in Katar 2013, auf fünfzehn Jahre reduziert. 2016, nach vier Jahren zumeist in Isolationshaft, wurde Mohammed al-Ajami begnadigt. Im Gefängnis hatte er gedichtet:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Wer bin ich? Frag nicht die Tage nach mir &#8211;<br />
Ich bin nichts als ein Gefangener<br />
in einer Isolationszelle<br />
Hier in meinem Land Unterdrückung<br />
ist das, was uns unsere Rechte nimmt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Katar hat sich – abseits aller Image-Kampagnen in Kunst und Sport – abgeschottet und verfolgt eine rigide Informationspolitik. Nachrichten über die Situation von Autor*innen heute dringen kaum an die Öffentlichkeit. Vieles ist Spekulation. Auch über Mohammed al-Ajami kursieren verschiedenste Mutmaßungen, vermutlich befindet er sich außer Landes.</p>
<h4>PEN-Zentrum über Katar</h4>
<p>„Katar ist eine absolute Monarchie“, sagte Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums, „die WM in Katar verändert unseren Blick auf den Sport. Sie schärft unseren Blick auf die Situation der Menschenrechte im Golfstaat. Der Fall Mohammed al-Ajami ist symptomatisch für das Verständnis des Herrscherhauses von Grund- und Menschenrechten. Das sollten europäische Clubs und deutsche Unternehmen, die mit Katar Geschäfte machen, dringend überdenken.“</p>
<h4>PEN-Zentrum</h4>
<p>Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.</p>
<p>Mitglied des PEN kann nur werden, wer von einem der Zentren in den verschiedenen Ländern aufgrund besonderer schriftstellerischer Leistungen hinzugewählt wird und sich durch seine Unterschrift unter die Charta zu den Prinzipien des Clubs bekennt.</p>
<p>Besonders intensiv widmet sich der deutsche PEN dem international einmaligen Programm „Writers-in-Exile“ als Fortsetzung seiner „Writers-in-Prison“-Aktivitäten – nicht zuletzt resultierend aus seiner eigenen geschichtlichen Verantwortung.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Mehr über das PEN-Zentrum: <a href="https://www.pen-deutschland.de/" target="_blank" rel="noopener">https://www.pen-deutschland.de/</a></p>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Klima-Kleber schaden (nicht nur) der Kunst und Kulturbranche</title>
		<link>https://arttrado.de/news/klima-kleber-schaden-nicht-nur-der-kunst-und-kulturbranche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Heidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2022 14:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst und Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt und Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses aus der Kunstwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt aus der Kunstszene]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst entdecken]]></category>
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		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Sophia Thomalla]]></category>
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					<description><![CDATA[Klima-Kleber schaden der Kunst und Kulturbranche Kartoffelbrei-Attacke auf ein Gemälde von Claude Monet. Unbekannte Substanz auf Jan Vermeers „Das Mädchen <br/> <a class="btn btn-xs btn-default" href="https://arttrado.de/news/klima-kleber-schaden-nicht-nur-der-kunst-und-kulturbranche/">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Klima-Kleber schaden der Kunst und Kulturbranche</h3>
<p>Kartoffelbrei-Attacke auf ein Gemälde von Claude Monet. Unbekannte Substanz auf Jan Vermeers „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“. Chaoten die sich an die &#8222;Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe&#8220; von Nicolas Poussin, die &#8220; Sixtinische Madonna“ von Raffael oder an ein 66 Millionen Jahre altes Dinosaurierskelett kleben. Solche Meldungen sind scheinbar aktuell täglich in den Nachrichten. Allerdings sorgen diese Sachbeschädigungen in der Gesellschaft nur für Kopfschütteln und finden verständlicherweise wenig bis keine Befürworter.</p>
<p>Wie denn auch?, wenn die eigentlich wichtige Botschaft verloren geht und man mittlerweile froh sein muss, wenn durch die Klebeaktionen immerhin niemand ernsthaft verletzt wurde. Denn wegen solcher &#8222;Klima-Demonstrationen&#8220; sind auch Rettungskräfte bereits zu spät an Unfallstellen eingetroffen,  zusätzlich nehmen solche Straftaten, die eh schon überlasteten Justizbehörden in Anspruch. Solche Aktionen schaden also schon lange nicht mehr &#8222;nur&#8220; der Kunst- und Kulturbranche.</p>
<h4>Was ist die Botschaft?</h4>
<p>Ja, die Klimaerwärmung ist nicht von der Hand zu weisen und ja, Nachhaltigkeit ist wichtig! So wichtig, dass Unternehmen, aber auch Privatpersonen sich am besten schon vor vielen Generationen darüber einen Kopf gemacht hätten, denn dann wären wir heute vermutlich überhaupt nicht an diesen Punkt. Aber was ist die Botschaft, wenn man mit Essen um sich wirft oder sich auf den Boden klebt? Wo sind die Lösungsansätze oder konstruktiven Vorschläge, etwas besser zu machen und wirklich nachhaltig zu verändern?</p>
<p>Und vor allem, für wen ist die Botschaft bestimmt? 2020 war China für ca. 31% der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen verantwortlich. Die USA lagen mit ca. 14% auf Platz 2. Es folgten Indien (7%), Russland (4,5%) , Japan (3%) und erst dahinter auf Platz 7. landete Deutschland mit ca. 1,9%. Die größten Umweltverschmutzer werden sich vermutlich herzlich wenig dafür interessieren, wenn sich Karen und Kevin in Deutschland an ein unbezahlbares Kunstwerk kleben.</p>
<p>Außerdem geht jede Botschaft verloren, wenn das eigene Handeln das erzwingt bzw. auslöst, was durch die eigene Botschaft zuvor eigentlich kritisiert wurde. Es wird angedeutet, das der Klimaschutz wichtig und Umweltverschmutzung schlecht ist, aber gleichzeitig wird durch eine solche Aktion dafür gesorgt, das Restauratoren mit hochgiftigen Chemikalien und Reinigern ein Kunstwerk in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen müssen.</p>
<p>Museen und Galerien setzen sich dabei oft für wohltätige Zwecke ein oder machen auf schwierige Situationen aufmerksam. Museen vermitteln auch Denkansätze und fördern den Dialog. Ein Gemälde, was eine Landschaft zeigt, ist dabei vermutlich hilfreicher, als das Verschmutzen eines solchen Werkes. Die Reinigung fordert viel Geld, Zeit und Mühe &#8211; zusätzlich wird auch der Betriebsablauf gestört und das ist auch das Einzige, woran sich alle Beteiligten oder Geschädigten erinnern werden &#8211; nicht an die eigentliche Botschaft.</p>
<p>Dass die FDP nun völlig zu Recht eine Plattform fordert, mit deren Hilfe Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit Klimaprotesten angemeldet werden können ist die Folge und nicht, das die FDP sich mehr für den Umweltschutz einsetzt. Zu denken, positive Veränderungen erzwingen zu können ist naiv und hat langfristig noch nie funktioniert.</p>
<p>Berufspendler einzuschränken oder Museen und Galerien nach bzw. während der Coronapandemie mit zusätzlichen Kosten zu belasten, ist asozial. Zusätzliche fördert dieses Verhalten nicht den Dialog. Der Dialog wäre vielleicht gewesen, den Kontakt zu einer Galerie oder einem Museum zu suchen und gemeinsam eine zeitgenössische Ausstellung auszuarbeiten.</p>
<p>Eine Ausstellung, in der vielleicht Werke alter Meister im Zusammenspiel mit Arbeiten von jungen Künstlern präsentiert werden, um thematisch gemeinsam auf die Wichtigkeit der Natur aufmerksam zu machen&#8230; aber für eine solche Zusammenarbeit dürften die betroffenen Ausstellungshäuser nach solchen Aktionen kein offenes Ohr mehr haben. Und auch nicht direkt betroffene Museen/Galerien werden sich abwenden, da diese sich nun eher mit Einlasskontrollen und anderen Sicherheits-Maßnahmen auseinandersetzen müssen, damit es demnächst nicht eines der eigenen Kunstwerke trifft.</p>
<h4>Prominente Stimmen in der Gesellschaft werden lauter&#8230;</h4>
<p>Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla überlegte, wie sicherlich viele Personen aus dem öffentlichen Leben, lange sich überhaupt zu dem Thema zu äußern. Teilte ihre Meinung letztendlich doch auf ihrem Instagramkanal.</p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p>Carsten Stahl setzt sich seit Jahren für Aufklärungsarbeiten an Schulen im Bereich Mobbing ein. Der Gewaltpräventionsberater setzt sich für Menschen und deren Entwicklung und Bildung ein. Stahl ist in dieser Hinsicht selbst ein Aktivist. Allerdings ohne sich oder andere in Gefahr zu bringen, zu belästigen oder Sachschäden zu hinterlassen. Vielleicht wäre er sogar ein Ansprechpartner für den ein oder anderen &#8222;Klimaretter&#8220;. Das Verhalten der Klebe-Chaoten lässt ihn aber alles andere als mit deren Aktionen sympathisieren!</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/Ckf9PRoKyLW/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p>&nbsp;</p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/reel/Ckf9PRoKyLW/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Carsten Stahl (@stoppt_mobbing_carsten_stahl)</a></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p>Sebastian Czaja, Vorsitzender der Berliner FDP-Fraktion findet mindestens ebenso deutliche Worte.</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CkeA1itoOW-/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CkeA1itoOW-/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Sebastian Czaja (@sebczaja)</a></p>
</div>
</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<p>Christopher Förster ist Abgeordneter für den Bezirk Neukölln. Förster ist zwar nicht in der gleichen Partei wie sein &#8222;Kollege&#8220; Czaja,  aber der Ortsvorsitzender der CDU Brit vertritt offensichtlich die gleiche Meinung,</p>
<blockquote class="instagram-media" style="background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CjlMlf_qZ7i/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14">
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<p>&nbsp;</p>
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<div>
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<p>&nbsp;</p>
<p style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;"><a style="color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;" href="https://www.instagram.com/p/CjlMlf_qZ7i/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Christopher Förster (@christopher.foerster)</a></p>
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</blockquote>
<p><script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></p>
<h4>VORSCHLAG</h4>
<p>Sollten Sie immer noch mit dem Gedanken spielen, sich auf eine Kreuzung oder an ein Kunstwerk zu kleben, nehmen Sie gerne <a href="https://arttrado.de/kontakt/" target="_blank" rel="noopener">Kontakt</a> zu uns auf und teilen Sie uns ihre Vorschläge, für eine Nachhaltigere Welt mit, so dass wir diese mit unseren Lesern teilen können, ganz ohne Sachbeschädigung und fahrlässige Körperverletzung bzw. unterlassene Hilfeleistung.</p>
<h4>Weitere Informationen</h4>
<p>Von uns ausgewählte Veranstaltungen finden Sie unter <a href="https://arttrado.de/events/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&gt;&gt;&gt;Events&lt;&lt;&lt;</a></p>
<p>Unsere Interviews finden Sie hier: <a href="https://arttrado.de/news/category/kuenstler-portraits/interview/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview| Arttrado.de</a></p>
<p>Wenn Sie uns über ihr spannendes Kunstprojekt informieren wollen, nutzen Sie unseren <a href="https://arttrado.de/kontakt/">Kontakt.</a></p>
<p>Unser Projekt ARTTRADO unterstützen:</p>
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